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Jüdische Rundschau · 1906-10-04 · Heft 40 (4.10.1906) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 40 (4.10.1906)
Date
1906-10-04
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 604_ JÜDISCHE RUNDSCHAU ־־ No. ■tO so massenhafte, nach wie vor auf der Tagesordnung. Die Polizei konfisziert dabei auch nicht verbotene Bücher und Broschüren politischen Inhalts und verspricht, dieselben nach Aufhebung des Kriegszustandes zurückzugeben. Charkow. In der hiesigen Synagoge brach während des Neujahrsgottesdienstes infolge eines Missverständnisses eine Panik aus. Beim Gedränge an den Abgängen sind mehrere Frauen leicht verletzt worden. Der Polizeimeister erschien mit Schutzleuten und beruhigte die Leute worauf der Oottes• dienst seinen Fortgang nehmen konnte. New-York, den 25. September. Auf dem Postamt in Philadclphia fand man. wie der FRANKFURTER. ZEITUNG gemeldet wird, eine Höllenmaschine für Jakob Schiff. Sie enthielt eine jüdische Neujahrskarte, Schicssnulvcr und Kugeln. Die Konstruktion war jedoch mangelhaft. Ueber die Ausbreitung des Judentums in Nordamerika macht das in New-York erschienene Werk ״The Jcwish Encyclopedia“ folgende Angaben. Während man zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten 2000 Juden zählte, darunter 800 in Charlcston. 500 in New-York, 150 in Philadelphia, bcfanden sich im vorigen Jahre in Nordamerika I55S710 Juden, davon allein 800000 im Staate New-York. 672 (XX) in der Stadt New-York, 100 000 in Broklyn. Die Lage In Marokko. Die Nachrichten über Unruhen in Marokko scheinen häufig stark übertrieben zu sein. Das geht auch aus folgender den BERLINER NEUESTEN NACHRICHTEN' aus Tanger zugehenden und von Mitte September datierten Zuschrift hervor: Aus Mogador kommen vollständig beruh!- gendc Nachrichten, wonach die biherigen sich als grosse Uebertreibungen hcrausstellen. Es hat keine Toten und Vcrwundeten gegeben, die Europäer sind ganz unbeiästigt geblieben, Kaid Anflus mit seinen Leuten hat nur die Israeliten zur Rückkehr ins Ghetto, soweit sie ausserhalb desselben Wohnung genommen haften, zwingen wollen, Dabei verlangte er von ihnen, dass sie bariuss und barhäuptig an den Moscheen vorüber gehen sollten, und Mohrenjungen warfen einigen von ihnen die Fenster ein. Brotneid ״Ernste Gefahren drohen, wje die DEUTSCHSÜDWESt. AFR1K. ZTG. ausführt, unserm Schutzgebiet 'durch .die Ein• Wanderung russischpolnischer Juden und sonstiger höchst unliebsamer Elemente über seine Ostgrenze. Sic machen dem alten angesessenen Handel Konkurrenz, bringen Schundwaren herein und verschleudern sie zu billigen Preisen. Hier in Kcctmannshoop hat fast unter jedem Baume ein derartiger ״Schmus“ seinen fliegenden ״Store" aufgcchlagen. Einer von ihnen hat neulich den ersten ״Ausverkauf" eröfinet.‘‘ Die DEUTSCHSÜDWESTAFR. ZEITUNG ist ein Organ der ״Afrikaner", also nur darum dcutsehnational. damit die Konkurrenz ausgeschlossen wird, die bekanntlich mit einer Portion Antisemitismus unter Deutschen am wirksamsten bekämpft wird. Unser Gesinnungsgenosse E. M. Lilien hat sich mit F r ä u - lein Helene Magnus. Tochter des Justizrat Dr. Otto Magnus in Braunschweig, verlobt. Unsere herzliche» Glückwünsche dem Brautpaar «nd ihren Angehörigen. —-.-ZZZ.־TZ..;; "'1 .1־ da r ——־׳״-— j1 Briefkasten der Redaktion W. T. in Berlin. Von dem aus Anlass der Blutlüge in Könitz veranstalteten Pogrom wissen Sie nichts. Sic haben wohl die Jahre!899 und 1900 verschlafen. Ausschliesslich dem tatkräftigen Eingreifen der prcnssischen Regierung verdanken die Koniizer Juden ihr Leben. Sie haben einen gesunden Schlaf. Fragesteller in Osnabrück. Uber das Mag*'» Darvid finden Sie Ausführliches in Dr. M. Grunwalds MITTEILUNGEN des Vereins für jüdische Volkskunde. IR. Riwfeess Berlin C., Kaiserstr. 35. Hnnoncenbureau. Spezialität. Russische, Jüdische Zeitungen. Berlin S. O. 33 Gßrittzer-, Ecke Falckenstelnstr. Apotheker J. Mamlock Staat!, approb. Nahrungsmittel-Chemiker Versand und Lager aller deutscher, französischer, engl und amerikan. Spezialitäten. Drogen und Chemikalien. >יז .י*—■ין .י-^ .j V. J V / V™». , y-׳׳׳S «״י י■*•* ♦־“■׳■ -<r ץ״ , 1 ' V IviJo L. ü V3 jöIPÖ-S ג׳*ך־/ *A» זי~׳ין 1* a •i Berlin X־ A 0■ *•**% t* J w uG vr־ *v״ 4*S 0 \ f ’' *X של*, r?A L L k ■ Der Versand meiner begannt ' Ötje5»&:*t:cX«!.reCX״;r’.::‘3e h Pvd«, hat begonnen, und sind so'ch״ ca t; 10 Pkt. schwer tätlich triscli zu haben. Cünsc»nümprc von 4»— IZv.tI: r.n. Keulen Stuck C.» und 1 סל*f.t I. 1,1«־׳ en M״ In I•:mttrete S5 l*f., Ciiiu.eMcIii Stück SO l'f. und I.IO :1.. I.cber Pfd. |,€׳.) sowie meine Uel-snnut vorzii'TÜcltc* u cn. I» GSnscschrrtal:: f's-r;>v»tic*5■ »־ voin, Plc!. 1,20 J-׳Sr«rlI sowie alle Warsiwaren in bekannt t’.uter Qualität, la Schlr.rk und .*;nlr.n!l Pfd, 1,00, In ScMcsiueOe, In I*olnl־it5־»« ä Pfd. Pfd. I 51״ In l.eb?rtvnr:,t PW, 1,0,0 la lKnm^f«ur־it HO LT. und I 51., Vi'itrstcljcn Dut/er.d I.2C und 2, et) Max Scbcnwr.Id, Berlin S. 42, Luc!•: י ־־ -y r ' ״י־ץ ך ,ticr;tr. 16a. ו :1; 1{f• ד- ר An . I *.1 ב׳ (Sofa Borura) Hierdurch teilen wir allen Freunden und Freundinnen der hebräischen Sprache mit, dass unsere durch vorzügliche Hcbraisten erteilten neuhebräischen Sprachkurse (Methode Berlitz) am 15* Oktober, abends 8 Uhr beginnen. Die Kurse finden zweimal wöchentlich statt: Montag und Donnerstag 8--9 Uhr für Anfänger. Zutritt jederzeit möglich. Honorar monatlich 1,50Mk. Der Unterricht findet statt: Artilleriestr. 32, Mittelgebäude rechts. Nähere Auskunft erteilt J. Lcwy, Auguststratsa 84 11. Der Vorstand des Safa Berura. Modernen jüdischen ÜnferricSif (hebr. Sprache, jüd. Literatur, jüd. Geschichte und iüd. Lebenslührung) erteilt eand. phil. (aus Berlin. Schriftliche Offerten __ an K. M., Postamt 24. _ In nächster Woche erscheint: Die zionistische Gefahr und Rabbiner Dr. Vogelstein Von Dr. Heinrich Sachse. Die rtthige und sachliche Beweisführung macht die kleine Schrift zu einer vorzüglichen Propaganda für den Zionismus, den sie mit Herzenswärme vertritt.

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