Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 6 (10.2.1911)
- Date
- 1911-02-10
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2651273-2651711-2651718--07564-2664739- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Lübeck 1× ep/1048008
OCR text
Seite 67. No. 6. JÜDISCHE RUNDSCHAU ziomsTiscHe bcwcgung Zuteilungen der Zionist. Vereinigung für Deutschland Ein neues Purimteslsplel Einer unserer Duisburger Gesinnungsgenossen hat uns ein Purlmspicl zur Vertilgung gestellt, das wir allen Ortsgruppen und Vereinen tilr die bevorstehenden Fcstvorführungen aufs wiirmstc empfehlen können. Gegen einen Betrag von 10 Mark, der unserem Organisationstonds zufließen soll, Ist das Festspiel von uns zu beziehen. Ansichtssendungen erfolgen nicht. Ottenbach a, M. Hier findet im Kaiser Friedrichs• Hotel Sonntag, den 12. Februar, nachmittags 5 Uhr, eine ö f t e n t i i c 11 c Versammlung des ZlonlBt. (iruppenverbandes liir Hessen uiul Ilesseu-Nassmi statt, in der Herr I)r. jur. J. 0 o 111 i c b ״Z u r Judenfgrage in Ost und Wes t", Herr Marlin Levigard ״Der Zionismus, eine 1.dsnng der Judenfrage״ und Herr Leopold Perlmutter (Iber ״Emanzipation und A u 10 e tu a n z i p a t i 0 n" sprechen werden. AUS D€M GSM6IND6N fierlln. Mit nächstem Semester tritt der Dozent Professor A. Berliner in den Ruhestand, indem er aus seiner 38j;ihrlgcn Lehrtätigkeit am hiesigen Iv'.tiibincrseminar scheidet. Die Resultate seiner bisherigen Forschungen auf den verschiedensten Oebieten seiner Fachwissenschaft Hillen eine Anzahl von Bünden, Aus der Mulle an seinem Lebensabend dürfte weiter noch mancher literarische Beitrag zu erwarten sein. Berlin. Der Ausschul! des Bciiisch-Israelitlschci! (kmeindebundes hat beschlossen, am II. Juni d. Js. in Berlin einen mincrordeiilllchcn Gcmclmlctug mit lolgcnder Tagesordnung zu veranstalten: I. Bericht •׳(,scliüftsfülircnden Vorsitzenden Ober die Wirksntnkcit des I). 1.0. B. seit den» XI. Deutsch-Israelitischen ücmcindctagc: 2. Besprechung des Entwurfs eines Vcrslchcrungsgeselzcs für Angestellte: 3. Organisation der Wandcrurmcnfilrsorgc; 4. Satzungsiindcriiiigcn. Frankfurt a, M. Filr die ,10». W. Ilaehcnhrocii• Sllinmg der hehr. Mittelschule ״Tachkcnioni'* in Jaffa, gingen bei Herrn Kommerzienrat L. Feist, Frankfurt a. M., fernerhin ein: Gesammelt anlülllieli der Brismifoli des Schimon bei» Meir llackenroch 65. Alk.: Frau Fanny Schwab, hier, 50 Mk.; Jaeuues Fisher, Haag. 15 Mk.: Frau M. Diirlnelicr. Hamburg, 50 Mk.: Frau Carl Bing. Hamburg. 0 Mk.; Hugo Mainz, Hamburg, 50 Mk.: Moritz S. Wollf. Hamburg, 50 Mk.: Julius Hollaendcr. Altona. 50 Mk.; Herr und Frau Julius Modler, Altona, 00י Mk.: Felix Lew, Hamburg, 50 Mk.: Leon Lew. Hamburg, 100 Mk.i Siegfried Lew, Hamburg. 60 Mk : Ludwig Mathiason. Hamburg, 10 Mk,: W. Scgelbatim. Ham* bürg, 10 Mk.: Otto Franc!(. Hamburg. 20 Mk., Sam. Durlachcr Hamburg, 10 Mk.: L. M. Durladicr, Hainbürg. 100 Mk.i Dr. Kalmus, lliimlmrg. 5 Mk.: Moritz Fzcclicl, Hulmburg. 20 Mk.: F.mll v. Hon, Hamburg, 10 Mk.: Emil Lypstm.lt, Hamburg, 10 Mk.; Dr. Victor, Wandsbeck, 20 Mk.; Leopold Hirsch. Hambürg. 50 Mk.: Dr. Biirclilmrdt. Hamburg. 30 Mk.: Frau Dr. B. Levy. Hamburg. 100 Mk.: Herr Dr. B. Levy, Hamburg, 300 Mk.: Samuel Mainzer, Mannheim. 50 Mk.; Otto Wallach Frankfurt a. M., 5 Mk.; Joseph Wcichselbaum, Berlin. 20 Mk.: Sallv Ouggenheim und Frau, Berlin, 25 Mk.; Jacob Rosen heim״ Hier. 25 Mk.: Prof. Dr. Schuster, Berlin. 30 Mk.; Sallv M. Mainz. Hamburg. 100 Mk.; Simon Maier, Mülhausen, 10 Mk.: Jacob Straus. Hier 50 Mk.,* Jacob Lcvl, Hier. 20 Mk.: Marcus Feucht wangcr, Flirth I. B.. 30 Mk.: Stud. mcd. Fritz Feucht wangcr, Strallburg. 10 Mk.: Moses Kulm, Balslngcn 10 Mk.; I.ouis Marx. Baisingen. 5 Mk.; Ferdinant Kahn. Baisingen, 7 Mk.] Abr. Erbbaclicr. Baisingen 5 Mk.; Loruls Kahn jr., Hier, 23 Mk.; Levi Eisen mann. Basel, frs. 10 8 Mk.; Herrmamt Hirsch Hier. 20 Mk.; Frau M. Rau, Fürth. 50 Mk.: N. N 10 Mk.; Ruhen Colin. Antwerpen, frs. 25 20 Mk Henri Freudmann. Ahtwerpen. frs. 25 — 20 Mk.; J. S. 10 Mk.; Spiclgcwinn 4.50 Mk.; Maurits Prhis, Amsterdam. 30 Mk. Zusammen 1938,50 Mk. Bercits veröffentlicht!0 079,82 Mk. In Summa 12017.32 Mk. Escliwd'or. Am 22. Januar sprach hier vor einigen 40 Damen und Herren Herr Adolf P 011 a k , Köln. Über ,.Die moderne Juden frage. Qrollcr Beifall dankte dem Redner für seine tiefen Ausführungen. Herr l’ollak war in letzter Stunde in liebenswürdigster Weise für den plötzlich yerhinuerten Herr« Dr. M. Roso^nblüth, Köln, clngc- Sprüngen, und da er. troztdcm unvorbereitet, gläri* zend sprach, war der Beifall um so verdienter. In der sehr lebhaften Diskussion hatte Herr Pollak Oelegenheit. nochmals alle die Schcingründe gegen den Zionismus treffend zurückzuwclscn. Eine Sammlung ergab einen hübschen Betrug für N.-F, Auch wurde auf Herrn Poilaks Namen ein Ölbaum gestiftet. Lino Schekelzahlergruppe ist in Vorbereitung.. Königsberg I. Pr. Unser Gesinnungsgenosse Chemiker Alexander Fnle dm ann-Königsberg l. Pr. bat den Unlvcrsltütsp reis der pliilosopliischcn Fakultüt für eine organisch-clicntisclio Arbeit erhalten, Eine größere Arbeit Friedmanns über die cbcinlsche Erforschung des Toten Meeres erscheint demnächst in der Monatsschrift ״Palästina". Lübeck. Das Curaiorlutn der Dr. Adlcrsilflung u Palästina hat beschlossen, die clngclaufcncn Spenden der Tachkcmonischule zu Überweisen. Bei der Firma Louis Wolff, Lübeck, sind bis Jetzt cingcgangcn: Dr, J. Fcuclitwanger-Frankfurt a. M. 100 M., Hugo Lesscr-Bcutbcn 50 Mk., M. Mainz Jr- Frankfurt a. M. 20 Mk.. Moritz S. Wolff-Hamburg 100 Mk., Sonja• Ruhen 5 Mk., N. N. 50 Mk., J. Holländer - Lübeck 20 Mk., Dr. Jeremias-Posen 20 Mk., Willi. Scliamcs-Frankfurt a. M. 20 Mk., Josephine Landauer ־ München 50 Mk., Hermann Cranier-Frankfurt a. M. 50 Mk., Alfred Mendel- Bochum J0 Mk., Dr. mcd. Stichel-Frankfurt a. M. 10 Mk., Dr. C. 3 Mk., Dr. Hcyman-Bcrlin 20 Mk., Dr. Neumann-Landsberg a, W, 20 Mk., Frau Baronin v. Rothschild-Paris 300 Mk., A. C. 1000 Mk., Martin Mcycr-Lübcck 10 Mk. Leopold Koschlnnd-Iclicnhausen 20 Mk., Felix Müller-Düsseldorf 5 Alk., Hermann Guggcnhciin-St. Ludwig 5 Mk., S. Hermann- Luckenwalde 10 Mk.. H. M.-Lausanne 20 Mk., Rosette WoJff-Israel - Hamburg 10 Mk., Bertha Majcrowitsch-Bcrlin-Schüncbcrg 5 Mk., Leo Barth- Berlin 3 Mk.. R. E. Landauer-München 50 Mk., M. I.ajn-Schöncbcrg 50 Mk., Th. Levy-Hamburg 20 Mk., Rudolf Salcmon-Mindcn l. W. 10 Mk., Rabbiner Dr. Kroncr-Slutigart 3 Mk״ Dr .Bermann-Meran 45 Mk.. David Wolfi'sohn-Köln 100 Mk., Prof. Berliner-Berlin 10 Mk., Rabbiner Dr. W. Lcvy-Bcrlin 5 Mk.. Felix Struck-Berlin 20 Mk., Bceky Engel-Berlin 20 Mk., Hermann Struck-Berlin 50 Mk., N. N, Berlin 5 Mk., N. N. Berlin 3 Mk., N. N. Berlin 5 Mk., Rechtsanwalt Dr. Mcycr-Lübcck 50 Mk.. Dr. mcd Jofl-Lübcck 50 Mk., N. N. Lübeck 100 Mk., Zahnarzt Rothschild- Lübeck 100 Mk., Frau Dr. Adler-Lübeck 300 Mk., Alexander Adler-Lübeck 50 Mk. Das Kurnforlum, 1. A.: Zahnarzt Rothschild, Lübeck. AUS HAMBURG-flLTOriA Die rechtlichen Verhältnisse der Juden In Hamburg Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts sind die ersten Juden aus Spanien und Portugal, durch die Imiulsltion von dort vertrieben, nach Hamburg gekommen, wo sie als unbckclirtc Christen geduldet wurden, Zimt ersten Male wurde die Auf• inuksnmkcit der Behörden im Jahre 1603 auf sie gelenkt. Der Versuch Ihrer Ausweisung scheiterte aber an dem Widerstande des Senates, weicher sic als tüchtige Kaufleutc in seinem Gebiete behalten wollte, 1612 scliloll er daher mit Unten einen Kontrakt, mich welchem ilmun gegen eine JUlirllchc Zahlung von 1000 Mark gestaltet wurde, In Hamburg zu bleiben. Ein halbes Jahrhundert später als die portiigic.sisclicn wunderten die deutschen Juden in Hambürg ein, wo sie zunächst von diesen ubhünglg lebten. Huld nmclitctt sic stell Jedoch von. den Portugiesen los und schlossen sich den beiden Naclibargcmcindeit Altona und Wandsbeck an, mit denen zusammen sic die berühmte Drclgcmcindc A—H—W bildeten. Sic erlangten Schulzbricfe vom dänischen Könige, sowie von den Besitzern des adeligen Gutes in Wandsbeck. Ihr Oberhaupt war der Oberrabbiner in Altona, der aber nicht nur in Rcligionsangelcgcnhcitcn, sondern vor allem in privatrcchtliclicn Streitigkeiten die Entscheidung hatte. Ihre Verhältnisse wurden geregelt durch das Judenrcglcmcnt von 1710. Sie lebten ziemlich unge• stört dahin ohne üuficrc Einwirkung bis zum Jaitre 1810, in welchem Napoleon T. dtis hnmburgischc Gebiet in das französische Kaiserreich einvcrlcibtc, wodurch die Verbindung der Drclgcmcindc gelöst wurde. Am 2fi. Dezember 1810 wurde von den Hamburger deutschen Juden eine Kotmuission zur Auflösung der Drclgcmeinde eingesetzt, welche in der Separationsakte vom 26. April 1812 Ihren Ausdruck fand. Zur selben Zeit vereinigten sich die in Hamburg vorhandenen deutschen Juden zu einer Gemeinde, deren Vorstand zum ersten Maie am 3. Mai 1812 zu einer Sitzung zusammentrat. Die deutsch-israelitische Gemeinde, welche zum Unterschiede von der portuglcsisch-lüdischcn Qemcindc diesen Namen jedoch erst 1821 annahm, kann also im Jahre!911 resp. 1912 auf ein hundertjähriges, selbständiges Bestehen zurückblicken. Nachdem die Juden in Hamburg mehrfach vergcblicli die Gleichstellung mit den übrigen Einwolinern betrieben hatten, erlangten sie 1840 durch Art. 37 des neuen Acmtcrrcglcmcnts das ZugestäneL nis, daß Juden׳ fortab In die Zünfte aufgenommen werden dürften. Nach dem Hamburger Brande (1842) und nach der Umwälzung des Jahres 1848 besserte sich ihre Stellung erheblich; durch das Emanzlpationsgesetz vom 22. Februar 1849 wurde es allen Gcmcindcmitgiiedern frclgcstcllt, das hamburgischc Bürgerrecht und somit die Heimatsberechtlgung zu erwerben. Im Jahre 1850 setzte der Senat eine Konimisslon zur Vorbereitung eines Gesetzes über die jüdischen Scparatvcrhültnissc nieder, zu welcher als Gemeindevorsteher auch Gabriel Rieser gehörte. Da aber die Gemeinde mit dein Entwürfe nicht vollkommen einverstanden war, so kam noch kein umfassendes Judengesetz zustande; es wurde zunächst nur das Regulativ betreffend die Zulassung fremder Israeliten in Hamburg erlassen. Durch die Verfassungskämpfc in Hamburg wurde die Angelegenheit wiederum verzögert. Es wurde jedoch die völlige Gleichberechtigung der Juden festgelegt durch die Artikel 3, 23, HO der hamburgisehen Staatsverfassung vom 28. September 1860, welche inhaltlich mit den Artikeln 3, 5, 23 und 96 der neuen Verfassung vom 13. Oktober 1879 Ubercinstimmcn. Auf Grund dieser Verfassungsbcstinimungen kam dann das Gesetz betr. die Verhältnisse der israelitischen Gemeinde vom 7. November 1864 zustande, durch welches einerseits die Kontinuität der Gemeinde gesichert, andererseits aber das Prinzip einer freiwilligen Rcligionsgcnosscnscliaft. in welche man jederzeit nach Belieben ein- und austreten kann, aufgcstcllt war. Dieses Gesetz ist noch heute in Kraft. Von den späteren Gesetzen ist nur noch das Gesetz vom 12. Dezember 1888, betr. den Austritt aus einer staatlich anerkannten religiösen Gemeinschaft, zu erwähnen. Auf Grund des Gesetzes von 1864 wurden Ende 1867 die Statuten der Dcutsch-israclitisclicn Gemeinde icslgestcllt, welche im Jahre 1908 durch ein neues Statut ersetzt worden sind. Auf Grundlage dieser Statuten läßt sich ein genaues Bild von der Verwaltung der Gemeinde gewinnen, wobei besonders das nur in Hamburg geltende Prinzip der Trennung von Kultus und sonstiger Gemeindeverwaltung von Wichtigkeit ist. ilninlmrg-Altnim. Die Kasscnvcrwnltung der Zionistischen Ortsgruppe Hamburg-Altona gibt au* diesbezügliche Anfragen hierdurch bekannt, daß persünllchc Aufforderungen zur Zahlung des Jahresbcltragcs nicht mehr erfolgen. In der zweiten und dritten Woche des laufenden Monats werden ä conto des Jahresbeitrages von 10 Mk. von allen Mitgliedern der Ortsgruppe, einschließlich Misrachl-Oruppc, welche bisher weder den .labrcsbcitrag. noch eine Rate desselben gezahlt haben, 6 Mk. ncr Naclmalime erhoben werden. Die betr. Gesinnungsgenossen werden hierdurch instüiuligst gebeten, durch prompte Einlösung der Nachnahmen der Kassenvcrwaltung weitere Spesen zu ersparen. Ilauiburg-Altonn. Im Sitzungssaal« der Svmtgogc Kohlliüfa! ist ein Modell des Salomonischen Tempels von Schwarzbach ausgestellt, welches täglich, mit Ausnahme des Sonnabends, zwischen 12 und 4 Uhr nachm., besichtigt werden kann. Wir empfehlen unseren Freunden, die Gelegenheit einer Besichtigung dieses Kunstwerks nicht vorübergellen zu lassen. Hainhnrg-AHonn. Vor einer erfreulicherweise außerordentlich gut besuchten Versammlung hielt In der Zionistischen Ortsgruppe Ilmiihiirg-AKonu der Rechtsanwalt Herr Dr. M. Tünnen wuld um Donnerstng, dem 2. Februar, einen Vortrag über ״die rechtlichen Verhältnisse der Juden In Hamburg", den wir unseren Lesern vorstehend im Auszüge zugänglich machen. Die Zuhörer dankten dem Referenten durch lebhaften Beifall. Der Vorsitzende. Herr R.-A. David, forderte, die Debatte über den Vortrag eröffnend, dazu auf, die Oeuicitidcziigchürigkcit zu erwerben, da dieses die Vorbcdingmig zur Gewinnung irgend eines Einflusses auf die Gemeindeverwaltung sei. Herr Dr. Victor machte auf den sehr fühlbaren Mangel eines festen zionistischen Gcmcimlcprogramms aufmerksam und betonte die absolute Notwendigkeit eines solchen für eine z.iclbcwußtc zionistische Gcmcindcnolitik. Herr Leopold Landau besprach die Möglichkeiten eines zionistischen Einflusses bei Gelegenheit Hamburger Qcmclndcrenrüscntantcnwahlcn; bei der dcmokratlsehen Fassung der Walilbcstiminungcn, nach wefeben durch die Einrichtung der sogenannten Minoritätswalilcn kleinere Interessengruppen, die nur den 15. Teil der Stimmen aller wahlberechtigten Oemcindcstcuerzahicr auf ihren Kandidaten vereinigen, diesen in die Gcmeindcrcpröscntanz. entsenden können. sei bei einer derartigen Stimmenkonzentration, wie sic in Berlin zionistischcrseits anlülllieli der letzten Rpprüscntnntcnwalil zustande gebracht worden sei, ein sicherer Erfolg zu erwarten. Herr Leo M. Michael wollte eine Kommission gebildet wissen, welche innerhalb der Zionistischen Ortsgrunnc für den Eintritt in die Qemcindc propagiert — Im weiteren Verlaufe des Abends wurden auf Veranlassung des Herrn Julius Ncumann interne Pro- 1׳״ipda-Pragcn behandelt, an deren Besprechung sich die Herren Dr. Victor, Dr. Nathan und Grüner beteiligten. Herr Leopold Landau ging unter Hinweis auf die jüngst erfolgte Einweihung der ersten Kolonie des B c z a I c I auf den soeben zur Ausgabe gelangten 5. Jahresbericht dieses Vereins ein und rügte, ein regeres Interesse (ür dieses hochbedeutsame Kulturwerk besonders unter den Oesinnungsgenossen erbittend, das bisherige Abseitsstehen mancher zionistischer Kreise. I