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Jüdische Rundschau · 1906-01-05 · Heft 1 (5.1.1906) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 1 (5.1.1906)
Date
1906-01-05
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1At« i 8dte€ JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 1 der Mtchte tollt« dl• WJod&reroberung de^ Landes tmierer nralta?*und :dock ewig-• jungen Sehnsucht •yersucht werden. Denn für das: Jüdische Volk gab es nur eine Rettung: Die Wiederbelebung des Jüdischen Nationalbewusstseins, die Rück* kehr• zum\Judentum, die Rückkehr ins Judenland! 'fjerzl richtete seinen Ruf vdler Zuversicht, wie einst -Mattathias, an das ganze jüdische Volk! Aber eine bittere Enttäuschung wurde ihm zuteil. . Nur die Armen und Leiden- ״den, idle 'unter der Knute des russischen Kolosses schmach- *feten,־ hatten Verständnis für sein Streben und kamen ln hellen ,'Scharen.' Von den Satten und Wohlhabenden aber hatten nur wenige dei1( Idealismus, für die Interessen der. Gesamtheit und 'die־Vitalsten Lebensfragen ihrer Brüder einzutreten. Mit diesem kleinen" Heere hingebender und begeisterter Anhänger, begann Herzl das unsterbliche Werk der Konzentration seines Volkes. "Und unbeirrt durch die. kleinlichen Winkeizüge seiner Feinde *ctmf er das Fundament auf dem er dm ragenden Bau des nationalen * Judentums aufführen wollte. ^,Aber4die gewaltige.ArbeftsSast, die auf seinen Schultern ryhte, und (tie Verstöndnislosigkeit der breiten Massen im Judenfum für.Freiheit und .Menschenwürde, die . seinem -ratlosen ScHäffen^elfer .Hindernis auf״ Hindernis in den ■;Weg wälzte, j zehrten ar!. seinem Marke, und. kaum hatte er den Grundbau seines himmelanstrebcnden .Werkes vollendet da entriß ihn ’ der T04 der Hoffnung des jüdischen Volkes! Die Getreuen; «Uten an. sein. Sterbelager.• Noch dnmal umfasste sie. sein 'seelejitiefer Blick. — Er wollte zu ihnen reden, die sterbende Stimme ,versagte ihm. — Aber, die um Ihn Versammelten und flUe Getreuen, die ln dieser Trauerstunde fern über die Erde zerstreut waren, sie fühlten tief im Herzen, dass die letzten Worte, die. der sterbende Meister sprechen wotllte, die gleichen waren, wie die Worte, mit denen einst Mattathias, der Makkaibfiar, von den Seinen Abschied genommen hatte. . .(Schluss, folgt); Aus der Bevvegutjg •J. Jüdische: Gedenkfeier *' Mootagi^den. 22. Januar, findet .zu Berlin im Neuen Königlichen Opernhaus (^roll) eine, künstlerische Gedenkfeier statt deren Ertrag für die Opfer der russischen •Jndenmassakres bestimmt ist . Aus .dem reichhaltigen Programm, bei dessen Ausführung erste künstlerische Kräfte Berlins Mitwirken werden, nennen wir vorläufig: Prolog von Alfred• N 0 s s I g 1 Aufführung des 5. Aktes def ״Makkabäer” von Otto Ludwig, althebräische Chorgesänge ln Bearbeitung .von. Prof! Oskar Fleischer, Lebende Bilder aus der Qeschichte Israels ־ nach Entwürfen von Harmann S t r u c k. Billets 4 5, 3 und 2 Mark werden ln den nächsten Tagen bei WAr.th.elm, Leipzigerstrasse, und bei Bote & Bock zu haben, sein. Berlin. Die Schekelblocks pro 1905/1906 sind zur Ausgabe gelangt. Damen und Herren, welche die Einziehung von Schekeln in Berlin übernehmen wollen, bitten wir, sich mit genauer Angabe Ihrer Adresse baldigst an unsern Schatzmeister J. H. Wagner, Prenzlauer Allee 9, zu wenaen. Berliner Zloafstlsche Vereinigung. “.. Sl’b’rne HocHzeit iinseres Präsidenten ״, Am.2L.jjezember,,1905 feierten Herr und Frau Wolffsohn Ihre Silberne Hochzeit Es entsprang dem besonderen Wunache des Präsidenten unseres Aktionskomitees, angesichts des schweren Unglücks, das unsere- Brüder ln Russland heimgesucht bat den Festtag ln aller Stille Und ln Zurückgezogenheit zu begehen. ^,:tDie-engdren Freunde haben, sich gleichwohl die Gelegenheit flicht.entgehen. lassen;- Herrn und Frau Wolffsohn ihre innigsten . Glückwünsche zu übermitteln. Die Leser der JÜDISCHEN RUNDSCHAU haben gewiss bemerkt dass viele Oelbäüme detft Jubelpaare gestiftet wurden. Ausserdem hat Aus Anlass dieses Festtages die ״Zionistische Vereinigung für Deutschland'*!«ine .»Sonderstiftung des Nationaljfonds’,’ |ns Leben gerufen.und ihr.bereits als Grundlage 3000 Mark überwiesen. Aus dieser Stiftung soll in Palästina Land angekauft werden, das den Namen »David Wolffsohn” tragen Mit ״Voo.den nächsten Freunden des Festpaares wurde Ihm ein prachtvoller •;Teppich gewidmet, dessen Zeichnung E. M. Uillen entworfen hat * ». *1.*־« *• ’ ־ Berlin. Am Donnerstag, dem 11. Januar, findet in den Oranienburger Festsälen. Chausseestr. 9. eine vom A. H. B. der freien Verbindung ״Hasmonaea" veranstaltete grosse jüdische Akaöemikerver- Sammlung statt, in der Herr cand. med. Willi Unna- Kiel über »Die Lage des Judentums und die Pflichten der jüdischen Studenten sc lieft" sprechen wird. Anschliessend: Diskussion. -a-Beginn\ %9 Uhr präzis. — Alle Gesinnungsgenossen sind zum Besuche dieser Agitationsversammlung hcrzlichst eingcladcn! Berlin. Am 28. dieses Monats veranstaltete die Jüdischnationale frauenvereinigung in den Königs-Sälen Madzek- Strasse, eine Chanuka-Bcscherung für bedürftige Kinder. Das Programm des Festes war ein reichhaltiges. Auf die schöne und beifallsreiche Rede des Hrn. Elias Auerbach folgte ein Theaterstück und andere Vorträge der Kinder, für deren Bevrlrtung und Beschenkung die jüngeren Damen in aufopfernder Weise sorgten. Der helle Lichtstrahl der Chanukah-Kerzen fand seinen Widerschein in den leuchtenden Augen, der. Kinder, welche sich hoffentlich noch lange des schönen Festes erinnern werden. Breslau. Die Breslauer Zionistische Vereinigung veranstaltete am 25. Dezember er. im grossen Saal des Palastrestaurants anlässlich des Chanukahfestes einen öffentlichen Vortragsabend; Herr Redakteur Dr. Lazar Felix Pinkus-Hamburg sprach über ״Moderne Makkabäcr" und zog in seinem Vorträge eine Parallele zwischen dem Hasmonaäergeschlecht und der heutigen nationalen iüdisehen Jugend Russlands, die es verstand, ihre heiligsten Güter, mit den Waffen in der Hand, gegen die wilden Horden zu verteidigen. Der Vortrag, der interessante . Einzelheiten über die jüdische Selbstw׳ehr brachte, fand hauptsächlich bei den zahlreich erschienenen russischen Juden, die sich z. Z. ln Breslau aufhaltcn, lebhaften Anklang. . Mit Rücksicht auf die nationale Trauer sah man von einer grösseren Veranstaltung ab. jedoch fand nach dem •Vortrag ein gemütliches Beisammensein in demselben Saale statt. Nachdem Herr Oberkantor Kochanowsky die Menorah und בעח ציד nach der Melodie von התקוה gesungen hatte, trug Herrn Liloy Karger einen stimmungsvollen, seibstverfassten Prolog vor. Dr. Rosenkranz rezitierte in bekannt glänzender Weise und las unter anderem die Menorah von Herzl. Frau־ Zahnarzt Schachtel, sowie Frl. Loberksi als auch .Herr־ Cerini gaben einige Klavierstücke zum Besten. Herr Grünberg fand mit seiner prachtvollen Stimme viel Anklang. Ein russischer Student . spielte auf dem bekannten russischen Instrument Balaaika. Der Abend nahm einen gemütlichen Verlauf und dürfen wir mit dem Erfolg zufrieden sein. 14 neue Mitglieder traten der Ortsgruppe bei. Natlonalfond 33. Mark: anwesend ca. 600 Personen. Unter den russischen Gästen bemerkten wir den bekannten russischen Zionisten־ Herrn M. Feldstein-Warschau, Direktor der Jüdisehen־ Kolonialbank» der sich augenblicklich hier äufhält. - S. WL Rybnlk, O.-Schl. Am Mittwoch, dem 27. Dezember 1905, abends 9 Uhr, veranstaltete die. hiesige junggegründete zlonistische Ortsgruppe ihre Makkabäerfeier, bestehend aus Anzflnden der Chanukahlichter, Prolog,' Festrede, Rezltation, Aufführung der Tendenzsatyre ״Amtsge ־richtsrat Markus”, und Vortrag Jüdischer Lieder. Am demselben beteiligte sich der grösste Teil der hiesigen Gemeinde und folgte mit lebhaftem Interesse den gelungenen Darbietungen.• Auch in pekuniärer Hinsicht war der Erfolg, obwohl ohne Eintrittsgeld, ein recht befriedigender. > Ä. Sch. Hannover. Am 31. Oktober hielt die Vereinigung ״Dorsehe Schlom Zion” Hannover ihre Generalversammlung ab. Die Neuwahl des Vorstandes ergab: 1. Vorsitzender J. Schnelling, 2. Vorsitzender J. Fadenhcclit, 1. Schriftführer S. Tannenbaum, 2. Schriftführer J. Kanner, Kassicrer S> Befser, Beisitzer die Herren Stift-Londner. Hannover. Am 18. November wurde die Zionistische Vereinigung ״Ahaw׳ath Zion” hier wieder ins Leben gerufen als ein DUkutierklub zionistischer und allgemein Jüdischer Ango- מ-5י,.יי^י*•^^ 1

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