Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 44 (4.11.1910)
- Date
- 1910-11-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. •!•}. _ _ Seite _506... ________ § 8. Die Mitglieder des Zentralkomitees haben Sitz und Stimme aut dem Dcicgicrtcntag. .<׳ 8 Das passive Wahlrecht 7.11m Delegicrtentag beginnt mit Vollendung des 2 t. Lebensjahres. 8 10. Jeder Delegierte vertilgt nur über eine Stimme. Die Delegierten sind an Aufträge und Instruktionen uielit gehmukn. Zentralkomitee. § H. Die Aufgaben des Zentralkomitees sind a) die Leitung der Geschäfte, b) die Vertretung der l.amlesorganisation. 8 12. Die Anzahl der Mitglieder des Zenlralkomitces wird vom Delegiertentag bestimmt. Der Delegierteatag wählt den Präsidenten des Zentralkomitees und die bestimmte Zahl von Mit* gliedern. Mit Ausnahme des Präsidenten wühlt das Zen* tralkumitee seine Funktionäre selbständig. 8 13. Das Zentralkomitee hat einen Uesehültslührenden Ausselntll zur Fiüiruug der lautenden Geschäfte mit dem Sitz in Merlin cinzusct7.cn. 8 H. Das Zentralkomitee tritt mindestens einmal vierteljdirlich in Merlin zusammen. Aut Antrag von fünf Mitgliedern hat der Vorsitzende jederzeit eine atillerordentliche Sitzung nach Merlin einzuberufen. 8 15. Der tkNchüftslulirende Ansselmll hat vmi seinen Sitzungen alle Mitglieder des Zentralkomitees durch Mitteilung der Tagesordnung zu verständigen und ihnen laufende Berichte über seine Tätigkeit zu geben. (iruppenverbiinde. 8 16• Die Aufgaben der Gruppenverbände sfnd a) die Propaganda, b) die Uebcrwaclnmg der Gruppcntätigkeit. cJ Gründung neuer Ortsgruppen. 8 17. Dem Zentralkomitee ist von jeder Neugründang einer Ortsgruppe sofort Nachricht zu geben. Hei Wegzug eines Mitgliedes der Ortsgruppe ist die nunmehr /.nsi.indige Ortsgruppe zu bcnach* richtigen. 8 1s. Die Oruppcnvcrhäudc haben vierteljährlich dem Zentralkomitee einen Bericht iibcr ihre Tätigkeit und den Mestaml an Mitgliedern zu erstatten. 8 l'b Der Vorstand jedes Uruppcnverbandcs wird von sämtlichen Mitgliedern der zugehörigen Ortsgruppen auf die Dauer eines Jahres gewählt. Das Zentral• komitce bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vor- Standes. Jede innerhalb des Verbandes bestellende Gruppe ha* das Recht auf Vertretung. Gruppen. 8 20. Ortsgruppe ist die Vereinigung von mindestens 30 Zionisten an einem Ort. Das Zentralbureau ist jedoch berechtigt, auf Vorschlag des zuständigen Oruppcnvcrhandes kleineren Gruppen von Schekel• Zahlern die Rechte der Ortsgruppe zu verleihen, wenn in denselben ein selbständiges Vcrcinstcbcn herrscht. Mitglieder der Organisation an Orten ohne Oruppeu gehören 7.» dev n'üehMgclegenen Ortsgruppe. 8 21. Die Leitung der Ortsgruppe obliegt dem Vorstand, lihikiinttc, Die Hinkünfte der Organisation bestehen aus den l.andcsbeitriigen. aus Spenden und Zuwendungen jeglicher Art. § 23. Der l.andeshcitrag beträgt für nicht in Orts• gruppen organisierte Zionisten mindestens 5 Mack für Mitglieder von Ortsgruppen mindestens l Mn k Die Qruppcnvcrbändc be/.w. Ortsgruppen sind ver* pflichtet, für jedes Mitglied den Landesbeitrag In Höhe von I Mark und eine Abgabe von 2 Mark filr jedes Mitglied an die Landesorganisation abzuliefern. Stntuten-Acndcrung. § 24. Line Statutcn-Aemlerung kann nur durch den Dclcgicrtcntag mit Zwcidrlttcl-Mujorltät beschlossen werden. .1 O Dl SCH 1• RUNDSCHAU Anhang. 1. Der XII. Delcgicrteutag der Zionistischen Ver einigmig fit r Deutschland macht es sämtliche!, der deutschen Landesorganisation ungehörigen Ge* sininingsgeiiosscii zur moralischen!'flieht, gemüll ihrem Hinkommen und ihrem Vermögen regelmälbge Beiträge filr die deutsche Laudesorganisation beizu* steuern. II. Die Mitglieder zionistischer Federatiouen können gleichzeitig!Angehörige der Zionistischen Verein!• guug für Deutschland sein, milssen dieser aber den l.andeshcitrag voll bezahlen. Aiillerdem sollen Ule im Gebiet der Landesorganisation bestehenden Vcreine solcher l'eclerathmeu Sitz und Stimme in den Uruppenverlnimlen riet Z. V. f. D. halten. Persönliches Fräulein l*auline II er 7.1. die älteste Tochter Theodor llcrzls, hat sich mit Herrn Ingenieur T. Hilft in Serajewo verlobt. * Unser (iesiummgsgeiiossc Dr. H r n s t Kal m u s* Hamburg, Mitglied des Zentralkomitees und lang* jähriger Vorsitzender der Zionistischen Ortsgruppe llamlnirg-Altoim, hat sielt am 2. November mit Fräulein Agnes Federlein in Hannover vcr* mahlt. Die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau*' spricht dem bewährten Mitkämpfer und seiner (iattin ihre herzlichsten 'Glückwünsche aus. brätsche ah Muttersprache sprechen und l!l!c pädagogische Ausbildung an dem Lehrerseminar des Hilfsvereius der deutelten Juden erfahren l,,,t>cn leiten den t Inte r lieht Die Kurse werden vom t I. N״.' vetuber bis Lude März dauern. Der Unterricht wöchentlich in 2 aufeinanderfolgenden Stunden teilt. Der l'reis beträgt für das gesamte Wmie! Jahr (» Mark, für Mitglieder der;ttngcsclil«.• vciien Vereine 5 Mark. Der Unterricht findet statt: Montag, s!ls 9!• Uhr. Schluterstr. 3: Kurs der Vereine ln«i;•!״, I Studenten: 8': 1(» Uhr. (irolm.iusu. <■<!: Kt;;-, r Verbindung im K. Z. V. II istmmacn. D 1 e 11 m 4 g 7'.• 9 Uhr, Sehlnterstr. 3: Kurs der Verein• t-., *,* scher Studenten; h': lü Uln, Rcl1g1n11\\,.|1.1|(•, hvt. stialle .‘•s. Mittwoch, 10 ׳־.יא Uhl. Lu.su, •,! Kurs der national-jüdischen Frauenvcrciuigm.g tur Fortgeschrittene; 10 :יא Uhr, Cli.irlntteubiug. 1 treiislialle 2.1 (|9. (ienieindesi Imh׳): h1 |1. \ ״ i Aitdleitesti. II: Kurs der Hörer der Lehr.ms; * J die Wissenscliait des JuJeiitiiins. Donner* ■ א'; •Hi Uhr. Schieswiger Ufer II (13. Real* Kurs iles Jod. Frauenbundes fui Tinnen mul : 11 .יא» Uhr, Mädchenschule der nid. »u! :״ l Kaiserstrallc 29/30. Sonnabend. 7 .V. :7 1 Madclanscliulc der jnd. Geiuemde Kaisctstrula « ' Kurs Mir die Religümslehrcr und Religmiislv־Itter יא: IO Uhr. Alesanderstr. 39: Kurs des '1 ur!;\ -,1 1 Bar Kocliba. Sonntag. 10 II': Ulir ־.! n״ j I.tiisenstr. •lö: Kurs der iiational-jiidisclien Fra:־ ״. aj einigmig für Anfänger; 10 11': Uhr vmm.. .׳g, I simile 20: Kurs des Jüdischen Jiigendlnmdes:!; A 1 t» Uhr nachiii., I.iiisciistraile •I.v. Knuicrkurs.! Auch au einigen für die Vereine eiliger..׳ ״! 1 Kursen können unter Umstanden Auitc!1s:elu1. nehmen. Die Anmeldung erfolg! m den Kursu. ׳,• 1 oder bei Herrn Paul Michaelis, Merim. \U stralle 19, Dr. Arthur Miram, Dr. Guitlml.t V, Kurt II a m 111 c r s t e i 11. Paul M 1 e 11 a e 11 s. Unser geschätzter Gesinnungsgenosse Dr. Hans Gideon Hey mau 11, Mitglied des gescltäftsfiiliren• den Ausschusses des Zentralkomitees der Z.iouisti•! scheu Vereinigung für Deutschland, und seine (iattin Lotte, geh. Kremenetzky, wurden durch die Geburt eines Sohnes erfreut. Redaktion und Verlag der ״Jüdischen Rundschau'*, der Dr. lleymann ja auch besonders nahe steht, gratulieren aufs herzlichste. Mitteilungen des Zcnlralbureaus der Zionistischen Vereinig, für Deutschland Während der letzten Feiertage ist unser Hurcau täglich mindestens zehn Mal telephonisch an* g e r u f e!1 worden. Auch a n Sonnabenden wird sehr häufig in unserem Hurcau antclcphonicrt. Wir machen daher nochmals darauf aufmerksam, <1.111 unsere sämtlichen Ihireans, elnsclillclil'.cli der Reduk (1011 der ״Jüdischen Rundschau", an Sabbatliun und jüdischen Feiertagen geschlossen sind. Wir bitten wiederholt, hiervon Kenntnis 7.t1 nehmen. Unsere Bureaus sind während des Win* ters täglich von 9 l Uhr und von 3!j• 7'T Uhr. an Freitagen von 9 3 Uhr, an Sou 11 tu gen von 9 t Uhr geöffnet. Am Sonnabend Nach* mittag werden die Bureaus eine Stunde nach Sabbathausg.mg geöffnet aus d6m oeMeifiDeu Dlt Mitarbeit unterer Leser an dlcier Rubrik tat beaondtra ———— «rvtUnicht. - * - Berlin, Herr Rabbiner Dr. Fink hält jeden Freitag, 5 Uhr nachmittags, Altonaerstr. 10, eine Vortragsreihe über ״Welt* und Lebcnsan* s c 11 a 11 u n g des J u d c n t u m s". Gäste herzlich willkommen. Berlin. Die Jüdische Wahlvcrehdgmig ver.m* stallet am Montag, den 7. November, abends h\ Uhr. 1111 grollen Saale des Seliillcr-Tlieater-Rcstaurants eine öffentliche W a 111 v c r s a m m 111 n g mit dem Thema: ״Die Zukunft unserer Gemein de". Referenten: Dr. Max L e w i 11 s k I, Dr. Arthur Kahn. Gäste herzlich willkommen. Berlin, Im Aiisehltiil an die h e b r ä i s c 11 c Konferenz vom Dezember 1909 hat sich Ute Welt- Organisation für hebräische Sprache und Kultur gcbildet und ist in der gesamten Judenheit mit Freude begrübt worden. Ihr Ziel ist cs. auf dem Boden . völliger religiöser und politischer Neutralität die Kenntnis des llehräiselien als lebende Sprache zu verbreiten, die hebräische Literatur zur Anerkennung zu bringen und den machtvollen, in ihr ringenden Kräften zur Fittfaltiiug zu verhelfen. Die hebräische 1 Sprache und Literatur unserer Tage soll ihre Gleich- ־ bcrechtigiing in der Weltliteratur finden. Diesen de-; danken auch in der deutschen Judenheit Anhänger zu schaffen, wird eine der vornehmsten Aufgaben der , nächsten Jahre sein. Zur Zeit aber kommt es darauf! an, die Kenntnis des Hebräisclicn selbst in «Jen 1 weitesten Kreisen zu verbreiten und Lust und Liebe; für seine Hrlcrnung zu erwecken. Die Berliner Orts- : יזת״זא,® «chict, in Verbindung mit einer grollen Anzahl jüdischer Vereine, in allen Studtgegendcn Qroll- Berlins hehrülscho sprach, und Sprcchkurao ein. Die bei der Lriermmg moderner Sprachen erprobten Metlioden kommen auch in diesen Kursen zun An- Wendung. Lehrer aus Palästina, weiche das He- Reuthen. Zur Unterstützung der Falascha-Aiige- •ז! \*> a;• Icgeuliclt 1111 Sinne des Forvchers Dr. Inwilseli hatte ein aus mdis.lnn t! < >11• •1.111! •tu obcrschlcsischeii Stadtebc/irkes gebiäKus!0 sorisches Komitee vor einigen Tagen eine Zusammen• kmift emherufen. Rabbiner Dr. Kopfstein 1 .• griiihe die zalilreich erschienenen Anwesenden 1 gali m überaus trefflicher Weise in knappen Zuge: ein Bild von dem Stande der Angelegenheit. von der i.age und dem Leben der Faiascl!״s selb*.:. v. :1 ihrer! Bc/ielumgcn /um Judentum, v! 11 den F.igcl'iiivveu der bisherigen Forschung und von den i־.* .u k.du so geringen F.rfolgen des Forschers m scaa i. P.ea.n'ae’. die groben jüdischen Organisationen tut •’..>* I'.,,. werk zu gewinnen. Diejenige Digams.ilion, ■.> ,,!!i am herufeiisteii hierzu erschien, die Alliance : d u Universelle, hat, statt Faitlowitsch zu unter*:״:•.)/:״ ihm durch ihren Pulirer, den Pariser J> vs. nl. Reinacli, eine Antwort zukommen i.iss. . wohl verdient, etwas niedriger gUi.mgt /u v.־;v*. ״Noiis avoiis asscz de juifs ei n'avoiis t».!s 1.* : י d'autres." ״\V i ז haben genug a 11 u n s <■: <• :1 Jude 11 1111 d 11 r a 11 c 11 e 1t k e 1 n c a 11 d e 1 e 11 Nicht genug mit dieser klassischen Antwort. i,1• trieb Reinacli auch die Auszahlung der dem l'nfv.i.vr durch den P.lireuprasidenten Zadoc Kahn erwirkten Subvention und gab den Umstanden erv. nach, als sich der llilisverem der dems.lmi Inä lebhaft lur die Angelegenheit zu interessieren hu״■;:■ Die Atisiiilirungeu des beliebten Seelsorgers, unter• stutzt durch eine ms Finzcine gehende l:rg.1׳./;mg seitens des ziii.iüig anw eseiidcu Dr. 1.0;:«., ',; selbst erweckten einen lebhaften Nachbar, untu 1 Zuhörern. Nach einer regen Diskussion wurde e,1- Stimmung der B.־s־.־hh1lt gelabt, sich der Angclegu.iieit nach krallen zu widmen. Man wählte cm K«׳ m:ee und zu seinem Vorsitzenden Rabbiner Dr. K•■; •',.e.: Wenn auch die Frage, ob die Faluschas auch v<>!:־, nationalen Standpunkt aus als Juden zu bctr.av.en sind, iiocb strittig ist, da sich nicht cmw andirei : ..11• weisen lallt, ob sie Nachkommen eingewan,,.!:er Juden oder aber Nachkommen eines mclitind *. •ני Stammes sind, der in irulier Zeit, ähnlich den c zaren, durch Juden zum Judentum bekehrt \\ ״• so forderte doch die Diskussion uber da• l.elai.' •e der Bevölkerung eine ganze Reihe auch vom s.a,׳ . : nationaljiidisclicn Standpunkt aus interessanter I u. ' zu Tage. So in erster Urne cUv Tatsache•, dm« -.־ von F. auf 5(Hlim geschätzten l alusclias luM « ' sclilielllieli Hamlwerker, und zwar die geschickte*׳*׳! Handwerker im ganzen grollen abcssviiisclan K., *■ reich sind. Sie wiirden somit cm für da• in.: *he Renaissancchcwcgimg aiiilerordemhch wcrtvolk' terial bilden, vorausgesetzt eben, dab sie u.rk .. a auch als nationale .Juden anerkannt w erden h>״• .״.:! und müssen. Dem bosliaiien Lokalreporter sei . *l> die Wiedergabe einer Scherzfrage gestattet, da•. 1!- : vorgcrtifeii durch das bei einigen Teilnelmm» au ׳ :• ordentlich überraschende Interesse und Pathos, וי.*״ז j zirkulierte. ״Warum interessieren sich da• w׳ ‘.b ■ mehr für die abessynischen als beispielsweise I für irgend einen Bend/.iner Juden?" Und pnm.nt ' kam die Antwort: ״Vermutlich, weil timen die lk!.d- ן ziner Juden — * zu jüdisch sind! II. M. J Charlotteiiburg. Vor kurzem fand unter dem ׳ Vorsitz des Stadtverordneten Justizrat Holz .» ■ Charlottenburg die konstituierende Versammlung des ncugtfgründctca Vereins zur Vertretung der tu־ I teressen der jüdischen Gemehidemllglleder In Cliar- 1 lottenburg statt, an der bereits eine stattliche Anzahl von Mitgliedern teilnahm. Der Verein bezweckt da* Vertretung der Interessen der in Charlottenburg wohnhaften Gcincindcmitgliedcr in allen Angelegen-