Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 17 (29.4.1910)
- Date
- 1910-04-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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IUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 203. No. 17. A11550I1111« 2 über das Schreiben eines Gcmeliulemlu *üeJo. Herrn Heyiiiann, der um Verlegung der Wahl- }tuinlcii biltel, die bisher 111 der Zeit von 10_*4 Uhr ׳L:LlJ?s Schreiben gc- .. %,׳» ״v וווי<יי Keman 9 20 des tiemcmdesianits um die angegebene Zeit erfolgen 11 uiil. 50 empnehlt der Ausschuß, eine gemischte Korn* iinssio» nn/.nset/.cn, die über eine eventuelle Aendc- ,um: dieses I aragraphen beraten soll. Diese Dcnutation >011 aus zwei \orstandsmitglicdcrn und vier Kdu^eiii.mien bestehen, )er AiUruie des Ausschuß 3 und angenommen. Herrn He\1nann soll der Beschluß der \\1 >.111111111111« zur Kenntnis gegeben werden. De״ Rest der 1 agesordmmg bilden Subventionen all Wohltätigkeit*• und Syiiagogeuvcrcinc usw., sowie Ausgaben für diese Gemeinde-Institution. Ibi ״ücntlichcn Sitzung lolßtc eine ßclicitnc Be- ,.mim:, m der Personulfragcn erörtert wurden. SeiiönebcrR. Hier wird auf dem Qrundstiickc Mimcbvuor Straße 37. in unmittelbarer Nahe des tntei;ondbaimbofes Bayerischer Platz, ein neuer Synacmtcuhau errichtet, der Anfang Juni seiner Beeg übergeben werden soll. Das Gebäude ist;'eibau. an den sich mit Tonnenllbcrwülbung . ׳iscbiiie leimen, und enthalt 8511 Sitzplätze, «ml selbst ruht auf vier Pfeilern und ist wie;ul die Emporen vollkommen in Eisenbeton a. Ausführung und Leitung liegen in den . des Regierungsbanmeisters Fritz. Fracnkel;« Cl..<1i>׳ttenburg, von dem auch der Entwurf herrührt. Hamburg. Die j ii d i s c 11 c Q c m c i n d c i n A1-;0 11,1 i.mn in diesem Jahre auf ein 3UOjdhrigcs Besteliei; iiruckblickcii und wird diesen Tag festlich :׳icclu Anläßlich des Jubiläums ist die große Sy na- , gc u! Ger Hochstraße einer griindliehen Renovierung ,!׳;er/ »cu worden. Die Arbeiten, die fast ein halbes j. ';r m \;!m rucli nahmen, sind jetzt volleiulet und >ויי '״ iicsli.ins wird am Freitag aheiid durch einen!!.!ס ■;wlionst wieder seiner nestiimmmg (liieren ' erden. Ls ist im Jahre 1972 errichtet wor* ״ l1׳c ׳ל, nagogc ist in altgotisclicm Stil erbaut;1 st. i s einen mächtigen, von vier großen Säulen ». ragctK'ii. gcwölhcartigen Hau dar in pietätvoller v« .!sc . ..1 man mm möglichst danach getrachtet, den :־ erc liesumtcmdruck nicht zu verwischen und .n 1u..;c n״ch wie vor 250 Jahren wundervollen ,׳eluu mmischen Aufbau des Üanz,cn zur Geltung!;im zu lassen. An Stelle der alten in Holz gev'-ten ödchglasfenstcr. die z.11 wenig Licht gaben, vi c-ißc. m Biei gefaßte, mit einem dem David- •tar,; egenden Medaillon versehene, künstlerisch . 'g>i«!11te Fenster getreten. Die l'rauensvnagoge >: .Ihis.l1 einen Vorbau vergrößert worden. Auch ' :d ,.vrNcliicdeiic N'ebenräuinc. Garderoben usw. neu ».11; •!.;!׳«י worden. Der bisher ungenügenden Hei* /.:ngscainclitiing ist durch Zentralheizung abgcholfcn r.kn hie Beleuchtung ist durch eine bctrüchtk Vuim.liriiug der Lctichikörpcr sowie durch eine L'nic Umgestaltung der alten wundervollen ' s'-A-n1!-■neu gehoben worden. Die Kosten des Um* ' ׳,:!es 1:t I lobe von f<‘H¥)0 Mark sind aus der GeirnlUmsNe bestritten worden, jedoch haben cs sielt > Ocii'.midemitgliedcr nicht nehmen lassen, zur icrcn Ausschmückung der Synagoge durch freilligc Spenden ihr Schcrflein heiztitragcn. Königsberg• In der Vorsteher-Sitzung des ReprUkiu.iiiivri-K'ullcgiiiiits am 17. April nahm der Vorfilier \ur Eintritt in die Tagesordnung zu einer r׳ ry,1;1U1C״ Bemerkung Jas Wort. Lr verlas den in 13 .זא s 152 der Jüdischen Rundschau“ erschienenen Artikel ...I ii d i s c )1 c Toleranz und G c w i s - *« n s! r c 1 h e i t f ii r B u I d g c t a u f t c" und stellte :״t. J.,, vr bei seinen Ausführungen lediglich vor der b.ialtr •gewarnt Italic, cs möchten manche Litern, die *c Km;cr durchaus an der Morgenandacht teilrehmeii lassen wollten, um dieses zu erreichen. leicht tfwxii, sein, ihre Kinder am christlichen Religions- MHr1k1;׳ teilnchmen zu lassen: daß er dem aber r!-*ht «1 \\ ״rt geredet habe, vielmehr hier wie sonst 1'crall;1!, das .liidentum eimonreten sei. Davon sei \׳W ׳. ן.er iiher/.eiigt. der ihn aus seiner nunmehr •'ulirie 1:1 Wirksamkeit als Repräsentant der Gc- '׳;•ittde i.vime. In gleicher Weise konstatierte der "יז•«:/ k des Vorstandes, unter allgemeiner Zus!!|'nn1::r. der Versammlung, daß er in der Debatte Lkt «I>■־׳ Antrag, betreffend die Sclmlandnclit nur f'Wf ilir! ||;,!,e. man solle doch Gcmeindcinitglicdcr, ״• siei! ,cm Gewissen daraus machen würden, ihre ׳■ader t ni.11 zu lassen, durch einen Zwang zur Teil- *ih,״e •m der Morgenandacht nicht aus dem Juden- ף> herausdrängen. zumal doch die Erfahrung lehre. Kmdvr derartig indifferenter Litern oft noch gute yJctt geworden sind. Lr habe lediglich diesen Gc- ,^isnuuM in den Vordergrund gerückt .״®r /1'iiierkiutR, daß die Gemeinde durch den Austritt der- *״*« Llementc auch einen Stcuerausfall erleiden ft• ״>*r aiuleuicn wollen, daß ein J Anira.g enthalte, auch in materieller Hinsicht, ft" Könne. 1111 A11schh.il hieran ben erktc Qcl1,unu1״{Nl>rem*ssc Dr Jacob!, daß auch er die Ausft«e11 der beiden Redner nur in diesem Sinne yi|tcf1«!n Babe, und daß er. wenn sic andere aufeufef« gewesen wäre, dagegen Protest.c 1V*t1 *er ^imumgsgcnossc Dr. Stein endlich bemerkte, er l "״c die Lorm jenes Artikels nicht billigen, und t!laucrfc sein Erscheinen im gegenwärtigen Augenb jcke umsomehr, als sich mit den zionistischen Mitgliedern des Reprliscntuntcn-Kollcgiuins auf dem Boden gemeinsamer Arbeit eine erfreuliche Vcrstündigung anzubahnen beginne. / Tlrschtlcgel, (Posen.) Durch Ab wänderung nach größeren*Städten hat die hiesige |U• dlschc Gemeinde so viele Mitglieder verloren, daß die seit vielen Jahren bestehende israelitische Volksschule wegen zu geringer Schülerzahl aufgelöst werden mußte. Die schulpflichtigen jüdischen Kinder sind der evangelischen Volksschule zugetcilt worden. V6R6IN S* R U N DSC HAO Jüdischer Turnverein ״Bar Kochba“. 1. Mäiuicrnbtcllung: Dienstag, Donnerstag 8—10, Gr. Hamburgcrstr, 27. 2. Mäniicrabtoilung (für ganz Ungeübte): Montag 8—in. Turnhalle der Jüdischen Mädchenschule, Kaiserstr. 3. Mümicraliiclluiig: Dienstag, Donnerstag 8—10, Niedcrwallstr. 6—7. Gemeinschaftliches Turnen der Münncrabteilungen jeden Sonnabend 8—10, Gr. Hamburgcrstr. 27. 1• Frauenabtellimg: Montag, Donnerstag 8—10, Augiiststr. ö7. 2. Fraiienalifelhmg: Montag, Donnerstag 8H—U), Schlcswigcr Ufer 14. 3• Fraiienabtelhmg: Mittwoch, Sonnabend 8—H10, Margarctenschulc, lfflandstr. Lelirllngsabtclhmg: Moniag, Donnerstag 8—10, Weissenburgcrstr. 4 a. Scliiilcrabtclliing: Montag, Donnerstag 6—!8!׳ Uhr, Hinter der Oarnisonkirche 1—2. Müdchciiabtclhmg: Montag, Donnerstag 6—^8, Auguststr. 67. Berlin. Der Neue indische Gemeludevorcln hält in der nächsten Woche eine Versammlung ab, in der nach einem einleitenden Referat des Herrn Dr. Da um über die Scliulfrageii in der Berliner Gemeinde debattiert werden wird. Näheres durch die Tages- Zeitungen. Berlin. Am Montag, dem 25. April, sprach Herr Dr. Loewc in der Jüdlsch-untlomilcu iTaiienverelnlgiuig. .,!•'in Gang durch die jüdische Geschichte“ lautete das Thema. In überraschend origineller Weise gelang es dem Redner in seinen Ausführungen, die woitgcsteckten Grenzen seines Vortrages auszumessen Durch Lichtbilder wirksam unterstützt, führte er seinen Hörem in langer Reihe einzelne Momente aus der Vergangenheit unseres Volkes vor, laute!• Linzelzüge. aber l'.in/clzüge von der Kraft eines Beispiels, aus jeder Epoche immer den clmraktcristisehen Moment, die bedeutendste Persönlichkeit, die Stätten, in denen das größte Ereignis, der entschei dende Kampf sich abgespielt hat. So erlebten wir au einen Abend den ganzen Gang der Geschichte unseres Volkes, seine Siege und seine Leiden, das Glück einer großen Zeit im eigenen Lande, den Schmerz der Verbannung, die innere Kraft in vergan* gelten Zeiten und die Not des Tages, die Zerrissenheit und Schwäche des modernen Judentums. Mit dem Ausblick auf eine neue Zukunft in Palästina schloß der Redner. Sieghafte Zuversicht klang aus seinen Worten, und der stürmische Beifall der Versammlung gab einen Eindruck von dem starken Wiederhall, den Herr Dr. Loewc überall In den Herzen geweckt hatte. Berlin. Das Bestreben der ״Vereinigung Jüdischer Akademiker” (V.J.A.) zu Berlin Um Bunde Jüdischer Akademiker“) ist cs. einen Sammelpunkt für die ge sctzcstrcucn Studenten zu bilden und ihre Mitglieder zu bewußten und wahrhaft frommen Juden hcranzubildcn. Audi im vergangenen Wintersemester ist die Vereinigung mit großem Erfolge für dieses Ziel tätig gewesen. An den Wissenschaftliehen Abenden wurden über eine Reihe von 1'ragen, die an einen orthodoxen Juden hcrantreten Vorträge gehalten, an die sich zumeist rege Des- Missionen schlossen. Ls sprachen die Herren Rabb Dr. E Uiborfcld über ״Ubcrknltnr . cand. ehern W. Mal her stadt über ..S. R. Hirsch» Rede zur Sclüllerfeier“. stud. Phil. A. M t c h ״ l s k I über ..Rätselhaftes in der jüdischen Literatur . Rabb. Dr. E. Munk über die ,.Strafrcchtsthcoric 1111 Talmud“, eand. iur. .1. Schneider über ״Napoleon und die französische Jiidenvcrfassung . cand. ehern. W. H 111־) e r s t •t d t über ״Jüdische I udagogik nach S. R Hirse 11“. stud. iur. A. Wiener über ״Die Stellung des Staates zur Religion und ihren Bekennern" cand*med. W. Hofmann über ״Einiges üherCd1־s Problem der Willensfreiheit im Lichte der idi eben VVeuänsel.auung“. Oberlehrer Dr. J. cי ri eb1־ c h Über Kulturkämpfe im Judentum einst und letzt“ Für die jüngeren Mitglieder des vwf«1״c f i'ml ferner ein obligatorischer Fuxcnunter* S 'st׳, t dS w.n Puxmaior Herrn cand. math. m m ״ . w geleitete wurde. Hier werden diese mit firn ^7eitfrigen besonders denen, die den jüdischen Akademiker' angchcn, bckmmtucmaclit und erhalten SS? ®״N&cnVrVläJÄ VcrchfsarbeU LnhSCdcsA Gr indu'ngstagcs der Vereinigung• wurde Juntpnrf verlaufenes Stiftungsfest gefeiert. «w«hU, VMM setzt sich zusamm״־׳ aus den Herren cand. phib S. Brom (Vorsitzender), Rabb. Dr. E. Munk (stellvcrrct. Vorsitzender), stud. Jur. M. N u ß b a um (I. Schriftführer), stud. iur. M. Wolfsohn (2. Schriftführer), cand. med. J. Lcvy (Kassenwart). Der Schriftführer Herr stud. iur. Martin Wolfs o h n, Berlin N. 24, Eisasscrstr. 19 hochpart.. ist zu Auskünften aller Art an Akademiker gern bereit. Ebcr&waldc. Der Jüdische Lltoraturvcrcln und die Zionistische Ortsgruppe von Ebcrswaldc veranstaltctcn ain Sonntag, dem 17. April, einen gemeinsamen Vortragsabend im Messingwerk. Herr Alexander Friedmann schilderte in seiner knap* pen. präzisen Art die Entstellung und den Werdegang des jüdischen Volksliedes. Ls ist unmöglich, in Kürze seine inhaltsreichen Ausführungen zu skizzicren. Treffliche Illustrationen zu seinen Worten gab uns Herrn Fricdmnnn durch den Vortrag einiger Jargonlicdcr. Seine angenehme Stimme und seine innige Vortragsweise gewannen schnell das verhältnismäßig große Auditorium. Es war eine glückliche Zusammenstellung des Programmes, den Voiksliedern. die zum Teil Jahrhunderte überdauert haben, die Rezitation iungjiidischer Gedichte folgen zu lassen. Frl. Schwarz verstand es meisterhaft, uns echt jüdische Empfindungen nahe zu bringen. Aus den Liedern und Gedichten erklang uns das ebenso alte wie neue Judcnwch und fand Widerhall in unsern Herzen. Wir hörten nicht nur zu, wir erlebten mit den Vortragenden. Der reichliche Beifall war aufrichtig herzlich und erzwang immer von neuem aullerprogrammäßigc Zugaben. Das Publikum empfand instinktiv, daß ihm etwas geboten wurde, was sein Ureigenstes war. Leute, die den Zionismus nie begriffen, liier mußten sic ihn empfinden. Kattowltz. Am 14. April hielt Herr Dr. Emil Colin, der sich z. Zt. auf einer Vortragstournec in Obcrschlcsicn befand, in der Zionistischen Orts• gruppe einen Vortrag über ״Jüdische Erzichungs- Probleme“. Dr. Cohn wies mit scharfer Kritik und rücksichtsloser Wahrhaftigkeit auf die manigfachen Schäden einer verzärtelnden Erziehungsmethode hin, wie sie heute not 11 vielfach in jüdischen Fainilicu geübt wird. Die Zeiten haben sieh geändert, das jüdische Kind ist heute nicht mehr für die Fainilic. sondern für die Allgemeinheit, die Gesellschaft, zu erziehen, und da machen sich Erziehungsfehler überall und zu jeder Zeit unangenehm bemerkbar. Um hier wirksam Abhilic zu schaffen, bedarf cs strenger ..Zucht“. Zucht dem Kinde. Zucht aber auch dem Jünglinge noch, der ins Leben tritt. In mcistcr- Dufter Lorm zeigte der Redner dann, wie und wo den jungen Juden diese Zucht, dieser Geist strengtser Selbstdisziplin beizubringen ist. Die Ausführungen, die trotz aller Strenge doch von warmer Liebe für die Sache Zeugnis alilcgtcn. riefen lebhaften Beifall und begeisterfe Zustimmung bei den sehr zahlreichen, znm Teil auch von außerhalb erschienenen Zuhörern hervor. Küulßsliiilfe O.-S. Am Dienstag, dem 12. April, hielt in der Zionistischen Ortsgruppe Herr Rabl). Dr. Emil Colin, Kiel, einen Vortrag über ,.Jüdische Reformbestrebungen“. Der Redner geißelte in scharfen Worten die Bestrebungen des Liberalismus im Judenturne, deren Konsequenz die Assimilation des jiidisehen Volkes sein müßte. In erschöpfender Weise behandelte er die religiöse Seite unserer Bewegung und wies klar und bestimmt nach, daß der Zionisnius in ledern Falle nicht nur politischen, sondern auch religiösen Motiven entspringe und daß das jdischc Volk unrettbar dem Untergänge entgegen* gehe, wenn es nicht gelänge die Regeneration unscres Volkes in uiiserm alten Stammlandc durchzu•« führen. - Die Versammlung war sehr gut besucht und spendete dem Redner reichen Beifall, Der Abend brachte auch unserer Ortsgruppe einen Zuwachs von vier Mitgliedern und mehreren Abonnenten der Jüdischen Rundschau. Guben. Am 13. April sprach in der zionistischen Ortsgruppe Herr Parteisekretär Blumenfcld. Nach dem Nachweise, daß alle die anderen großen jüdischen Bewegungen des XIX. Jahrhunderts nicht iudcntumcrhaltcnd gewesen seien und Judentumfeindlich wirkten, behandelte er psychologisch und historisch die verschiedenen Konflikte zwischen Zionismus und Patriotismus. Eine lebhafte Debatte, in der die Grundprinzipien des Zionismus wieder er- I örtert wurden, schloß den Abend. Frankfurt a. Al, Am 19. April fand die General- Versammlung der hiesigen Zionistischen Ortsgruppo statt, in welcher Rechtsanwalt Dr. Siegfried S c h w n r z s c 11 i 1 d namens des Vorstandes den Bericht über das abgclaufcnc Geschäftsjahr erstattete. Die Mitglicdcrzahl beträgt 229. Die Einnahmen bctrugen 993,07 Mk.. die Ausgaben 666,03 Mk., so daß ein Aktivsaldo von 327,04 Mk. verbleibt. Außerdem wurde an Schekclgcidcm 248 Mk. und an Landcsbciträgen 171 Mk. nbgcfiihrt. Für die zionistischen Institute wurde reichlich gesammelt. Durch Vcrmitt- '״״? der Ortsgruppe gingen für den Nationalfonds ein 2451,24 Mk., darunter 134 Mk. für ölbäumc. 217 Mk. als Ergebnis einer Kindcrsammlung an Purim, 18,96 Mk. aus Büchsen. Ferner wurden 423 Mk. für die Oppcnheimcr’sche Sicdlungsgenosscnschaft gcsammelt. Die verschiedenen Veranstaltungen des Jahres, die der Bericht erwähnt, sind jedesmal in diesem Blatte initgeteiit worden, so daß cs nicht nötig ist, hier besonders nochmals darauf cinzugchcn. Die neuo Arbeit wird jetzt einer würdigen Vorbereitung I des demnächst hier stattlindcnden Deutschen Dclcgicrtcnt&Ks gelten. Die Neuwahlen ergeben folgendes