Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 1 (7.1.1910)
- Date
- 1910-01-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seile ü. JUUDISCHE RUNDSCHAU No. 1. Beifall.) Die Leitung vier Bewegung werde ich nicht weiter in der Laue sein zu führen. Ich werde Ihnen Klciclt sagen, warum. Also. Sie werden sich die Mühe ersparen, meine Herren von der Opposition, wenn Sie mich ruhig anhören. Mau kommt zum Kongress mit der Absicht, nach Mängeln bei der l.citung * ־ und wo gilbe es die nicht — zu spilien, um da irgendwo einhaken zu können. Die l.citung muss bekämpft wcrdcnl Ist das die Aulgäbe des Kongresses? Ist das die Aufgabe der grossen Politiker, die Ja lut l*aliamctu Politik machen? Ist das Ihre Aufgabe, hier nur zu kritisieren, nur zu reden, alle zwei Jahre? (Stürmischer Beifall.) Was schlagen Sie denn vor? Wolffsolm verweist auf die Gegensätzlichkeit der Vorwürfe, die man ihm mache. Und woraus erklärt sich das? Hin russischer /honist hat es mir gesagt, ich sagte ihm: Lieber Eremul, was wirft man mir vor, was verlangt mau von mir, sagen Sie es mir doch, damit ich mich danach lichten kamt. Da antwortete er mir: Sie sind uns eine zu starke Persönlichkeit, wir wollen eine schwache Persönlichkeit an der Spitze, wir halten nicht das Vertrauen zu Ihnen, das Sie unsere He- Schlüsse auch wirklich ausfiilircn. Sie sind uns zu stark! Ich richte die Präge au den Kongress: Ist einer imstande naeliztiweiseii, dass Ich jemals einen Kongressheschhtss nicht loyal ansgelülirt habe? Mancl1m.1l tat ich es contrc coeur, blutenden Herzens, aber der Kongress hat es beschlossen, und das, was der Kongress hcschlicsst, muss uns heilig sein! (Stürmischer Beifall.) So ist es mit den Beschlüssen des Kongresses und mit denen des A.-K, teil will Ihnen das Geheimnis verraten, weshalb ich den Herren teils zu stark hin und teils dem Vorwurf begegne, ein Schwächling zu sein. Stark soll ich sein gegen ihre Gegner, schwach gegen sie selber. (Heitere Zustimmung.) Und zeige icli die Paust und sage ,,Nein“, dann kommt Pasmanik tmd sagt, icti sei ein Autokrat. Ich habe noch nie etwas gegen meine Überzeugung vertreten und niemals in Dingen nachgegeben, bei denen icli mir sagen musste, das ist zum Schaden der Bewegung. Das ist selbstverständlich, dafür bin 1:11 verantwortlich. Ideen verlangt man von mir, nun. mau kann nicht mehr geben, als man besitzt. Aber die ״grossen Ideen", die bei uns herumgeiragou werden, davon habe ich genug! Zuugwill und jetzt Nussig! (Stürmischer Beifall.) Pie wichtigste Idee des Zionismus ist die zionistische Idee. (Stürmischer Beifall.) Initiative verlangt man. Redner schildert die P.rfahrungen, die er mit seiner Initiative gemacht hat, Da heisst cs. das sind (iclddiuge, was haben wir mit Geld zu tun? Da hat der Kongress etwas beschlossen, und die russische Landsmannschaft erklärt: Wir haben kein Interesse daiiir! (Hört, hört!) Und die österreichische Landsmannschaft, die mit ihr int Kompromiss ist, sagt dasselbe. (Hört, hört!) Sie verlangen Initiative für Kultur und andere schöne Dinge. Nun. warum arbeiten Sic nicht? Warum reden Sic nur immer? Von Köln kann man nicht den ganzen Prdteil leiten oder übersehen, auch nicht von Berlin oder einem andern Punkte. Prägt man einen der Herren: Ist bei ihnen eine grosse Ortsgruppe? dann heisst cs: Ach, hei uns ist ein steiniger Hoden! Hei uns kann gar nicht gearbeitet werden! Und fragt man: Warum beseitigt ihr nicht die Personliehen Differenzen hei euch? dann heisst cs: Das ist hei uns nicht möglich. Aber wir sollen die Juden der ganzen Welt vereinigen, und diese Vorwürfe machen uns die Herren, die nicht imstande sind, eine kleine Ortsgruppe zu vereinigen. (Stürmischer Beifall.) Nichts haben wir in den zwei Jahren getan als ein Bureau gemietet, und noch solche schöne Dinge. Dass icli nach Petersburg, nach Konstantinopel gegangen bin, das unterschlug Pasmanik einfach. Kanu man hei einer solchen Kritik noch die Verantwortung für eine Bewegung übernehmen, sic vorwärtsbringen? (Rufe: Sehr wahr!) Kein Präsident wird das können, auch wenn er nicht Hcrzls Nachfolger ist, sondern nur Wolffsnhns Nachfolger. Im Volke liegt unsere Stärke, zum Volke habe 1eh Vertrauen, aber nicht zu den Pülircrn, den Piihrcrn, die neulich erst eine Ver- Sammlung in Petersburg gehabt haben, dieselben Herren, die aucli in Charkow waren (Lärm. Hört, hört!). Und da kommt man zum Kongress und beklagt sich, dass der Präsident keine Autorität besitze. Icli fühle mich noch als russischer Jude, keiner wird mich im Verdacht haben. (Iber die russische Landsmannschaft oder Irgendeine 1־*nlcro schlecht zu denken, aber wir haben keinen Unterschied zu machen zwischen Russen, Polen, Galiziern, Holländern, und wie sic ־alle heissen, wir sind 7-10• nisten. (Stürmischer Beifall.) Sic alle versammeln sich hier als Zionisten und nicht, um russische oder andere Interessen zu fordern. Wolffsolm ironisiert das demokratische Prinzip der russischen Landsmannschaft, die cs noch nicht fertig bekommen hübe, sich einen Präsidenten zu wählen, sondern ihrer fünf habe wegen des Streites , zwischen den Personen, Daher immer das siamcsische Zwillingspaar Tschlenow-Ussischkin. (״Hört, hört" und heitere Zustimmung.) In der Affäre Warburg-Cowcn verurteilt der Redner entschieden die Porm des Cowcuschcn Briefes. Aber Wurburg sei bei all seinen licrvorragenden Eigenschaften kein Kaufmann, und das kaufmäniiiselic lianuwerk wolle gelernt sein. Aus dem Briefwechsel sei bekannt geworden, dass er stell auf kaufmännische Ratgeber verlässt, dass er von Unverantwortlichen beraten werde. Warbürg selbst Italic ihm gesagt, wenn er Vorschläge mache, so sei ja Wolffsolm Kaufmann, und wenn er sic für unzulässig halte, dann kämen sic eben nicht zu! Ausführung. Wo bleibe da die Gegenüberstellung: Warburg, der Praktiker, Wolffsolm, der Politiker? Brande hatte für die galizische Vorschussbauk I damals keine Sicherheit bieten können, und darum habe sein Ersuchen nach reiflicher Prüfung ahgelelmt werden mllsseii. Sobald es sieh als sicher erwies, hat die Kolonialbank den Kredit gewährt. Das Direktorium sei dazu da, die gesammelten Gelder zu schützen und gegen Verschleuderung und Verlust zu sichern. (Beifall.) Woiifsohn wendet sielt gegen dio Stelle Im Warbiirgsehcn Briefe von dein Phantom, dem politischen Zionismus. Dieser politische Zionismtis, dieses l’liaiitoiu hat uns ziisaiimiengeführt. (Stürmischer Beifall.) Die praktischen Arbeiten, alle die Unternehmungen sind erst etwas geworden, nachdem dieses Phnntum gewirkt hat. Der Zionis* mus, so ruft der Redner unter tosendem Beifall der Delegierten ans, ist kein Handelsartikel! Der Zlmii.MUii.H hat die Juden ln der ganzen Welt zusanimeiigcfllliri, nicht zu dem Zweck, um einige Sachen zu iimclicn, die vielleicht zugrunde gehen können, Vorläufig Italien die Herren, die praktische Arbeit verlangen, immer noch von den Geldern verlangt und genommen mul sind furchtbar böse darüber, ' dass man ihnen die (leider nicht niisiiefert, die der phantastische Zionismus aufgebracht hat. (Sehr gut!) im Verlaufe seiner weiteren Ausführungen zieht Wolffsolm die Bilanz der praktischen Arbeit. Diu l.citung, die angeblich nichts getan hat, hat es zu- ן wege gebracht, dass dies der erste Kongress ist. auf dem die zionistische Organisation ohne Schulden, j ohne Verpflichtungen erscheint. (Stürmischer Beifall.) . Pr stellt fest, dass jeder Beamte der Organisation an seinem Platze sei, dass er ausgcwählt wird lediglich nach der Tüchtigkeit, ohne nach der Parteizugehörig• keit zu fragen. Prcilich wird es kein Präsident fertig bekommen, alle W ii 11 s c 11 c 11 a 0 11 Anstellung zu befriedigen. (Hört! hört!) Vor vier Jahren habe er die Leitung in Köln übernehmen müssen, weil damals das Bureau noch nicht eingerichtet war. Jetzt kann es ohne Schaden nach Berlin verlegt werden. Pr sei überarbeitet, und sein Arzt rate ihm dringend Prlmlung an. Pr müsse sich erhalten für die Bewegung, für die er sein Letztes hergcbc. Nach zwei Jahren werde man dann weiter selten. Pr habe die Bewegung 41 i Jahre in der schwersten Zeit geleitet, und wie sei er behandelt worden? Schaffen Sie. so schliesst^ Wolffsolm, meinetwegen ein Kollegium, aber gehen Sie jedem seiner Mitglieder ein Amt und Arbeit, bewahren Sie die zionistische Bewegung vor einer l.citung von Pizcsgcbern und Geheimräten. ן Liegt Ihnen daran, dass die Bewegung bestehen bleibt, dass wir vorwärts kommen, dann sehen Sie nicht auf die Dinge, die Ihnen vorgcschlagen werden von den (kheimräten in Petersburg. Stürmische Beifallskundgebungen, die sich immer erneut wiederholen, folgen der Rede Wolffsolms. Dann vertagt sich der Kongress auf den Nachmittag, nachdem inan beschlossen hat. noch Je vier Generalredner zu Worte kommen zu lassen.*) um Vierter Verhandlungstag Mittwoch, den 29. Dezember 1909. VormlUagssUzuiig, Präsident Dr. Max Nord au eröffnet die Sitzung IO'/j Uhr. Die Sicdclungsgenossenschaft Dr.!,ranz Oppenheimer (mit lebhaftem Beifall hcgriisst): Ps sind jetzt sichen Jahre, dass ich mit Herz! zuerst über die Angelegenheit sprach, die ich mm wieder behandle. Pin halbes Jahr darauf haben Sic mir in Base) zugcjuhclt. Ps ist heim Jubel geblichen. Und doch hat cs sich um Plünc gehandelt, die uns ein ziemliches Stück hinübergeführt haben über das, was mau neuerdings mit einem zierlichen Ausuruck als Schnorrcruntcrnchmnng zu bezeichnen liebt. Ais Her/I mich für seine Pläne warb, wusste er. dass cs sieli 11m mehr handelt, als um Klcinkolonisa• tinn, um mehr als nur grosszügige Philanthropie: tun eine Volkssaehe, und darüber hinaus um eine Menschhcitssüche, um eine Sache, die den besten Extrakt zwcihundcrtjüUrigcr wissenschaftlicher Arbeit bildet, von der Ich nur die letzte Creme ahgeschüplt habe. Es Ist mehr als eine rein-jüdische oder gar nur eine ostjiidischc Sache, 11111 die cs sich hier handelt, was wir In Palästina machen wollen: Ein Vorbild für die Menschheit, damit die alten Prophezeiungen wahr werden, die von uusctm Volke sagen, dass cs ln die Welt zerstreut worden ist, um auf seinem Lebenswege der Welt die Erlösung zu bringen. (Beifall.) Heute komme ich zum letzten Male. Was ich will, und die gesamte Leitung mit mir, ist die genossenschaftliche Kolonisation. Man hat mich gefragt, oh Ich auch die indische Individualität bedacht hätte, ob sic die Genossenschaft auch ertrage. Ich kenne nur eine Vollendung des Individualismus, d. , die Genossenschaft. Nicht im Kommunismus oder Kollektivismus, wie sich irrtümlich der Sozialismus zu nennen pflegt, kann der freie Mensch atmen. Die Genossenschaft bedeutet neue Ercilicit. Wir wollen Ketlen brechen, nicht neue Ketten schaffen (lebhafter Beifall), mit nllen Mitteln, die möglich sind, erprobten und uuernrabten. Aber wenn wir das Volk anslcdcln wollen. ״ls cl״c K|clcl״״:lsslli organisierte Masse. ״ Gericht über die Nachmlttngssltzung, In der die acht Qcncralrcdncr zum Bericht des E.A.-K. sprachen, und die mit der Annahme eines Vertraue ns Votums für das A.-K. und stürmischen Kundgebungen für Präsident Wolffsolm endete, bringen wir fn nächster Nummer, ebenso den Bericht Über den dritten Vcrhandlungstag. sicher vor jeder fremden Invasion, politischen und wirtschaftlichen, da predigt Ihnen alle Weltgeschichte einen einzigen Satz, und der muss unheilbar blind sein, der dieses geweihte Gesetz der Welt- und Wirtseiiafisgeschiclite nicht sieht, und dieser Satz lautet: Wer Städte schaben will, muss Bauern schaffen. Wenn wir Erfolge haben wollen, wenn unsere Sache nicht im Sande versickern soll, dann heisst es für uns: Bauern schaffen. (Beifall.) Ich habe einen leidlieh wissenschaftlichen Namen zu riskieren, und ich kann von Ihnen verlangen, dass Sic dem Manne, den Sie zu Ihrem vertrauten Berater gewählt haben, so weit über den Weg trauen, dass Sic ihm die Mittel gehen, wenigstens einen Versuch zu machen. (Lebhuf (er Beifall.) Ich will den bekannten Umweg nehtuen, der am nächsten zum Ziele fuhrt. Ich will die bäuerlichen Kleinbetriebe schaffen auf dem Umweg über den Großbetrieb. Ich will die Genossenschaft herbeiführen auf dem Weg über die Ocwinnbetciligting. Es soll eine Anzahl ausgesuchter Arbeiter unter ausgezeichneter I eitung in einem Grosshetrieh vereinigt werden. Sie sollen ihren festen Lohn bekoininen und eine nach den Erfolgen des Unternehmens .־!!)gestufte Gewinnbeteiligung über ihren Lolin hinaus. Davon verspreche ich mir dreierlei gewaltige Vorteile: pädagogische, technische und finanzielle. Wir werden gezwungen sein, das ausgesuchte Material erst Körperlieh zu kräftigen, genossenschaftlich zu stählen und zu schulen. Das Risiko schlechter Ernten könne» wir nicht auf die Schultern armer Arbeiter wälzen, die nichts besitzen. Das muss die genossenschaftliche Organisation tragen. Allein dafür sind wir nicht da. Hierfür kann die P.L.D.C. sorgen. Dieses bietet auch den zweiten Vorteil, den technischen. Auch sic stellt das Geschäft zunächst auf den Grosshetrieh. der die Kapitalintensivitut mit der Arbeitsintensivität vereinigt. Soweit ist also der von Prof. Warburg eingeleitete Plan dem!!!einigen gleichwertig. Aber er steht ausser Konkurrenz in be/ug auf die finanziellen Mittel. Prof. Warburg setzt Dauern an. die niemals die vorgesehossenen Kredite hoch verzinsen werden. Wenn mein Plan gelingt, in welchem der Grossbetrieb selbst nicht als dauernd gedacht ist. sondern nach einer gewissen Zeit in die Hände der zu Genossenschäften vereinigten Arbeiter übergeht, so liegen finanzielle Möglichkeiten vor. die kein anderes System erreichen kann. Nicht der Kleinbetrieb und nicht der Grosshetrieh ist das Rentabelste, sondern der Grossbetrieb mit einer Arbeitsleistung, die der des Kleinbetriebs gleichwertig ist. Ich habe bestimmte Grundlagen für meine Annahme, das schon in der ersten Zeit die Roherträge eines genossenschaftlichen Betriebs um mindestens 50 Prozent höher sein werden als die eines normalen Grossbetriebs, und dass der vermeidbare Verbrauch an totem tmd lebendem 111ventar auf kaum mehr als ein Zehntel sich vermindern wird. So werden wir die Kreditbasis schaffen, die wir brauchen. Wir wollen der Scluiorrerei ein Ende machen. Wir brauchen Milliarden, um unser Ziel zu erreichen. Mindestens Hunderte von Millionen. Und das schenkt 1111s kein Mensch, das borgt man nur, wenn man auf Verzinsung rechnen kann. Wir sind kein Wohltätigkcitsvcrein. Handelte cs sich nur darum, ein par Juden wohlhabend zu machen, oder 20 000 geschulte Arbeiter zu Hauern zu machen, dann hätte ich Wichtigeres zu tim. Ich hin ein ehrlicher Mensch und will Ihnen nicht verhehlen, dass das. was wir versuchen wollen, scheitern kann. Die Schwierigkeiten sind ungeheuer, auf uncrprobtcin Lande, mit unerprobten Menschen unter immerhin politisch noch!!!!sichern Verhältnissen gilt cs zu arbeiten. Es gilt das Land zu suchen, das geeignet ist, es gilt die Mensehen zu finden, die die Leitung haben, und die Mensehen, die sich untcrordnen sollen. Das sind kolossale Schwierigkeiten. Es ist ein hoher Preis, aber auch ein hohes Ziel. Selbst ein Misserfolg würde nichts weiter bedeuten, als von vorne anzufangen. (Zustimnuing.) Verfügten wir über die Millionen der JCA. dam wäre ich sicher, denn wir würden an sechs Stellen zugleich anfangen. und vier davon würden glänzend gelingen. Zu den andern Schwierigkeiten kommt die des Unternehmens selbst. Aber ich verlauge von Ihnen, ich fordere von Ihnen, dass Sic heifcu. Ich fordere cs im Namen Ihrer eigenen Worte. Jetzt hören wir fortwährend von einem begeisterten Patriotismus, von einem iibcrmiellenden Nationalgcfühl. Pilr solche Ziele gingen früher Brüder und Schwestern ins Meer und ins Ecucr. Da tim Sie weiiigstcns das lumpige Bisschen und geben Sic so viel Geld Utr die. die Sie an Ihre Spitze gestellt haben, von denen Sic verlangen, dass sic nicht nur die Direktive und Initiative üben, sondern dass sie auch etwas leisten sollen. Wir führen einen Krieg, und zum Krieghihrcn gehört erstens Geld, zweitens Geld und drittens Geld. Der Nationalfonds hat die geistreiche Bestimmung, dass er zwar Land kaufen, aber nicht in Valeur setzen darf. Mau darf Zeug kaufen, aber sich keine!losen davon machen lassen. Wir bringen folgende Resolution ein: ״Der IX. Zionistenkongress hält an den Bcschliis- Durchflllirung dieses Beschlusses zu ermöglichen» überlässt der Nationalfonds pachtweise der zu crriclilenden genossenschaftlichen Kolonie den erforderlichen Boden. Um das Betriebskapital mifztibringcn, wird uiirch eigene Sammlung ein Genossenschaftsfonds gcbildet, der an den Jüdischen Nationalfonds ungegliedert wird. Lr wird verwaltet von einem Komitee, bcstehend ans Vertretern des Direktoriums des Nationalfonüs und der Arbeiterschaft.״ n blJi£ T einstimmige Annahme. (Lebhafter Beifall.) Wir brauchen Ihr Geld, aber vor allem