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Jüdische Rundschau · 1906-06-01 · Heft 22 (1.6.1906) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 22 (1.6.1906)
Date
1906-06-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 322 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 22 crsprfingliclio Absicht־In absehbarer Zelt zur Verwirklichung gelangen kann. Für die Sammlung für die Hc r z I - S t i f tu n g (National ge'schenk für die־ Kinder Hcrzls) s nd aus Deutschland 17 331 Mk. zitsammengkommen. Diese Sammlung ist nunmehr geschlossen. Wir haben auch gern dio kleinen Spenden für dje Jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem (25 Mk.), für die Kunstgev.erbcschulc ,.Bezalel" in Jerusalem (•15 Mk.), für den erkrankten Dichter d* r L’edcr des ״Ghetto״, Morr s Rosenfeld in Ncw-York (KXJ MK.). für den Palästina-Verein (105 Mk.) und für die n:s: sc’1 -jüd'schen Waisenkinder nach verschiedev‘»rscl1I;igtויחזו יי Mk.) entgegengenommen und ihren Besein.״,.c r.cn;«geführt. - liinen rcJ:t gu:cn ’ rfolg liatten wir mit unseren Sammlungen für die tapfere Jüd sehe Sei bst wehr in Russland; es sind dafür insgesamt 21 500 Mk. e'ngegangcn, darunter eine ganze Anzahl Spenden von Christen, ein neuer Beweis dafür, dass der sich seiner flaut wehrende und auf sich selbst besinnende Jude stets auf die Achtung und Anerkennung Andersgläubiger rechnen darf. Schliesslich haben wir noch zum dauernden Ande11ken an d e Silberne Hochzeit unseres verehrten Presidenten. Herrn David Wolffsohn in Köln für ein in Palästina anzukaufendes Stück Land, das seinen und seiner Gattin Name:‘ tragen soll. 2000 Mark gesammelt. Der hingst gehegte Wunsch, eigene Nationalfond־ Büch sen zu besitzen, ist im vor gen Jahre zur Tatsache geworden; wir haben zunächst 1000 Stück derselben anfertige!־ lassen und in knapp 3 Monaten war diese immerhin stattliche Zahl vollständig vergriffen; wir haben uns zur Anfert'guug von weiteren 500 Stück entschlossen, die ebenfalls in ganz Deutschland gut unlergehracht sind; gleichwohl liegen jetzt wieder tine ganze .Anzahl, neuer Gesuche um Büchsen vor. so dass wir letzt weitere.500 Stück in Arbeit gegeben haben, die!11 den nächsten Tagen die Fabrik verlassen, um den einzelneti Ortsgruppen zuge teilt zu werden. Die Büchscnsammlangen lassm sich recht zufriedenstellend an; nach ziemlich genauer Schätzung trägt eine Büchse pro Jahr ungefähr 3~A Mark, so dass wir. wenn sämtlclic 2000 Büchsen untergebrach( sind, mit einer jährlichen Einnahme aus dieser Quelle von r>- S000 Mark zu rechnen haben. Es muss hier die Bitte an die einzelnen Ortsgruppen ausgesprochen werden, für eine juhrhcli mindestens viermalige Leerung der Büchsen Sorge zu tragen. Die Einrichtung unserer Nationalfond־Mark! ח Ist immer noch zu wenig bekannt und der Absatz mangellu.t׳ es tibt grosse Ortsgruppen in Deutschland, die im Berichtsjahre nicht eine einzige Nationalfond-Marke bezogen haben; eine iiilimhebe Ausm’hri׳■? macht einzig und allein die Hamburg- Aitonaer Ortsgruppe, die die eigentliche Konsumentm für Nationalfond-Markeu in Deutschland ist. Von anderen Ortsgruppen, treffen hier und da in Zwischenräumen von Monaten Bestellungen von 100 oder 200 Marken ein, die aber ihrer Geringfügigkeit wegen garnlcht ins Oewicht fallen, und doch könnte gerade hierin eine ganz ansehnliche Quelle für den Nationalfond geschaffen werden. Es sollte daher kein Zionist unterlassen, für seine Privatkorrespondenz, insbesondere für diejenige mit der Nalionalfond-Verwaltung•. sich tmen. wenn auch geringen Posten Nationalfond-Marken zu sichern; der Preis derselben ist wie bekannt 5 Pf. das Stück. 11$ sind im vorigen Jahre im ganzen für 1000 Mk. Marken abgesetzt worden, woran allein die Hamburg-AItonaer Ortsgruppe mit 600 Mk. partizipiert Ebenso sind die Nationalfond-Telegrame in den weitesten Kreisen unserer Gesinnungssenossen noch vollständig unbekannt. Auch der Absatz dieser. Formulare ist daher ein recht bescheidener gewesen, obwohl für dieselbe wiederholt Propaganda gemacht worden ist. Das Ausland, insbesondere Holland, hat mehrmals grössere Posten bezogen. Die . Einnahmen hieraus hei rügen 30 Mk. In dem Bestreben, immer neue Quellen für den Nationalfond ausfindig zu machen, ist vor einiger Zeit der Vorschlag der Sclbstbesteucrung gemacht worden: cs haben sich auch in Deutschland, besonders in Berl n, Zehnergruppen, Minjaii’m, gebildet die wohl einige Monate ganz gut gearbeitet, aber dann sich aus Mangel an Interesse wieder aufgelöst haben. Dagegen hat sich in Oesterreich diese Einrichfuitg recht zufriedenstellend entwickelt. Es ist daher dringenJ zu wünschen, dass auch bei uns diese Institut'on wieder auflebe.. . Wir geben uns der Hoffnung hin, dass wir im nächsten Jahre über weitere Erfolge des Jüdischen Nationalfonds zu berichten haben werden, sodass wir in absehbarer Zeit das grosse Ziel, das wir für denselben erstreben, erreichen können. ׳ Die Nationallond-VerwaUi'ng für Deutschland. Max W 011 s t c 1 n e r, «r Berlin NW. 23, Holsteiner Ufer 10. Bericht der Zentrale für Materialiensamrnkmg o Die Sammlung yon Materialien zu Gunsten des N.-F. Int leider 1111 verflossenen Jahre nicht solche Fortschritte gcmacht, wie zu wünschen gewesen wäre. Zu den Ortsgruppen, die Samtnclstellcn unterhielten, haben sich allerdings einige neue gesellt, doch gibt cs noch immer eine ganze Reihe von Grippen, die die wiederholten Aufforderungen des Zentrallureaiis zur Gründung voll lok'a’en Samniclstellen ausser acht gelassen haben. Einzelne Mitglieder dieser Ortsgruppen, die auch gern ihr Scherflein zur Matcrialicnsammlung beisleuer•! wollen, waren dadurch gezwungen, ihre kleinen Pakete selbst ständig nach Lübeck zu senden, was natürlich viel überfUissig'cs Porto verursachte. Die Sanunelstellen folgender Ortsgruppen haben sich an der Sammlung beteiligt: Berlin, Beuthen, Bremerhaven, Breslau, Cassel, Gleiwitz, Haberstadt, Hamburg, Hannover, Lübeck, Posen, Ratibor, Rybnik, Stettin, Gr.-Strehlitz. Strassbürg, Varel, Zabrze. Dazu kommen einzelne Sammler aus: Alsfeld, Angenrod. Borek, Bückcburg Cöln, Danzig, Derenburg, Dessau. Duisburg, Frankfurt a. M., Freiburg i. B., Fulda, Karlsruhe, Königsberg, Lippstadt, London, Messingwerk, Ncumünster, Obcr-Ingelhcim Prenzlau, Schönlanke, Schneidcmühl. Schroda, Soden, Thorn, Tilsit, Wandsbeck, Wittenberg, Wronke, Würzburg. Was die Materialien betrifft, so war infolge der hohen Ziimpreisc S t a n i o 1 der einträglichste Artikel. Flaschenkapseln brachten auch etwas mehr ein als im Vorjahre. Zigarrenspitzen wurden leider zu wenig gesandt, obgleich sie leicht zu beschaffen sind; denn jeder Zigarrenländler gibt auf Wunsch seinen Kunden Spitzen als Zugabe.” Leider litt auch das Ergebnis des Zigarreuspltzciivcrkaufs durch die Nachlässigkeit einiger Sammler, die unter die Abschnitte angerauchte Stummel gemischt hatten, welche sclbstverständlieh, schon aus hygienischen und ästhetischen Gründen, 1111brauchbar sind und die Abschnitte entwerteten, — Das Sammein von R e k I a m e bU d c 11 «e n und Zigareubäudeben musste aus Mangel an Absatzmöglichkeiten aufgeg'ebtm werden. Die eiiigeschickten Bänder wurden teilweise zu Handarbeiten ־ verwendet, die bei Gelegenheit von Festversammkmgcn zu Gunsten des Nationalfonds verkauft oder verlost wurden. Doch sind viele übrig geblieben, die zu gleiche!! Zwecken von Lübeck aus an Reflektantinnen versandt werden können. — Die Briefmarken wurden bisher alle nach

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