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Jüdische Rundschau · 1910-05-27 · Heft 21 (27.5.1910) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XV (1910)
Issue
Heft 21 (27.5.1910)
Date
1910-05-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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No. 21 T Türkei .01• Vor der Abreise des türkischen Kronprinzen ,״,cli Europa stattete ihm der Chachambaschi Rabbi «; .11111111 einen Besuch ab. und wünschte ihm im Saim-ii der indischen Gemeinde eine glückliche Reise. 1V!• riiionfolger dankte ihm und «ab seinen würin- ^cv. tiv'fuhlen Anfidruck. die er für alle Juden heue. 1!,1 Chachamhaschi von Konstantinopel wird viel 11 einigen Wochen nach Palästina begeben, v,t . J;1»ia. .)crusalem, Haifa. Hcirutli und die jiliif- ,.Ju ׳• Kolonien besuchen wird, in seiner Begleitung .1; ,ץ sich auch der jüdische Purlamciitsabgoordnctc M a /. I i a c 11 befinden. —י * ü ,.k-gcntlieh des Besuches des türkischen Ober-;1%. '• ״ in SaloniKi und Adrianopcl veröffentlichte .* 1 * * 4ic!Aisehe Zeitung 1'״ a 11 in" einen sympathischen;\r: l aber die ■luden. Es Iteillt darin u. a.: .«\ gibt ein Volk, welches seinen Fortschritt; 1.1 m (iedeihen nicht im Abgrund der gewundenen ,:!ו.! crschlungenen Politik, sondern auf dem Felde ׳Mmonii.־ sucht: ein Volk, das •/.wischen dem l ei•. «Kampfe und den Gefühlen der gegenseitigen Lic. und gemeinsamen Hilfe ausglcieliend wirken vii: cm Volk, das bestrebt ist. eine neue Gemein- 4.1!, mit einer den Anforderungen des jetzigen Jahrum :« entsprechenden neuen Wirtschaft zu begrünj.i dieses mutige und energische Volk -- ist die c Nation. Das t ii r k i sc 11 c Re ich 11 a t gu t c.> n getan, dieses tüchtige ökonomische Elc- , c; mizunehinen. während es von allen a n d c - 1e .ו I k e r n in ungerechter und recht- I, ' Weise verfolgt wurde. Die mächtigen Herr- >.!u der Türkei haben damit ihre tiefe Hinsicht bce ,cv indem sie den grollen Nutzen erkannten, den .'!e!011 unserem Lande zu bringen vermögen."! : Verfasser dieser Ausführungen soll der '! ׳,׳sc 11;1 von A d 1׳ i a n n p c I sein. 1! . Die verschiedenen jüdischen Klubs k!.;׳•« in Saloniki sollen vereinigt werden. In .v!!!gen Woche fand zu diesem Zwecke eine ge- ׳״er׳«, ne Konferenz statt, an der Vertreter mehrerer י v!.׳/■׳. und Gesellschaften tcilnahnien. Herr Samuel V ,! 11 s stiftete für den neuen Verband 1000 fr. ii• derselben Stadt wird jetzt ein besonderer I;־egrimdet für die alljährliche Verteilung von an diejenigen Schüler der ״Alatini"־ ר e i!ח i e n. die sieh im Hebräischen aus- .viel!11 .).׳.!1־ -וי• I Me Vereinigung ehemaliger All i- . v..״•■י -Schüler ..C 1׳ e 1111 c u x״ in K 0 n s t a n - :י ״ : ן e I. die fast durchweg aus N a t i 0 n a I i u d c n l׳e'a׳!u mul in ihrem Programm die Zusammcrige-; r u1 aller .luden betont, ist von der Regierung le«• •!et worden. ׳1 RUNDSCHAU DER PR655e ..Jvwish Chronicte** Zur Vervollständigung unserer Berichte über die I■’. ׳.• des Präsidenten Wolffsohn durch Eng- 1.זי• •*.!»ringen vir nachstehende Ausführungen des f.l .!hIcii nichtzionistischen Organs der englischen ■״heil:!)er Besuch eines so hervorragenden Juden, V Herrn Wolffsohn, ist in diesem Lande stets ׳!' ■״mimen, und obgleich die Ansprache des I rav iiien der zionistischen Organisation im Pavillon I: ire wenig Neues enthielt. — vir beklagen uns 1! 1 darüber so bewies sic doch von neuem 11 Wolffsohn’s F.rnst und Eifer für die zio- 'die Sache und seine Bereitwilligkeit, sich jur '׳metessen der Bewegung z.u ootcca. Herr Wolffbewies uns. dait der Zionismus sowohl in prak- 1eals in politischer Beziehung keineswegs in «fei zu ziehen ist. Die Arbeit schreitet in sol- 1 Malle vorwärts, dal! die Behauptung Mr. Zang- 'י ■'«. die Bewegung sei eine Kraftvergeudung, als I ■ •1los erwiesen ist. Auch beweisen die Versäum!• 1׳•״׳׳,en. in denen Herr Wolffsohn sprach, dal! der I 1;!:usiasums nicht verraucht sei. wie Mr. Zangwiu! ן glauben machen wollte. Das Ideal hat nichts ' •1 seiner Anziehungskraft verloren. Die Orgamv '״>n bestellt in voller Kraft. Aber das Wunder ״:׳,VI plötzlichen Wiedergeburt, das einige vom Zio- לוו!!!»׳ י erwarteten, hat sich natürlich noch nicht er- 1 Diejenigen• die den politischen Himmel nucli c!!cm solchen Phänomen abgesucht haben, sind des- ׳11־ י enttäuscht. Aber gescheitere Menschen ״war-!,חי tmd sehen" — und aibeiten. Eür die internen '!Migkeiten. mit welchen sich Herr Wolffsohn in '־Hier Aussprache ausführlich befaßte, haben \ Ir, 4 ׳ m besonderes Interesse, nur wollen wir die oft c uillerte Warnung von der Nutzlosigkeit solcher Zwistigkeiten wiederholen. Es ist den mcisteii Be- Mehtern klar, daß gegenwärtig Herr UW״?,״,!!1;״״[. °״ d / ^«izigc mögliche Führer der zionistischen Bewegung ,«i. und cs wäre daher ratsam, diese Tatsache anzu- '•«kenen und den besten Nutzen daraus zu ziehen. J UED ISCHE R UNDSCHAU Seite 251. Zeitschrift für Sozialwissenschaften Dr. Rudolf Wa s sc r 111 a n n - München macht in einem instruktiven Artikel darauf aufmerksani, dull die Geburtenziffer der Juden in Westeuropa in einem Mulle •zurückgehe• daß der •Fortbestand der Rasse in Frage gestellt werde. Auf JOOO Juden kommen heute im Deutschen Reiche zum Beispiel nur noch zwischen 18 und 19 Geburten, also weniger als in Frankreich (20), und nur gerade so viel wie in Paris mit seiner aullerordcntlich geringen Geburtenziffer. Die Folge davon Ist, daß heute schon die Zahl der Juden in einigen Staaten Deutschlands nbnimmt, und dull sic ohne die Einwanderung aus dem Osten in allen Staaten abnehmen würde. ״Palästina“ ln den ,.Mitteilungen und Nach riehton des Deutschen Palüstinavcrcins" würdigt Herr Seminnrdirektor Eberhard -Greiz in längerer Ausführung die Zeitschrift ״Paläst i n a". Er betont vor allem die grolle Vielseitigkeit dieses illattes, das, obwohl es Im Grunde zionistisch ist, sich doch bemüht, allen F.reignissen und Bestre- Innigen in und für Palästina gerecht zu werden und fährt dann fort: ״Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Pas Verdienst daran gebührt der rastlosen Tätigkeit der Redaktion (Dr. F. Theilhuber, München, Pct'.eiikoferstr. 25), die unter erschwerenden Umstanden - dem Mangel jeglicher Subvention, der G I c i c 11 g!111 i g k c i t weiter j il d ischer Kreise — in der uneigennützigsten Weise sieh den Ausbau und die Sicherstellung des Blattes angelegen sein lällt. Hin bleibender Erfolg wäre diesem selbstlosen Streiten um so lieber zu wünschen, als derselbe fraglos dem Inhalt und Umfang der Zeitschrift zu gute kommen würde und der Abonnementspreis so billig wie möglich unbesetzt ist: für 2.5״ M. pro Jahr (im Auslände 3 M.) erfolgt die kostenfreie Zustellung der zwölf Hefte von der Redaktion, die auch Bestellungen cntgc״ennimmt. Als letztes Ziel schwebt der Reduktion die Ausgcstaltung der Monatsschrift zu einem Zcntralorgan der jüdischen Kolonisationspolitik in Palästina vor. Dies Ziel ist noch nicht voll erreicht, aber ״wir wissen, wir sind, wenn auch langsam, doch auf dem Wege dazu." So die Seliriftleitung in dem letzten Doppelheft (Nr. 9 und t״) dieses Jahrgangs (19 09)" Inzwischen fand ja bekantlich ein Redaktions- Wechsel statt und die Zeitschrift ist in den Besitz des Westösterreie!lisch cn Zentralkonnte es in Wien übergegangen, dem cs nun wohl auch gelingen wird, die letzten Mängel dieses so wichtigen Organs zu beseitigen und cs weiter auszugcstalten und zu fördern. I\ L D. C. ״The Palesllnc Land Development Company Ltd.“ aezwcckt auf kommerzieller Basis und Anwendung ttoderner kolonisatorischer Methoden: 1. 2. 3. den Erwerb, Ule Amc110rlcrung und Parzellierung grösserer Grundstücke in Palästina für eigene und für fremde Rechnung behufs Schaffung neuer Siedlungen (Kolonien); die Anlage und Pflege extensiver und intensiver Kulturen für eigene und für fremde Rechnung: . ״ ״. die systematische Ausbilung und iulmähliehe Scsshaf tmachung jüdischer Landarbeiter in Palästina. Eine Qründcruktic kostet £50.—.— M. 1025,—. Hin Namensaktien kostet £ 1.—.— — M. 20,50. Eine Vorzcigcraktic kostet £1.1.6 M. 22,—. Zahlungen fiir Rechnung der P.L.D.C. nehmen jlgcmle Banken entgegen: The Jewish Colonial Trust Ltd., London E.C., Walbrook, Brook Housc. A II Hi'vmann & Co.. Berlin NW. 7. Unter den Linden 59. Die Gesellschaft ist laut ihren Statuten zur Annähme von Teilzahlungen nicht berechtigt. Die Gesellschaft stellt im ersten Betriebsjahr. Nähere Auskünfte erteilt das Bureau der P.L.D.C., Berlin VV. 15, Blclbtrcustrasse 34/35. Mitteilungen des Zentratbureaus der Zionistischen Vereinig, fflr Deutschland Wie wir bereits bekannt gemacht haben, findet der Dcleglcrtcntag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland am II. m»d 12. September d. Js. In Frankfurt a. M. statt. Wir ersuchen daher alle Ortsgruppen und Vertrauensmänner dringend, die längst fälligen Schekel und LuiidesbcUräge nunmehr um• gclicml abzuliihren. l'nwr Rechnungsjahr schließt bereits aut 30. Juitl, und wir haben bisher nur einen kleinen Teil der Schekel und LaiidesbcitrUge erhalten. Schleunige Abführung aller gesummelten Beträge 11t umso dringender erforderlich, als wir der Reisezeit wegen mit der Vorbereitung der Dclcglcrtcnwahlcn diesmal iriiltcr als sonst beginnen müssen. Alle Gelder liir die Zionistische Vereinigung für Deutschland sind von jetzt ab auf unser neu crrlclitetes Postscheckkonto Nr. 8091 abzufülircu. Au unseren Herrn SV oltsiclncr sind In Zukunft nur noch Beträge fiir den Jüdischen Nationalfonds zu senden. ZIONISTISCHE BEWEGUNG Verband der zionistischen Ortsgruppen Bayerns Verhnndstag In Nürnberg. Sonntag, den 29. Mai, abends 8’׳(» Uhr, im Rcstaurant Gold schm i dt, Karolinenstr. 23: Oeffentlichcr Vortrag des Herrn Kurt B I u m c n f e I d, Parteisekretür der zionistischen Vereinigung für Deutschiand, über ״Jüdische Kolonisations- Bestrebungen.“ Gäste herzlich willkommen. VlH. Landeskonferenz der ungarischen Zionisten Am 15. uiul lö. Mai fand In Kassa die diesjährige Landeskonferenz der ungarischen zionistisehen Organisation statt, die von gegen 50 Delegierten und von vielen Gästen besucht war. Nach Verlesung der mit großem Beifall aufgenommenen Bcgrüliungsschrcibcn. darunter auch eines vom Präsideuten Wolffsohn, erstattete Herr Ingenieur B c r e g i. Budapest, ein Referat über ״P a l ä s t i n aa r b e i t", dem sich Herr Dr. K a s s a i, Budapest, mit einem Referat über ״Die zionistische Agitation" anschioß. Der daran! folgende Rechenschaftsbericht des L.andcskomitccs und der Nationalfondskommission zeigte ein erfreuliches Wuchsen der Bewegung. Mit den Misrachistcn, die eine Vertretung im L. K. verlangten, kam eine Einigung zustande. Die Wahlen in das L. K. ergaben folgendes Remi Hat: Dr. IRIa Oesterreich er, Ing. A. Bcr c g i, Dr. N. K a b a u . L c b o w i t s c 11, Hörvät, Dr. Ko h n. Dr. L. I) »i in 4 n y und L. Bah,״ Der ״IIHlsverciu der Deutschen Juden" hat soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1909 veröffcntlicht. Der Bericht, den wir bereits im März in Nr. tO dieses Blaues, anläßlich der Gcncralver- Sammlung des Hilfsvcrcins ausführlich besprochen haben, gibt ein klares Bild von der Organisation und der umfassenden Wirksamkeit des Vereins. AUS D€H GEMGfttDEN Di• Mitarbeit unterer Leser an dieser Rubrik Ist besonder* .— —- erwünscht - ■ ■ Berlin. Das ״J a f f a ' s c h c Fürsorge- und W a i s c n h c i nt der G r 0 ß I 0 g c für Deutschland VIII. U.O.B.B.", das seinen Wohnsitz in Churlottcnburg. Lcibnitzstr. 106, hat, versendet seinen zweiten und dritten Jahresbericht. In aller Stille hat dieses, in weiten Kreisen noch viel zu wenig bekannte Institut seine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Am I. Juli 1907 durch die Stiftung des Herrn Max Jaffa unter dem Protektorat und der Verwaltung der Großlöge für Deutschland mit 4 Kindern ins Leben gerufen, umfaßt cs gegenwärtig 14 Zöglinge, und zwar 7 Knaben und 7 Mädchen. Nach noch nicht dreijährigem Bestellen hat cs sich aus bescheidenen Anfängen zu einem stattlichen Institut ausgewachsen, das neben den anderen großen Anstalten derselben Art seinen Platz ausfüllt. Ja. in der weiten Fassung seiner Statuten tritt cs ihnen ergänzend und ebenbiirtig an die Seite, indem cs. unabhängig von Herkunft und Geburtsort, nicht bloß Waisenkinder, sondern - wie schon sein Nämc sagt - infolge von Not und Unglück der Eltern dringend der Fürsorge bedürftige Kinder aufnimmt und so eine bisher nur allzu empfindlich gewesene Lilckc in der jüdischen sozialen Fürsorge auszufüllen berufen scheint. Da die gegenwärtigen RiiundichkcUcn nicht mehr ansreichen und eine weitere Aufnahme von Zöglingen ausschlicßcn, ist die Errichtung eines eigenen Heims als nächstes Ziel ins Auge gefaßt. Das Heim unter* stellt der Leitung des Herrn Moritz Weiß, eines erfahrenen Pädagogen, und seiner Gattin. Dem Kuratoriuni gehören an die Herren: Max Jaffa. Justizrat Tiincndorfer. Isidor Cohn, Rabb. Dr. Eschelbach er. Maximilian Stein. Adolph l.cvy, Dr. Ignatz Cohn. L. Krcslawskv. Justizrat Dr. Stern. Siegfried Sachs. Prof. Dr. Blumen thal, Rabb. Dr. Gull ine r. Frau Dr. Eschelbach er und Frau Minna Schwarz. Als Ehrend,inten wirken: Frau Jenny Spiegel. Toni Jaffa, M. Baumgarten, Lilli Mancs, Frau Oscar Tictz, Ja< Mandelbaum und Fräulein Recha Jaffa. — Indem wir das Heim der materiellen Förderung seitens unserer Glaubens- und Volksgenossen warm empsehen wir ihm eine weitere gedeihliche Entwicklung zum Segen der Gesamtheit. Bad Neuenahr. Am zweiten Pfingsttagc fand unter großer Beteiligung die Einweihung des neuen ״Israelitischen K r a n k e n 11 c i m s" in Bad Neuenahr statt. Der Vorstand des Vereins und viele Mitglieder desselben hatten sich cingcfundcn. Außerdetn waren der Bürgermeister von Neuenahr. Herr

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