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Jüdische Rundschau · 1906-11-02 · Heft 44 (2.11.1906) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 44 (2.11.1906)
Date
1906-11-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 660 JÜDISCHE RUNDSCHAU__._No• 44 Sprechsaal Fflr die Mhtellangeh an dieser Stelle Bbemlmmt die Redaktion nur die pressgese'.rllche Verantwortlichkeit B e r 1 i n, 28. Oköber 1906. Hochgeehrter Herr Redakteur! Den Artikel ״Zum Jerusalemer Schuldirektor“ In Ihrem rc• schätzt™ Blatte No. 12־ und 13־ erörtern, ließt für mich ein Anlass nicht mehr vor. Sie selbst haben in einer ״Nachbe Tnerkiniß der Redaktion“ die Ausführungen des Herrn Ph. Kiefemdorf KenüRcnd charakterisiert, und ich verzichte meiner• seits darauf, iiher die hämischen und vagen Behauptungen des anRehlichen Judenfreundes Kiefemdorf noch ein Wort zu ver- Heren. Eine einzige Wendung Ihrer eigenen Nachbemerkung veranlasst mich. Sic um die Freundlichkeit zu bitten auch diesen Zeilen in der JÜDISCHEN RUNDSCHAU Aufnahme zu ge* währen. Sie sagen, ״das der Hilfsverein, der das Seminar in Jerusalem gegründet hat und unterhält, die völlige Ausschaltung des Deutschen nie zulassen wird, das ist ja schon durch sein Gründungsstatut gegeben.“ Sic gehen in dieser Beziehung von einer fälsche t Voraus♦ Setzung aus. Die Satzungen des Hilfsvercins der Deutschen Juden lauter!: ״Der Verein set/i sich das humanitäre Ziel, die sittliche geistige und wirtschaftlich־; Entwicklung der Glaubens* genossen zu fördern . ' . . Der Hih'svcrcin will seine Tätig- Kcit insbesonders den Glaubensgenossen im östliche 1 Europa und in Asien zuwenden.'' Es würde also zu einer falschen Auffassung führen, wenn die Leser Ihres Blattes voraussetzen wollten, dass der Hilfsverein satzungsgenulss gezwungen wäre, die Verbreitung der deutschen Sprache unter allen Umständen zu fördern. In welcher Weise der Hiüsvcrein den Glaubcnsgenoossen seine Hilfe zu־׳ Verfügung stellt, das wird ausschliesslich bestimmt durch die lokalen Bedürfnisse jener, denen wir zur Seite stehen wollen, und von diesem Grundsätze sind alle unsere Bewilligungen bisher stets und ständig diktiert worden, und werden, wie ich annehme, stets diktiert sein. Dabei soll keineswegs verschwiegen werden, dass cs eine besonder naheliegende Aufgabe für einen Verein deutscher Juden ist. überall dort sich durch Schulgründungcn zu betätigen, wo neben dem Hebräischen, neben der Sprache des in Betracht kommenden orientalischen Landes auch das Erlernen des Deutschen für unsere Glaubensgenossen von bcsonderem Vorteil ist. Eine solche zweckmässige Arbcitsteilung zwischen den grossen jüdischen Institutionen, die ihren Sitz in den verschiedenen europäischen Ländern haben, ergibt sich schon aus dem einen Umstand, dass, wie es beispielsweise einer englischen Organisation am ehesten möglich sein wird, für gute englische Lehrer zu sorgen, so es einer deutschen Organisation besonders erleichtert ist, für gr*e deutsche Lehrkräfte Vorsorge zu treffen. Ich darf noch hervorheben. dass bei der Ausdehnung, die der deutsche Handel im ganzen Orient. Palästina cingeschlossen, heute b.reits hat, die Bitten, die von den Oemeinden unsere! dortigen Glaubensgenossen um Stellung deutscher Lehrer an uns gerichtet werden, so zahlreich cinlaufen, dass der Hilisverein hei seinen Immer noch finanziell beschränkten Mitteln nicht in der Lage ist. überall dort zu helfen, wo eine Hilfe erbeten wird. Die Aufgaben die gute Schulen im Orient zu erfüllen haben ,sind im hohen Grade kompliziert. Um das Fortkommen unserer Glaubensgenossen zu sichern, muss natürlicherweise die Landessprache gelehrt werden; um unseren Glaubensgenossen auch das Besetzen besserer Stellungen zu ermöglichen, müssen sie. und zwar je nach den lokalen Verhältnissen, mit einer der grossen Kultursprachen, mit dem Deutschen, mit dem Englischen oder dem Französischen vertraut gemacht werden. Darin stimmen wir mit Ihnen aber vollkommen überein, dass das Hebräische seiner ethischen Bedeutung fiir unsere Glaubensgenossen wegen, in k e i n c r W e i s e vernachlässigt werden darf. In grösster Hochachtung. tlUIsverein der Deutschen Juden. Dr. N a t!1 a n. י— Allerlei Neue Religion. In einer Wiener Mittelschule wird der einzige jüdische Schüler einer Klasse vom Direktor auf dem Oange gesehen. Warum sind Sic nicht in der Klasse? Bitte schön, Herr Direktor, die Antisemiten haben Religionsstund;. Persönliches Unser Gesinnungsgenossen Dr. Aren Sandler in Breslau hat sich mit Fräulein Adele Straussin München verlobt. Unsere herzlichsten Glückwünsche dem lieben Freunde und s. Fräulein Braut! c ר.:1 כ Briefkasten der Redaktion כ ETJ c Dr. Elias, Mühlhausen. Ihre bei Schluss der Redaktion eingehende Zuschrift musste Raummangels halber mit vielen Mitteilungen für die nächste Nummer Zurückbleiben. Zionsgruss. N. B. in Wien. Der Hauptmacher l>ei dem Akademischen Verlag und seinen Mommicnta Jtidaica ist ein früherer Redaktcur des Wiener JUEDISCHEN VOLKSBLATTS (jetzt NATION ALZEITUNO), der sicli offenbar von den Wahrheiten des Christentums überzeugt hat. che er übertrat und seitdem di; Mommicnta Judaica mitherausgiht. Der u 11 getaufte jüdische Mitherausgeber hat seine Schuldigkeit getan und kann gehen. * n0 «4>*י a~ca! tw rt »'-m* sr *»•׳ wtr*ו*» ־*«***.! Statt jeder besonderen Anzeige. ADELE STRAUS Dr. ARON SANDLER Verlobte München Brcs'au (v־f -J '/ LZ 7 ’ Fabrik ff. Fleisch- und Wurstwaren. Sämtliches Geflügel in grosser Auswahl. Max Schmeld5®l, BERLIN W. 30, Martin Lutherstr. 4, zwischen Motzu. Neue Winterfeldstrasse. - .. ... Fernsprecher Amt 9, 5417.- Bestellungen jeder Art, auch telephonisch, werden rompt ausgeführt und bitte auf meine äusserst zivilen reise besonders 7.u achten. Pensionat und Privatmittagstisch. BERLIN 17״ Bpa41) IfHTepi» ACHT. JIhhacht. Ks 51 —.. 0K0J10 4>p1upHxu1Tpacce. -.. YaajieHie 3y60B1> 6e3־b 60.111, n.iOMÖnpOBKa, Jlaooparopln ajih BM.rli.1Kn »icKyccTBcn- Hbi.vb 3yC0BT> no a.McpuKaHCKOfi ciicTe.Mt. fosopHTT. no pycctof. o “fonopn-rb no pyccm?«

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