Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1909)
- Date
- 1909-08-06
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2651273-2651605-2651637--06549-2663647- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
No. 32. Seite 373. {a den Kaa1 : ׳״ Lb.1r. u 2a.! f3 ich ג sic ries s ilisicrt : Das i (sic!) \ < wird j ensent ׳ eh zu Rehmen ־.; adoru, gclol. •artet, ) prak.;?;luden• ין sab• | ׳ 1; durch 1 ksatn• % dc1״; ■ilicus,?11 Oe. 11“ fo!• ‘ : Jriiek•! enium ■ In der 1 ,Mi| lst J1 *•?; endes, ' reehl; 0 Zu. S der >do\c$ .׳; einem Qriin• st die -.w v.. J»״* rlsncin Pro* Icnheii Zen• | Glau• chatt: |tcn• jlamon tenten ►iirisi) attes die!csinn• ierui'4׳ tz t•;.׳ der Wort, , dass;tische; ״Ult• Etcrial , zu eiche Takt* Her• ׳ sich jeder Jude, der seine Zahne nicht gerne antlseich hclinndcln lasst, richten kann. Schliesslich JSicl1 auch mancher ungern von einem miver• SJjigcn und taktlosen Menschen behandeln. D.,ss den Herren die jüdische Ku ndschalt , .1., deiclutültig ist, scheint sielt Ja aus der Erregung, d!{ diese Frage in zahnärztlichen Kreisen hervorge« nifen hat. zu ergeben. # Plc von uns früher besprochene Angelegenheit ah Pr. Moves-Maiml'eli». welcher von dem Vormunde! dfi ״Ueuiwlien Vereins für Schnlgusundslielispilege" Linci iiliiesiniuoiilurlielion Nunicn» wegen nicht für »iirJlg erachtet will dp, ein Reform au( der Jahre»• vfrwuiinhuig zu erstatten, liut Ihren Abschluss ge• liiiiticn- Her Vorsitzende des Vereins, Prof. Qrios• v-11 in Mülhausen 1. Eis., musste vom Vorstände »«nicktrcu n: der neue Vorsitzende, Stadtschulrat nr. Wchi 11.1!m-l Innnovcr. «ab auf dor, diesjährigen Jalircsvci'. inmlung ln Dessau die.Erklärung ab, dass Vorstand nicht auf dem Standpunkt stehe,' den proi. Oric-hach in seiner Unterredung mit Dr. Moses «iitgcnoinaun habe. Russland Ein Schriflstück der russischen Regierung über die Judenfrage .Anlässlich des Zarenbesuchs in England veröfient- Mit ״Jewisb Chronielc״ ein hoclibedeutendes Doku• ment. in dessen Besitz die Zeitung gelangt ist. Es (״iiidct sich um das offizielle Protokoll von Sitzungen de» russischen Mluisterrats vom 27. und 31. Oktober 1;!!J 1. IK־/einher 1906, in denen die ganze Judenfrage imJ alle IVseliriinUtingen und Rechte der Juden ein• jviiciul hch.iiulelt und eine ganze Reihe von Vor• »,•!ila/eu /m Besserung ilircr Lage gemacht wurden, die liier ׳ im ersten Mal auch von seiten der Re• pcruiig aN unhaltbar anerkannt wird. Das Protokoll ist ofieiih.1 zur Vorlage beim Zar bestimmt und ihm wahrscheinlich auch vorgelegt worden. Es trägt die l'niersclina des Ministerpräsidenten Stolypin und aücr iMiiglieder des Ministeriums. Nachdem cs dein Zaren Vorgelegen hatte, ist es mit dem Vermerk: ״Für die Vorhine bei der Duma“ versehen worden. Offenbar ist diese Weisung bisher noch nicht ausgeführt v.orden. auch ist cs nicht möglich, zu sagen, ob und warm dies geschehen wird. Pogromjustiz Die wnjicnlangcn Gerichtsverhandlungen wegen des im Jahre 1905 (I) in Mariapol veranstalteten furchtbaren Judenpogroms endeten damit, dass von den 61 Angeklagten nur 16 zu leichten Qefängnisstrafen von •1 Tagen bis l Monat verurteilt worden sind, in der Urteilbegründung heisst cs, cs sei gar nicht erwiesen, dass hier überhaupt ein Pogrom statt• gefunden hatte I Wer wollte da nicht auch mal eine kleine Jiideiischlawlitercl milmachcnl * Wie offiziell bekannt gemacht wird, berechtigt das Abgangszeugnis einer ftklassigcn Mittelschule zur Teilnahme an den höheren Handels- und Industriel-urs״n. Als Hospitanten findet man auch ohne ein solches Zeugnis Aufnahme. Juden werden ohne jede Beschränkung zugclassen. Der besuch der Kurse allein berechtigt sic ledoch nicht zum Aufenthalt in Petersbürg. Das letztere bedeutet aber doch eine sehr cr.'jdiiidlichc Beschränkung für die Juden und macht fast oic ganze ״Vergünstigung״ zu nichte. Rundschau DCR-PResse »Jüdische Zeitung", Wien . In einem Artikel ״DicSozIalwissenschalt ,cr Alliance“ schreibt unser Wiener Bruder- Wgan: ״Nachdem die deutsche ״Alliance", kommandiert ihiem Chef, Herrn Goldberger, eine Attacke gegen Zionismus geritten hatte, bei der sio mit blutigen ך» )leimgeichickt wurde, kroch aus dem Büschen Hinterhaltes die Rückendeckung hervor — die :lic׳• Alliance. Da sic die Nutzlosigkeit eines ״t" Kampfes cinsah, Hess sie ein Blatt Papier, üüüt ״Mittelungen", in die Welt flattern, auf dem stund: ״Schon aus dieser Zusammenstellung nciiu ist die von der Alliance gemachte völlig J׳‘ Entdeckung, dass die jüdischen Proletarier, die ״ Amerika kommen, zum grössten Teil Handher und Schneider seien) allein ergibt sich der u1״. dass nämlich die Emigration künstlich lenkwäre, und dass man sie auf Grund politischer f menschenfreundlicher altruistischer Erwägungen h irgend einem besonderen Gebiete dirigieren ״t®• Kann man sich vorstcllen, dass in irgend geschlossenes neu zu kolonisierendes Gebiet in ׳<» Jahre 21779 Schneider geschickt werden nett?״ Man begreift, dass nach diesem erlösenden Geken der Zionismus tot ist. Er hatte immer ge- J u 1 פ צ; Cr-r די rrJMDGGIiAU Heilt, j״arl!ch 21779 Schneid״? nach Palästina zu lenken, jetzt sagt die ״Alliance", dass dies ein irr-• tum aalt Liebe ״Alliance", du bist auf dem Holzweg i Du verstehst noch immer nicht, was der Zionismus will, Du v/cisst nicht, dass er niemals einen Einigrations• ström ״künstlich nblcnkcn" wollte, denn so gescheit wie du Ist er auch noch. Also merke dir: Der ,/lenismus will durch geeignete Vorkehrungen Palästina auf eine solche Stufe bringen, dass dieses Land eine immer grössere Zahl von Juden aufnehmen kann. Als kardinalstes Problem erscheint Ihm dabei, die Methode au finden, wie städtisch® Proletarier (auch Schneider) zu Landbau»,n '■'tu' i’aiilatlna ga• imiclit werden können. Das wäre gesünder■ für die libgr/.ditHgcu Schneider van Kiew, Kir.cStlneW ct& all elend bezahlte, und nusgebeutoto Konfektlonsholmurbeitet* m N$w York j.u werden, Aber das sieht wahrscheinlich die ״Allianco" nicht ein, denn sie findet in der jüdischen Massenemigration nach Amerika ״weder etwas ungewöhnliches noch ,etwas beunruhigendes." Als Begründung dafür sagt sie,, dass die 114,239 Juden, welche 1903 nach Amerika uuswanderten, nur 44 Prozent der Auswanderung aus dem russischen Reiche darstcllcn. Einen derartigen haarsträubenden Unsinn verzapft die ״Alliance" äls Sozialwisscnschaft. ln Russland sind von 140 Mil- Honen Einwohnern 5 Millionen Juden. Wenn daher von 100 •russischen Emigranten, 56 Nichtjuden und 44 Juden sind, so heisst das: Die jüdische Aus- Wanderung aus Russland ist verhältnismässig 22-mal so gross, wie die niclttjildische. Das findet die ״Alliance" nicht ungewöhnlichH PßLßeSTI NA-RU S1DSCHAU Im Express von Kairo nach Jerusalem Zu dem unter dieser Ucberschrlft veröffentlichten Beitrag in einer der letzten Nummern der ״J. R," sendet uns Herr Trictseli folgende Mitteilungen: Ihre Nachrichten über die Neuaufnahme des Projektes einer ägyptisch-syrischen Bahnverbindung sind geeignet, falsche Vorstellungen zu erwecken. Es ist du von einer Ueberbrückuug des Suez-Kanals als einer Notwendigkeit die Rede, und man beklagt die hohen Kosten für kilomctcrlangc Rampenbauten usw. Diese sollen fast die Hälfte der gesamten Kosten bctragen, was durch Einrichtung einer führe gespart werden könnte usw. Zunächst ist nun darauf hinzuweisen, dass die Stadt Ismaila am Kana! bereits mit Kairo durch die Bahn verbunden ist, und dass cs sich daher nur um eine Verbindung von Ismaila mit einem geeigneten Punkte der Jafta-Jerusalcm-Linie zu handeln braucht. ferner ist gar nicht cinzuschcn, weshalb nicht die Herren Touristen den Suez-Kanal mittels eines ganz gewöhnlichen Kahns durchqueren sollen. Der Kanal Ist nur 70—110 Meter breit und wegen der 1—2 Minuten fahrt lohnte es wahrlich nicht, ״die Kosten einer einfachen Bahn Kairo-Jerusalem fast zu verdoppeln." Solche kleinen Trajekte haben wir ln zivilisierten und verkehrsreicheren Ländern noch heute. Schliesslich wäre eine l'ührc, eine kleine Dreh• brücke, ja sogar eine Unterführung unter der Sohle des Kanals (er ist nur 9—9U Meter tief) immer noch viel billiger als eine Ucberbrückung. — Und zu allem Ende sei noch erwähnt, dass eine fahrt Kairo• Jerusalem in 20 Stunden sich nicht gerade durch Schnelligkeit uuszcichncn würde. Denn heute schon dauert die eigentliche fahrt Kairo-Port-Said (per Bahn) 4 Stunden, Port-Said-Jaffa (zu Schiff) 12 Stun* den, Jaffa-Jerusalem (per Bahn) 3;)i Stunden. Der neue Landweg brauchte selbst bei recht langsamer Faltrt nur 12—14 Stunden In Anspruch zu nehmen. Leider scheint die ganze Sache — wie auch aus den gerügten Einzelheiten der Darstellung geschlossen werden kann — noch weit selbst mir von einem ernsten Projekt-Stadium entfernt zu sein. Ode? auch nicht ״leider". Denn auf diese Welse läge dieses an sich hochwichtige Verkehrs- Unternehmen noch Im Rahmen unserer Möglichkcltcn. Wie schade, dass wir nicht hei der wichtigsten Zwischenstation dieser unausbleiblichen Bahnlinie — in der Stadt und Umgegend von El-Arisch — schon festen fuss gefasst haben. Hätten wir das im Jitlire 1903 getan (und die Möglichkeit war durchaus gegeben 1). so hätten wir uns die Uganda-Irrung, den ״JTO"*Rummcl und so mancherlei mehr ersparen können, Wirklich schado ,.,. . D, T. ZIONISTISCHE BEWEGUNG Die Eintragung Max Nordaus Ins Goldene Buch anlässlich seines 60, Geburtstages Vom ״Hauptburcau des Jüdischen Nationalfonds" geht uns die folgondo Mitteilungzu: Im Sinne unserer Mitteilung In No. 17 der ״Welt" d Js. bringen wir hierdurch nochmals zur Kenntnis, dass die NatiotvaUondsvcrwaltung beschlossen hat, die zahlreichen Spcndcnbcträgc, die aus den vcrschiedensten Ländern für die Ein tragung Max Nordaus ins Goldene Buch anlässlich seines 60. Geburtstages einlatifcn, zu einer Gcsamtcln• tragung des Jubilars durch dio zionistische Wcltorganlcatlon zusammenzufassen. Bisher sind für diesen Zweck, — abgesehen von den zahlreichen V 011 z a hlungen, welche in die obengenannte ücsamtclntragung nicht mit clnbczogcn werden können, — ca, 1500 Mark cingcgangcn. Da in den Publikations- Organen unserer Landcssummcistcllcn fortgesetzt neue Spenden in grossor Anzahl- und beträchtlicher Höhe für die Eintrugung das Jubiluri nusguwloscn worden, sohen wir uns veranlasst, die Frist für die Voll- Ziehung obiger Eintragung b I s »u m 1, S 0 p 10 m b 0 r d. J. a u 1 z u d 0 h n 0 n. Wir richten demgemäss an dio Spender und 10• kalcn Nationalfondskomlssäro In allen Ländern die höllichc Bitte, dio für die Eintragung Max Nordaus anlässlich seines 60. Geburtstages ,^stimmten Spendenbeträge unverzüglich l(an.'> dio zuständlgo .Landcssammclstcilc abzuliefern, damit sic rechtzeitig ausgewiesen und der geplanten Qcsamteintragung angeschlossen werden können. Diejenigen Körperschafton und Einzelpersonen, die zu dieser Eintragung mindestens Pid, S, Mk. 100, Kr. 120, Rubel 50, Fres. 125 usw. beitragen, werden etno Abschrift des betreffenden Goldencn-Buch• Diploms erhalten. Wir sind überzeugt, dass die Gesinnungsgenossen in allen Ländern eifrig bestrebt sein werden, die Eintragung Dr .Max Nordaus durch eine möglichst umfassende Beteiligung sämtlicher Organisationen und die ausserordentliche Höhe der Beiträge zu einer würdigen Kundgebung unserer Wertschätzung für den hochverehrten Jubilar zu gestalten. Am 26. Juli tagte in Berlin die zweite Sitzung der Palästlua-Agrarkrcdit-Kommlsslon. Es wurden verschiedene Berichte vorgclcgt, der Plan der weiteren Tätigkeit fcstgcstcllt und Mass* nahmen getroffen um die gefassten Beschlüsse auszuführen. ־:•:• VOM ZIOMISMUS•:־. The Jewlsh Colonial Trust (Jüdische Kolonial •Bank) Ltd., London E. C. Bilanz per 30. Juni 1009. Passiva; b s. d. L s.d. Autorisiertes Kapital: 100 Grunderaktien ä Lstrl. 1,- 100 1999900 Stammaktien ä Lstrl. 1,- 1099900 - 20000 O — Gizclclmetcs Kapital! 100 ürümicrakticn h Lstrl. 1,— vollbozahit 100 ־ 255969 Stammaktien ä Lstrl. 1, - vollbezahlt 255069 Reservefonds .... Trattenkonto .... Rediskontkonto . . . Akzeptkonto .... Kreditoren. Dividennenkonto (unbehobene Dividende) . Gewinn- und Verlustkonto 1908 .... Einnahmen. 1 mm' 1 “i i“ i ן 250009'- - 0350; 4 2 2023 12 Tt 12205 12 0 30 711. <i Tt 78283; 3 2 13317-12! 9 G 400 5' 9 8 590 10 8 4171*113 1־ü 1 I Aktiva: Kasse: Bar u. bei Banken Wechselu.Devisenkonto Debitoren gegen Akzepte (wie oben) . The Anglo Palestine Company Ltd., Jaffa . , . ThcAnploLcvantineBankingComp. Ltd, Konstantinopc). Debitoren: a) Nostri .46701.14.1 b) Lori und Diverse . 79974. 8.4 c) Gegen Unterpfd. 40827.19.7 Effekten Konto . . , Mobiliar. Filiale Whitechapel (80% Grändungsspesen abgeschrieben .... Ausgaben., d. b j s. d, i 883' 8. 2 Gl 381 8110 307U| 6' 4305,12! 20 lGüj 14 167 59ij 2:— 117 388, 1 3 621; 810 58J 4 0 4 003 6 G 1 | 4141131 7110