Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 7 (18.2.1910)
- Date
- 1910-02-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 77. No. 7. FtM'it mit bitterer Ironie beklaut. 1,״ ״ v ««יא•« ich Jen Föderationen die freiest »***,.,1*״ ..״»f Hw«•«*, weil ich cl״ iw?'״'•*- uicrhatnn bin um! ־״i| |c|, 5 A״m.״“"Cr n etc׳ (MK־> Knt" 1c i״u•* lebenskräftigen Prinzips 11ml neuen Idee die .•klimgsniögliehkeil imurhalb unserer Bewetn'Htt . .an der breitesten Grundlage eröffnen soll Ich Italic aber die gegenwärtigen Bestimmungen ' öderntione» nicht für geeignet, diesen 1׳ fülle u. Dadurch, dass die Föderationen mit der l.audcsorgunisution l'.i <t'lc1!־K r.rcli..־, eewi"‘!>:.!' •י• :;,.1c IVilct. .,tu'»' v t" יי * Ö i |"Ht CI;l״ ׳•I,,. I; •C!H I ,'11: 1' ״«, ״' ./ ״c:׳ ,!1.11'.. 1 i er a Zweck Ml C i״ eine Konkurrenz i.etct’. wird die Notwendigkeit geschaffen, dass die I.»«des• iK.inisitiouen die Föderationen, die sich in ,:‘rC1;1 I .!nde bilden, möglichst eitiziischrünkcn und je! l niwiekUmg z.u hindern suchen. Dies ist ein t cbelstand bei nach gleichen Zielen stre• Organisationen innerhalb der Bewegung. Dai *ss die Anerkennung der Föderation an eine Miiulcst/.ahl von Sehekelznhlcrn geknüpft ,׳«. iur ■he Anhänger einer bestimmten Rieh- .Hi •idu tlich schwer, es überhaupt bis zur luldimg zu bringen, und wenn die Föde- King erfolgt ist. so besteht die Gefahr, dass nij'fimg seitens der einzelnen Lundesor- Schckcl/nhl der Föderation sinkt Föderation wieder aus der Reihe OrvamsiHionen gestrichen wird. Unsicherheit in der Existenz der he dem Interesse der Föderation widerspricht. u.dvi; mich. d.ms von den Anhängern .:!״׳ i’ödeiationeu, welche den neuen S'.an! geprüft Italien, dieser Gesichtspunkt gelingender Dcatlichkcit erörtert worden . re es nicht möglich, dass z.!>. die Ponlc a!eil gegen diese Destiinnumgcn, welche uvnc Lehens• und Fiitvvicklungsaiissicht lemcsicrt hal«:n. ie •׳*r l־V-Jcr:uion treten nach dem neuen wori V’ereine and Veremsverbümle. Ich diese Vtrciusbildimg ein Minimum UM i!1r \ai cn die cli die! .1!scheu;;et eine cii. "de der ■\1. r '1- ׳ ־' ׳.'1״ Mi s.'iicr«. l.! ׳•- ה; .VA'. l'ih ('.;!;׳w■! V. ׳ vf mr sorge- ,n \ telcu ti;,'! Je'•• I ־: V 1.1•' .A' IV ,der« m Hohe von 50 Personen lasse ich diese KinriclMmig gerne fallen, .!her. dass es doch gewiss leichter sein len Orten Vereine mit .ויי Mitgliedern nber die ganze Welt zerstreut eine vmi dt»!10 tschvkel/ahlern. vmii jedem Zionisten verlange, einerlei bestimmte‘( i־'t deralioi! angeboren will Vereine irgendwelcher Parteirichimig 11 nt m:r seine Zugehörigkeit zur zi״■ m.inscä.ift durelt Zahlung des Schekels dass a sich in die zionistische Or eines liciirugcs für Dtuch diese Emrich lien der l.andesoristeratioaeii beseitigt. fm Neiieinriclitiing die J.an• Interesse daran, dass reiches!.eben auf •'ödcralionsbikhmg im Vereine■ und Vereins Mitglieder die Mit dadurch die Mügdamalige Gegnerschaft gegen diese Idee hat sich als 1 berechtigt hcrausgcstellt. Der einzelne Schekel- Zahler Ist nicht der Zelle in einem organischen Kör- Per zu vergleichen, sondern vielmehr den einzelnen Atomen, welche die ganze organische und nnorgnni.selie Welt erfüllen. Die Zelle des organischen Körners ist nicht ein solches fluktuierendes F.lcmcnt wie das einzelne Atom, sondern bildet schon einen kleinen Organismus, eine Vereinigung, eine zweck- »lässig gegliederte Zusammenfassung von Atomen zu einem bestimmten Lebenszweck. Der Schckclzahler ist ein fluktuierendes F.lcmcnt. Die Gewährung eines so wichtigen Rechtes wie das Wahlrecht zum Kongiesse au die zufällige einmalige Zahlung des Schekels z.u binden, ist ein Unrecht gegen diejenigen Mitglieder, welche jahraus, jahrein durch Mitgliedscliaft hei zionistischen Vereinen mul Arbeiten in allen Angelegenheiten de« Zionismus Ihre Gesinnung betätigen. Sic ist aber auch unklug, weil sic den Wert der Befugnisse, welche die zionistische Organisation gewahrt, Uera'isct/.t. Das wichtigste Moment ist aber folgendes: Wie soll eine Wahlhandlung nach vernünftigen Gr 11 ml sülzen criolgen können, wenn Schckclzahlergruppen zum Zwecke det Wahl ztisamniengclegt werden, welche im!.auf׳: des Jahres nicht miteinander in Merülutmg kommen und sieb lihcr die wichtigsteo Fragen der Bewegung in keiner Weise ausgesprochen haben? So wird jede l*arteigruppicnmg der organisierten Zionisten zum Zwecke der Wahl erschwert und die K.oulid.itcn für den Kongress vielfach nicht mich ihrer Gcsiiimmgstüehtigkcil als w irkliche Repräsentanten einer Genossenschaft, sondem lediglich auf Grund von Fiiipfelihuigen gewählt, deren Wert oft nicht iinchgtprüft werden kann. Wollen Sie diesen Missslimd zu einem Erbübel werdut lassen? Wollen Sie Delegierte von zulüllig zusammeuge Würfel len Schekel zahle!•gruppe» haben oder vollen Sie Vertreter einer stramm organisierten *urtei im Kongress vereinigt selten? Nur wenn Sic meinen Vorschlag akzeptieren, wird der Kongress eine nach wirklichen duuo'iiMische» Grundsätzen gewühlte Vertretcrschai’. der Zionisten der ganzen Welt darslellen. (Schluss folgt.) K'l .,nrcli 1 eistiing satioit einreilit. 1e Konkurrenz zw is׳. uid een ben uaeb dieser; ח;!!״ das höchste •■glK'hts vielgoM.illigcs '< 1 VereinsuitJ!ekelt, da :11!־׳ dies : die *-•- AUS ALLCR W€LT :: Deutschland Im OciKi'cItcu Kelclisuigo hat man sich wie m der vergangenen Woche auch im pretissiselien Abgcordnetenhaitse wieder mal über die Juden unterhalten. .,Jüdische Kiniülirige". ״Jüdische Richter" etc. Wir cricgcn hoffcmlieh bei selbständig denkenden Austoss, wenn wir sagen, dass lins wiederkehrendc Gerede herzlich ist. und dass wir dem getauften Dr. J.inkbar wären, wenn er endlich aufhören Menschen keiner, di.wes alljährlich langweilig M 11 g 11 a n u, z.u verteidigen, aus der er ja ausoch Werbung neuer a׳A י •.,nnisnlior.cn und :Iben starken und er- .r h V!1!;Kl ,•A a s 1!U' c 1 c 1 s..!A ACicl,' 1: l'.eiatigang öersr das Vvrl.mvco. cla.ss jeder 1:1.!,: entrichten muss, will iclt auch uitsc ■./not m'.iicmi. Ich versiebe nicht, dass ge in Genossen ׳!lesen Vorschlag bekämi'fen. a K1i,o'!mHf des Feliekels cintreten. F.s .a111s.11 ••isch ein höheres < iesim.migsv'ei.ossen ai'cli aam alioii veremig» sin 1*cli ׳g׳:w.d!rte1. Mitte : SGf.kel ohne •\l'./11« >eb:',cl etbohi. von ׳־ der I ׳ <i diese v nst an Git. Unsere Ges; mt-Oig;. ossu■ lntcesse daran, dass die l.andesor av.־. lebenskräftig bleiben, weil nur durch gische Täti'gkeit iunerlialb dieser Zentraler* י un/clucn!.iinder die zionistische Bevc- Umfang und Kmil gewinnen kann. * (IC. dass ich durch den Hinweis auf diesen —mkt;:iicli diejenigen Gesinnungsgenossen ׳ ' f (> ׳Stic iur den neuen Organisations-Entwurf *■'Y!ן.!!, ,! k;,,)!, jjj. sielt bisher aus dem Gesichts* der Wahrung ihrer Födcrationsinlercsscn als (|.1״4״, iksselliu: bekannt haben. I'ti wichtigste Acnderuttg, die ich aber in dem ,״um״; X|llll Vorschlag bringe, besteht darin, dass ',lv *»n 11 Jl.tiec der zionistischen Organisation nicht 1;,'׳־rn der ein/( Ine Schckclzahler bilden soll, sondern j;־r /!««i.iMischc Verein. Unser grosser Führer Hcrzl “׳' ',ciiieu Organisationsplan auf dem V. Kongress «gründet, dass er den einzelnen Schekclzah- * 1•-* ״■»*•« rlftf Stell wollte, die Rasse getreten ist. Wem! es noch jüdische Organe gibt. Minister zu den uhiieheu ״Wahlhei dieser Gelegenheit sc ן,.-. machen, so ist das w e 1 g e 11 öcv Gipfel erreichbarer Zionist den ist "rinzip. wenn innerhalb der mul diese durch I in den Stand gesetzt abmliefern, als w enn dem daun ein Teil in mitsiHgaiiisatimi hangen bleiben NV.1nv.vl von Mitteln zumisation hat aber es imen ■•״. •■■׳-<■״w.,.,״ die sich ,.w inulerii", dass di׳ reden" der l'VeisumigeM .der leere Redensarten Naivität. Wenn diese Verhältnisse wirklich stell andern sollen, müsste schon ein anderer Stt1r׳n die liberalen Matmesseelcn durchbrausen als der lumselmle Wind, der kaum ein Aktenblau /.u rühren vermag. Russland Eclilnissen In der ״jüdischen Duma'׳ Der wichtigste Vei'liamlluiigsgcgenslaiul seit heginn der neuen ordnete Fried mann erwiderte darauf, dass die Eidesleistung rechtgläubiger Zeugen in Russland durch einen Geistlichen und nicht durch den Richter erfolge. Als aber Friedmann auf die Ausfälle S a m I s I o w s k y s und T i rn o s c 11 k I n s näher eingelten wollte, wurde er vom Präsidenten Clio tu jakuw daran gehindert. — Die Bildungskommission der Duma beriet die Gcsctzcsvorlagc über nichtrussische Schulen, wonach cs in Kreisen, deren nichtrussische Einwohnerschaft über 50 Prozent der Gesamtbewülkerung betrügt, gestattet sein soll, den Schulunterricht in der Sprache der betreffenden Einwohnermehrheit abzuhalten. Dabei stellte sich die Kommission auf den Standpunkt, dass die jüdische Sprache nicht als eine stautlic 11 anerkannte gelten könne und deshalb für den Schulunterricht nicht z u z u - lassen s c i. Jüdisch-deutsche fterzte in Russland Die Prcussischc Mcdiztnalvcrwaltuttg hat sich vor einiger Zeit an die russische Regierung mit dem Ersuchen gewandt, jüdischen Acrzten aus Deut sc 11land im Bedarfsfälle den Aufenthalt in Russland zu gestatten. Die russische Regierung erwiderte darauf, dass eine radikale Acnderuttg des russischen Passsystems projektiert wurde und bis dahin das Ersuchen nicht erfüllt werden könne. Das bedeutet eine glatte Absage, Hoiientlieh wurden auf diese aber energischere Schritte folgen. Finnland Aul Veranlassung des Gencralgouverneiirs von Finnland hielt der Senat in flelsingfors wiederum eine Beratung iiber das Verbot des jüdisch* rituellen Schächten» in Finnland ah. Der Senat gelangte z 11 d cm S c 11111 s s c, dass das S c 11 ä c It t v e r 11 o t nicht aufgehoben werden k o n n c. Ungarn Khuen-Medcrvarys Politik und die ungarischen Juden Den Juden Ungarns eröffnen sielt jetzt trübe Aussichten l;ir die Zukunft. Die ungarische Krisis treilu gegenwärtig unaufhaltsam zu einem rücksichtslosen Kampfe der Regierung gegen die bisher herrschende Unabhäugigkeitsparici der Magvareti, die, trotzdem sie nur y.wei Fünftel der Gesaiiithcvölkerung 111! I.amle aiismacltcn. cs doch verstanden Italien, die anderen Nationalitäten in Ungarn niedvrztihaltcn und das Heu unabhängig in den Händen zu beit,dien. PcrKroi'c v־ürc diese Vorherrschaft der magyarischen Parteien an und für sieh ganz erwünscht dadurch werden die natioitalcn Zwistigkeiten und Sprachen- Streitigkeiten verhütet. wenn sie nicht auf ihren Seoaralionsliestrcbuttgen hartnäckig bestehen wiirden. Wie die Dinge aber jetzt liegen, bleibt dem neuen Ministerium K I! tt e 11 - H e d e r v a r y nichts anderes übrig, als durch ein neues Wahlrecht die Magyaren im Parlament herabzudriieken. Die Imittgiirienitig dieser Politik hat auch taugst der llandelsmimvtcr 111 c r •»n y 111 i in einer bedeutsamen Rede augeUumligt. Diese Politik muss allen nichtmagyarischen Nat'onahtätcn zu gesteigertem Einfluss mul einer beträchtlichen I loltcrstcllmig verhelfen, den Juden aber empfindliche Nachteile bringen. Die Juden Italien bisher stets z.u den Magyaren gehalten und sich dadurch die Gegnerztigczogcn. Wenn irlamcnt erlangen «־miil I.. ׳ egrunoci, uass n «*.. - . J־f die Keimzelle bezeichnet hat, aus der sich '‘Manische Lebewesen entwickelt und aus der fr Organismus besteht. Dieses Bild hat * ch;!is nicht ganz zutreffend erwiesen, und meine Dttmasessiott ist nlier die (i u r i c 11 t s r e l <> 1111־. rechtsstciicudeii Abgeordneten .111 d c u d e halt e 11 hei voi'zur nicht die mindeste wiilmic Gesetzcntwni bezüglich der der Regierung und der ganz iiiivrfhissig driicklielic Einselirii Seinstwos zu Richtern ״echten Russen" wollen sic begnüge» und verlangen liehe Dcstmimimg Juden z.u Richtersteilcii Forderung erging sie'־ Beleidigung des «,lei Gesetzentwurf |>al!ei .stielten die mit aller Gewalt fett, wenn dafür auch Vcr.swGss1.utg vudiegt. Der er- { enthält keinerlei Bestimmung Juden. Ibis wäre auch von! Standpunkt Melirheitsparlcicn in der Duma da Juden sowieso, auch ohne aus- »kling, von den jtiüen reinen nicht gewählt werden. Die 11 aller damit allein nicht eine besondere g e s c l z - über die Nichtzulassung von ״ui. Bei der Vertretung dieser ,..;11 der Verhiiiuller Markow in ueiciuiguiiK ״v״ Vizepräsidenten Pürsten Wo)- konsUv eines Gcsimu1»g.sge»o.s.s1־n von ihm - mul der gesamten Duma, die aus ״Selmhbesgojim" bestünde, wofür Markow für 15 Sitzungen von der Duma uusgosehloses» wurde. Zugleich beschloss die Duma über den echt-russischen Antrag nicht mehr zu verhandeln. Trotzdem kunicn in einer der darauffolgenden Sitzungen, a,(" 7. I^cbrimr. Vcrhäntller Samislowsky und rfmoscltkin auf denselben Standpunkt zurück und schimpften dabei auf die Juden in massloscr Weise. Der crstcre nahm bcsonders darun Anstoss. dass jüdische;Richter rechtgläubige Zeugen zu beeiden haben würden, was ihm ganz ungeheuerlich erscheine. Der jüdische Abgcschuft der anderen Stämme diese nun die Majorität im IV und so da! entscheidenden Einfluss auf die Gesetz* gelmng gewinnen, so ist die Befürchtung der Kreierung beschränkender Massnahmen gegen die Juden leider durchaus begründet und sogar wahrscheinlich. In dieser Situation müssten die Juden in Ungarn ihre Kräfte organisieren, tim für ihre Rechte und Freiheiten erfolgreich entstehen und kämpien 7» können. Auel) hier, wie so häufig in anderen Ländern, zeigt es sich, dass die Juden sehr unrecht daran um. sich auf irgend eine Partei ausschliesslich zu verlassen. Sie sollten immer in erster Reihe auf ihre eigene Kraft bauen, sonst geraten sic iciclu zwischen Arnims und Hammer und weiden zum Blitzableiter in fremden Nationalmul Paricikümpicn. Rumänien Dir rumänische Regierung ist gelehrig und - hat nach russischem Muster eine ״ProzciUnorm ' für Fremde", d. i. für Juden eingeführt. Das neue Imliistrlcgcsct/. bestimmt, dass industrielle Detriebe nur einen gewissen Prozentsatz ..f rcnul e r" Angestellter und Arbeiter beschäftigen dürfen. Diese Bestimmung ist aber unseren Antisemiten noch zu ״liberal". Sic haben deshalb unter der Führung des berüchtigten Judenfressers Jorga eine über das ganze Land sich erstreckende Gehcimorganisation begründet, deren Aufgabe darin besteht, die Zäh! der ״fremden״ Angestellten In sämtlichen städtischen und ländlichen Industriebetrieben genau