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Jüdische Rundschau · 1906-11-30 · Heft 48 (30.11.1906) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 48 (30.11.1906)
Date
1906-11-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Scitc713־״ •43 ,JÜDISCHE RUNDSCHAU ,ein Ujivrlfick. liiijtciv ."'*״«;\l!c Semiten schon in den nächsten .’.T;ugrnf/1,Iurelis; . Rote Meer 'imrikkgclicii 'mul hei dieser deic^enheit;v.׳irk!ich so viel Was‘er schlucken würden, wie an gebjich vi r :lälirtan-ejnlcn d:e Ägypter!;!lass wir keine! keinen pter er 1 VV י ,Itv 11 1 /ן ו «י •י יי׳י ׳ •י •י •י־י**«י*•«*!•יי w יו•»«• «•«י י.׳«י«־ « ו«! ,Schaäen h;itte1;v\ttnm damals das Meer anstatt d:r Äg>pte: ’ die ^Kinder Israels־* san t ihren filtern verschlang, rier a’ -c! wenigstens. die Senilen jenseits des Jordans bliche!’. w rc•;; '׳.־•■ Sie׳ jedenfalls nicht bestreiten wollen.“ Herr Heus hat es denn auch in seinem L ijmrgan nicbl bestritten. " Der Liehe Mühe war trotzdem .ergeh.ns. Lei , . der Wahl siegte das Btirgsrtmr. : Organisation der Synagogengemeinden ..‘י . Die Bedürfnisse der kleinen indischen Gemeinden nahen die . 'Notwendigkeit ein. r :•usatnincniassemlen Organisation der ge- "sämteir preussischen Sv1,a.r«.gen׳ceme:!Klen zu 1! Zwecke gege״- . . seitiger niatcrieller 1u:d inlelJekireller Unterstützung hervortreten lassen. Der ״Deutsch-israelitische (iemeindehtmd ‘ *•'hätte d-.shalh den Staatsreciusichrer Geheimrat Prof. Rosin '* 'von* der Universität Ereihurg ttnt der Ausarbeitung eines ent- ’.;‘sprechenden Organisationscntwuries beauftragt. Dieser Lut- ' wurf, war angclehnt au die in den süddeutschen Staate!) seit , fast einem Jahrhundert bewährten Hinrichtungen einer straffen ' Zentralisation um! starker staatlicher Mitwirkung. Da aber . .il.'e'unj 0!re Mciruug befragten grösseren Gemeinden. fUmeinJv- und sonstigen wichtigen israelitischen \'c11>;־;־:,’ ' ייוussens ' "s'otclicn Tendenzen ihre Zustimmung: versagt.n.!tat die eiugc- ' setzte ’Kommission beschlossen, von dem Rosinschen Entwurf .'.'abzusehen und ihren Buaturgcn einen anderweiten zugru.d: . zu legen, der auf den bis\ ׳:gen I:ir1riel1amgeu *Iler preussischen Gemeinden basiert ist. deren religiöse Selbständigkeit unberührt . lässt und sie nur zu Zwecken gemehsatm.r Wohh'ahrtsan- .*;'stalten. sow ie gegenseitiger l't u*rstüt/11ng za höheren Einher.!1 *. zusammenschliesst. •' Statistik der jüdischen Gemeinden Deutschlands Das vom V'erbai.de für Statistik der Juden begründete '.Bureau in Borlin-Ha'ense.• wird demnächst mit Unterstützung der •Gesellschaft zur rörikrung der Wissenschaft des Juden* "tuuis eine umfassende Arbeit ülrer die jüdischen Gen:ci׳־Jes. •-in Pcutschlaml herausgehen. Es werden dari:: auf Grund des Materials, welches das Bureau von den .Gemcindcvorxtänden erhalten hat. zum ersten!Mal•׳ zahlenmässige Angaben für ganz. Deutschland über •Häufigkeit des Gottesdienstes. Benutzung von Orgel'und Chorgesang. über die Kulhisbeamten. d e Besteuerungsverhältnisse. . sowie über diö Agglomeration der Juden gegeben werden. Man dari dtm Erscheinen der.Schrift mit Interesse entgegensehen. , Abraham Neumann; Bei Keller & Reiner hat der jüdisch,e Maie,־ A11 r a 11 a m N c 11 m ^.11 .n ei!.. Anzahl bemerkenswerter Landschatten,ausgestellt. Terii vom Geräusch der .nervenmorden-; den ' Grossstadt lebt Neumar.n eit! künstlerisches Dasein 1:1 einem einsamen gaf/ischen Dorfe. das s.ütem Pinsel einen ' schier unerschöpflichen Schatz, reizender Motiv.• bietet. Scholl vor drei Jahren erreg en!e'nc Naturstudien im Sälort Cassirer die Aufmerksamkeit der Kunstkenner, und nian glaubt.־ der weiteren Entwickelung Ncuuiaims Günstiges Vorhersagen zu diirf n. ־ Leider hat aus!vaiimn'.angel nur ein Teil davon bei Kelle,־ 6c Reiüer imtergebraclu werden können; nicht weniger seitenswert sind die zahlreichen Wimcrgetnfildc in der Wohnung des Künstlers. Ausser d n Gemälden aus der Ebene m!d den! Hochwald hat der Künstler tjae Anzahl von SecMücken ge- ,nialL die. zumeist am Strande von Concarueati entstanden sind ׳Nur glns' dieser Bilder befindet sich bei Ke'ier 6c Reiner, die Jibrigt'11 S ud i f'.der Elcinburgcrstr. 19 a untergebracht, w o Neutnaiin vorübergehend sein Atelier aufgeschlagen hat. , Kmislfrtöiudin sei die Besichtigung dar Neumnnuschen GemälJc aufs w/iemste empfohlen.; Neu mann war Teilnehmer des VI. Ziouistcnknngrcsscs. 9 .Ählemer Anstalt /* .Hannover., Israelitische Erziehungsanstalt 7. u Ahlem. Die diesjährige ordentlich׳.• Sitzung des Kuratoriums fand am IL November statt. Die ausscheidenden Mit- ־(;giiedcr.. w11rdet1< ,mit Ausnahme des Herrn R. Landauer-Würzbürg*.,wiedergewählt. An seine Stelle wurde Herr Karl Schilf- Berlin, Behri-nstr.. J“. in das Kuratorium beruf. 11. - Die Rechiiimg des Jahres 19■ >5 wurde genehmigt, ebenso der Voran-• schlag für das Jahr, 191•/.. Derselbe sclilicsst mit einem Defizit v<>n 51 0! א Mark ab. gegenüber dem vorjährigen Defizit *11««־ 13 099 Mark. Er zeigt also immerhin eine nr.rklichc Besserling | der Einanzlage. die hauptsächlich der grossen Opferwilligkvit j weiter Kreise zu verdanken ist. *' V׳o;1 dem schriftlich vorliegenden Bericht des Vorstandes nahm das Kuratorium ohne Debatte Kenntnis. f)er Biriclit verbreitet sich sehr ausführlich I über alle Zweige dir Verwaltung und erwähnt 11. a.. dass im j Berichtsjahre sechs Lelrl'nge als Gärtnergehilfen und acht! Hatislialtungsschiilcrimicn entlassen sin k vor׳ letzteren nahmen fünf Dienstho'.erstiTung n an. wählend drei zu ihren Eltern ziiriiekkehrtep. Ee׳t dem Bestehen der Anstalt sirJ nunmehr 130 junge Leute als Gärtner niisgebildut worden. von denen nur ein geringer Ikucht JI ahgespnmgen ist. Nachgcwiescnvrmassen sind 9.» ihrem Berufe treu geblieben, etwa 26 erfüllten ihre Militärpflicht oder haben in letzterer Zeit keine Nachricht von sich gegeben. Die Anstalt steht mit ihren ehemaligen Zöglingen in regelmäsägem Brief verkehr. aus zahlreichen Mitt ihmgen der jungen Leute geht hervor, ׳dass sic mit ganzem Herzen an ihrem Berufe hängen und mit ihrem Verdienst zufrieden sind. Ausgetreten Barmen. , Um Kultusstcucrn handelte es sich bei einer Klage vor dem Bezirksausschuss, die E. Oohen gegen die St!:agogcngerrcinde daselbst •angestrengt hat. Cohen sollte iür das Jahr Kultussteuern in Hohe von ISO Mark bezahlen, was er abk-hnte mit der Begründung, dass er bereits iiiür.r vor dein Amtsgericht seinen Austritt aus der jüdischen. Gemeinde erklärt nabe. Entscheidend bei der Streitfrage ist, dass der Austritt aus religiösen Bedenken erfolgt sein muss, sonst liegt ein gütiger Austritt aus der Gemeinde nicht vor. Per Kläger Cohen hat eine dahingehende Bescheinigung, die nur auf Verlangen ausgestellt wird, sie!! nic'.t geben lasse:!, und in! Protokoll steht nichts davon, dass der Austritt aus religiösen Bedenken erfolgt ist. Der Bezirksausschuss wies den Kläger ab. er.stützte sein Urteil auf das E'.lden der Erklärung im gerichtlichen Protokoll, dass tatsächlich religio1 c ’Bedenken den Austritt aus der Synagogenge״, ei1:d.‘ veranlass: hätten. Hessisches J jdengesetz Darmstadt. Die Regierung hat dem lumdtage kürzlich einen 0..setzuuv.1׳r: unterbreitet, in welche n die Verfassung und Verwaltung der israelitischen Relizäms־ eseil chatten in Hessen vollständig reu gelegt werden. Die Vorlage erstreckt sich auf die l iirsorgc für den israelitischen Religionsunterricht, die materiell״• Besserstellung der Religionsichrer und nanientlieh aui die Neuschaffung einer oberste•״ israelitischen Relig.'ombchörüc. eines Oherratc-s. Die 0rihoJo־.c;1 israelitischen Religionsgesellscliaite,’ in Darmstadt. dessen. Mainz und Bingen haben nun an die Zwdte Kammer eine Vorstellung gerichtet, worin der dringende Wunsch ausgesprochen wird, die Vorläge ahzulehnen. Die zur Vorbereitung jes Entwurfes geladene Kommission sei nur ans Anhänger!׳ des Nenjudentums gebildet .wurden. Wenn der zu wähkiide Oberrat me Aufgabe habe, alle Angelegenheiten der beiden ReligionsgeseUsehaften zu ordnen. 30 befürchten die Bittsteller eine Unterdrückung ihrer Überzeugung, die Untergrabung der Autorität der Rabbinen und schliesslich eine empfindliche Störung des Eriedens unter der sraeütischen Bevölkerung. So wenig man ein gemeinsames Konsistori.im für Protestanten und Katholiken bilde, so wenig könne 1r:an eine Zcutralverwaltung für zwei sich diametral gegenüberstehende Religinnsgesellscliat'ten. wie die beiden jüdischen, schaffen. Richtig ist, dass die Rcgi.nmg bei der Vorbreitung des Entwurfes versäumt hat. die orthodoxe Riehtung zu Wort kommen zu lassen. Darmstadt. Die Rabbiner und Vorsteher der orthodoxen israelitischen Religions-Gesellschaften von Darmstadt. Mainz. Giessen und Bingen haben eine Eingabe an die zweite Ktmuner gerichtet, worin sie bitten, die dem Landtage unterbreitete Vorlage über di.־ Verwaltung und Verfassung der jüdischen Rcliginnsgemeinden in Hessen abzulchuen. In diesem Gesetzentwurf macht die Regierung den Versuch, den jüdischen Religionsunterricht aui eine geordnete Grundlage zu stellen, das Ansehen und die materielle Lage der Religiouslehrcr zu heben und in einem zu wählenden Ohcrrat eine Zentralinstauz zur Ordnung aller Angelegenheiten der israelitischen Religionsgemeinden zu schaffen. Aber gerade die letztere Institution wird von dem uctUodoxeu Judentum hekämott. weil es eine Majorisicrung und Vergewaltigung d.r religiösen Minderheit, nämlich der orthodoxen Richtung, befürchtet. Die Eingabe tadelt, dass die Regierung bei der Vorbereitung des Gesetzes die Anhänger der orthodoxen Religionsgesellschaft \öllig ober• gangen und nur Vertreter des Nenjudentums der sogen. N.ologen zugezogen habe. Hierzu schreibt die die kalholisch-ultramontaue Berliner GERMANIA: ״Dies muss allerdings befremden. Man sollte

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