Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 52 (24.12.1909)
- Date
- 1909-12-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 500. JUEDISCHK RUNDSCHAU No. 52. ] nsere finanziell (Zusammenncstellt von Julius Simon ־ Mannheim) nachstehenden Aufstellungen waren gefertigt, che der Briefwechsel Cowcn ״ Marburg veröffentlicht wurde. Sic sollten lediglich die Auseinander tern. die auf diesem Kongress über die Zwecke und Ziele unserer Hnanzmstitutc,erfolgen müssen. Nun aber wird mehr als eine dieser Zahlen ui!n wnni/t rrnr.1׳Hn tinr Hör!• des lou/i.^h Colonial Trust berechtigt wäre, einen solchen Ton anzuscniagen. Die Setzungen erleichtern, .״״ .״״ .. ■״— ״,—■•-״ . .. ■- . . - erkennen lassen, wie wenig gerade der Herr Direktor des Jcwish Colonial Trust berechtigt wäre, einen solchen 1, The Jcvofsh Colonial Trust Ltd. Jahr Verk. Aktiven*) Reserven Nicht erhobene Dividenden Europäisches Geschält In der Türkei investierte Kap!• talien***) Netto-Gewinnc Aktiva Passiva aus aem 111 samigescnaft Im Geschäft investiert Imücsciläftsbctricti entbehrlich*') Au» geschäftlichen Unternehmungen Hiervon Depositen St Cncck-Contl Gesamt* betrag Prozent 1006 h 2ö2 877 ־ «MO 6874 246 044 16־680 123057 20670 75 289 6747 2,67 1007 h 25t 2<K) 6012 1205!) 1804!)!) 56023 02 612 22583 133 15 t 6244 2,15 1008 h 255 ÜGI 6770 14855 158702 77387 02236 24822 108039 6157 2.52 •) Davon bcsltx« die AngIo*.Palosdnc Company allein 20000 Pfund St. •s) Dieter Poticn *out lieh xusammen auti 0 2׳/«l cn«l, ConsoK auf dfo x. Zr. ein Kursverlust von 250י Pfund St, ruht, bringt gegen 3? Zinsenl 2) Coffctpondenien Noiiro« (Dieser Poticn Ist so unverti.UliiltmAstlg hoch — oiircrucbitliillcl» .0100י l'fund St, das! er nicht Im 1 in• klang mit dem Umfang dc% Geschäfts sicht und — zuin grünten Teil wenigsten■ — absolut entbehrlich uin muss, lir kann In seiner Hüne auch nicht als rationelle werbende Anlage gelten.) *י*) Hiervon Ist der Uciltx der A. P. C. an Aktien des .J C, T. In Abzug gebracht. 2. The rtnglo Pulcstine Company Ltd, Jahr Verk, Aktien Vom Aktienbesitz gehört nicht dem J. C. T. Reserven Beziehungen zum Jcwish Colonial Trust Geschäftliche Unternehmungen Netto Gewinn aus dem Gesamtgeschält Aktiva Gcsamtbc• trag*) Passiva ltU»IU41U «Mll-Il Ucs J.C.T., die etwa ml! 2'/,״/״ rrntli•! en :icouiu au den J.C.T., diu •••11 mindestens 57׳« xu v rzlnscn Im Gesamtbc* trag Prozent Gcsamtbctrag Hiervon Depo• ölen u. Check- Cond Hiervon Spar• und Leihkassen 1006 h 39304 531 20595 49448 185260 177100 99837 3018 620 1,6 1907 h <19 431 605 — 20 415 83 791 212257 200222 91 114 7837 2149 3.1 1908 L 69 70!) 025 1500 19929 46 598 211390 190567 Ul 8G0 W29 4791 ö.'.l *) Ab/Ogllch liffektcn, hauptsächlich Aktien des J. Tage um 8 U11 r morgens cinstcllcn wird. Spater ein treffende Gäste können also auf Abholung 11 iclit mehr rechnen. AUS DEN GEMEINDEN Dia Mitarbeit unserer Leser an dieser Rubrik ist besonder! ״ ■ —״- erwünscht,—-«— Montagsvorlcsungen Wie seit Jahrzehnten, veranstaltet auch in diesem Jahre die Lehranstalt für Ute Wissenschaft des Judentums eine Reihe von Vorlesungen zum Besten ihres Stipendien* fonds. Auch in diesem Jahre weist die Liste der Vortragenden eine Reihe der glänzendsten Namen auf. Am 3. Januar spricht Geheimer Rcgicrungsrat Professor Dr. Hermann Cohen aus Marburg über ״Innere Beziehungen der Kantischcn Philosophie zum Judentum", am 17. Januar Professor Dr. Ludwig Stein über ״Das Rassenproblem und das Judentum'*, am 31. Januar Professor Dr. George F. Moore von der Harvard-Univcrsity Philadelphia, Mass., über ״Die Eigenart Israelitischer Oeschiclits- Schreibung im biblischen Zeitalter", am 14. Februar Rabbiner Dr. Hoclifcid über ״Die Idee der Un- Sterblichkeit im Judentum", am 28. Februar Rabbiner Dr. L. Bück aus Düsseldorf über ״Die Entstehung des Christentums", am 14. Mürz Rabbiner Dr. A. Tünger aus Göppingen über ״Die Tiroler Juden und das Jahr 1809". — Die Vorlesungen finden in der Aula der Lehranstalt, Artillcricstr. 14, Montags, abends 8 Uhr statt. Einlasskarten zu 5 Mark für den ganzen Zyklus, 1 Mark für eine Vorlesung, sind zu haben beim Hofiuwelicr Eugen Marcus, Unter den Linden 31, beim Sekretariat der Lehranstalt undam Eingang in den Saat. Berlin. Eine ausserordentliche und zugleich eine ordentliche Generalvcrsaniiiilung der Ge* Seilschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentum» findet um Mittwoch, dem 29. Dezember 1909, silieiuls 8 Uhr, In der Aula der Knabenschule der Jüdischen Gemeinde, Berlin N״ Grosse Hamburger Strasse 27, statt. Die Tagesordnung der ausser ordentlichen Generalversammlung lautet: 1 Zweite Beratung des Antrages des Ausschusses beti Ergänzung der Satzungen. $ 3 c erhält folgcndci Zusatz: Der Vorstand ist berechtigt, Lehrern ai Elementar* und Rcligionsschulcn auf ihren Antra! den Jahresbeitrag auf 4,50 Mk. zu crinüssigcn. Di Tagesordnung der ordentlichen Gencralvcr Sammlung lautet: 1. Bericht. 2. Dcchargc. 3. Wähler 4. Vortrag des Herrn Oberbibliothekars Dr. L Colin-Breslau: Die griechische Bibclübcrsctzun׳ und das Christusbild in den Evangelien. Berlin. Schon zwei Wochen nach der von neutsch-Israelltlsciicn Gcmelndcbimdo cinbcrufenc Konferenz über die Frage des Wanderbettei versendet das Bureau des D.I.G.B. das Stenographi .sehe Protokoll. Dieses enthalt ausser den bereit bekannt gegebenen weittragenden Beschlüssen (An trag 111rsc 11 Halbcrstadt, Dr. Nathun*Berlin C.T. 3. Jüdischer Nationalfonds Jahr ßaar in Effekten In Faläsiina Inves’lert 1907 48 727 10 נ 10 19U3 40602 19821 eine Fülle interessanter Ausführungen. Besonders liervorgcliobcn seien die Referate der Herren Feilc 11 e 11 {e I d - Köln und Licbcnfeld - Bochum. Bedeutungsvoll sind auch namentlich die Erklärungen der Vertreter der grossen Hilfsorganisationen, der Herren: Dr. Nathan (Hilisvercln) und M. A. Klausner (Alliance Israelitu), die die materielle und ideelle Beteiligung ihrer Körperschaften an dem geplanten Werke einer Üesamtorganisation Zusagen. Ferner die des Herrn Dr. S0n dc rl in g-Hamburg, Vertreters der Grossloge U.O.B.Ü., der in Aussicht stellt, dass die Logcnmitglicder daran mitarbeiten werden, damit zugunsten der Kassen die privaten Unterstützungen an Wandcrbcttler unterbleiben. — Somit ist günstige Aussicht für das Zustandekommen der Organisation vorhanden. An 24 über das ganze deutsche Reicli verteilte Steilen (Armen- und Gemeindeverbändo, und wo .solche fehlen, geeignet erscheinende Grossgeincindcn) hat das Bureau des Gemeindelnmücs die Aufforderung gerichtet, sich seiner Einladung an die Gemeinden zu Provinzial-Konfcrcnzen mit dem Zwecke der Schaffung von Provinzialkassen anzuschliessen und hat ihnen das erforderliehe Material übersandt. Zur Bildung des geplanten Zen trat •Ko mit c cs ist an 13 Persönlichkeiten, die Vertreter hervorragender Körperschaften und ausgezeichnete Fachleute sind, die Aufforderung zum Eintritt ergangen. Das Stenographische Protokoll ist für Interessenten kostenlos durch das Bureau des D.I.G.B., Berlin W. 35, Stcglitzcrstr. 85, zu beziehen. «61NS-RUN DSCMAU Die Schrift Uhrcr <׳cr Vereine werden gebeten, Ute Uetlcttt« rn&ipichst knapp 2U halten und sic stets rechtzeitig ein/iiscndcn EJanuskrlpto nur auf olnor Oolto Uoaohrolbon — Uoutllolio Uohrlftf Bericht der Zionistischen Ortsgruppe Leipzig. Im ersten Quartal unseres neuen Geschäftsjahres, dessen Beginn auf der am 3. Oktober stattgehabten Generalversammlung vom 1. Januar auf den 1. Oktober verlegt wurde, um mit dem Schckcljahr in Uebereiiistimiming zu gelangen, veranstaltete dio Zionistische Ortsgruppe Leipzig am 5. Oktober eine öffentliche Volksversammlung, tu der Dr. Scli. Le win über: ״Die kulturellen Be- Strebungen in Palästina und die neuesten Kundschaftcr" sprach. An der Hand des Berichtes des Rabb. Dr. Borges beleuchtete er dio unjiidischc Tätigkeit der ״Alliance"•in Palästina und wies nach, in welch kleinlicher Weise diese grosse Organisation ׳gegen alles, was selbständig vorgellt, auftritt. Dieser Bericht, die heftigen Verdächtigungen gegen den Hilfsverein und die Beleidigungen gegen den Zionismus, die sielt der Vorsitzende der Deutschen Konfereiizgenieinseliaft der ״Alliance'־, Goldberg, in seiner kommerziellen Souveränität erlaubte, ebenso die niederträchtigen Denunziationen einer gewissen Revolverpresse, wio der ״El Tlcmpo" gegen den Zionismus sind auf das Schuldkonto der ״Alliance" zu setzen; denn sic stehen in einem ursächlichen Zusaiiimenliang, da sich diese Zionistentüterei seit Fr« stattmig des Berichtes des Ralili, Dr, l1»׳rges liemeik• har machte. Der Vortrag fand bei der zahlreichen Versammlung lebhafte Zustimmung und machte grossen Eindruck. ״• Am 17. November wurde hier bei der Wahlversammlung zum Delegierten Dr. mcd. R. C11 a m i z e r, Leipzig, und zum Krsaudulegierlen Frau Dr. mcd. Sichel. Chemnitz, gewühlt. Einstimmig wurde der Antrag angenommen, unsern Delegierten beim IX. Zionistenkongress zu beauftragen, für eine Heranziehung der durch die Zionistiselic Organisation geschaffenen Institutionen zur Beitragsleistung für diese Organisation einzutreten. — Unsere diesjährige, am 18. Dezember staugehabte Makkabäer-Feier, die, abweichend von den bisherigen, ohne Ball vor sich ging, verlief in sehr angenehmer Weise. Herr Dr. mcd. R. CI1amizc,r eröffnete den Abend mit einer schönen Festrede. Frl. Bertha B u r s t c i n trug mit bewunderungswürdiger Technik in formvollendeter Weise die Rhapsodie G־moll von Brahms und ״Venezia c Napoli" von Liszt vor und erntete grossen Beifall. Herr Eug. Zadcck, Regisseur am Leipziger Stadttlicatcr, rezitierte aus der Jungen jüdischen Literatur. Starker Beifall belohnte seinen Vortrag von ״Mauschel" von Hcrzl, ״Sturm" von Roseufeld und ״Die Uhr" von Scholen! Alcchcm. Eine anschlicssendc Kaffeetafel hielt die Anwesenden unter humoristischen Rezitationen von Frl. Rubin iu sehr animierter Weise beisammen. Berlin. Am Sonntag, dem 19. Dezember, mittags 12 Uhr, hielt Herr Na 11 um Sokolow als Einleitung zu der am Nachmittag beginnenden Konferenz, über die an anderer Stelle berichtet wird, einen Vortrag über die ״Bedeutung der hebräischen Sprache und Literatur für das Judentum". Trotz der ungewöhnlichen Stunde waren etwa 700 bis 800 Personen erschienen, die den — im besten Sinne dieses abgebrauchten Wortes — glänz-enden Ausführungen Sokolows mit Spannung folgten. Wir hoffen, uns?• reu Lesern den Vortrag in einer der nächsten Nun:• mern in extenso wiedergeben zu können, und deshalb verzichten wir auf eine kurze Inhaltsangabe, die der Rede doch nicht entfernt gerecht werden könnte. Berlin. Der Jüdische Jugciidbuud gab am 18. Dezember seit! erstes grosses Fest in den Gesamträumen der Philharmonie. Ueber 2000 Menschen füllten die gewaltigen Räume. Ein Orgelpräludium (an der Orgel Prof. Becker von der Kgl. Hochschule für Musik) leitete die Feier ein, hierauf ergriff Rechtsanwalt Dr. Walter im Namen des Vorstandes des J.J. B. das Wort, um in kurzen Umrissen Ziele und Zwecke des Bundes klarzulcgen und den verschicdencn Korporationen und insbesondere Herrn Justizrat Tiinendorfer als Präsident der Grosslöge für ihr Erscheinen zu danken, ln dem reiclihaltigen Vortragsprogramm sind besonders Frau Lrna Dcncra von der Kgl. Hofoper, Herr Fritz Richard vom Deutschen Theater, Frau Prof. Beeke r-Sa molewska und Frl. Ballot und Herr Ricck vom Thaliathcatcr zu erwähnen. Alle Künstler lohnte reicher Beifall. — Nach den Vorträgen vergnügte sich die Jugend beim Tanz, ז , u a י. i ן! 1־ i v, v 4 1 P י ty, י \ י; r* fä, 11 I J i 1' 1 ־ \v# l!al' Ab! feg' Jus;nie eng für der. Ob■ hau Ch! 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