Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1907)
- Date
- 1907-03-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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isafe 11' 1061SCÜ8 UuKÖ $0HXW■י. Kd i f v]?,’iafümche 'tctfghtitä Das beste BUrdcf״ iiidischeti 0k; mekdetf'in•Her %6iaspöc a dieser ZfcU bfeten uni d»ct üfebrist- Hellen Oetneindeh, did ja in ih'rcti eigenen Augen‘ und denen‘ de*c niehfjfidls'eiien' Welt 'nichts anderes *Wäret! als jüdische'.־‘ Ohne dieses Hcldehjudentum hfittc niemals ein HckfenchrisUmtum entstehe«!können. —־ Trdfzdcm würde' maii Trirch, wenn man fijr diese Epoche eine besonders starke Rtosscnroischung dei Juden atuiälmieT ‘ Sie Hessen, wie JacoM*) in seinen treff- Helten'DarlegWigcü rieh (Ir bemerkt,'die Eheverbote "nur fallen gegenüber denen, die daÜt Gesetz in allen seinen Teilen auf sich" genommen hatten*, 'nicht' gegenüber den LGottcsfiVrcliHgen*' imcr* :,Proselvten ah Tore״. 'Und־ diese bildeten die grösst Mehrheit.' . .’7 7', “ . .’*, , *־' . ־' Mit der Zerstörung des jüdischen Staates hörte der aktive P/1 selytismus durch Uoii Maclitsprncl! weitschauender Oesetzesfehrer iast plötzlich au!‘. Die jüdische Religion verziclitete auf Weiterverbreitung und Mission unter den Völkern zugunsten der F.rhaltluig der Rasse' Efn Teil der .luden beugte sich diesem Gebote nicht. Sie trugen jüdische Ideen weiter in die Massen, sie eroberten so die. Welt. und, wurden zum Grundstock .des Christentums — aber als Juden sind sie spurlos verschwunden. Woiii nahmen sic fremdes Blut in Masse auf. aiier sie schlossen sich damit aus der jüdischen Gemeinschalt aus mul Hessen den Kern der Rasse unberührt. Dass sic diesen Svlbstreinigtuigsprozess dcreluiihrtc» darin liegt das Gehcitmns der Wirksamkeit der jüdischen Religion für die Erhaltung des ji'.dischcn Volkes. Der weitere Gang der Dinge ist bekannt. Als das Christentum zur \VcUl.crrschait gelangte, richtete sich sein junger Fanatismus vor allem auch gegen das jüdische Volk. Zu den jüdischen Mischehe-verboten, die längst in vollem Umfange durchgeiührt waren, traten bereits auf den ersten Konzilien cliristlichc. Sie sind durchaus nicht, wie* Alsberg') meint, erst als Reaktion aut zahlreiche Mischehen entstanden, tondern als ursprünglicher Ausdruck des Judenhasses und der ):nitscqucntcti sozialen Ausschließung der Juden. Ein einzigartiges Vorkommnis in der jüdischen Geschichte bildet dann der Übertritt der Cha/areii, eines siidrussischen, wahrscheinlich tatarischen Stammes, zmn Judentum im 9. Jahrhundert. Hier dürfte mau. nach Beseitigung des. religiösen 4I Jac«>bs. Journal of the Anthrop. Institute of Great Brituin mul frebmk XV. IkSH. r‘) M. Alsberg: Rassemut« chungcn im Judentum. Virchow- \YaUe1׳bach.'s..pop.-wiss. Vorträge U(*. Hamburg IS91.! MTscltd1l;hnidcntiksbS,: *'eitVeh 'starken 'Zufluss fremden Bttrtö*;vermuteih' tt»’*dcr!Täf1^t‘idicse Annahme allgemein verbreite» : uiill* hat *t k t» '«*) dazu* geführt, in״ dciV sfidrussischcn Juden leinen hcshnddFctf;•17נוזיו’*grossdtt Teil‘ hlchtsemitikcheii Zweig der'jüdische!»' Rasse ‘ zu sehen'.' Diese Hypotheken. hat «1 den Mcsstfnfeeii Wfcßscttbici'gV) keine' ' Bestätigung ’ gefunden• sic häUnbcr hudlt 'Tti den'geschichtlichen Hergängen keine Stütze'. M.’alirscheiitlicfi‘ Ist nur ein* kleiner Teil des Chazarcn'völkes' zurti .!udet;thri1‘,nht*rgelreten. Vor allem aller fehlte es zu einer ausgii blgci'1 Vermischung an grösserem Judeiiniasseti in dieser Gegend iind ,.*וו ‘dieser'Zeit. Diö Cha/arvn-Juden, die nach der uni 950 bereits erfolgenden' Auflösung des“ Reiches iibng blieben; schlössen sich der SckR der Karüer 'an. die Rnihdsätr.licH" eine'Mischung'init dem IfaUptstaumr Her Jüdin rnitd. Die Cfiazartn habe!‘! demnach *kciiicsfaUs t!em jüdischen Stamme viel fremdes Blut zugeiührt. . .Das Gleiche gilt für die Juden in Spanien. Dass die ru?- haarigen Juden'einer Mischung .mjt .Goten entstammen Rollen, ist ein , Märchen ins derKindcr/cit der Anthropologie. Rot-, haarige gibt.es unter d,־n Juden aller Länder in mmalicmlec Mengt, und. dieses als pathologisch anzuschciulc Rot ist tjw as gänzlich Anderes als das Rotblond der Goten. In der atabischen Epoche Spaniens haben Mischungen sicherlich stattgeiund1.il. aber Kaum in grosser Zahl. Es fehlte.hei den Juden eine• Assimilierungs tondenz, und gerade durcli die vollkomme.ie religiöse D.ildung blieben die religiösen Unterschiede gewahrt und wirksam.. Aus der Annahme einer starken Mischling mit Ambern w ird bekanntlich die Existenz eines besonderen spanischen Judcntypi's, der Scphardim. gegenüber ehicni deutsch-russischen. den Aschkcuasim, hergeieitet. Aber es ist bisher keinerlei Beweis dafür erbracht worden, dass die Scphardim anthropologisch wirklich von den Aschkcuasim verschieden sind.') die Daten, die Jacobs*) gibt, widersprechet) geradezu einer solchen Annahme. Die Unterschiede, die sich wirklich linden und jedem Reisenden aufdrängen, lassen sich aosreichctd als kulturelle verstehen. '-- Nach der Auswande- ״) Ikow. Neue Beiträge zur Amhropolugic der Juden; Arch. h*ir Anthrop.. Bd. XV, IkS-L G Wassenberg. Die südrussischcn Juden. Archiv iur Anthrop.. Bd. XXIII. ־ i ') Vgk die Ziisaimnenstclbnig bei Finit. f>ie Juden als: Rasse. Berlin 19UA. י י) Journ. ot tlie Atuhr. Inst, ot Gr. Br. a Irek Bd. XV. - tmd XIX. IS«)»». ־■•“־-. Das Weinen des . geliebten Kindes brachte die Alten aügbu.bHcklich ’ Zur Bcsiimiing. ״Esthercheu. TättbJiett . . . Äch, ich habe mich, nur .! ich dr)J!te . . . wurde betrijbt ... Es ist ja nieiüs . . rein nichts, mein geliebtes l<md! * Und Rahe! presste das. Kmd an sich und überhäufte e> mit Liebkosuugut Nun;iitg genug und c;:«e Augen in und Küssen. ״D ich alte Tdriti! schon, T. 1• rt . vEt.ia!*" ric: der Oreis und eilte zu dem Kinde, mit einem /.w irgctidcii Lachen auf den Lippen, Träne nach der anderen rollte aus seinen seinen dichten Bart. .,Ltia, höre auf zu •\ einen. Mache doch deine Aeitgleiu nicht rot. Dein'Körnchen wird di.h schmerzen, u.id wie sollten wir alsdann nach dem Schluss gehen, um Musik zu ihnen?" Aber das nervöse Mädchen konijte sieh niclit mehr beherrschen, nicht mehr beruhigen; ihr.• Lippen bebten, dvre Zähne klnppcnen, die Tviincn th.ssen in Sm'm ui. Jcr Rabtii imlim sie au'i die Anne •11«d eilte mit ihr in die Hütte; hinter ihm ging' Ralid mit wankenden Schritten gleichfalls dahin. Sie_ weime tind scMü.hzte wieder, aber nicht mehr ob des vcr|j»!encn .5^01 lies und dessen Kf1cl4ein. .sord.ri! aus Furcht• rT!r die Uesmdheit des Kindes, sv ekhes ihr Leben, ihre Freudig all ihr Glück war. An der 'l iir blieb der Rabbi mit der 'geiiebten‘Last, sieh.n tmd wendete siel« •an den Juden; mit dem' er kurz vorher gesnrtvelieti ' und * der wäftaud der beschriebencii Szene, mit den Augen blin/elnd, in liüehV'ei* \er\umderuag dasirtnd. ohne das. w as u!1* 11111 vorgr g, zu begreif •n. ״Geht. Reh Cliäjim, mein Bruder, dahin“ . . : rief ilnn der Rabbi zu. ..ich werde das Kind luruliigen um! Luch dann folgen.“ Mit diesen Worten verschwand die kleine Familie d.s Rabbiners hinter der Ttire seiner Ihittc. ״N ualf!" näselte der Jude nehselznekend mul di•? Arme at»ssr»reize1Kf. ״Die Alten sind rein närrisch. Kein Fasttag, kein Jotn Kippur, und da jammert num ohne jede Veranlassung.*’ ••••■y •י ,*< ' * (Fortscr/ung folgt.) זיג^ייידו־ד ימי«