Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1909)
- Date
- 1909-02-05
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 68. J U ED ISCHE RUNDSCHAU. No. 6. ca. 7000 Mk., Südafrika und England etwa ic •1000 Mk., die Schweiz, Bulgarien, Belgien, Argentinien ungcführ Je 2000 Mk.. die Niederlande, Ungarn sowie Kroaticn-Slavonien-Bosnicn unn.'ihcrnd Je 1000 Mk. Diese Reihenfolge ist übrigens auch tmgcfillir die der Gesamtsummen der ein/.ehicn Lünder. Ganz anders sieht die Reihenfolge natürlich aus, wenn wir die Leistung Jedes Landes auf den Kopf der in dein Lande lebenden Anzahl von Juden bc* rechnen. Dann steht niinilich au erster Stelle Südafrika mit 54 Pfennigen pro Kopf. Darauf folgen 2. Schweiz mit 30. 3. Belgien mit_ 29, 4. Argentinien mit 14, 5. Bulgarien mit 12. ö. Canada mit 9E>, 7. Australien mit 7’׳i. 8. Deutschland mit 0Vj, 9. Rumünlcn mit 6*/,. 10. Österreich mit 4, 11. England mit 3U12 ',־. Serbien mit 3'/13 ״. Skandinavien mit 3'/14 ״. Niederlande mit 3, 15. Ägypten mit 3, Ui. Nordamerika mit 217 ../י. Russland mit 1'/*, 18.—24. Kroaticn-Slavonien-Bosnicn, Italien, Brasilien, Frankreich, Ungarn. Türkei und Griechenland mit 0 8 bis 0,3 Pfennigen pro Kopf. Es bedarf keiner besonder!! Hervorhebung, dass diese letztere Reihenfolge den eigentlichen Massstab abgibt für die Leistungen der einzelnen Lünder für den Jüdischen Nationalfonds. Natürlich darf man dabei auch nicht verkennen, dass cs in einem kleinen Lande mit einer geringen Anzahl von Juden leichter ist, eine höhere Ziffer pro Kopf der Jüdischen Bevölkerung zu erzielen als In einem grossen Lande mit einer geringen lind sogar auch als in einem grossen Lande mit einer grösseren Zahl von Juden. ziomsnscHe BeweGune Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinig. für Deutschland 1. Herr Dr. Einil Margu Lies aus 1 rautcuau i. IL hat sich uns in dankens* werter Weise für eine Vortragstournec zur Verfiigniitf gestellt, so dass wir in der Lage waren, Vortragsabende!n Berlin, Leipzig, R e g e n s b u r g, K a r l s r 1111 e i. B., H e i d c I - berg, Frankfurt a. M. und Breslau zu arrangieren. Wir sprechen Herrn Dr. Margulics auch au dieser Stelle unseren herzlichsteil Dank aus für die Bereitwilligkeit, mit der •er sielt!n den Dienst unserer Propagnndatütigkeit gestellt hat. 2. ln Essen hat sich dank den Bcmiilumgen unserer dortigen Freunde eine Zionistische Ortsgruppe gebildet..der bereits zwanzig Mitglieder angeboren. 3. \V׳:r machen die verchriiehen Ortsgruppen und Vcrtraucnsmünncr wiederholt auf das vor kurzem erschienene Schek elf lugbiatt aufmerksam und empfehlen dasselbe zur eifrigen Benutzung. 100 ENcmplare dieses Aufrufes kosten zusammen mit Postkarten 1,50 Mk. 4. Trotz verschiedener Mahnungen sind uns bisher nur von 25 Ortsgruppen Nationalfondskommissürc aufgegeben worden. Wir bitten daher diejeirgen Ortsgruppen, die unserer Aufforderung bisher nicht entsprochen haben, dies nunmehr umgehend zu tun. Mr Eingänge an Schekeln undLandesbeilrügen ab 1. Oktober 1908 Stadt Schekel Landcsboltrligo Königsberg 1. Pr. . . . . 108,— ‘ 100,— Bartenstein. 2,- Mur. Goslin ..... 1,— Koschmin . 10,— Gleiwitz. -.8 י. 3,— Kattowitz. 50,— Ratibor. . 45.— Breslau. 75,— Jaucr . 3,— 2,— Berlin. . 184.50 117,50 Stettin., 20,— Neustettin . 2,— Sclilawc 1. P. — 9,— Spandau . 1.— 4,80 Bremen ....... . 10,— 10,— Hannover 49,— Hnlbcrstadt. . 20,— 20,— Göttingen ..... 10,— Halle a. S.. 6,— Wilhelmshaven . . . . . 6,— 6.— . Köln a. Rh.. 40,— Essen. . 18,— 18.— Mayen. 22,— Bonn. 8,— Aachen . 1,— Schwelm. L- 1,— Gey bei Düren . . . .. 2,50 ' 2.50 Dortmund. / —,25 ־. 20,— Düsseldorf .; . . . . ö,— 6,— Prankt'iirt a. M. ... . 115,— 95.— Marburg. . 15,— 10,— Schlüchtern. . 4,- 4,— Gelnhausen. L— — AlüfekS •••*•*> . 3,- ־־,1 Idar a. N. . 4,- 3•“ Mannheim ..... 84,— Herxheim bei I.andau . 1.— 2.- Strassburg i. Eis, . . . 13,— 2,- I^cgcnsburg. . 47.- 47.— Wtirzburg. L- München. . 21,— IQI.— Nürnberg. 5.- Kempten i. Allgüu . . 2,— 3,- Hellbrottu a, N.. . . . . — 3,- Bureau des Mlsrachi . . S7,— 39,- 1159,— 1019,80 Soiulerbeltrüge für die Zionistische Vereinigung für Deutschland. Hamburg. 250,— Mk. Emden.20,— * Dr. Carl Kassel-Posen . . 25,— ״ 295,- Mk. Die Summe der bisher eingegangenen 1159 Mk. Sebckel und 1019,80 Mark Landesbeitrüge ist um so geringer, als in diesen Summen noch eine ziemlich erhebliche Anzahl rückständiger Beitrüge vom Rechmmgsjalirc 1907/08 enthalten sind, die erst nach dem 1. Oktober 190S zur Ablieferung gelangten. Wir bitten daher die verchriiehen Ortsgruppen und Vcrtraiiensm/inner dringend, die Eiiisammlimg der Schekel und Landesheltrüge mit der grössten Energie aufzuncluncn. Die Kongrcsswahlen für den in diesem Jahre stattfindendcn IX. Kongress dürften voraussichtlich bereits Ende Juni stattfinden, linde Mai muss a'so die Sammlung der Schckclgcldcr abgcschlossen werden. Wir erwarten daher baldigen Eingang aller rückständigen Gelder, damit der nüchstc Ausweis der Schekel und l.niulcsbdträgc an dieser Stelle ,׳ein möglichst vollständiger sein kann. Namentlich die Schlafgemüchcr, die sich in den oberen Stockwerken befänden nnd 12 Jungen Mädchen Unterkunft bieten, bilden einen Erfolg der modernen Hygiene. In dem Parterre des Hauses hat der Speise- und Unterhaltuiigssaal Unterkunft gefunden. Den das Heim bewohnenden Müdeheu steht ausser einer Bibliothek auch ein Klavier zur Verfügung. Her Vorstand des Heims setzt sieh aus mehreren Dann.11 (etwa 20) zusammen, denen l'nui Lea Hirsch als erste Vorsitzende versteht. Die Leiterin des Heims ist Erüiilein Sidonie Werner, die sich bei der Eröffnung in längerer Rede über die Zwecke nn.j Ziele des Heims aussprach. Danach soll d;1s llct;n nicht arbeitslosen, sondern erwerbstätigen MüdcUu dienen, namentlich solchen, die ihrer Eltern heran׳.! sind und ohne Stütze in der Welt stehen. Für 40 M־:. monatlich wird den Mädchen ein gemütliches volle Beköstigung und Gelegenheit zur Weitcrbildu ׳g geboten.!Mainz. Herrn Justizrat Dr. Ford, Pb. M a y;■ wurde aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Um••:. Jahre hindurch von ihm bekleideten Amte des erst,.! Vorstehers der israelitischen Gemeinde vom (irv.,. lierzog das Ritterkreuz erster Klasse des Philip!. •- Ordens verlieben und ihm auf seinem Bureau v, ,! Proviuzäaldircktor von Homberg persönlich ül ׳. reicht. Mülhausen L Eis. Einem Gesuch des Vers, ,.Zion" in Miillutuscn Folge gebend, hat das israe,:. tische Konsistorium für das Obcr-Elsass angeordn• 1. dass künftighin in der Miilliauscr Synagoge vor iLr Thora für den ״Verein Zion" gespendetWerden dari; der Müthauser Verwaltungskommisslon wurde auf,.;, geben, uic Mitzwaskarten in entsprechender Wci.-c ergänzen zu lassen. Warschau. Vor einigen Tagen ist auf der Re ■ von Wiesbaden »ach Warschau eine markante Pc - sonlielikcit im indischen Leben Warschaus, der I.:- genietir Siegmund Fr um k in, im Alter \1׳,a 51 Jahren gestorben. Als geborener Orodnocr!1 Warschau, der polnischen Haiiotstadt. lebend, bat r es vermöge seiner Güte u״J Klugheit und seiner .'•!:• richtigen Ehrlichkeit verstanden, das Vertrauen d.r russischen und polnischen Kreise auf sieh zu ziel. 1. ein Vertrauen, das er durch energische Arbeit m••! durch eine ausgebrcitctc zielbewusst geübte nriva־c und öffentliche Wohltätigkeit vergolten. Für eie Juden bedeutet sein allzu früher Heimgang ein .1 doppelten Verlust insofern, als der wegen seiner Mt - geitung nueh in ausserrussiselicn Kreisen!.r.cligc;. tele Mann es verstanden bat. sieb Beziehungen zn;a Ausland zu schaffen und diese für die armen Juden fruchtbar zu machen. AUS D6N GeMCINDCN Die ,V,1U!N,1 iniMfc lcm•! .111 ,1!c«cr l< ,hrlk I«! (w!\on<Jcrt ־ ״ ־ 'HJ M*h| . . . S.'liiineberg hei Berlin. Der Bau einer Synagoge in Sehiincbcrg ist von einer Anzahl Herren bcschlossen worden, die zu diesem Zwecke eine Ge- Seilschaft mit 1 C'ebränktcr Haftung bildeten. Das Geramtkapital im Betrage von 3(111 uni) Mark wurde sofort gezeichnet. Die im grossen Stil geplante Svnau'ogc wird;•nf dem (Irumlstfick Münchener Strasse27, unweit der Grimewaldstrasse. errichtet werden. Brc.Iau. Rittergutsbesitzer Julius Schottlünder gedenkt nach einer Mitteilung des .lud!- sehen Volksb'attes seh en Wohnsitz von Breslau nach Berlin zu verlegen. Sowohl die Stadtgcmcindc. als auch die Syiingogengemeinde würde dadurch einen ihrer kräftigsten Steuerzahler verlieren. An Gemeindcciiiknnr.neiistciicr zahlt Herr Scliottliinder äs 955.97 Mark. Der Steiierbctrag an die Synagogengemeinde hetrügt 6400 Mark iäliriieh. abgesehen von den zahlreichen freiwilligen Beitrügen an Anstalten 1 und Vereine. Herr Julius Sehotthinder gehört zurzeit dein Vorstände der Svnagogengemciiule an. *\u seiner Stelle soll sein Solut. Rittergutsbesitzer Dr. Paul SchottLiudcr aafgestellt werden. Auel! der Vorsitzende des Vorstandes der Svnagogcngemcindc. Stadtäitester l’edor!,rings 11 c i m, beabsiehtigt sein Amt iiiedcrzulegcn. An seiner Stelle soll der läslicrige stellvertretende Vorsitzende. Gcheiinrat Wo'Isteiu zum Vorsitzenden und Herr Ed. Sachs zu seinen) Stellvertreter gewählt werden. VCRCINS-RUNDSCHAU Pie S.lifil.lrtlifcr <Jcf Verein• vertiert uctivten, Ce t!c• ׳• müglidi'.i *u liaUcn nml tic ste«e rieht/ntt.: Manutkrloie nur mU einer Seile hciehrviben — ücuillclu* Sehr.it; Hcrliu. Jüdischer Turnverein ״Uar Kochlia“. Am Sonntag, dem 7. Februar, spricht Dr. E l i a s Auerbach über Krankheiten und Sterb- II cb keit der Juden. Anschliessend Diskussion mul geselliges Beisammensein. Beginn: 7 Uhr. Lok;!!• Wittner, Münzstr. 8. Gäste zugclassen. Berliii. Am Donnerstag, dem 11. Februar spricht im Ilcrzl-Khih Herr cand, pliil. Wolf gang Fernhach über; .,Kulturelle Aufgaben des Zionismus". Lokal: Wittner, Münzstr. 81, Anfang 9 Uhr, Damen und Herren als Gäste w!"- kommen. — Fiir den indischen Rezitation•.- abend des Klubs, der am 24. Februar im Cln:rlottciiburgcr Schiller-Theater stattfindet, hat Herr Dr. Theodor Zlocisti den einleitenden Vortr;״ über ״Jüdische Poesie" freuiidUelist ül'..־• unmmen. Herr Ludwig Hardt wird u. a. aus•..:• wühlte Dichtungen vo״ Jehuda Haley, Heine. Fr.: . l-ialik. Asch, Sclmlcm Aiechem, Bai» und Buber re• zitieren, füllet ssind im Vorverkauf bei A. Wertheim. I.cipzigcrstr. und Kantstr., sowie b i Louis Lamm. Neue FricdricUstr. (־.t/(a ■j.m\ Preise \ - י 1.50 Mk.. 1 Mk. und 50 Pf. erhüHlieh. Hamburg. (Privattclcgrnmm der ״J. R.") Am 1. Februar abends ist liier Herr Gustav Tue 11 gestorben. — Tuch war einer der Gründer des ״Vereins zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands", der Jetzt Im zehnten Jahre stellt, und dessen stellvertretender Vorsitzender der Verstorben.: war. Gustav Tuch hat seine Meinung, dass den Juden Deutschlands die Rückkehr zur Bodenkultur nottue. nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vertreten, indem er seinen Sohn die Landwirtschaft erlernen kess, der Jahrelang!andwirtschaftlich tätig war. An der ..Bodcnkultur-Oc- Seilschaft", die den Zwecken des genannten Vereins dient, war Tuch chcnialls beteiligt. Eine ״Qustav T u c 11 - S t i f 111 n g" vcr'olgt dieselben Bestrebungen, denen Tuchs Lebensarbeit galt. Hamburg. Das Hehn fiir Jiidlscho Miidchcn wurde?״J.7* A11Uar״"n!cr,51r, rcecr Beteiligung cinzcwe ht. Alle di: es besichtigt haben, sind dnrln c nig dass dieses Heim als eine mustergültige Ein- “1jzusenen Ist. Bchaeliuhkelt und Bequemliciikcit Ist in allen hc’icn und gut ventlliorlon Raunten vorhanden, L,uki!s und Prunk sind dagegen gemieden. ,luucntums. unsere geehrten Mitglieder und Gönner und Freunde unserer Bestrebungen laden hierdurch!!(•fliehst zu einer am II. Februar a 8־T* Uhr abends. Burgstr. 261 (Börsen-Cafc). stai denden Versammlung ein. 1. Vortrag des Herrn R Dr. Höxter-Berlin über ..Die ״!״der et bischen Bestrebungen und das ii b lieferte Judentum." 2. Disk tission. 3. sprechnng wichUger Qcniclndcangclegcnlieitcn. im»״lMbC1fr ,.י Pf' 1,1 dcr Rcil,c l!cr Vcrn״ S״ f, Kimlgsbergcr Zlonhtlschcn Vcrelnli boriH,.״. dcn B^itationsnhcnd (über welchen s abci? •f LUf1d? 3 m 7, Jan״ar cln Vcrsammlu von F״m rfC!CM hcrf ca״d־ H. B r y den Au vort™ C0!1» ••Moderne Probleme des Judenti hn c u,ul *«iKcwandtc Studie, erseh t n dcr -Brcusslsclicn Jalirbüc - ’?״fch dcn Einspruch des Verlegers. 8tatktt°k0SSC?S 7 ,dcn Scfwatdruck nicht stattete, konnte der Aufsatz bedauerlicherweise