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Jüdische Rundschau · 1909-12-17 · Heft 51 (17.12.1909) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIV (1909)
Issue
Heft 51 (17.12.1909)
Date
1909-12-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
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4 Seite 576. JUEDISCHK RUNDSCHAU No. 51, Umgehend wollen die Postabouuenten der ״Jüdischen Rundschau" ihr Abonnement erneuern, damit bei Beginn des neuen Jahrganges. der in seinen ersten Nummern die ausführlichen Berichte vom IX, Ztonlstcnkoiigfcss bringen wird, keine Unterbrechung in der Zustellung eintritt. Unsere Freunde liaheu gerade Jetzt die beste Gelegenheit, iiir unser Blatt neue Abonnenten 7.11 werben. Uns den stets sich steigernden Anforderungen natürlich nur genügen kann, wenn wir mich in dieser Hinsicht der eitrigsten Mitarbeit unserer Leser gewiss sein können. Zur Beachtung! Wahrend der Kaugrcsstagc, d. h. vom 24. bis 7 u tu 3t. Dezember, ist unser Berliner Kodak• tionsburemt geschlossen. Wir bitten deshalb, alle Mitteilungen etc. fiir No. 53 vom 31. Dezember sowie sonstige eilige Sendungen ausnahmsweise an die persönliche Adresse des Redakteurs Herrn Dr. Julius Becker» Hamburg, Atlaiitlc-llotol, zu richten. Mauuskriptsouduugeu, die nicht unbedingt in No. 53 Aufnahme linden m il s s c n, sende man an die hiesige Adresse. Redaktion der ,Jüdischen Rundschau". seine wirkliche nationale Freiheit erstrebt." Dr. Schitlowsky, das geistige Hamit der sogenannten .,Scjiuisteu“ (die eine politisch-kulturelle Autonomie tiir die Juden in in ihren gegenwärtigen Wolmluiulern erstreben), erhaltene in wirkungsvoller Weise seine Entwicklung zur zionistischen Anschauung. Es sprachen dann noch die Herren Abersohn. Waldstein, der frühere Gehilfe des Proktircurs in Chicago, Leon Solotkow und das Kongressmitglied A. Sahnt. Nach Verlesung von mehreren üegrüssimgeu und Telegrainmen (darunter auch von dem Präsidenten der Zionistischen Organisation, David Wolifsolm, dem I.eiter des Odessaer l’al.istiiKikomitces. M. Ussiselikin. den Zo.ilci Zion in Oesterreich. Russland, Eng• laiul und Palästina) wurde das Vereinigungsprogiamm eingehend besprochen und angenommen. Es wurden dann folgende Resolutionen gefasst; 1. Die nationale Arbeit in den E\1llä11Ue1׳n Bleibt eines der llauptge• biete in der PurtcitüligKcit. — 2. Jiddisch (der deutsch* * jüdische Jargon) und Hebräisch sind beide gleicher• weise Sprachen des jüdischen Volkes. — Ausserdem wurde beschlossen, den Namen Poalci Zion in ...lii־ disehe Arbeiterpartei" umzuwandeln und die Zentrale der Partei nach Palästina zu verlegen. יי Die eigennützige Engherzigkeit der grössten amerikanischen Arbeiterorganisation, der Sozialist!• sehen ״Federation of Labotir". zeigt sich um deut- Heilsten in folgender, kürzlich von ihr angenommenen Resolution; ״Die Gesetze gegen die russische Einwanderung sind nicht hinreichend und müssen noch wesentlich verschärft werden." Der Inhalt dieser Resolution ist zwar nicht neu und über• raschend; die Federation ist seit jeher die grösste Gegnerin humaner Elnwandermigsgegetzo. Churaktc ristisch an dem Beschlüsse ist die brutale Kürze und unverfrorene Deutlichkeit der Abfassung. Eine Feig* heit ist über doch dabei; warum heisst cs nicht gleich; jüdische Einwanderung"? Weshalb nicht das Kind beim rechten Namen nennen? Getäuscht wird doch niemand dadurch. * Es ist gelungen, im Staate Georgia eine Landstrecke von 32 400 Acres für jüdische Kolonisationszwcckc zu erlangen. Der Boden ist besonders für Anbau von Tabak, Seide und Zucker geeignet. Die Strecke wird von 2 Eisenbahnlinien durchquert, und in ihrer Nähe ist jetzt eine dritte Eisenbahnlinie im Entstehen begriffen. Türkei Das Grossrabbinat, war davon benachrichtigt wor* den. dass drei Rubbincn in den ״Modschlisidoru" der Hauptstadt aufgenommen werden sollten. Es wurden daher drei Rabbiner gewählt, und zwar Rabbi Abraham Danon für Stambul, Rabbi Sabban für Peru und Rabbi Ferrara für Skutari. # Die Rabbinatsjünger der palästinischen Jcschibot (Rnbbinatsscliulen) sollen vom Militärdienste frei sein, so lange Ihre Studien dauern und fiir den Fall, dass sie nach deren Beendigung einen Rabbinats• Posten antreten. * t Infolge einer Eingabe des Orossrabbtnats um Zulassung weiterer jüdischer Schüler zu den Staatliehen Mittelschulen, erteilte der Justiz- und Kultusminister den Bescheid, dass zwar die Anzahl der In die hauptstädtischen Idadic-Schulcn aufzunclimcmlen Schüler bereits komplett sei, dass aber jüdische Schiller gerne in den Provinz ans(alten anlgenonnnen werden würden. Er lud ihn gleichzeitig ein, vier Schüler für das Staatslntcrnat in Anigpfii namhaft zu machen. Das Grossrabbinat wird entsprechend verfahren. Die Alilanco IsraGlte Unlverseilo hat ihren Schulleiter in Beirut, Herr Yomtob Sc mach, bcauftragt, sieh nach Jemen zu begeben, um sich Über die Verhältnisse der Juden daselbst zu unterrichten und darnach Vorschläge zu machen, wie die üble materielle und kulturelle Lage der Juden von Jemen zu verbessern w׳äre. Herr Semacli wird seine Reise in den nächsten Tagen antreten. Mitteilungen des Zentratbureaus der Zionistischen Vereinig, für Deutschland 1. Die deutsche Landsmannschaft tritt am Freitag, dem 24. Dezember d. Js., vormittags 10 Uhr, ini• Logen hei in, Hamburg, Hartungsstrasse 9/11, zusammen. Die südafrikanische Landsmannschaft, d. h. sämtliehe Delegierte, die in Südafrika gcwäii 11 sind, tritt am Freitag, dem 2׳l. Dezember, vormittags 10 Uhr im J.ogenlicim, Hamburg, Martungstr. 9/n, zur Vorbereitung der Wahlen für den Permaitenzausschuss zusammen. 2. Die in Deutsch! a n d gewählten Delegierteil und Ersatzdelegierten haben Legitiinatioiiskarten bereits erhalle». Der Umtausch der Kurten gegen die allein gültigen Delegiertenkarten erfolgt in Hamburg im Kongressgcbäude gegen Vorzeigung der Legitimationskartc. 3. Unser Bureau bleibt während der Kongresstage, d. U. vom 24. bis 31. Dezember, geschlossen. Eilige Anfragen sind unter der Adresse ״Zionistische Vereinigung iiir Deuiselihind", zu IJämlejj von Früuf• Frankens!ela nach Hamburg, au das Hotel ״Hmumouiit“, Reeperbahn 2/3. zu senilen. 4. Ausserhalb der deutschen Landsmannschaft gewdililte deutsche Delegierte und Ersaizdeligierte: Warschau; Nahmn Sokolow, Köln a. Rlt.» Dolegierler. Russland: Professor Dr. O. Wa rbu r g-Berlin, Delegierter. Rumänien; Dr. Felix T h c il 11 a b c r * München, Dr. Albert Nach t-Berlin, A. A w a d i 0 w i t z- Berlin, Frau Frieda S c 11 ac h t c I - Brcslau, sämtlich als Delegierte. — Fräulein Schnn V c i I c h c n f c I d - Hambarg, Fräulein Rcsa Hirsch, Frau Frida Schnell t c l-lircslan. Lippinauu Bloch- Breslau, Bertram Stern- Wiesbaden, Dr. O p p c n h c i in c r Berlin, Dr. Joell.iiheck, Nalmiii Sokolow- Köln, Dr, Felix T h e i 111.1 b c r - München, Leo M. Michael• Hamburg, Dr. Heinrich l.ocwe* Berlin, Gurt R0s c n b a u in - Berlin, sämtlich als Ersatzdelcgierte. Südafrika: E. L c v i 11 s o h n Hamburg, Delegierter. Galizien.• Dr. Martin Huber ־ Berlin, Ersatzdelegierter. MlsrachlUidcratlon: Mclitipol; Hugo Rothschild- Lübeck, Dr. Rudolf Leszynsky*Berlin. Ersatzdclcgicrtc. Mitteilung des Bureaus des IX. Ztonisten-Kongresses Während der Dauer des Kongresses befindet sich im Kongress-Go hä u de ein unter der Aufsicht des Hamburger Ohcrrabhinats stellendes Res tau rant. Im Interesse der Ordnung und prompten Bc dieuung werden Ihr das Mittagessen Bons ausgc geben. Diese Bons sind in der Schalterhalle: S c 11 i f f e r h a u s, Hamburg, Eckernförder strasse 42, sowie am Buffet des Rcstaurationssaales Wintergarten im Kongresshaus erhältlich. Es wird hüilichst gebeten, die Bons möglichst vormittags zu lösen. Im übrigen sind Speisen u la carte in reichhaltiger Auswahl vorrätig. Am Freitag, dem 24. Dezember, findet im Anschluss an den Abcm’igottcsdionst sowie am Sonnabend, dem 25. Dezember, mittags 1L־ Uhr, eine g c m e i n s a m c Tafel im Logenheim, Hartungstr. 9/U (In nächster Nähe der Synagoge Bornplatz) statt. (Preis pro Couvert 3 Mark). Damen und Herren, die daran tcilzunchmcn wünschen, wollen sich bei Herrn Dr. L. Franck, Altona (Elbe), B lüch crs t r. 17, melden. Von Sonntag, dem 19. Dezember, ab werden Anmeldungen dazu auch am Schaltcr-Schiffcrhaus Eckcrnförderstrasse 42, cntgcgengcnonuncn. Wie avif den bisherigen Kongressen, wird für den Umtausch der Interims-Tribünenkarten, Ausgabe der Delegierten- Karten, der Karten für die anderen Veranstaltungen, der Abzeichen usw, ein Schalterdienst eröffnet. Dort werden auch das Wohnungskomitcc und eine allgemeine Auskunftsstcllc tätig sein. Am Sonntag, dem 19. Dezember, sind die Schalter von 12 Uhr mittags bis 6 Uhr abends geöffnet. Von Montag bis Donnerstag findet der Schalterdienst von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, am Freitag, bis 3Vj Uhr nachmittags und am Sonnabend, dem 25. Dezember, dem Vorabend der Kougresseröf/nung, von 5VI10—־ Uhr abends stau. Am Tage der Kongrcsseröffmiiig sind die Schalter mir von 8—9 Uhr vormittags gcülhiet. Die Schulterhalle befindet sich im Schifferhause, Eckcrnfördcr- Strasse 421, hinter dem Kongress-Gebäude. Die Ifaiuiiiofs-Koiniulsslou, die durch blaii-wcisse Binden am Unken Arm kenntlich sein wird, macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass sie, da die Eröffnungssitzung des Kongresses am Sonntag, dem 26. d. M., bereits um 10 Uhr morgens stattfindet, ihre Tätigkeit am Bahnhofe am genannte» Tage um א Uhr morgens cinstellcn wird. Später ein treffende Gäste können also auf Abholung n i c 111 mehr rechnen. Verunstaltungen bei Gelegenheit des IX. Zionlsteu-Kongresses. Kongress,Gebäude: Konzerthaus Hamburg- St Pauli — Millcrntorplatz. Freitag, den 24. Dezember: 4 Uhr: Gottesdienst in der Gcmcindcsyuagogc (Bornplatz). Gemeinschaftliches Abendessen im Logen heim, Hartungstr. 8/11. An- Kleidungen dazu (Couvert 3 Mk.) an Herrn D,־. L Franck, Altona, Bliichcrstr. 17. Sonnabend, den 23. Dezember: 8׳!! Uhr: Gottesdienst in der Gcmcindcsynagoge (Bornplatz). l'e Uhr: Gemeinschaft!. Mittagessen im Logenlieiin (Anmeldung dazu siehe oben). Abends: Sitzungen sämtlicher Landsmannschaften usw. im Logenheim. Sonntag, den 26. Dezember: 10 Uhr vormittags: Eröffnung des Kongresses im Konzcrthaus Hamburg. 8 Uhr abends: Schauturnen der Jüdischen Turn erschuft in der Ernst Mcrck-Hallc des Zoologischen Gartens. Eingang Tiergartcnstrassc. Karten dazu im Kongressbureau und au den Schaltern, Eckcnfördcrstr. 42. Dienstag, den 28. Dezember: 9 Uhr abends: F c s t k o tu m c r s des Bundes jüdischer Korporationen und des Kartells Zionistischer Verbindungen in der Ernst Mcrck-Hallc des Zoologisehen Gartens. Mittwoch, dun 29. Dezember: 9 Uhr abends: Vortrag von Max Nordau: ״Das Judentum im 19. und 20, Jahrhundert" im Konvc 11 tga r t c 11, Fulileiitwietc 29. Karten zu 4, 2 und l Mark bei I. A. Böhme, Altcrwall 44, und an der Abendkasse. Freitag, dun 31. Dezember: 9'.* Uhr vormittags: Hafenrundfahrt, Besichtigung der Auswandererinnen und eines Dampfers der Harnburg-Amcrika-Linie auf Einladung der HAPAG. Abfahrt von der St. Pauli-Landungsbriicke. Vom 19, bis 30. Dezember findet im Kongressgebäude eine Ausstellung der Erzeugnisse der Kunstgcwcrbcschulc ״Uczalcl" sowie des Verbaudes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, vom 26. Dezember ab auch des Nationalfonds statt. Restauration unter Aufsicht des Oberrabbinats im Wintergarten des Konz.crtluuiscs. Teestube der Fraueu-Vcrcinigimg der Zlonistiselten Ortsgruppe Mamburg-Altona auf der Galerie des Wintergarte ns. Post a m t ״IX. Zionistenkongress" int Konzert haus (Eingang auch Eckernfürdcrstr.), Bureau des IX. Zloulstcu-Koiigrcsscs. Hamburg, Gr. Bleichen 691. Jüdischer Nallonalfonds Vom 1. Januar 1909 bis 1. Dezember 1909 sind in Deutschland für den Jüdischen Natloualtonds und die ölbaumspendo insgesamt ca. 51000 (nicht wie ir voriger No. irrtümlich stand: 31 000) Mark gesammelt worden. Hiervon entfallen auf die ölbaumspendo ca. 18 000 ׳Mark, dank der im November ausgcwiesenen grossen Spenden von 6000 und 1000 Mark, die unseren Freunden noch in Erinnerung sein werden. Wenn das vorliegende Ergebnis der Sammlungen auch als ein relativ günstiges bezeichnet werden kann, da im ganzen Jahre 1908 nur 38 000 Mark an N.-F.- und ölhauinspenden eingegangen sind, so hoffen wir doch, dass das Endresultat der Summlungen des Jahres 1909 die oben genannte Summe noch um ein ganz beträchtliches Übersteigen wird. Jeder unserer Freunde, der nicht in der Lage ist, am Kongress tcilzunchmcn, sollte cs sich wenigstens zur Pflicht machen, gelegentlich des Kongresses einen grösseren Betrag fiir den Nationalfonds zu spenden. Wir schlagen die Eintragung des IX. Kongresses In das Goldene Buch vor und bitten unsere Gcsinnungsgenossen, dafür zu sorgen, dass die Eintragung schon bei Eröffnung des Kongresses mitgeteüt werden kann. Le; wi Dii j wi' dei am r׳ar ge(' bet las.׳ hat sei Wi : gef, füll * spi! vei 1 Ra 1/ n b v gei ' es zu! ZU I 1;11׳ 01 ■\ ein 1' de.!: de ZUI D| M! die d c mi׳ *j w| IX zu de , Gl I üb B 1 st i n j! la ( m se fat Sii di( ne sp cb ״n Nu let die Ci Re ein Sn fal; all! um gie No Sei II) 1 wu Fm lag als* me St ctv sat wu det Dr. ko L

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