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Jüdische Rundschau · 1906-09-14 · Heft 37 (14.7.1906) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 37 (14.7.1906)
Date
1906-09-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 556 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 37 " ד* * ‘ ' ' ~ י : -ל־"־־ י־ Ich habe obiges nur deshalb veröffentlicht uni dem Verein zur Förderung jüdischer Speisehäuser zu zeigen, dass csjipch mancherlei für ihn zu tun gibt. Mit den Verhältnissen in den anderen Seebädern. Kurplätzen und Sommerfrischen ist es sicherlich nicht besser bestellt und es wäre wünschenswert wenn bezügliche Urteile aus dem Leserkreise in Ihrem hochgeschätzten Blatte zur Y&äficntlichunff kämen. Ich Hoffe hiermit, wenn auch nur in geringem Masse, der Sache des Judentums gedient zu haben. . F.in Kolbergcr Kurgast. Kleine Mitteilungen Aus dein zwölften Jahresbericht des Vereins für Jüdische Krarkcnpilegcrlnncn zu Berlin ist ersichtlich, dass ihre Zahl auf 67 gestiegen und auch die der auswärts tätigen Schwestern gewachsen ist. Im letzten Vercinsiahrc gingen 10S (jesuche um Einstellung ein. Die Zahl der in .Berlin ausgeübten File־ gen belief sich auf 1633t Tage. Die Ausbildung der Schwestern findet im Krankenhaus der jüdischen Gemeinde unter Leitung von Professor Dr. Iracl und Professor Dr. Lazarus, sowie der Assistenzärzte statt. Bei der diesjährigen Clianukahleier bekamen fünf Schwestern die zehnjährige goldene Vcrdicnstbrosche. sechs Schwestern das Vcrcinsdiplom und elf zu Schwestern ernannte Schülerinnen das .Vercinsabzeielie:!. Zu einer Louis Gcrson-Stlitun«/ spendete Frau Julie Gerson- Licbcrmami einen Betrag von 150 000 Mark, deren Zinsen zu Kurkosten erkrankter Schwestern Verwendung finden sollen. Den Schwestern ist durch die Gründung des Deutschen Verbandes indischer Krankenpflegerinnen im Jahre 1905 eine staudesgemässe Lebensstellung und ausreichende Versorgung bei Krankheit und Invalidität gesichert. Wie uns der «Jüdische Volksvercln in Berlin mitfeilt, ist Herr Isidor Wolf! von seiner Reise nach Amerika zurückgekchrt. Er machte die Fahrt im Aufträge seines Vorstandes an Bord des ״Smolensk", eines Dampfers der russischen freiwilligen Flotte von Libau aus mit. um alle für die jüdischen Auswanderer wichtigen Verhältnisse und besonders auch die neue russische Linie aus eigenem Augenschein kennen zu lernen, welche wahrscheinlich in dci nächsten Zeit den grössten Teil der Emigranten befördern wird. Herr Wolf! ist mit einem sehr reichen Bcobachtungsmaterial zurückgekehrt, aus dem wir in nächster Zeit einiges veröffentlichen werden, so besonders über die Behandlung der Auswanderer durch die Agenten und das Scbiiispcrsonal. die Handhabung der Einwanderungsgesetze etc. Als wichtigsten greifbaren Erfolg darf der jüdische Volks verein die Einführung einer Reihe von Verbesserung!! im 111־ tcresse der Emigranten im Hafen und auf den Schiffen der russischen freiwilligen Flotte und die Zusicherung der Generaldirektion in Petersburg betrachten, auch in Zukunft alle Acnderungsvorschläge des Vereins auf den Schiiien zu rcspektieren. Odessa, den 10. September. Vom Kriegsgericht wurd־.־ heute die Attentäterin Schakcrmann, die gegen den Polizei- Offizier Poltawtscfienko. einen Teilnehmer an den Judcnkra* wallen, im Oktober eine Bombe geworfen batte, zum Tode verurteilt. Die Angeklagte verzichtete darauf, sich zu verleidigen. 1 יל• London. •I. SeDt. Per lange angedrohte Streik j ü d i - scher Bäcker im Ostende Londons führte gestern zu Tumuhen. Scharen Streikender zertrümmerten die Bäckerläden und warfen Möbel auf die Strasse, die von Frauen mit Pctrolcum begossen wurden. Zwei Polizisten wurden schwer •verletzt einem derselben wurden fast alle Finger• zerbissen. Eine grössere Menge Polizei stellte die Ruhe wieder her. Der Verein zur Pßege hebräischer Musik beginnt am 12. d. M. wieder 'eine Proben. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der Vereinsdirigent. Kapellmeister Kcltcnnann. Oranicn* burgerstrasse 60/63. täglich 12 bis 1 Uhr entgegen. Soeben erscheint die erste Nummer eine neuen jüdischen Zeitschrift, die von Dr. Nathan Birnbaum (Mathias Aclier) in Wien herausgegeben wird. Das Blatt führt den Titel: NEUE ZEITUNG, unabhängige jüdische Wochenschrift. Geschäftliche Mitteilungen Im Verlage von Leonhard Siniion Nein*, ist soeben unter dem Titel ..Dornen“ eine Gedichtsammlung von Max Jungmann erschienen. Eine eingehende Bcsprechung des vorzüglich ausgestatteten Werkes folgt in einer der nächsten Nummern. Gebundene Exemplare sind zum Preise von 3,00 Mk. .durch den Verlag JL'EPISCHE RUNDSCHAU Berlin C. 5-1, Auguststrassc 49a zu beziehen. Vereine erhalten bei Ahnähme von 10 Exemplaren entsprechenden Rabatt. Die Sicherheitsfonds der deutschen Lebcnsversicherungs- Gesellschaften, die für die Erfüllung aller Verpflichtungen aüs der Kapital- und Rentenversicherung mit Anschluss der Volks- und Militärdienst-Versicherung haften, haben sich in 1905 b*r. 26 Akticn-Gescllsehaftcn um 103.9 Millionen Mark 17 Oegenseitigk־eits=Gcs. ״ S0.I ״ .. bei -13 Gesellschaften also um 1S4.0 Millionen Mark auf 3230.2 Millionen Mark erhobt. Von diesen Sicherheitsfonds fallen auf die 6 grössten Gesellschaften: Germania in Stettin gegründet IS57: 315.8 Millionen Gothaer 1827: 3072 M Alte Leipziger *« 1830: 270.7 י♦ Alte Stuttgarter 1854: 25S.4 Viktoria *« 1853: 258.6 W Karlsruher «• 186-1: 1S6.9 Mark. »9 «• als * auf die 6 (iesellscliaftcii zus. 1597.6 Millionen Mark, oder fast 50 '׳ der;uif -13 Gesellschaften fallenden S:c!1erhcitsior.Js. Diese Sicherheitsfonds sind fast durchweg,!!unilid! mit 9SS rf (der 309 0 .Millionen Mark in imlndelsicheren Hypotheken angelegt. Infolge dieser gesunden Finanzpolitik haben die deutschen Gesellschaften den Ruf ihrer Sicherheit und Solidität begründet und zugleich hohe Dividenden gewähren ko. nun Derartige traurige Zustände, wie sie sich hei anierikanischen Gesellschaften in der VermögenswJrtscr.ru: herausgestellt haben, sind bei unser» heimischen Gesellschaften ganz, ausgeschlossen. Le Iraüucteur (H. Jahrgang). The 1 r:; .! *.or vo. Jahrgang). — Diese beiden Publikationen sind vorzügliche Hilismitte! für Deutsche zum Weitei Studium de«־ französischen und englischen Sprache, sowie auch für Franrover! oder Et:;;!ander zur Erlernung des Deutschen. Der sorgiTdtig gewählte Leseimd Cbaagsstoff macht sic zu einem ausgezeichnet:;! Förderurgsmi'.tel im Sprachstudium für den Einzelnen sowohl als auch int Familienkreise. Probcnummern kostenfrei durch den Verlag des ..Tradtictcur“ oder des ״Translator" in La Chatix* di-Fonds (Schweiz). r r~\ ■ rs., ׳ v 4V ■״,V ׳'"•v .> () () () O ( ) onler&ufsichldesRabMoals der hiesigen jüdischen 012“״in J3 (') Berlin, ■;iuienstr. 7, Tdeph.: Amt VII, 538 q C ) o o o סרי״יז״ץח; 1 Spezhl-Geflüge!!1anc!!ung O O O o () o empfiehlt hochprima Oderbraclier und r.Icclilenburger ji c II!3 ’ Nudel*Gänse, Gänsehaut und Gänse-Liesenfett, sowie sämtliche Gänseartikel zu den billigsten Preisen. 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