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Jüdische Rundschau · 1910-11-04 · Heft 44 (4.11.1910) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XV (1910)
Issue
Heft 44 (4.11.1910)
Date
1910-11-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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zugesiclien. da cs nicht angeln, zu behaupten. tlal! die Forderungen »1er Religion die wissenschaftlichen Aufwallen nicht berühren, cs sei, dalt wir die l.cliro von der /.wiefachen Wahrheit »nnelunen und dadurch die Einheit unseres 1 tcwutltsciiis zerstören. He• kennen wir uns nicht zu dieser Vergewaltigung der Vernum'!, so mul! der Malistut! für unser Gottesgefühl vernünftige Erkenntnis sein. Und diese kennt nur den tiott in unserer Hiiist. unser sittliches Gewissen, lind darum hat es keinen Wert und keine Bedeutung, (lott um Gnade und Verzeihung für Sünden und Vcr* fehhingen anzuflehen. Gebete zu iniiriueln. und au Wunder zu glauben■ Wird <lott aber als ein Wesen in der Natur betrachtet, dann stiielt er die Rolle eines l’ali/ciorgans, und Furcht vor tiott ist die Triebfeder zum sittlichen Handeln. Dies ist über nicht unsere Meinung. Für uns ist die Gotleslicbc. d. h, die l.iehe zu mir selbst, zum ihnen in mir, der Ansnorn zum sittlichen Ilandein, und der wahrhaft sittliche Mensch bereut durch die Ta«. Und wenn Bereuende keinen Sceleiilrost in diesen ״nionistischeii Plattheiten* finden können, so ist das wohl eine schmerzliche l'.r- Kenntnis, aber jeder tiefreligiöse Mensch wird diesen Schmerz zu überwinden wissen, in ihm wir»l der edle Drang nach Wahrheit mehr bedeuten nml er• hahenere Gefühle auslöscn, als die kindliche Hoffnung auf 1.01111 und Uiisterblielikeil. Und wir wollen Wahr• heil um jcklcu l'uis und unter jeder Bedingung, und wenn sie ein ..Eisstrom für unsere tilaubciishoffnung" ist. wohlan, so war unser (Haube falsch und au der Sonne der Wahrheit wird ein neuer lebensvoller (iJuubc erstehen. Und wir glauben auch, gute Juden zu bleiben bei dieser Auffassung, Für uns stellt und fallt das ,Iiidemum nicht mit dem (Hauben au Unsterblichkeit und iK’tsünlichcu tiott, für uns gill der Gnttcsbegihi, wie er festgelegt ist im ersten (leimt, ich hin der Ewige. dein tiott, der dich aus »lern l.atule Acgvoteu geführt hat. aus dem Mause der Knechtschaft. Wir halten es hir unsere vornehmste Aiibrabe. in diesem Sinne unser Jitdeitliuu zu betätigen. Heim dieses Gebot kann nur bedeuten, ich bin ein Gott. der die Knechtschaft hallt und die Dreiheit will, und wenn ihr mir dienen wollt, so erfüllt diese Forderung. Dreiheit zu sein!fielt tiherall, in allen Richtungen unseres Kuliuihew ußtscius. Wir wollen vor allen Dingen unser Denken nicht abhängig machen von der lieber* lieferting und Vergangenheit, nein, es soll befreit w erden von ihr. soweit es der Wahrheit widerspricht, und mir sie soll die Mutter der (legettw.irt und aller /.iikmiit sein. Nur so ist es uns möglich, modernes Denken und Judentum zu vereinen, nur so!st auch de! ewige (ieltungswcrt der jüdischen Ideen gewahrleistet. A n in. »I. Reil. Wir haben aus Urimdett der Objektivität auch den vorstehenden Ausführungen ly’.nun gegeben, um damit die Diskussion tiber dieses Thema zu schlichen. Unsererseits bemerken wir noch kurz folgcnndcs: Hs 1s! uns nie eingefallen zu behaupten, dalt der Anschauungsweise des Herrn Lehmann nicht ein sittlicher Wert innewohnen könnte. Wir bestreiten nicht einmal, dalt Ansichten, wie die vorstehend ent• wickelten, offenbar mit denen des Ilernt Dr. l.eh• 111.um übereinstimmenden, niclit auch religiöse genaiint werden könnten. Wenn man nämlich den Sinn dieses Wortes sehr weitherzig interpretier(. N u r dal* diese A n s i c 111 e 11 jüdische seien, (1.1 s 111II s s e II wir allerdings in A I! r e »I e stellen. Um sie dazu zu machen, genügt nämlich nicht die subjektive, noch so ehrliche Ucbcr• zeuguttg des!!inzelitcn. vielmehr gibt cs auch ohiek• tivc Tatsachen. Der Gott des Judentums ist zwar kein ,.l'olizeiorgaii" und soll es nicht sein, aber er ist doch, er schafft, redet und handelt. Keine luterpretatinnskunst kann ihn in sittliches und mensch• liebes l'mniiiulcn verwandeln, ohne den Tatsachen ins Oesichl zu schlagen. Ist er doch, wie der Ilerc Linsender selbst bezeugt (allerdings in seltsamer In- Konsequenz zu seiner vorhergehenden Ablehnung einer göttlichen Individualität) identisch mit dem ..(lottesbegriff, wie er festgelegt ist im I. (lehn: leb bin der Ewige dein Gott, der dich aus dem Lande Aegypten geführt Bat. aus dem Hause der Knecht• schaft." Und die ״kindlichen Hoffnungen" des Unsterbliclikeitsglaiihens bähen in unseren Vätern gelebt seit dem babylonische» Exil, haben ihnen Kraft und Mut verliehen in Marter und Tod. Und trösten beute «ocU Ungezählte, sicheilieb auch in d c r R e f o r m g e m c i » d e. Sogar Muimouides hat demjenigen, ״der immer strebend sich bemüht‘*, die Unsterblichkeit /!!gesprochen. Jedenfalls ist es schwerlich die Aufgabe eines jüdischen Predigers, seine subjektiven Ueber/.eugtmgcn, seinen Wahrheitsdrang, an den wir gerne glauben, der Ja aber noch nicht Wahrheit bedeutet, ausgerechnet vor einer Scelenfeier, de» Trauernden und Bereuenden zu verkünden, ihnen Hoffnungen zu nehmen, sie vor dem ״Uebelciittirmeht" zu warnen, womit sie «loch eben beschäftigt sind, und so ihr Lmphmlcii zu kränken. Wer das tut. der eignet sich wohl zu ethischen Vorträge״, der palit vielleicht auf ein wissenschaftliches Katliedcr. auf einer j ü d i - sehen Kanzel ist nicht sein Platz. | E. L. Lewlnskl | Eine Trauerkunde kommt aus Odessa: E. L. Lewinski, der bekannte hebräische Schriftsteller und unermüdliche Vorkämpfer für die nationalludiscncn Bestrebungen, Ist nach kurzem schwerem Leiden an einer infolge eines Ohrengcschwüres eingetretenen Blutvergiftung Bit Alter von zwciuntl- I fünfzig Jahren verschieden.! Die hebräische Literatur vcilicrt in ihm einen j ihrer beliebtesten Repräsentanten, und die zio- »istisehe Idee ■ •■• einen ihrer eifrigsten Verfechter. I I.ewiuski war der eigentliche Schöpfer »les J hebräisch-publizistischen Feuilletons. Mit glänzenj »lein Stil, der sich durch eine besonders persönliche j Note aiiszeiclmctc, mit weltmännischer Klugheit und ן Lebenserfahrung, mit köstlichem Humor und launiger Ernsthaftigkeit behandelte er alle Vorgänge der jiiilischeu Welt, deckle er die grotesken Erscheinungen des (lohislebeus auf. für deren Motive er volles Verstäiulnis liatlc; tröstete er seine Brüder in den Zeiten der Not. Seine Satyrc war nicht gallig, verbittert nml kränkend. Sein Humor war versöhnend und milde, liebevoll und verzeihend. Eine seiner bckainuestcn literarischen Produktionen ist eine pliantastisclie Ziikuiiftsreiscbcsclircilniiig aus Palästina, die liäiifig mit Herzls ״Altnenlnmr verglichen worden ist. Seine meisten Arbeiten zeichnete er mit Rabbi Korauw", einer fnr sein kameradschaftliches Verhältnis zum Publikum charakteristischen Metieniiuiig. Restlos wirkte er für die Neubelebung der hebräischen Sprache und war einer der Hauptfiihrer des ״Ihria"* Verbandes. Ebenso erwarb er sich große Verdienste um die Herausgabe zahlreicher bedeutender hebräischer Werke, wie es überhaupt kein lebräisches Unternehmen gab, an dem er nicht ntensivcn Anteil nahm. Er beschränkte sich aber nicht •auf das literarische Gebiet allein, Die Palästinaaibeil, zu deren ersten Pionieren er zählte, und »las Odessaer P.düstiiiakomStce besahen in ihm einen ihrer eifrigsten und hingebungsvollsten Förderer, wie er den» auch an der Leitung der Palästinaweingesellschaft ..Karmel*‘ teilnalmi. Sein plötzlicher Tod beledeutet einen schweren, unersetzlichen Verlust für die nationaljiulisclic Gesamtheit. «.AUS ALLER WELT־:: Deutschland Der hall ISrutm Eine!Tage, die sich dem ruhig Urteilenden immer wieder hei Beurteilung der versehiednen ■rnti* semitischen Parteigrößeti nuhlräugeii muH, ist die, ob die gewiß auffällige Häufung der Skandale und Skr!- »laichen in dieser Gesellschaft auf ein zufälliges '/.יוsammentreffen /nrückztiführcn sei. oder ob diese Sumpfpflanzen nur dort den rechten Boden finli•׳!. auf »lein sie sieb so überraschend giuistig entwicl׳e!1׳ können. Die Beantwortung wurde bisher immer dadurch erschw ert, »laß. man in diesen Kreisen jedesin.11. wenn es irgendwo zu einer Katastrophe kam. mit Geschick von ׳lern (Iebramhuarkten abziiriieken verstand. Diesmal, im Fall Briihn. liegt die Sache mm eigenartig: Je näher Im Laufe der Verhandlung, die jetzt vor dem Schwurgericht in Moabit geführt wird, die Möglichkeit rückt, dal', der Angeklagte am Gesetze vorbeikoimncn wird, um so sicherer wird seine moralische Verurteilung vor dem Richtstuh'e aller anständig Denkenden. Da ist es nun sehr interessant. zu sehen, wie Briihns Parteigenossen, »He im Verlaufe des Pahsclprozcscs mit hörbarem Ruck von ihrem ״M. »I. R.“ abgeriiekt waren, sich mit steigender Konjunktur wieder um ihren vcrfolgu» Freund sch.0en, dem mau bisli«•!■ ״nichts beweisen" konnte. Nichts aber ist charakteristischer für die antisemitische Partei, als daß die Verteidigung Briihns auch noch den antisemitischen Abg. Werner als ״Sachverständigen" dafür laden lassen wollte, »lall die ״Wahrheit" die Wirtschaftsauffassung der Reformpartei und nicht lediglich Sensntionsartikel gebracht habe! Und fast noch charakteristischer war ilie Behauptung des autisemitisch-Jimgkimservativyi: Rechtsanwalts Brcdercck: dalt die ״Wahrheit" ak nationales Gegengewicht begründet worden sei gegen die demokratische Sensationspresse. Ein feines ״nationales'* Gegengewicht, das selbst zu den Mitteln der niedrigsten Sensationslust und der Erzählungen aus intimen Kreisen, greift! Wir wissen nicht, oh Brulm wegen Erpressung verurteilt werden kaum Alier u׳ir erklären hier von vornherein: cs ist für die Beurteilung der Sachlage vollständig gleichgültig, ob eine juristische Handhabe zur Beseitigung dieses Mannes zu finden Ist oder nicht. Der Herausgeber »les Schmutzblattes ״Wahrheit" gehört auf keinen E.1II in den Reichstag. Wir möchten von vornherein der Auffassung Vorbeugen, als ob, falls Bruhn frei• gesprochen werden sollte, was bei dem schwer faßbaren Begriff der ״Erpressung" immerhin denkbar Ist. dann nichts gegen ihn vorläge. Der Charakter des Blattes und damit der seines Herausgebers ist auch ohne den Jetzigen Prozeß gerichtsnotorisch, und der!Reichstag muß und wird hoffentlich die rnoralisehe Tatkraft haben, sich dieses Mannes auf irgendeine Weise zu entledigen, wenn er cs nicht vorzieht, selbst seiner Wege zu geben. Pas von Campe angekaufte Hehie-Deiikiiial. die Kaiserin Elisabeth von Hasselries auf der Insel Korfu hatte errichten lassen, ist am 27. Oktober ״״ Barklmf in Hamburg aufgcstcllt worden. Das Denk, mal stellt in einer von Säulen getragenen Nische. Den Hintergrund bildet dunkler Muschelkalk. Ru.stSanü Die einfache und einzig mögliche Parole •,,,;!. kommeiicr Neutralität, die seit dein Erwachen ,!es jüdischen Selbsibesvulitsems fnr das Veihalnn!Icr Juden 1111 Streite fremder Nationalitäten ausgegUien wurde, findet noch immer nicht überall du• gcbiihremlc Berücksichtigung. Politische Unrein m;j platte Schwarmgeistern zeitigt Bei uns Juden!, .;j, immer allzu häufig eine völlig unangebrachte gcisterimg" fnr die freiheitlichen Ideale aller J bcheu nationalen Minoritäten, die dort, sso sie , die Mehrheit bilden, unseren eigenen Stamniesl \1n j eine weit niederträchtigere Behandlung zuteil :. ״ 1 lassen, als sie sie selbst irgendwo erfahren I ׳ •ns. 1 l>u ist es notwendig, gelegentlich eine N,! '1<;. ׳! I wie tliese zur heilsamen Ik leinung niulngi /u hangen: I ״In Warschau erklärten sieh die p׳.!n,v! tionaldcmokratcn und Realisten gegen die »1 v. rcclitiguiig der Juden in »Icr Stadtverwaltung.! ■!, sie sich dabei mit aller Entschiedenheit ,־ :^n Rassenstaudpmikt stellten mul den Juden »las ‘ ,!1t! .ibsprachcn. in die Verwnltimgsnngelegcnhein!; ncr Slailtgemeiiuie sich ciuzumischen, sso sie sali ■ 1 geduldete Gäste betrachten können." Diesmal sind es die ״edlen Polen". Ahe: von den Tschechen. Finnen. Slowenen und ,!! die Volker heißen, für die ״freiheitlich g!.!.!c luden" immer mul immer wieder cingetreteii 1;J, lialien sich in ihrer feindseligen Haltung gegen ui.wtc Volksgenossen immer wieder »lic Hand gereich:, sn | bald sic ihrer Hilfe entraten konnten ohne '»11 unsere Frciltcitsschwürmvr »lar.nis etwas gehn!! j hatten und sich auf die einzig würdige VertrcUir; ihrer eigenen nationalen Interessen besonnen batte:! 1 Gnh’zicn Welche ungeheuren Himens.onei: de Ent- ,fültruu g jüdischer Mädchen und der I Scelenfung in l'nh/ieu;tilgten«>111 men lt.<:. In■1. •*, ״״ j jungstc Monats,msweis des Kf.ihauei Rnbb.!!.■■•, ■kr •10 Taufen von jüdischen Mädchen 111 einem > ,: /gut Monate verzeichnet. Aber nicht Idos an Zah! n: h i diese Verführungen zu. sondern auch an I׳ ׳'•::,׳, die ui ihren Eiii/illieiteii an russische Ve!: , . , malmt. Nachfolgend wollen wir zwei ins,;.,׳s krasse Fälle der letzten Tage registrieren. Fa:!.״!,• selics Mädchen in der N'ähe von T..r;■.•״;׳■'. ,s: ״> idem Ellernliause plötzlich verschwunden. De: alt« j Vater machte sich auf die Suche nach Kattowit;.; Berlin und Charlottenburg. kam jedoch uherallh.n zu | spät, da seine Tochter indessen anderswohin ec• br.icltl wurde. 111 Deiitselil.ind fiel er vor Auiu c1־!tf ans einem Eisciihahukupee und erlitt einen s./jn Unfall, daß ihm beide Fuße amputier: werden!111;,■hn. Seine Frau setzte min das Suchen tmt und et!;.kr endlich, »laß ihr Kind auf Umwegen zu •ä» l'clicianeriimcii nacli Krakau gebracht wurde י c begab sich hin und hat tun Einlall. aber vergeheiiv Sie rief alsdann die Polizei um Heist. 1ml au. crluch jedoch die unglaubliche Antwort, daß s,1m׳.i:che Polizeilie.imte mehrere Tage hindurch in A״ sprach geitonimen seien und daher erst nach einigen l . gcr. zur Verfügung stehen können. Ihm die Zwiw!,..:/e.: zur Wegfidtruug »les betreffenden Mädchens ci;:. ist selbstverständlich. Ein zweiter Fall: Der \ :er eines entführten minderjährigen Mädchens aus 's..:■! verlangt durch seinen Vertreter Dr. R. l.amln .mf Hriinil einer Entscheidung des He/iiksgetich!‘!׳» Cicszanäw, wunach das entführte Mädchen ׳ Xlostcr der l'eliciancrinncn Itcrausgcgehen we :'>•:; nmß, vom Krakauer Gericht die Durchfiilirin ' Cicsza11״w‘er Bezirksgerichts. |).ts Krakauer (h •יי! weigerte sich aber gegen die gesetzliche Bei!:.:■״', »las Urteil zu vollziehen und sandte die Akten ׳ ׳cl! CieszaiGw׳ zurück. Inzwischen erhielten die! eianerinnen Kenntnis davon und transportierten :1S Mädchen in ein anderes Kloster. Auf Grund des bekannten Ausspruchs ״V.; > 1 Mauern der Kirche hört die Staatsgewalt glaubte man. »lall die Behörde tatsächlich um ' ' •sei. cinziiselireitcn; nun sehen wir zu tmscrni I'»־• dauern, daß diese den Seclcnf.mg sogar oflenkm•H!g fordert. Frankreich Die Pariser Zeitung ״Petit-Journal" fuhrt '»1<־ einiger Zeit eine heftige Agitation gegen »he sG: 2 zuuchitieiidc Einwanderung russischer Juden »ad! Paris. Den Vorwand hierzu bietet die Behauptung'• daß die russischen Juden die Trachnmkranklicit n•''1' Paris verschleppt und daselbst ein epidemisches Auf• treten dieser Krankheit verschuldet hätten. Die wahre Ursache dieser antisemitischen Agitation scheint jedoch darin zu liegen, daß die meisten cingcwander-

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