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Jüdische Rundschau · 1909-05-07 · Heft 19 (7.5.1909) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIV (1909)
Issue
Heft 19 (7.5.1909)
Date
1909-05-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Oesterreich + M. 3 02.1.10 (22%) Rumänien H* י* 1 097.C.2 (28%) Belgien ־4 735,22 Argentinien ׳־i־ »* 313.47 Bulgarien •)־ M 178.03 Ungarn "ד H 141.14 (13%) Palästina + II ־ 87.67 Frankreich + 37,13 Serbien — « 25,43 Egypten — •» 117,96 Kroatien — #. 270.76 Südafrika — 515.09 Deutschland — *I 2 385.62 Hierbei sind nur diejenige» Sammcistcllen be* rileksichtigt. welche in beiden Vierteljahren einigeruiasscn regelmässig nbgciüiirt liabcn. ־ Es ist augenscheinlich, dass der Fortschritt in den Ländern am grössten ist. wo in dem letzten Jahre erst begonnen wurde, eine N.-F.-Organisation zu sclmflcn ״der die vorlinudcne zu erweitern und zu festigen, wie in Russland. Amerika. England, Ar- Centimen usw. Sehr bedauerlich Ist der Rückgang Deutschfands, Südafrikas und Kroatiens, die geringen Ihngängc Frankreichs und der Tiefstand Italiens. Bereits in! zweiten Semester 1908 zeigten die liiugängc ans Deutschland eine Abschwüchung. Leider war cs damals dein Hauptburcau nicht möglich, eiazugreifen, da cs zu lener Zeit tnit der Reorganisation der englischen Sanunclstcllc beschäftigt war. Erst im Dezember 1908 konnte die N.-F.-K״ mm i ssl011 für D c u t s c 111 a n d crwcitcrfimd soweit gestärkt werden, dass sic in der Lage war. durch Einsetzung von N.-F.-Kouimissäreu und lokalen Sammclstcllen die Schaffung einer eigenen Organisation des N'.-F. für Dcutscldand in Angriff ־zu nehmen. Auch die Ansdelmung der Düchscnsnmmhing wurde anc'cbahnt. Selbstverständlich konnten diese Bemühungen nicht schon in der ersten Quartals-Statistik dieses Jahres zum Ausdruck kommen. Wir hoffen aber, dass das nächste Vierteljahr einen Erfolg zeigen wird. Dio Leitung der Sanunclstcllc liegt jetzt in den Händen von Dr. Adolf Friedemann und Prof. Karl Lew i n . denen unser bewährter Gesinnungsgenosse Max W o 11 s t c i 11 e r zur Seite stellt. Bei Südafrika kann von einem endgültigen Rückgang nicht die Rede sein. Vermutlich handelt es sich bei dieser so entfernten Sammcistellc nur um eine Vcrzügeriing in der Abführung' der gesammelten Gelder. Untersuchen wir auf Grund der vorliegenden Ta* helle, inwieweit die einzelnen Sammclmittel an dem Aufschwung beteiligt sind, so zeigt sieh erfreulicherweise, dass relativ die Büchse n s a m m 1 u n g weitaus die grösste Steigerung nutzuweisen hat. liire Erträgnisse sind um nicht weniger als 180 Prozent gestiegen. Wer die Ziffern im einzelnen verfolgt, wird finden, dass der Aufschwung’ gerade hei denjenigen Snunuclstcllcn zu bemerken ist. wo neue Büchsen verteilt wurden und wo wir mit hesoliderem Nachdruck auf die Notwendigkeit einer regelmässigen Leerung und genauen Kontrolle derselben!angewiesen liabcn. — in Deutschland. Englarnl. Amerika und Russland. Dic^ Selbst best cue rung ist noch immer unser Schmerzenskind. Wie die Bilclisensamniltmg, kann auch sic mir dann reüssieren, wenn die Landes- und lokalen Sammcistcllen dazu übergehen, tlicso Spendenart für sieh straft zu organisieren und dio Eingänge genau zu kontrollieren. Der Anteil der einzelnen Sammelmittel an dem Ergebnis des verhossenen Vierteljahres beträgt in Prozenten ausgcdrückt: Allgemein.' Spenden , . . . . 31,4 Oclhamnspcndc .... . . . 21,5 Goldenes Buch. . . . 17,4 Büchsen . . . . . . 13.3 N.-F.-Marken . ... 7,1 Saimnelhogen. Sclhsthcsteucriipg .... . . . 3.6 Teicgramm-Blankcttc , . ... 1.2 Diese Aufstellung ergibt, dass den letzten vier Samrnclmittcln in der nächsten Zeit grössere Aufmerksamkeit 7.« widmen ist. Das Ergebnis der diesmaligen Vicrtcllnhrs-Statistik darf im Ganzen als befriedigend angesehen werden. Wir hoffen aber, dass die emsige und tatkräftige Arbeit unserer Sammclstcllen für das nächste Vierteljahr ein noch besseres Resultat zeitigen wird. Zu diesen Bemerkungen schreibt uns die ״Nationalfonds-Kommlsslon“ der Zionistischen Verdnlgung für Deutschland: Der vorstehend gekennzeichnete Rückgang der Nationalfoudsspendcn Sn Deutschland ist ein sehr bedauerlicher. Allerdings kann von einen! wirklichen Rückgang der Spenden für zionistlsehe Zwecke im allgemeinen keine Rede sein. Deutschland hat vielmehr itn letzten Jahre einen erheblich grösseren Betrag־ als in früheren Jahren aufgebracht Wenn man aber bedenkt, dass Deutschland verhältnismässig viele wohlhabende Juden zählt, die unter freien und weit besseren Verhültnissen leben, als dio Juden der meisten anderen Länder, so können wir doch unser Bedauern darüber nicht verhehlen, dass es eine Anzahl von Ortsgruppen ersichtlich an Eifer für die Sammlungen hat fehlen lassen. Wir erwarten bestimmt, dass das laufende Jahr Deutschland wieder in der Nationalfonds-Statistik an die zweite Stelle bringen wird, die es bn letzten Jahre verloren hat. Lange il״re VW...11V״ ... J«> 11 re hindurch ist die deutsche Landsmannschaft für die andere Landsmannschäften vorbildlich gewesen, nicht nur, was Disziplin und Organisation, aniangt, sondern auch aut dein Gebiete der Aufbringung der materiellen Mittel für unsere Bewegung. Das kann und darf sich meli ändern. So appellieren wir denn an alle Ortsgruppen und Vertrauensmänner, dass sic ihr Augenmerk auf die hervorgetretenen Mängel richten und diese energisch zu beseitigen suchen. Bis zum Kongress hisst sich der Schaden vollständig wieder gut machen, wenn nur von allen Seiten der notwendige Eiier an den lag gelegt wird. n׳t111׳n1 nnf vn Arbeit! Hlflellungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinig, für Deutschland 1. Wir beziehen uns auf das den Ortsgruppen tmd Vertrauensmännern dieser Tage zugegangene Rundschreiben mul bitten sie nochmals dringend um beschleunigte Elusatnmlung der Scltckcl und Landesbeitrüge. In einer der nächsten Nummern der ״Jüdisehen Rundschau" wird der dritte Ausweis der eingegangenen Beträge erscheinen, und wir würden es sehr bedauern, wenn derselbe nicht möglichst voll* ständig sein würde. 2. Wir bitten die vereiiriielien Ortsgruppen und Vertrauensmänner dringend um Mitteilung über die bisher erzielten Erfolge der Agitation für dio Anglo Palestlno Co. und betonen nochmals, dass wir Prospekte und sonstiges autkläreudes Material kostenlos in jeder Anzahl zur Vertilgung stellen. AUS D6M G6M6INDGM Ole Mitarbeit unterer User nn dieser Rubrik Ist besonder« --- erwünscht,-— ... Ausstellung des salomonischen Tempels Pauk den verdienstvollen Bcmliiumgeu eines Komitees, welches sieh aus den Herren Willibald Lüwvuthal, Georg Caro und Eugen Cassie rer zusammensetzt, wird zurzeit der breiteren jüdischen Oei/eiitliehkeit Berlins in den Räumen des Burgliotels, Burgstr. 20, eine kleine Ausstellung geboten, die geeignet ist, dem allcrregsten Interesse zu begegnen. I'.iu jüdischer Drechsler aus Jerusalem hat auf Grund zehnjährigen gewissenhaften Studiums der biblischen Chronik, des Talmuds, der Angaben iles Josepluis lind seiner örtlichen Kenntnis den ge• samten Komplex des salomonischen Teiiipelhauos im auseli.iiilieiien .Massstal) von I :2.’•! rekonstruiert und durch pietätvolle Wiedergabe aller irgendwie notorischen Details ein Werk geschaffen, das für den Lcrnhcilisscncn sowohl wie für den mit der Materie Vertranten ein Interesse hat, welches über eins einem ,meisterlichen Kimstiiaiuhvcrk ohnehin zukommeude weit liinausreicht. Der Tempel ist an drei Seiten mit Seitenzinmierii in drei Stockwerken umgehen, die zur Bewahrung der Seliätze und Gerätschaften dienten. Die vordere Seite ist mit einer breiten Vorhalle verziert, die von zwei ehernen Säulen. Jaeiiin und Boas (״Festigkeit und Stärke") getragen wurde. Im Inneren sieht man den grossen Hauptraum, das Heilige, den Räuchcraltar mul den davon geschiedenen Hinterraum, das Allcrliciligstc mit der Bundesiade. Das Tempclgebäiidc Ist von einem inneren Vorhof mii dem Braiulopferaltar umgehen. An den Tempel setiliesst sielt der kunstreiche Palast Salomos mit der Säulen- und Thronhalle und den Garten,׳nilagen an. Mit rührender Sorgfalt sind auch die von aussen nicht wahrnehmbaren inneren Gewölbe und Gänge durch gewissenhafte Nachbildung und praktische Vorrichtungcu dem Auge sichtbar gemacht tmd bis hinunter zu den kleinsten Opfergeräten die minutiösesten Angaben der Quelle« befolgt, ln grösserem Massstal) 1 :65 ist ausserdem der Tempelhau seihst nach der Wiedererlnuiuiig zur Zeit* des Hemdes dargestellt. Ausserdem wird eine Nach* bildung der mosaischen Stlftshfitto gezeigt. Wir werden auf diese einzigartigen Arbeiten noch in gebührender Ausführlichkeit zurückkommen und wollen heute nur einem jeden den Besuch der Intercssantcn Ausstellung, die vor einigen Jahren in Lott* don mit grossem Erfolg gezeigt wurde, aufs äuge- Icgcntlichstc empfehlen. Dem Besucher wird eine instruktive Anleitung zum Verständnis der Werke in die Hand gegeben. Die Besichtigung ist täglich gegen ein Entgelt von 50 Pf. in der Zeit von 10—10 Uhr gestattet. Mamburg. 79 Rückwanderer trafen mit dem Dampfer ״City of Bradford" über Grlmsby von New-York hier ein. Der Dampfer ״Portia" über• brachte von London 28 mittellose Rückwanderer, die hei ihrer Ankunft vom Israelitischen Hillskomitce in Empfang genommen wurden, das für ihre vorläufige Unterkunft Sorgo trug. Eimen. Das neuerbauto Jüdische Kindergcncsungshofntln Solbad Eltr.cn erfreut sich einer segensreichen, gedeihlichen Entwicklung, Nach dem letzten Jahresbericht. der mit dem I. \pn| ,, schliesst. wurden in der Anstalt 320 Kinder gepfk״ die in Gruppen von je .)0 Kindern, aliwediM•״׳! Knaben und Modellen, unter Aufsicht eines \t/j und einer geprüften Oberin unterhalten werden Kinder sollen nach überstaiidener Krankheit 'dUr •, kräftige Eriiülirii־״: und heilkräftige Solbäder sUiiidiiiliig gemacht werden. Aber auch fur geisn׳' tmd körperliche Pflege durch U11lcrhuUum:sss>ivlc ״״j Turnplätze im Garten ist gesorgt, wo/״ Winter und bei ungünstigem Wetter die grossen 8p c!l Säle im Hause benutzt werden. Das KimlcrgeueMirn:»* heim bleibt das ganze Jahr hindurch, auch \y geöffnet, zu welchem Zweck Heizvorrielitui;.״■.),׳ ganzen Hause eingerichtet sind. Die A 11 i!;.,!, ״! der Kinder geschieht kostenfrei: es isi;;״r i. . 10111> von der Schule jmd ein Zeugnis v<,!״ S e h 111 a r z t erforderlich. Durch Knigege!!:, der Behörden Ist den Kindern halhfreie l.i.seu. hu 11 n f a 11 r t gewährt: ebenso ist die lk. der Sol hfl der vom Königl. Salzaint h. euteo-j erniässigt. Die Protektor!!! des Kindergem miu-,. heims, Frati Staatsininistcr Sophie v. Homd.u. l,4t die Anstalt besucht, die Räume eingehend bcvLl-.turt. und sich ilber alles lohend ausgesprochen, r..:׳ v-nv:.1. über die Turnspiele und das muntere \ussv wn der Kinder. Der Vorstand ist bemüht, die Anstalt weher zu entwickeln und auszmlchnen. wo/•! grosse Garten, wenn die Mittel Vorhand׳:!! sind, hinreichend Gelegenheit bietet. V€Re!NS:RUNDSCHAU Die SchrifdQhrer der Verein« wtrdcn 6cb«(en, die!!׳•.eh:» mhgllchit knapp in hallen und 11« neu rechne!«« e,nr.«:f,4ta. Maautkrtoi« nur «*I einer Selm heichrclben — deutlich.' s.kriitt Berlin. Am M i 11 w o c h , d e m 12. v,,,!, abends 9 Uhr präzise, findet in den Nr11, ־. Hallen. Kommandantenstr. 58~?9 < 11.11a• - markt. Untergrundbahn) eine G r 11 p p c n . e r. sa m in 11111 g der Berliner Zionistischen Vereint, guiig statt. Herr Dr. M. (). Hey mau 11 w;;\: ,׳er ״Jüdische G e m c i 11 d e p o I i t i k" reiev c.eii. Im Hinblick auf den am 16. und 17. Mai hier m.iii• limlenden Deutsch-Israelitischen Gemehidctag wird um recht zahlreiches Erscheinen gebeten. |1c u,׳* s.niitiilmig wird p 11 11 k 11 i c 11 eröffnet. Berlin. Der Neue jüdische (]emehidcvcreln >. aiistaltet am Montag, dem in. Mai, abends '!! r. eine öiie nt liehe Versammlung m cn Sophiens,den. S״pl!ienstrnsso, Referenten Dr. 7. v. n a 11ml Dr. Witkowsky über ״IS17--I9U9, du* ulte und das neue Jiidengesetz", Die VorMeln!!1: Repräsentanten der Berliner Gemeinde 1,1 die Ausschussmitglieder des Verbandes er Deutschen luden und des Deuts. israelitischen G e!11 e i 11 d e b 1111 des * J s e 11 r i f 11 i c 11 e i n g c! a d 0 n. v. Mts. sprach in der zionistischen Ortsgruppe lim Dr. M a r g 111 i e s aus Traiiumau über ״J 1i d i s e a< Sozialpolitik". Der Vortrag war gut l>c‘-1 tmd fand ungeteilten Beifall. Redner wies im ne■ sonderen darauf hin. dass das politische Verantw ׳:•״ liclikcitsgcfiihl und der Stolz, am den eigenen die Wurzel der Grosse aller Volker sei. Er bet״ dass den Juden eine Assimiiieruiig in dieser Hm* .1 nur nützen könne. Im übrigen erörterte er die IR• Strebungen der verschiedenen jüdischen Wohlfahrt*׳ Institute und wies nach, dass sich der Zior.is!1׳ durch die Konscmicnz seines Planes vor allen;!״den auszcielmc. Mehrere Neuanmeldungen zcieimetci ätisserlicli den Erfolg des Abends. A. K. Pless O.-S. Im Verein fUr Jüdische Gesicliiehu und Literatur sprach in einer am 20. April unter ivn Vorsitz des Herrn A. Ti11u111׳l״ricr s:.!.׳ gefundenen und von fast allen Gciiiciiidcmitglie. i; besuchten Versammlung Herr Dr. E m 1! Mar.;׳ lies (»her ״Jüdische Renaissance". k der Debatte charakterisierte Herr Rabbiner Dr. R ,; die verschiedenen Kategorien der gegiterise Kollegen und lieferte einige köstliche Beitrage .׳•;! Naturgeschichte des Antizionisnms. Seiner tewa.w.v mcmvolkm Aufforderung zur Zahlung des ScheU wurde von mehr als •JO Damen und Herren v :־.! sprachen. Hamburg, In der Generalversammlung d< zionistischen Ortsgruppe Hamlnirg-Altona erstatte: der Vorsitzende, Herr Dr. Kalmus, den Jahre־ bericht, nach welchem im verflossenen Geschäfts!;!'.! 26 neue Mitglieder der Ortsgruppe heigetreten sa.׳ An der Diskussion über den Jahresbericht m׳ die Bilanz beteiligten sich Moritz Gold s c h m l d t, Abraham. Dr. Victor. Dr. H a I per». Estermann. Dem Vorstand wurd pecharge erteilt. Sodann entspann sich eine!01 hafte Diskussion über die Tätigkeit der Ortsgrunt* An der Aussprache beteiligten sich Abraham der dne kräftige Agitation, beispielsweise duro Veranstaltung von Volksversainmliingcn aitrcg Referendar Oscar Nathan, der sich ausfiihrlic über die geleistete Arbeit verbreitet und eine Pro!uÜfa,M j!! ו grösseren Massstabc wünscht, Referei: 1-1! 1 c ״ dcr 1**׳י Agitation durch Ausmitztm׳ ü׳^״!!!clc.r,״P־iehl!'ltiC״ «n<l Bekanntschaften tu nussiehtsrclch lullt. Dr. Hain cm. der ebenso 'G "":.;81 *°1 * . יrmtRstc Reserve beim Schckclvcrkan aßf’ m־"1^׳ ' fetor sowohl als Ester man Äo״ ״״d״ss bcl der augenblickliche! Mtuation durch Volksversammlungen keine nemtens

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