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Jüdische Rundschau · 1908-05-15 · Heft 20 (15.5.1908) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 20 (15.5.1908)
Date
1908-05-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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No. 20 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 175 Komitee schlechtweg nicht (ibersehen; die auf die einzelnen Gemeinden entfallenden Teilsummen müssen daher ohne jede Mitwirkung der Amsterdamer Verwaltung den Gemeindevor- Stehern zur weiteren Verfügung übermittelt werden. Mit anderen Worten: cs werden für die 30—40 000 Menschen 32 000 Pranken verpulvert ohne dass in neunzig von hundert Pallen dem einzelnen ein nennenswerter Vorteil daraus erwächst, denn Jahresbeiträge von 1 Pr. pro Kopf können auch in den armseligsten Verhältnissen nichts bedeuten. Soll man diese Planlosigkeit der sogenannten ״kleinen Chaluka“ auf Kosten der eigenen Gemeinde noch fördern? Kann man ihre Beträge nicht vielmehr zweckmässiger verwenden, können sie nicht überhaupt durch moderne Reorganisation der Chaluka gesteigert werden, einmal für ernsthaftes Thora-Studium und dann für die Verbreitung produktiver Tätigkeit, namentlich der Kleiuindustrie und des Handwerks? Die Heranbildung der Praucn und Töchter zu hausiudustricllcr Arbeit z. B. könnte in manchen Pallen die Chaluka ganz entbehrlich machen. Diese Ausführungen bedeuteten fraglos eine Weiterbildung des Programms, und die Zustimmung, die in der Diskussion durchweg zum Ausdruck kam, erweckte günstige Aussichten auf die Umgestaltung der Chaluka zu einer wirtschaftlich wirksamen Hinrichtung — notabene es handelt sich zunächst nur um eint* Reorganisation der Amsterdamer Chaluka, und erst im Pall des Gelingens soll eine Kooperation mit den grösseren Verwaltungen Ungarns. Galiziens, Russlands angcstrebt werden. Inzwischen hat nun eine Kommission das Material vorbereitet und den Vertrauensmännern der Organisation folgende Grund/.iige zugehen lassen: 1. Nach wie vor erblickt die Chalukaverwaltung ihre Aufgabe darin, כצור. י7ז*כ ארץ מזר אל im Sinne des überlieferten Judentums zu fördern. Daraus folgt einerseits die Notwendigkeit, der jüdischen Bevölkerung Palästinas ein Existenzminimum zur Fristung des Lebens zu sichern, sic ferner, soweit dies nach den gesehenen wirtschaftlichen Vorbedingungen möglich ist, auf eigene Pässe zu stellen, andererseits aber auch die Pflege eines umfassenden, gründlichen und ergebnisreichen Thorastudiums sowie die Aufrechterhaltung einer gewissenhaften jüdisch-religiösen Lebensführung mit aller Kraft zu fördern. 2. Die Besitz- und Erwerbsvcrhältnissc der Angehörigen des בולל הו׳ד sollen noch gründlicher und zuverlässiger als bisher festgcstellt ‘werden. Das hat durch die Anstellung bcsoldeter Beamten unter Mitwirkung von geeigneten Vertretern der einheimischen Bevölkerung zu geschehen. Danach sind diejenigen Personen von der Chalukah auszuschliesscu. die ihrer nicht unbedingt bedürfen. Dabei soll jede unnötige Härte natürlich vermieden und insbesondere so vorgegangen werden, dass nicht der volle Arbeitsverdienst, sondern nur ein Bruchteil desselben an dem Chalukabeitrag abgeht, damit au! diese Weise ein Ansporn zur wirtschaftlichen Betätigung gegeben wird. 3. Der Nachwuchs des בולל הרד ist, soweit der Einiluss der Chalukaverwaltung reicht, erwerbender Arbeit zuzuführen. Eine Kommission wird darüber zu entscheiden haben, welche jungen Leute im geeigneten Alter einem Handwerk oder sonstiger geschäftlicher Tätigkeit zuzutiihren, und welche nach Veranlagung und Neigung dauernd füriYttD^^zu bestimmen sind. 4. Die Chalukaverwaltung hat der Schaffung von Arbettsgelcgenheit, insbesondere der Einführung geeigneter Kleinindustric und von Handwerk in Palästina ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Organisierung dieser Unternebmungen soll selbständig geschehen, aber nicht etwa im Gegensatz zu den bestellenden ähnlichen Organisationen. 5. lieber die zweckniässigerc Gestaltung der den anderen בוללים zufliessende!! sogenannten ״Kleinen Chaluka“ bleibt im einzelnen spätere Beschlussfassung Vorbehalten. Keinesfalls soll sie dauernd in kleinen Einzclbeträgen pr© Kopf verteilt werden. 6. Die Förderung gründlichen und produktiven Thora- Studiums im heiligen Lande soll in Zukunft ein besonderes Augenmerk der Chalukaverwaltung bilden. Zu diesem Zweck sollen einerseits hervorragend begabten Jünglingen grössere Jahrespensionen ausgesetzt werden, die ihnen ein sorgenloses Thorastudium gestatten, andererseits sind besonders hervorragende תלמידי הנמים höheren Alters in gleicher Weise in grösserem Umfange zu unterstützen. Eine Kommission hervorragender ת׳ח der heiligen Städte hat nach noch näher zu bestimmenden Gesichtspunkten die Auswahl unter den für diese Prämien in Betracht kommenden Jünglingen und älteren ITA zu treffen. 7. In dem Masse als cs gelingt, durch Einführung von Arbcitsgelegcuhcit und moralische Einwirkung grössere Beträge der Chaluka, welche bisher zur Erhaltung der Erwerbslosen verwendet wurden, frei zu machen, soll die Förderung von למוד וזירה und die Unterstützung von Witwen, Waisen, älteren Personen und Kranken grösseren Umfang annehmen. 8. Vorbedingung für den Beginn und die Durchführung des Reorganisationswerkes ist die Errichtung eines ständigen Bureaus von bezahlten Beamten der Chalukaverwaltung in Jerusalem. Das Bureau soll aus mindestens zwei Beamten bestehen, von denen einer entweder ein tüchtiger Kaufmann und Ycrwaltungshcamtcr oder ein praktisch erfahrener Nationalökonom sein soll, dem ein gebildeterתלמיד הבם aus Europa zur Seite steht. 9. Die Chalukaverwaltung und ihr Jerusalemer Bureau wird nach wie vor die engste Fühlung mit den geistigen Führern der palästinensischen Judcnheit aufrecht erhalten, und sic soil darauf bedacht sein, dass deren Autorität zum Segen der religiösen Verhältnisse aufrecht erhalten bleibt“ (Schluss folgt) Pflanzungsverein ״Palästina“ Ausweis der Mitgllederbeiträge vom 15. Februar bis!. Mai 1908. I. Ordentliche Mitglieder. No. f»9 Albert Eckersdorff, Bricg. 1 Dunam. 80 Mark. No. 70 Louis Bruck, Paris, 1 Dunam. SO Mark. No. 71 Sa- »;111 c 1 Schornstein, Bochum. 1 Dunam, 80 Mark. No. 72 L i p pm a n n Bloch, Breslau, 1 Dunam, 80 Mark. No. 73 Frau Dr. Rahcl Straus, München. 1 Dunam. 80 Mark. No. 74 Ehepaar Schutzmann. Boryslaw. (eingetragen durch Hochzcitsgäste). 1 Dunam. 55 Alark. No. 75 Reichsratsabg. Adolf Stand, Wien, 1 Dunam, 81.75 Mark. No. 76 Dr. H i 11 c l Sussmann, Stanislau. (cingctr. durch den Verein ״Erez Israel“).! Dunam. 81,10 Mark. No. 77. Dr. Leon Silbermann, Ncusandeck. 1 Dunam. 80 Mark. No. 78 B e 7. a 1 c 1 Jaffe, Grodno. I Dunam. 80 Mark. No. 79 Verein Jescliurun, Troppau. 1 Dunam. SO Mark. No. 80 Dr. L. Landesberg. Cramencu. I Dunam, 80 Mark. No. Sl Fräulein H c d w i g Lübkc. Hambürg. (cingetr. durch die zionistische Ortsgruppe Hamburg). 1 Dunam. 80 Mark. No. 82 Emil Wehle. Prag. 1 Dunam. 80 Mark. No. 83 Moses Szereszcwskf, Wola-Krysztoporsk, I Dunam. 81.70 Mark. No. 84 Julius Simon. Mannheim, I Dunam, SO Mark. No. S5 Gustav Schwabe. Varcl/Oldbg.. 1 Dunam 80 Mark. No. 86 Frau Gustav Schwabe, geh. B a r I e w i n, Varel/Oldbg.. 1 Dunam. 80 Mark. Summa N52.55 Mark. 2. Ausserordentliche .Mitglieder. No. 23 Mr. J. Cohen. Sunderland. 1 Dunam. 20 Mark. No. 24 Hugo Schachtel, Breslau (dritte Teilzahlung). 1 Dunam. 15 Mark. No. 23 Julius Sachs, Breslau. 1 Dunam, 20 Mark. No. 26 Ing. Ch. Laschtschlnsky. Lausanne. 1 Dunam. 30 Mark. No. 27 Dr. Arthur Hantke. Berlin, 1 Dunam, 10 Mark. No. 28 Moses Davids, Amsterdam, (eincetr. d. Herrn S. Hoffie«, Amsterdam, zweite Teilzahlung). 1 Dunam. 20 Mark. Summa 115 Mark. 3. Ratenzahlungen. Redakteur Sal. Gottschalk, Breslau, erste Teilzahlung auf den 2. Dunam, 10 Mark. '

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