Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 52 (24.12.1909)
- Date
- 1909-12-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 52. JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 591. während die ältere» Herrschaften im Cabaret Unterlialtmur suchten. Im Krosse» und Ranzen kann dieser Abend als durchaus RchutKcn bezeichnet werde» und lest beredtes Zeugnis dafür nb, dass der Jüdische jiigendhund das Bestrebe» hat. neben Jüdischem aneli die üeselliRkeit als bewährtes Mittel für einen engen Zusammenschluss zu pflegen. Berlin. im hiesigen Schwcstcrnhcim des Vereins für jüdische Kraukcnpllcgerlntien fand am Montag, dem Id. d. Mts., in Gegenwart des Vorstandes, der Oberin Frl. B1 a u sowie der Aerztc des Kranken* Ii.iiincs und vieler Freunde des Vereins eine erhebende Chauukah*relcf statt. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden, Herrn Stadtverordneten Louis Lachs, nahm Herr Qehclmrat Dr, Marotzki das Wort, um namens der Ürosslogc der jüdischen Schwesternschaft, insbesondere der Oberin Frl, Ulan seine Anerkennung auszusprcchen. Verteilung von Voreinsabzelchen und Vereinsdiplomen sowie de! UtanuUahgabcn schlosse» die Feier. Huben. Am Sonntag, dem 12. Dezember veran* si.iltete die hiesige Ortsgruppe eine Chaiiukah-Fclcr, du׳ von Mitgliedern der Üubcncr und der Crossener jüdische» Gemeinde gut besucht war. Herr Lazarus li ׳ r 111 aus Berlin hielt die Festrede; diese und ver* schiedene Rezitationen aus dem Kreise der Teil* ncimier fanden berechtigten Beifall. 111 zwangloser Unterhaltung über jüdische Fragen blieben die Er* >c!1ie1tcneu lange beisammen. Königsberg I. I*r. Am 12, Dezember fand in di 11 Uesamtrüumeu des Alten Sehützcnhauses das ,M.ikkabäcrfest der Zionistischen Vereinigung statt. Per Abend wurde durch einen Festakt (Prolog, An* z.mdcti der Channkkalichter) cingelcitet. Die Fest* rede hielt Herr Dr. Julius R0 s c n f c 1 d. Den zweiten Teil des Programms füllten künstlerische Darbietungen aus. F.in von Herrn Chordirigent L. Hadrian geleiteter gemischter Chor brachte zwei .'־ Capella-Ücsüngc (..Ich werde sein“ von Brüll und ..Ihn Hauch weht durch die Lande“ in der w*•׳»״—'־s- \ ollen Vertonung L. Badrians) zum Vortrag. Fräulein Charlotte Neu mann erfreute die Zuhörer mit einigen Arien aus Mcndelssolmschen Oratorien, erntete aber besonderen Beifall mit zwei reizenden Liedern: ״War ein kleines, stilles Hm■«“ (Dichtung von A. Donath) von James Rothstein, und Bogumil Zeplers ״Wiegenlied“ (Dichtung von Th. Zlocisti). Nachdem dann Herr Prof. Rudolph Cohn (Klavier) und Herr Konzertmeister H. Hopf (Cello) Beethovens 12״ Variationen über ein Thema aus Handels ״Judas Makkabäus“ musikalisch vollendet interpretiert hatten, betrat Leo Qollanin das Podium (am Klavier: Herr Martin Aschkanasy). Schon beim Erscheinen begrüsste ihn lebhaftes Händeklatschen, nach den einzelnen Liedern aber steigerte sich der Beifall zu Ovationen, wie sie selbst bei einer festlich gestimmten Masse nicht alltäglich j sind. Unsere Volkslieder mit ihren bald übermütigen, bald schwermütig gedehnten Rhythmen sind und bleiben die einzigen Kunstnroduktc, in denen ein Stück der jüdischen Volksseele eingefangen ist. Sache des Sängers ist es, das Jüdische, das in den Liedern verborgen ruht, lebendig zu machen; und in dieser Kunst ist Qollanin Meister. Sic schafft das vibrierende Fluidum, das entsteht, sobald er zu sinecn beginnt, sic schafft in uns das beglückende Gefühl: Hier ist Seele von un s c r e r Seele, hier ist Kunst von unserer Kunst, und diesem Gefühl der Freude und Dankbarkeit entströmt dann der brausende Applaus. — Es bleibt noch zu berichten, dass während der Pausen ein ausgedehnter Basarbetricb herrschte und dass der Gesamtertrag des Festes (ohne Abzug der Unkosten) nahezu 3ÖüO Mark betrug. Ratlbor. Die hiesige Zionistische Ortsgruppe veranstalte zu Chanukah ein Üczalcl-Fcst, das von 200 Personen besucht war und einen glänzenden Varlauf nahm. Nach Anzünden der Mcnorah durch Herrn L. Pinczowcr und einem von Frl. Lucio Böhm vargetrngenen Prolog hielt Zahnarzt Block die Festansprache, der sich ein Lichtbikler-Rcfcrat über den ״Bczalel“ ansdiloss, Hierauf fand unter Leitung des Herrn M. Ueko ein einstllndiger bunter A1:end (Cabaret) statt, dessen sehr reichhaltiges Programm beifallsfreudig aufgenommen wurde. Es folgte der Tanz, der die Teilnehmer noch lange bei* sammenhielt. Verbunden mit dem Feste war eine Verlosung und Ausstellung kunstgewerblicher Ar* beiten des Bczalcl, die allgemeine Anerkennung fand. Um das Gelingen des Abends hatten sich Frau Rosa Fröhlich und Frau Grete Frcudcnthal besonders verdient gemacht. Erwähnung verdient noch die zahlreiche Teilnahme der Gesinnungsgenossen aus Oesterreich, aus deren Mitte Frl. Rosi Adler- Oderberg alle Teilnehmer durch heitere Liedergaben erfreute. Oross-Strchlltz. Hier fand am Sonntag, dem 12. Dezember, ein Chanukah-Fcst statt, mit dessen pekuniärem und ideellem Erfolge das Komitee zufrieden sein konnte. Der von Frau Dr. Wachsncr verfasste Prolog brachto eine optimistisch ausklingende Ergänzungshülftc des Rosenfeld'schcn Chanukahgcdichtcs. Das Festspiel derselben Verfasscrin liess in der zwanglosen Art des Mctropoltheaters Figuren aus Dramen und Romanen Über die Szene gehen: Die Makkabäermutter Lea, die Königin Marianne, den Tulmudbuucr und seine Braut (mit einer Gruppe von Bauernkindern nns Palästina), den ewigen Juden, das Chuimhalitrendel und schliesslich eine Sehaar junger Gulbäumchen, die in Reigen und Gesängen auf den Zweck der Veranstaltung hinwiesen. Ein graziöses Lustspiel von Grillparzer im Rokokostil mit Menuett, Couplets und Rezitationen vervollständigten das Programm. Wrer,eiten. Am 12. Dezember veranstaltete unsere imige Zionistische Ortsgruppe ihr erstes Vergnügen, ein Chanukah*I‘0:5t, welches einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf nahm. Die Beteiligung war sehr rege, .die Zionistische Ortsgruppe unserer Fllialgemeinde S t r u l k o w o war zahlreich vertreten, auch aus dem benachbarten Miloslaw waren Gäste erschienen, und als Vertreter des Zionistischen Distriktsbureaus Posen war Herr Referendar Meissner, Posen, erschienen, Die Leitung des Festes lag in den bewährten Händen unseres Herrn Gg. Lehrer Max Cohn, welcher sich seiner Aufgäbe glänzend entledigte. Die Feier begann mit einem Kindertestspiel ״Die' Clianukali-Puppc“, zu welchem Herr Lehrer Cohn ein Schiussstück ״Die jüdischen Monate“ geschrieben haue; die beiden sehr gut gespielten Stücke erregten einen grossartigen Beifallssturm. An diese Festspiele schloss sich das Auzünden der Clianuknbllchtcr und Absingen des Monn-zur an, Danach folgte Kinderpolonaisc und Kaffeetafel für die Kinder, Hiermit war nun den Kleinen ihr Recht geschehen und der zweite Teil der Feier begann. Herr Referendar Meissner bcgrilsstc die Versammlung im Namen des Zionistischen Distriktsburcaus Posen. Hierauf hielt Herr Lehrer Max Colin einen ca. einstündigen Vortrag: ״Was lehren uns die Makkabäer?", in welchem er die Bcdcutung der Makkabäer und des Chanukahfcstcs einer eingehenden Würdigung unterzog, Reichlicher Beifall lohnte diese Ausführungen, an welche sieh ein sehr flott gespieltes Tlieaterstllck ״Bachuriin-Glllck" anschloss, das von Herrn Lehrer Cohn mit Gesangscinlagen versehen worden war. Der nun beginnende Tanz hielt die Anwesenden bis gegen 6 Uhr morgens zusammen. Dessau. Die Dessaucr Zionistische Ortsgruppe fasste in einer Versammlung am 19. Dezember folgende Resolution: ״Die Dessauer Ortsgruppe nimmt Stellung zu dem in der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Briefwechsel zwischen dem Direktor des J. C.T., Herrn Joseph Co wen und Herrn Proiessor Warburg. Sie spricht Herrn Prof. Warburg ihr volles Vertrauen aus. Die Dessaucr Ortsgruppe ist der Ansicht, dass Gelder des J. C. T. für wirtschaftliche Unternehmungen in Palästina, vorzugsweise für Kauf des Bodens und seine Parzellierung in erheblichem Umfange verwendet werden müssen. Sic ist ferner der Ansicht, dass die Schaffung einer üifcntlich-rcchtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina nur durch allmähliche Besiedelung des Landes auf rein wirtschaftlicher Grundlage müglieh ist." Dessau. Am 12. Dezember feierte die 210• itlstlsche Ortsgruppe ihr diesjähriges Makkabäerlest. Die Festansprache hielt Oberlehrer Frohenhausen. In seinem ticfdurchdachten Vortrage verband er die ulte Zeit mit der Neuzeit und kam zu dem Schluss, dass ein Volk, welches, wie das jüdische in neuerer Zeit, den Willen zum Leben bc- Rundet, sich unbedingt verjüngen muss, auch wenn manche Teile des Volkes darüber verloren gehen. Seine Worte, in glänzender Form und in edler Bcgeisterung vorgetragen, machten einen tiefen Eindruck auf die Zuhörer. Herr Kantor Well, Frau Rabb. Dr. Scligkowitz und Frl. Rosen thal aus Cöthcn. wie auch einige junge Damen aus der hiesigen Gemeinde trugen durch ihre Mitwirkung zur Verschönerung des Festes bei. Rcgcusburg. Am 7. Dezember veranstaltete die Zlonlstlscho Ortsgruppe ihre diesjährige Makkabäer- Feier. Der 1. Vorsitzende, Herr Rudolf Weiner hielt in seiner bekannten meisterhaften Weise die Festrede. Nicht minder meisterhaft, von jugentllieber Begeisterung getragen, waren die Ausführungen des Herrn Rechtspraktikanten Sicgfr. Weiner über jungjüdische Dichtung. Die musikalischen und Gesangsvorträge, die, mit Ausnahme des Herrn Otto Königsberger, von Nichtj 11 d c n gehalten wurden, fanden, ebenso wie die vorerwähnte» Reden, rauschenden Helfall. Herr Distriktsrabbiner I) r. S. Meyer, der zum Festabend mit seiner Familie erschienen war, dankte zunächst sowohl den Mitwirkenden als auch den Veranstaltern, konnte cs sich aber nicht versagen, gegen die Ausführungen des Herrn Weiner zu polemisieren. Den Abend, der recht genUUUch verlief, schloss ein Tanzkränzchen, Hannover. Nach mehreren sehr gut besuchten Vcrcinsvcrsammlungcn veranstaltete der Verein ״Dorsche Schloin Zion“ am 12. Dezember eine Chauukah-Felcr. Zur Aufführung gelangte unter Mit- Wirkung der Damen Kleiner, B r c s s in a n n und Sonder, sowie der Herren Locker, Siwcck, L e i s s » c r und Stern ein Akt aus dem Schauspiel ״Eine jiddische Deutsch“, dessen Autor, Herr L. L 0 c k c r. selbst Mitglied des Vereins ist. Ferner hatte Herr Direktor Po der mann dein Verein ein von Herrn E, Keller vertontes Duett ״Sehnsucht nach Zion" frcundlichst zur Aufführung überlassen; das Stück wurde von Frau Direktor Feder mann und Herrn Karpfen, Mitglied des hiesigen Synagogcn-Chors, vorzüglich zu Qchür gebracht. Die Festrede ,die Herr Dr. Löb übernommen hatte, fand allseitig grossen Beifall. Der Verlauf der Feier war ein überaus befriedigender. Dur Verein ״Dorseliu Schloin Zion“ hält ullo vierzehn Tage Versammlung mit Vorträgen Im ״Kriegcrhcim", Zimmer No. 6 (Nikolasstr. 10) ab. Bisher sprachen Hh. Dr. Locb, Oberlehrer Schonemann, Ludwig Meyer. Im Januar wird Herr Rechtsanwalt H. Block (Iber Rechtsfragen, die dio Ausländer insbesondere interessieren, sprechen. — Der Vorstand besteht zurzeit aus den Herren 11. Londner, J. Block, Ludwig Meyer, W. Siwcck, L. Locker, S. Tannenbäum und J. Schwcnhorn. Der Verein zählt ca. SO Mitglieder und zeigt sehr reges zionistisches Leben. — Der nächste Vercinsabcnd iindet am Sonntag, dem 9. Januar 1910, im Kricgcrhcim statt. — Am Kongress in Hamburg nehmen ca. 15 Mitglieder teil. — Zusendungen sind zu richten an Herrn. H. Londner, Engclkastclcrdainm HO. Elberfeld, Atu 14. Dezember veranstaltete die Elbcrfclder Orthodoxie mit Unterstützung der zionistischen Ortsgruppe eine überaus gutbesuchte Diskiisslonsvcrsnimnlung, die sieh zu einer machtvollen Kundgebung gegen die Tendenzen der Liberalen Partei gestaltete. Der Vorsitzende, Herr Stein borg, cröifnctc die Ver- Sammlung mit einem Vortrag über das Thema: ״Orthodoxie und Liberalismus im J u d c n t u m". Mit kernigen Worten polemisierte er gegen dio ״Liberale Vereinigung", die, wie sich aus dem allscitigcn Beifall, den der Redner fand, und noch mehr aus der sich daran anschliessenden Diskussion wohl mit Recht schlicsscn lässt, in Elbcrfcld überall auf den allcrstürkstcn Widerstand ״*ossen dürfte. Die Diskussion bot ein seltenes Bild ungetrübter Harmonie von Gruppen, die s׳ ••־׳ nur wenig Berührungspunkte miteinander haben. Die Liebe zum Judentum war das einigende Band, das Ver* treter entgegengesetzter Parteirichtungen. Orthodoxe, Zionisten und Atheisten, Schulter an Schulter gegen eine Vereinigung kämpfen liess. deren Bestreben darauf gerichtet ist, diese Liebe zum Judentum und dieses Judentum selbst allmählich zu ertöten. Von Zionisten beteiligten sich an der Debatte die Herren Dr. Bernstein, Götze, Hansen und Sa 10schin. Dr. Bernstein charakterisierte und verurteilte aufs schärfste die assimilatorischen Be- Strebungen, den Gottesdienst noch mehr zu verdeutschen und zu vereinfachen und die hebräische Sprache nach und nach abzuschaffen. Herr Götze wies darauf hin, dass der Fortschritt in dem letzten Jahrzehnt nicht dem Liberalismus, sondern dem Zionismus zu verdanken, sei. Im gleichen Sinne sprach Herr Hansen, welcher auch den orthodoxen Standpunkt vertrat. 11» weiteren Verlaufe der Diskussion sprach von liberaler Seite Herr Rechtsanwalt Dr. Brück und vcrlicss den extremen liberalen Standpunkt, indem er von ״Missverstandnissen" sprach, ln echt ״liberaler" Weise sprach er den Zionisten überhaupt das Recht ab, in einer religiösen Versammlung mitzusprechen, und fand cs für richtig, dass der hiesige Rabbiner, Herr Dr. Norden, von der Kanzel herab für den Liberalismus propagiert. Herr Saloschin erwiderte hierauf, dass der von Hcrzl zitierte Satz: ״Wenn ich dein vergesse, Jerusalem, so verdorre meine Rechte!" die Zionisten berechtigt, in religiösen Dingen mitzureden. Er machte ferner darauf aufmerksam, dass der Liberalismus dem Gegner gegenüber nicht so liberal ist, den Rabbiner von der Kanzel herab seine Ideen verkünden zu lassen. Siehe Rabbiner Dr. Cohn. Berlin. Um 2 Uhr wurde die Vcrsammlung geschlossen. Die zionistische Bewegung gewann 14 neue Anhänger. Dortmund. Am 13. Dezember hielt in einer reich besuchten Versammlung des Vereins ״Adaus Jcscliurum“ Herr Zahnarzt Ehr mann aus Essen einen Vortrag über 11״ cilcnismusund Judent u in." Im Verlaufe seiner geistvollen Ausführungen bekannte sieb der Vortragende als orthodoxer Nationaljude. Der zionistischen Bcwf״ung stellt er, wenn auch sympathisch, so doch ablehnend gcgcn־t über, da er in ihr die scharfe Betonung des religiösen Moments vermisst. Dem Vortrage folgte eine angcregte Diskussion, an der sich unsere Gcsinnungsgenossen, die Herren Rechtsanwalt Dr. Weinberg. Moser und Referendar Simon beteiligten. Die Veranstaltung, für die dem Verein ״Adass Jcscliurum" Anerkennung und Dank gebührt, dürfte auf weitere Kreise anregend und aufklärend gewirkt und unseren Ideen manchen Anhänger zugefuhrt haben. Essen. Die diesjährige erste Makkabäcrfcler unserer Ortsgruppe in Hoffmanns Pestsälen war von ca. 150 Personen aus allen Kreisen unserer Gcmcindo besucht und lieferte den Beweis, dass hier in Essen, der bisherigen Hochburg unserer rlicinisch-wcstfälischen Gegnerschaft, der Zionismus ״hoffähig" zu werden beginnt. Die Einleitung der Feier bildete der Nosslg’schc Prolog ״Die Makkabäer", der von Frl. Hulda Ncumann mit gewohnter Meisterschuft und warmer Begeisterung vorgetragen wurde. Dann zündete Herr Rabbiner Dr. Saumcl die Chanukahlichtcr an und begeistert sang die ganze Versammlung das ״moaus zur." Hierauf folgte die von Herrn Adolf Pol lack-Köln gesprochene, Inhaltrcichc und formvollendete Festrede. Die nächste Programinnummcr bildeten zwei von Frl. Helen Za dick vorgetragene Gesangstiickc, die Arie ״Höre Israel" aus ״Samson" und ״An den Wassern Babylons" von Dworak. Es war ein hoher Genuss, diesen mit künstlerischer Vollendung und prächtig geschulter Stimme gesungenen Liedern zu lauschen, die von Herrn Rudolf Ellas aus Schwerte mit ausserordentlichem Verständnis begleitet wurden. Dann folgto der von Frl. Hulda Ncumann und Herrn Max Treu vorzüglich gespielte Perez’seho Dialog ״Josse! und Malkc" und das von Herrn Auerbach gesungene Lied: ״Die Schuah der ,Foalc Zion." Nachdem dann Herr Treu noch einige Rezitationen aus dem jüdischen Almanach vorgetragen hatte, brachte eine sehr reichhaltig ausgc-