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Jüdische Rundschau · 1906-07-20 · Heft 29 (20.7.1906) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 29 (20.7.1906)
Date
1906-07-20
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 29 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 439 ו I war. Die ausserordentlich zahlreich besuchte Versammlung spendete ihr! t!*!׳J *i*:!׳. andern Vor trauenden den gebührenden Beifall. # Leipzig. Ani 30. (». 0(» hielt der ״V c r c i 1! Zio ni s ti־ scher Studenten“ eine öffentliche Semester-Sitzung ab. zu der dei .JH a s m 011 a ä a‘-Berlin zwei ihrer Bundesbrüder entsandt hatte. Herr cand. clicm. P o 11 a k (Hasmonäa- Berlin) hielt ein treffliches Referat über die ״Judenfrage und die jüdische Studentenschaft“. In der Dis- Kussion zeichnete sich vor allem Herr cand. clicm. Rosenberg (״Hasu10näa"Berl!n) durch seine glänzende Widerlcsiumr der gegnerische» Einwände ans. Der Verein ist dec ״has.tnonaa" für den wohlgclur.gcnei» Abend zu Krossem Dank verpflichtet. Königsberg I. Pr. Atu 12. Juli fand die Traucrfcier für unseren Führer. veranstaltet von der Königsbcrger Zionistischen Vereinigung, in Cranz statt. Herr Oberkantor Birnbaum trug den Psalm 16 voi, nachher hielt Rabl). Dr. Bcrtnannli-^tcrburg die Trauerreden. Ersterc speziell auf Herzl. letztere über die ganze Bewegung und die Hoffnungen. Darauf wurden 8 Verse von Kop. 119. welche mit den Anfangshuchstaben des Namen des Verewigten beginnen. מימין?אב und zum Schluss wurde gesungen. Die Versäumtlang war gut besucht, grösstenteils von Damen. — Der Antisemitisnius fasst tiefe Wurzel in Cranz. Jude, Juden usw. ist als Schimpfwort alltäglich geworden. Sogar der He r r Nachtwächter ruft immerzu ״Juden Weggehen", ״verdämmte Juden" usw. Dieser Tage hat sich ein Oardincnbrand eingestellt bei einer jüdischen Bamilie. es war nach zehn Uhr. da lief der Nachtwächter ganz Cranz entlang mit dem Rufe: ״Die Juden". Es kamen alle Bischer zusammen und cs sah nach einem kleinen Pogrom aus. — Den russischen Rabbinern mit langen Röcken ist der Aufenthalt auf der Uferpromenadc untersagt, sogar baden brauchen sie nicht und mit grossen Schwierigkeiten haben sic cs. In der Lesehalle, liegen fast nur antisemitische Zeitungen aus. Unter dem früheren Amts- Vorsteher wurde auf viele jüdische Zeitungen abonniert, mit Rücksicht auf die starke jüdischen Badebcsucheru; jetzt hat das aufgehört. Sogar aus Polen wurde nur der KURJER WARSCHAWSKJ abonniert (wie bekannt antisemitisc 11). Eine Wirtin 111t sich sogar geüussert, für ihre nur jüdischen Mieter, sic möchte 1000 Mark beitragen, wenn ein Verein zur Vertreibung der Juden bestände: man solle so etwas wie in JJialystok machen. — Kurzum die Situation ist nicht ganz verlockend. Was denkt die Badeverwaltung? Wenn die Juden fortbleiben werden, dann ist Cranz pleite. Frclburg I. B., 8. Juli. Eir.en sehr gelungenen Abend, dessen Ergehn:«; für den Palästina-Verein bestimmt Ist. veranstaltete die zionistische Ortsgruppe für ihre hiesigen Freunde. Die Feier trug in Anbetracht der trüben Zustände in Russland einen ernsten Charakter. Der grosse Satl war überfüllt. In der Festrede besprach Herr Dr. Isak Str uss- Heidelberg, ausgehend von den traurigen Verhältnissen i!1 Russland, den Weg einer dauernden Abhilfe. Das zionistische Programm biete allein von all den im Laut der jüdischen Oeschichte aufgctauchtcn Lösungsversuchen die Gcwäl!r für einen endgiltigen Erfolg. An der praktischen Vorarbeit zu der Erreichuitvedcs grossen Ziels muss ein cd er mi!arbeiten. Dann werden schmerzlichen Zeiten wie die heutigen uns nicht mehr unvorbereitet antreffen. Der Präsident der Ortsgruppe Herr Dr. Kaufmann gedachte 411 einigen eingehenden Worten Theodor Herzls. dessen Todestag dieser Tage wi JJePkchren wi,d. — B־> sondere Anerkennung verdienten die Darbietungen junger Damen und Studenten der hiesigen Universität, die dem Abend ein würdiges Üepräge gaben. Die Feier hat ihren Eindruck auf die Anwesenden nicht verfehlt und auch der finanzielle Erfolg war recht befriedigend. Duisburg. Am Jahrzeitstage unseres unvergesslichen Führers Theodor Herzl hat die Zionistische Vereinigung von Duisburg in der Synagoge einen Traucrgottesdienst abgchalten. hl. Mayen, H Juuli. (Verspätet.) Verflossenen Monat hatte Herr Dr. Edelstein aus Bonn die Güte, aui Einladung unserer junggegriindcten Ortsgruppe vor einer zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortrag über den Zionismus zu halten, an welchen sich eine kurze Diskussion auschloss. Die klaren, sachlichen Darlegungen des Redners wurden von reichem Beilall belohnt und wirkten besonders auf die Hörer vom Laude, denen zum grossen Teil der Zionismus vorher kaum dem Namen nach bekannt war, und die unsere Versammlung mit dem ernsten Versprechen vcrlicssen, für die Ausbreitung unscrcr Bewegung auf dem Lande ihr Möglichstes zu tun: wir hoften daher bestimmt, dem gediegenen Vortrage des Herrn Dr. Edelstein einen baldigen Zuwachs unserer Ortsgruppe verdanken zu können. _ ...״_rrr.! Verebt Jüdischer Studenten. München. Am Donnerstag, dem 12. dieses, hielten wir eine Herzl- Gedenkfeier ab. Als Vertreter der Ortsgruppe war ihr Vorsitzender. Herr Joseph Schachow erschienen. Nach einigen einleitenden Worten des Präsidenten• erhielt BI r. Frust Wolff das Wort 7.11 einer Gedenkrede. r! der er Theodor Herzl als Dichter und als Führer des jüdischen Volkes feierte. Mit Rezitationen aus Herzls Werken und dem Liede ״Dort, wo die Zeder“ schloss die stimmungsvolle Feier. Die Sammlung für den Herzl-Wald ergab 18 Mark. Wien. (Zun! Todestage Herzls.) Donnerstag, den 12.^ ׳*. Mts. fand im Stadtcmpcl Scitcnstettergassc auf Veranlassung des inncr-östcrreichischen Distrikskomitccs ein Trauergßtjcs־ dienst anlässlich des zweiten Todestages Theodor Herz’s statt. Der durchwegs schwarz dekorierte Tempel war iti allen seinen Räumen von Tdauergasten gefüllt. Man sah Ve.־- tretungen des Landes- und Distrikskomitees. der meiste zionistische״ Vereine und Verbindungen, sowie anderer Korp 1־ rationell. Auch der Kultusvorstand und das Sekretariat der Kultusgemeindc waren vertreten. Die Trauerfeier wa.־ durchaus würdig und gestaltete sich zu einer imposanten Trauer-. Kundgebung aller Bevölkerungsschichten für den so früh dahingeschiedenen Zionistenführer. Die Gedächtnisrede hielt Herr Rabbiner Dr. Max Grunwald. — Sonntag den 15. d. Mts versammelte sieh trotz des furchtbar schlechten Wetters e:.:e bedeutende Anzahl von Zionisten auf dem Döblinger Friedhof am Grabe Herzls: das grösste Kontingent der Versammelten stellten de! Poalc-Zionislen. Der Obmann des LaudeskomiUes Herr Dr. Schalit und der Führer der österreichischen Poa'e Zion Herr K u 1 ס an־-Kap la nsk y hielte kurze Ansprachen. Vom Krakauer Zionistentag. Von Herrn Dr. Isidor Schalit erhält die misrachistische NATIONALZEITUNG eine Zuschrift in welcher es u. a. heisst Sehr geehrte Redaktion! In Ihrer Nummer vom 10. d. berichten Sie unter der Spitzmarke ״Vom Krakauer Z 1 on 1 s t en tag": 1. ״Hier sei noch erwähnt, dass .... die erschienene: Journalisten. Insoweit sic nicht gleichzeitig Delegierte war״», aus dem Saale lünauskomplimentiert wurden." 2. ״Unter solchen Umständen lässt sich nicht viel berichten, als dass diese (Verhandlungen) zu wiederholten Zusaiiuncnstössen zwischen den zwei Gruppen ( Dr. Kahn. York- Steiner einerseits und Dr. Schalit. Dr. Braude anderseits) führteil. Leider standen diese unerquicklichen Debatten nicht auf der gewünscht•.'» Höhe und arteten nüunter zu persönlichem Geschimpfe auf beiden. Seiten aus." teil ersuche Sie nun. ohne auf Ton und Tendenz dieser .Nachricht" cingehen zu wollen, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen: Es ist unrichtig, dass die Herren Journalisten bei der geheimen Beratung nicht anwesend waren. Es ist vielmehr richtig, dass die Herren Berichterstatter nach einer kaum eine Minute dauernden Abstimmung cingeladcii wurden, den Beratimgssaal 71.׳ betreten. Es ist weiter vollkommen unrichtig, dass ..es zu wiederholten Zusammenstößen zwischen de» zwei Gruppen" kam. Es ist vielmehr richtig, das«; es w eder am Zionistentag noch am Parteitage^. weder im Beratungssaale noch in anderen Räumlichkeiten, weder in den öffentlichen Verhandlungen noch in den Komm.ssions- und Komiteeberatungen zu irgend welchen Zusammenstößen oder Konflikten persönlicher Natur gekommen ist. Dar ganze Passus von ״Unter solchen Umständen" bis ״auf beiden Seiten aus" ist daher vom ersten bis zum letzten Worte erfunden. —— Nationalfond — — Sammlungen für den Nattonaltond und andere ilonUtUche Zwecke lind lediglich *u!enden an den Schatzmeister de! Zentralbureaus, Herrn Mai Woliitetoer, Berlin NW. *j, •-־■- :.ajL-jras ■ Holsteiner Uler 1a .. ׳. Betty Moses aus Gartz a. 0״ nachträgliche Gratu- Jation zur Silberhochzeit ihrer verehrten Familie Joseph Kober! Breslau , . . . . . . 1,— Mk,

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