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Jüdische Rundschau · 1906-06-01 · Heft 22 (1.6.1906) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 22 (1.6.1906)
Date
1906-06-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Seite 323 iL JÜDISCHE RUNDSCHAU Wien geschickt. I};u sich aber die dortige Philatelieabteilung aufgelöst hat uriif'ic Lübecker Zentrale nicht genügend Hilfskräfte zum Sortieren, Ablösen und Verwerten der Marken besitzt, geht das Zcntralbureau rnit dem Plane um, in Berlin eine Bricfmarkcnzcntrale zu errichten. Einen Teil der Marken hat die Lübecker Zentrale Indessen schon verwertet, wie die Abrechnung' zeigt. — Ucber das Ergebnis des Verkaufs von Zeitungspapicr, Rabattmarken und Zigarrenk I s t e n, die den einzelnen Ortsgruppen selbst obliegt, habe׳» die Leiter der Sammelstellen leider unterlassen, die Lübecker Zentrale zu unterrichten, sodass der Abrechnung mir die Arbeit zweier Ortsrguppen zu Grunde liegt. Es wurden erzielt aus dem Verkaufe von: Schkoladenstanlol ..158,10 Mk. Flaschenkapseln . 65,10 Zigarrenabschnitten . 44,99 ft fJriefniarken . »♦ Reklamebildchen . 6,47 II Zigarrenkistchen . 9,60 M Zeitungen .. . . 3,15 יו Rabattmarken . 11,75 II Gemischten Materialien .... 15,90 ' וי Summa: 1 »r— 1 o w 00 1 Mk. Margaret 11 c Joe 1, Lübeck Bericht der Shareklub’Zentrale Während der Berichtzeit habe ich mein Hauptaugemnerk darauf gerichtet, Deutschland weiter auszudehnen, ohne dass es mir gelungen ist, hierin einen wescntl chen Erfolg zu erzielen. Das ^Zentralburean in Berlin hat airf meine Inregung ein Rundschreiben an alle Ortsgruppen erlassen, mit der Aufforderung, örtliche Shareklub-Vertreter zu ernennen. Obgleich diese Aufforderung von den! Zentralbureau wiederholt worden ist und auch ich ein entsprechendes Rundschreiben an alle deutschen Ortsgruppen erlassen habe, ist es nicht gelungen, die Organisation des Shareklubs wesentlich zu vergrössern. Noch heute wird .nur in einem kleineren Teil der deutschen Ortsgruppen für den Shareklub ständig gearbeitet und es gibt ganze Bezirke, welche vollkommen untätig sind. Bislang habe ich in den nachstehenden Ortsgruppen ständige Mitarbeiter: Berlin: Vertreter: Herr Fritz Abraham. Zabrze: Vertreter: Herr Georg' Schutz. Beuthcn (O/Schl.): Vertreter: Frl. El ly Quttinann. Königsberg: Vertreter: Herr A. Slsste. Ol ei witz: Vertreter: Herr Fedor Böhm. Breslau: Vertreter: Herr S. Wislicki. Stettin: Vertreter: Herr Hermann Jacob. O r.-St r e 111 i t z: Vertreter: Herr W. Nothmann. Stuttgart: Vertreter: Herr Ein. Kaufmann. Hannover: Vertreter: Herr B. Neu mann. Mannheim: Vertreter: Herr Willi David. Regensburg: Vertreter: Frl. Ida Neuburger. Schönlanke: Vertreter: Herr H. Boc 11 ner. Posen: Vertreter: Herr Jacob Brandt. Ratibor: Vertreter: Herr Adoü Lomnitz: Kassel: Vertreter: Herr J. B. Klein. München: Vertreter: Herr Leopold Ambrunn. Kattowitz: Vertreter: Herr Frey 11 an. Heidelberg: Vertreter: Herr E. Qoitein. Es wurden, in der Berichtszeit an Sharemarkeu verkauft insgesamt ca. 3600 Marken und ferner 217 neue Bücher ausgegeheu. Gegen volle Bücher wurden 21 Aktien eingetauscht. Ein Hindernis für den Betrieb des Shareklubs liegt vor allen Dingen darin, dass die vom Shareklub erhobenen Kosten zu hohe sind. Es verteuern sich, wie bekannt, die Aktien beim Bezug durch Märken um M. 2 pro Stück, wovon M. 1,50 das Shareklub Head Office in London zur Deckung seiner Spesen verwendet, während 50 Pf. der deutschen Zentrale verbleiben. Da diese Kosten viel zu hohe sind und auch ungerechtfertigt erscheinen, so werde ich mich in kürzester Zeit von dem Londoner Head Office emanzipieren und eigene Sharemarkeu und Bücher ausgeben. Die Marken werden alsdann pro Stück über M. 1,— lauten, da sich herausgestellt hat. dass es für deutsche Verhältnisse nicht angebracht ist, Marken h 25 Pf. zu verausgaben. Ausserdem werde ich m der Lage sein, den Unkostenbeitrag alsdann auf 50 Pf. pro Stück zu reduzieren. In der Bcrichtszcit habe Ich die örtlichen Vertreter wiederholt darauf hingewiesen, dass es empfehlenswert sei, sich vorzugsweise für den Verkauf ganzer Aktien zu fntcressleren und kann ich auf diesem Gebiet von einem guten Erfolge berichten. Während früher in einem ganzen Kalenderjahre nur 36 Aktien abgesetz wurden, konnte ich während der letzten 6 Monate 100 S t ü c k unterbringen und habe icli begründete Hoffnung, nach weiterem Ausbau der Organisation, den Absatz noch sehr wesentlich zu steigern. Wenn auch die bislang erzielten Erfolge nur als relativ günstige zu bezeichnen sind, so sind sie doch im wesentlichen der treuen Mitarbeit der örtlichen Shareklub-Vertreter zu verdanken. Die Zentrale ist lediglich im Stande, durch promptes Arbeiten die Tätigkeit der Gg. zu unterstützen und hofic ich, dass in dieser Beziehung Klagen begründeterweise nicht erhoben werden können. Um jedoch die Resultate zu erzielen, die mit Rücksicht auf die Notwendigkeit der Shareklub-Sache erforderlich sind, und auch mit Leichtigkeit za erzielen sind, ist es nötig, dass neue Mitarbeiter herangezogen werden. Ich stelle, deshalb'folgenden Antrag für den am 4. und 5. Juni a. er. in Hannover stattfindenden Delegiertentag: 1. Jede Ortsgruppe Ist verpflichtet, einen Korrespondenten für den Shareklub zu ernennen. . 2. Der Vorstand einer ieden Ortsgruppe ist •verpflichtc-t, dafßr zu sorgen, dass mindestens 1 mal jährlich in der- Ortsgruppe über die Tätigkeit unserer Bank berichtet wrird und die Gg. zum Kauf von Aktien bestimmt werden. Bilanz des Shareklubs per ult. April 1906: Aktiva: An div. Debitores . . . . . . . . , 1115,93 Mk. ״ Jewish Colonial Trust . . . . . 41,05 ״ ״ Effekten Kto.. 233,79 ״ ,. Kassa Kto. 57,55 ״ ״ Marken- und!Büchef Kto.178,— ., - * —11 ..—*.. ■ * — — י״■... Summa: 1626,32 Mk. Passiva: Per M. Goldschmidt .. 837,29 Mk. ״ div. Creditores .42,— ״ ״ Head Office ... 635,— ״ ״ Vermögen des Sliarcklubs . . . 112,03 ״ Summa: 1626,32 Mk. Moritz G o 1 d $ c h m i d t — H a 11» b u rg.

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