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Jüdische Rundschau · 1906-03-09 · Heft 10 (9.3.1906) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 10 (9.3.1906)
Date
1906-03-09
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 14S JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 10 1 ter־Aufiiihrungcn, Festrede und Ucbcrraschungcn. Eintrittskarten (für Kinder inklusive Kaffee, Kuchen und Garderobe) 30 Pi., für Erwachsene 50 Pi. Eintrittskarten sind zu haben bei Frau 1 Lina Wagncr-Tau her. Prenzlaucrallcc 9, in der E x p cd i t i 0 n der Jüdischen Rundschau, A u g u s t s t r. 49a (Nachmittag -1—6 Uhr) und in der Huchhandlung des Hrn. Louis Lamm. Neue Fricdcich strasse 61—63. Berlin. Der zweite von den angekündigten vier jüdischen Vortragsabenden fand am Mittwoch statt und war dem Lande Israel gewidmet. Herr Dr. Heinrich Locwc sprach in etwa zweistündigem Refcsaie nach einer kurzen historischen Einleitung in ausführlicher Weise über die heutigen Zustände in Palästina. Eine grosse Reihe prachtvoller Lichtbilder, von denen die weitaus meisten von Herrn Dr. M o r i t z S 0 b c r 11 - heim frcundlichst Zlir Verfügung gestellt waren, gab einen effektvollen Hintergrund für die Ausführungen ab. Das Publikum folgte den Darbietungen mit lebhaftem Interesse und zollte zutn Schlüsse grossen Beifall. Den nächsten Vortrag mit Lichtbildern hält Herr Felix Salten am Montag, dem 19. März. 9 Uhr abends, int grossen Saal des Handwerkervereins, Sophienstrasse, über ״iVi o d c r!! e i ü d i s c h c Kuiis t“. G. Schönhnke. Vor 8 Tagen referierte Herr S ב! n e e r- F i l e h n c in unserer Ortsgruppe über den Distriktstag in Posen; eine anregende Debatte knüpfte sich daran. b. Eberswalde. Am Sonntag, d. Mär/, sprach in der hiesigen Ortsgruppe Herr Dr. Hans G i d c 0 n H e y in a n 1t aus Berlin über ״Jüdische Wanderung und jüdische Sied c- I u 11 g. Die Ausführungen des Referenten enthielten eine Fülle von Material über die gegenwärtige und frühere Emigration. An die interessanten Ausführungen schloss sich eine anregende Debatte, in welcher der ziomstische Standpunkt vom Referenten und Herrn Lazarus Barth vertreten wurde. Herrn Dr. Heymann sprechen wir an dieser Stelle den Dank der Gruppe aus. 41. Lübeck־. In der• vorigen Woche sprach vor der hiesigen Ortsgruppe Herr Dr. Hans M fl h sa m-Berlin über das Thema ״Geg c 11 w a r t sa r b e i t im Z i o n i s m 11 s“. Sein Vortrag gipfelte darin, dass de politische Arbeit der zionistisehen Bewegung durch ein wirtschaftliches Programm ergänzt werden müsse, um so in der Gegenwart bereits für unsere Zukunftsidee tätig sein zu können. An den Vortrag knüpfte sich eine sehr lebhafte Diskussion, in der für und wider die Ausführungen des Vortragenden Stellung genommen wurde. Die Beschlussfassung über eine im Sinne des Vortrages gefasste Resolution, wie sie bereits in der Berliner Ortsgruppe angenommen ist wurde, da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, auf die Tagcsorgnung der nächsten Sitzung gesetzt. mm. Leipzig. Der Verein zionistischer S 111 d e 11 - ten. der seit 3 Semestern hier besteht, bat im verflossenen Wintersemester allwöchentlich Sitzungen ahgchalten, die wissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionen gewidmet waren. Die Vortragsthemata waren folgende: Nationale Idee und Religion im Judcntumc. Judentum und Nationaljudentum. Zionismus und Nationalsprache. — Die Gcgenwartsaufgabai dos Zionismus. Die Prinzipien des sozialistischen Zionismus. Palästina und Nachbarländer als Kolouisationsgebiet. -- Die *Zerstreuung' der Juden zur Zeit des 2. Tempels. — Der Mitgliederbestand des Vereins war günstig. Auch wurden die Vercinssitzu!!״e11 von einer Anzahl Gästen besucht. Am 20. Fcbruar wurde ein jung-jüdischer Abend mit deklamatorischen und musikalischen Vorträgen veranstaltet, der einen schönen Erfolg hatte. Zionisten, die im kommenden Scniester in Leipzig zu studieren gedenken, werden auf den Verein aufmerksam gemacht. Anfrage wolle inan an den Verein zionistischer S t u - deuten. L c i 7 ס. i g . R a 11 s t ä d t c r s t e i n w e g 13. Zionistische Lesehalle, richten. Duisburg. Den Bemühungen des Fräulein BerthaLocwc ist es gelungen, hier eine Vereinigung junger jiidl• scher Made 11 en zu gründen, die schon eine beträchtliche I Anzahl Mitglieder zählt. Der Zweck der Vereinigung geht einmal dahin, ihre Mitglieder allen jüdischen Interessen zugänglich zu״ machen. Das soll erreicht werden durch regelmässige Vorträge über die Geschichte des jüdischen Volkes, die Herr Rabbiner Dr. Neumark übernommen hat. durch Diskus sions- und Vortragsabende, an denen alle das jüdische!.eben berührende Fragen erörtert werden, sowie durch L'ntcrhaltungsabende, die vorzüglich der tieujüdischcu Kunst gewidmet sein sollen. Ein anderes Ziel, das die Vereinigung mit allem Eifer zu erreichen sucht, ist eine ausgebreitete soziale Tätigkeit. Vorerst ist ins Auge genommen. Kinder solcher Eltern bei Anfertigung der Schularbeiten zu überwachen, die den Tag über durch ihre Berufstätigkeit au der Beaufsichtigung ihrer Kinder verhindert sind. Sodann werden Kindcrnachmittage vcranstal* tet werden, die den Kindern Vergnügungen im edleren Sinne bieten und durch Ausflüge und Spiele der gesundheitlichen Eörderung der jüdischen Jugend dienen sollen. Durch dieses praktische Judentum hofft die Vereinigung einmal, die Kleinen zu stolzen jungen Juden zu machen, die im Katt.pf gegen unsere Todfeinde. Duckmäuserei und Drückebergerei allezeit auf dem Posten sind und andererseits den jüdischen jungen Mädchen durch die Betätigung im Dienste des Judentums die Freude am Judentum wiedcrztigehcn. die besonders den jüdischen Frauen so sehr not tut. Der Vorstand der hiesigen Gemeinde hat die Bedeutung der jungen Vereinigung dadurch gewürdigt, dass er ihr das Gcnicindesitzungsziuinicr zur Benutzung überlassen hat. Würzburg. Bei der d'esjährigen Generalversammlung wurde zum I. Vorsitzenden Hirsch O p ח c 1111 c i!11 e r- Laudenbach, zum 2. Vorsitzenden Alfred R i c s c n f e 1 d, zum Kassierer Moritz Stein berge r. zum Schriftführer Jacob Honig sber gewählt. Ausserdem wurde in den Vorstand stud. mcd. Lasar Dünner koopFcrt. — Unser bisheriger Präsident Dr. E. Ptuczowcr. der zum Schluss des Semesters Wiirzburg verlässt und deshalb sein Amt niederlegen musMe, referierte am 21 d. M. über die Brüsseler Konferenz. Redner gab ein anschauliches Bild über den Verlauf der Konferenz und knüpfte daran sehr treffliche und sachliche •Bemerkungen über die Bedeutung derselben. Rege Diskussion. N.-F.-Satnmimig. L. D. Kurzer Bericht des Gruppenverbandes Mannheim Mannheim. Geregelte Vcrcinstatigkeit. Vorträge über alle aktuellen Fragen. 6. Februar: Referat von Julius Simon über die B r ü s s e I e r Konferenz. 13. Februar: Vortrag von Dr. So n d c r l i 11 g - Berlin über: Der Zionismus und die jüdische G egen w a r t. Heidelberg: Xcukonstituierte Gruppe, die gut arbeitet. Karlsruhe: Die Grupoe entwickelt sich. Letzthin Referat von Julius Simon über die Brüsseler Konferenz. Fraukenthal: Vorträge von Dr. Moses- Mannheim und Frau G111 m a n 11 - Mannheim. Demnächst Vortrag von Julius S i m o n. Mainz: Geregelte Vereinstätigkeit. Berlin, im Februar 1906. An die Zionistischen Ortsgruppen! Am II. Januar 1906 wurde zu Berlin zw ischen der ..Freien Verbindung Hnsmoriaca“ mul der Verbindung ״Jordania“-Miineben, ein Kartell abgeschlossen, das den Namen ..Kartell Zionistischer Verbindungen“ (K. Z. V.) führ*. Wir wenden 1ms an die Ortsgrupnen mit der lebhaften Bitte, unsere Bestrebungen, die der Verbreitung des Zionismus mder der studierenden jüdischen Jugend gelten, zu unterstütze״. Wir bitten die Ortsgrupnenvorständc. uns Namen und Adressen jüdischer Studenten und Ahiuricntcn anzugeben. mit denen wir mimdüch oder schriftlich in Verkehr treten können. Wir bitten abe indischen Studenten, die studienhalber nach Berlin oder München gehe״, sich an uns zu wenden. Fs ist ihre Pilieht. in unseren Reihen mitzukämpfen. Theodor Herzl hat uns Studenten ..Seine Garde“ eemmnt. Jüdische Studenten, ׳־eiet Fiieli dieses Fhrcntitels würdig! Jüdische Studenten, Zionistische Ortserunoen. helft uns mit allen Kräften, die jüdische Jugend 7n erobern! Die Präs’idialverbatduiig Im K. 7. V. H a s m o n a c a. Auskunft erteilen: ln Berlin: st»d. mr. Conrad Kaiser, N., Brunnensfr. 192. stud. ׳״cd. I ichthcim W.. Tauenzicnstr. 9. stud. iur. Exilier, \V.. Pbi'ocnthalstr. 13. ln München: stud. mcd. Felix Simon. Rotlmundstr. 6. «nid. i״r. Georg Müllcnbc'in. Theresicnstr. 5*2. stud. mcd. Felix Thcilhabcr. Pcttcnkofcrstr. 23. Zionisten und Islam Das christliche Furo״,! lässt keine Gelegenheit vorüber- »־׳dien. sei״e moralische Oherleeenbmt über den muslimischen Osten?um Ausdruck zu bringen. Ob es sich um Mazedonien oder Albanien handelt, immer sind die europäischen christlichen Mächte mit ihrem Proteste bei der Hand. F:s klingt wie eine Posse, wenn man hört, dass die im Blute von unschuldigen Menschen wütende grausame russische Regierung einen Pro- ♦est gei'iMi irvfeiul ein•• im Vergleiche 11׳ den russischen Missetaten kindlich leichte Gewalttat von Türken gegen Mazedonien!uUuuterz.eichncte, Es ist eine charakteristische Erscheinung

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