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Jüdische Rundschau · 1908-06-12 · Heft 24 (12.6.1908) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 24 (12.6.1908)
Date
1908-06-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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No. 24 Seite 218 _ JÜDISCHE Kattowitz. Siegln. Rappapcrt-Kattow it/. Schachtel-Breslau (Zentralkomitee!. L. Bloch-Breslau, Dr. Hoppe-Königsberg. Dr. Pelz-Königsberg. Sambtirsky-Königsberg. Dr. Kollenschcr- Posen (Zentralkomitee). ßcrthold Felwel-Berlin. Dr. Halpcrn (Zentralkomitee). Dr. Fricdcniann (Zentralkomitee). Rechtsauwalt Gronemann (Zentralkomitee). Frau Adele Sandler (für Karlsruhe). Frau Sottia Gronemann (für Mülhausen). Max Kober-Breslau. Frau Bctti Leszynsky. Frl. Fila Cohen. Max Wollstelner (Zentralkomitee I. Simon Scherek. Siegfried Mannaberg - Rybnik. Georg Schutz ־ Zabrze. Dr. Siegfried Fränkel-Breslau (für Schoppinitzl. Willy Nothmann-Gross- Strehlitz. Sallv Hamburgcr-Königshiitte. Leo Focrdcr- Gleiwitz. Dr. Alired Casslrer-Gleiwitz. Dipl.-Ing. Hecker- Kattowitz. Isidor Hcrzfeld-Ücuthen O.-S. Salo Guttmann- Beuthen O.-S. Dr. Hermann Stahl-Tarnowitz O.-S. Arthur Hirsch-Berlin. Dr. Vlctor-Hamburg-Wandsbeck. Dr. Carl Kassel-Posen. Dr. Egon Rcsenberg (Berlin) Filehne. Moritz Krume-Posen. Dr. Königsberger. A. Gutmaun-Posen (für Rawitsch). Dr. L. Plncus-Beilin. J. Brandt-Posen. Albert Mendel-Stralkowo. Albert Straus-Halle a. S. Paul Löwe- Duisburg a. Rh. Felix Theilliabcr-Miincheii. Jak. Reich- München. Dr. Walther Stein-Königsberg i. Pr. Ref. W. Grelicnhagen-Grciiswald. Dr. Julius Becker-Berliu-Charlottenburg. Dr. Heinrich Loewc-Berlin. Dr. Israel Auerbach- Hamburg. Dr. F.lias Auerbaeh-Berlin. Hugo Kaufmann-Köln. Dr. Hantke (Zentralkomitee). Dr. Leszynsky (Zentralkomitee). Dr. Schmarjali Lew in (für Mannheim'. Dr. Ascher - Dessau. Lesser-Beuthcn. Glock-Ratibor. Levtgard-Fraukfurt a. M. ' Gäste: Unter den Gästen sahen wir die Herren Professor D r. Israel Lcwy und Dozent Dr. Horowltz vom Rabbiner-Seminar, die Herren Rabbiner Dr. Deutsch. Dr. Zuckcrmantci und Dr. Klüger-Breslau. Prediger Bähr-Waldeubürg. Karlsbcrg-Rcichcnhacli. Picnkcwskl-Breslau. offizielle Vertreter des Breslauer V. J. Sk und der beiden am Rabbiner- Seminare bestehenden Vereine Amicltla und Littcraria. Nachtrag zur Präsenzliste: Gäste. Dr. Isidor M a r g u I i e s - Wien. Dr.Kmil Margulics- Trautcnäu. Gustav' F i n z i - Troppau. Heinrich SI a t n e r - Troppau. Max W o 11 s t e i n e r ־ Berlin bestätigte im Namen des Legitimations-Ausschusses die Gültigkeit aller vorgenommenen Wahlen. Von der benachbarten Organisation der westösterreichischen Zionisten war Herr Dr. Emil Margulies- Trautenau erschienen, um den Delegiertentag zu begrüssen. Er führte unter lebhaftem Beifall aus, dass die Differenzierungen innerhalb des Zionismus keine Ursache abgeben dürfen, die gemeinsame Arbeit zu unterbrechen. Wir sind den östlichen Juden gegenüber weder als Juden, noch als Zionisten, zweiten Ranges.. Der deutsche Zionismus hat gerade in den Fragen der materiellen Fundamentierung des Zionismus gezeigt, dass er Verständnis für eine grosse Idee auch da hat, wo diese an sich nicht geeignet ist, Begeisterung zu entzünden. Als erster Referent gab Herr Dr. Hantke- Berlin den Bericht des Zentralkomitees für das abgelaufene Gcschäftsjahr. Aus diesem Bericht, der im wesentlichen ausführlich in der vorigen Nummer der JÜDISCHEN RUND- SCHAU veröffentlicht worden ist, ist besonders hervorzuheben, dass aus Deutschland seit dem letzten Delegiertentage vor zwei Jahren für zionistische Zwecke Mark 128000 eingelaufen sind. Für den Parteifond hat der deutsche Zionismus schon jetzt die seiner Mitgliederzahl entsprechende Summe an die Leitung abgeführt. Gleichwohl müssen diese Sammlungen durchaus in angemessener Weise for.geführt werden. Nachdem der Nationaltondkommissar statt eines Berichtes -auf die im Druck vorliegenden Berichte verwiesen hat, folgen die drei Hauptreferate, und zwar zuerst der Vortrag von Dr. Klee. Herr. Dr. Klee-Berlin sprach über das Verhältnis des Zionismus zu den grossen jüdischen Organisationen. RUNDSCHAU. Die grossen jüdischen Organisationen in Deutschland Rede des Herrn Rechtsanwalt Dr. Klee. Das zionistische Programm ist in der Hauptsache ein Heim- Stättenprogramm. dessen Wirkung ausserhalb der gegenwärtigcri Wohnlnndcr der Juden liegt. F.s enthält aber ausserdem eitie Reähc anderer Aufgaben, so Zusammenfassung der Judenhcit, Hebung des jüdischen Sclbstl>cwusstseins, Förderutig jüdisch-kultureller Arbeit, Mithilfe bei der Regelung der grossen Ausvvanderungsfrage u. a. Hieraus ergibt sieh unsere Stellung zu den grossen Organisationen, von selbst. Theoretisch ist ein Hand in Hand gehen mit all den Organisationen wiinsehenswert, die auf irgend einem dieser Gebiete erspricssliche Teilarbeit leisten. Der Prüfstein für uns ist, ob eine Organisatten der zersprengtet? jüdischen Kräfte angesticbt w ird. Der Redner «.,־׳innert an die Brüsseler Konferenz, die Resolutionen in solchem Sinne gefasst habe, die Erschliessung neuer Einwntidcruugsmöglichkciten und die Zusammenfassung sämtlicher grossen jüdischen Organisationen zu einem Verband der Vcrbände erstrebte. Hier, aut einem deutschen Delegier־:entage. kommen nur diejenigen Organisationen in Betracht, die in Deutschland lokalisiert seien. Ausscheiden sollen also für die Erörterung die aesserueutsel'eii grossen Organisationen, wie z. B. die JCA und JTO. Im wesentlichen ständen in Frage!. Der Hiltsverein der' Deutschen Juden 2. Die deutsche Konierenzgcincinschait der Alliance Israelite Universelle. 3. Der Verband der Deutschen Juden. 4. Der Zentral-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 5. Die Logen des Ordens Pne Brith (U.O.B.B.). Die Frage, die oft aufgeworfen wurde, ob wir in Anbetracht unserer noch schwachen Kräfte, die wir zu eigener intensiver Arbeit brauchen, uns überhaupt an anderen Organisationen beteiligen sollen, ist durch die Ereignisse längst überholt und entschieden. Sie ist lokal und individuell entschieden worden und zu entscheiden. I. Der Hlllsvercln der Deutschen Juden. Über ein Zusammengehen mit dieser Organisation existiert nur eine Meinung. Sie war die erste, welche im Gegensatz zu den anderen Vertretungskörpern von Juden sich zuerst wegen Mitarbeiterschaft an uns wandte, uns zur Konferenz in Frankfurt a. M. bat und ebenso auf unseren Ruf hin nach Brüssel eilte. Man kann wohl unser Verhältnis zum Hilfsvcrcitt als eine ״Entente cordiale“ bezeichnen. Die Regelung der Auswanderung ist hierbei die für uns weniger wichtige Tätigkeit. Uns berührt im wesentlichen die Arbeit des Hilfs- Vereins in Palästina. Man kann über das Mass der in Palästina zu leistenden Arbeit, das man für wertvoll hält, versclüedeucr Meinung sein. Man braucht auch nicht alle Arbeiten als aui dem Wege zu unserem Endziele liegend aufzufassen. Aber es ist wohl kaum eine einzige unter den Arbeiten des Hilfsvcrcins, die nicht doch wirklich auf diesem Wege liegt. Es ist richtig, heute einer Massen-Invasion nach Palästina zu widerraten, aber nie konnte ein Streit darüber entstehen, dass die Hebung der bereits in Palästina befindlichen jüdischen Bevölkerung von allerhöchstem Werte ist. Der HiKsvcrcin bat dieses Problem mit deutscher Gründlichkeit angefasst. Der Auibau und Ausbau des jüdischen Schulwesens in Palästina von den Kindergärten über die Elementarschulen und Mittelschulen zum Seminar und der gehobenen Handelsschule und zu dem projektierten Technikum herauf, ist mustergültig. Ebenso oder in noch höherem Masse bedeutsam und freudig vott uns begrüsst ist es, dass dieses Schuhverk in einem Geiste geleitet wird, der Geist von unserem Geiste ist. Bei den leitendett Persönlichkeiten des Hilfsvereins ist die Überzeugung י»|«1י»¥יז/^י| ■■pHtmtn*

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