Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XI (1906)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1906)
- Date
- 1906-01-05
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1 JÜDISCHE RUNDSCHAU yt Seite 9 1*1 ftühciten. Die Leitung wurde bestellt durch die Herren l. Vorsitzender B. Relngenbcim. 2. Vorsitzender׳ J. Schnelling, 1. Schriftführer stud. Bennensohn. 2. Schriftiührer M. Marcus. 1. Kassierer H. Marcus 11. Der Diskussionsklüb Ahawat Zion kommt icden ersten und zweiten Sonn* ־ abend im Monat zusammen. In der ersten darauf folgenden Versammlung hielt Herr R.-A. Grone mann ein Referat: ״Wie agitiert man sachlieh und vornehm?" Hannover. Am 19. November wurde hier durch Herrn B. Tannenbaum ein Zionistischer Frauenverein (Bnos Zion) gegründet. Vorsitzende ist Frau Schuf. Die Bnoth Zion hielten am 24. er. Abends eine Chanukah-Feier ab. Zur Aufführung gelangte ein Akt aus S u 1 a m i t h. worin Herr Stift und Frau Lehrer sich besonders auszeichneten. Darauf trug Herr Stift anlässlich der traurigen Lage unserer Stammesgenossen in Russland ein Trauerlied ״Kischinew" vor. Die Tendenzrede hielt Herr J. Schnelling. Eine Samm- -lung für die russischen Juden wurde vorgenommen. J. Sch. Cötben. Die Chargiertcnwahl des ״Akad. zionist. Tchioh" Cöthen (Anh.), ergab folgendes Resultat: cand. ing. Abraham Berstein, stud. ing. L. Kempe, stud. ing. B. Che in. Am 23. Dezember fand in unserem Verein eine Vorlesung über ,״Marxismus und die nationale Frage” von Idelsohn statt, woran sich eine lebhafte Debatte anschloss. Strassburg I. E. Am 23. Dezember 1905 fand im Kaffee Stahl unsere Makkabäerfeier statt. Um 9 Uhr eröfinete Herr Zahnarzt Hausmann, unser jetziger Präsident, die Feier. Nach dein Liedeבעח צ*ר sprach Frl. Paula Ham- »nel den Festprolog. Alsdann hielt unter grossem Beifall Unser Vorsitzende•־ Haus m a n n die Festrede. Der Redner Schilderte den Kampf um die Hegemonie zwischen den Helenisten und Juden. Während erstere die Körperpflege und KriegstÖchtigkeit als höchstes Ideal erstrebten, suchten letztere den sozialen Fortschritt immer •weiter zum Allgemeingut zu machen. Die Makkabäer waren die Träger des jüdi- Sehen Nationalkultus. Liebe zur Religion und Nation, sowie Liebe zum ererbten Vaterlande waren die Devise dieser Edelsten unserer Geschichte. Aisdann ging Referent auf die Kulturentwickelung der Juden unter römischer Herrschaft und die Zeiten des Mittelalters über, schilderte wie depri- •mierend die römische Suprematie auf die jüdische Kultur ' ,wirkte und wie unter dem Drucke des Mittelalters es schien, als sollten alle die edlen jüdischen Tugenden für immer ver־. schwinden. Die Assimilation schaffte sich das Judentum vielfach selbst, durch sein Eindringen in fremde Kreise. Sehr schön führte der Redner einzelne Punkte der Geschichte vor Augen und wusste bis zum Schlüsse seines Vortrags 'die Zuhörer in gespannter Aufmerksamkeit zu halten. Unser Vizepräsident Emil Bickhardt dankte dem Redner für dessen schönen Vortrag, er erwähnte, dass fast alle Grossen in . Israel anfänglich als Träumer und Schwärmer betrachtet wurden, so Joseph, Moses, Jesaja. Jud? Makkabi und zuletzt unser unvergesslicher Dr. Herz!. Herr Bickhardt schloss mit * den) Wunsche, dass, wenn auch diese Heroen unserer Geschichte nicht mehr unter uns weilen, doch deren Geist Israel niemals verlassen möge, und dass vor allem der Zionismus berufen sei, neue Makkabäer-Gestalten hervorzubringen. Schöne Rezitationen von Herrn stud. Carl Meyer. Frl. Rothschild. Frau Bickhardt. Frl. Hammel, sowie Musikpiäcen von Frl. Lob und last not least eine Samm- Iung für den Nationalfond beschloss die würdige Feier. B. Ch. R. A. Regensburger Zionistische Vereinigung (E. V.) Am 25. Dezember (27. Kislew 5666) hatten wir unsere Makkaböer-Feier Nach einer von unserem Ausschussmitgfiede, Herrn Lehrer B c h r flott gespielten Ouvertüre, hielt der 1. Vorstand, Herr Rudolf Weiner, die von warmen Pathos gotragene Festrede. — Ausschussmitglied Herr Alexander 5c״nörmann trug sodann in seiner bekannten packenden Welse-einige Gedichte von Morris Rosenfeld vor, während die folgende Piece, zwei, vom Stadttheatermitglied Herrn Fritz Robert wunderbar gesungene Lieder bildete. Nach einer kurzen Pause las das Stadttlicatcrmitglicd Herr Mut J״ngk einiges aus ..Ruth”, sowie das Gedicht: ״Wach auf mein Volk, mein Volk wach auf,” von Heinrich Loewe und erzielte, namentlich mit letzterem, nicht enden wollenden Beifall. — Weitere Glanznummern des Abends bildeten zwei Lieder, vorgetragen von Frl. Marietta Land vom hiesigen *Stadttheater. und Violin-Soli von Herrn Konzertmeister Reb- ־holz. ־ Künstlerische Leistungen, wie man sie selten ln Vereinen zu hören bekommt. — Nach weiteren zwei, glänzend vorgetragenen Liedern. von Herrn Robert, nahm Herr '״e**r!fsrabblner Dr. Meyer das Schlusswort, um die Feier vom historischen Standpunkte zu befeuchten. — Sein warmer Appell,'mitzuwirken für die Schaffung einer öffentlich, rechtlich gesicherten'.jüdischen Heimstätte, sowie seine ,Ausführungen überhaupt.ernteten reichen BeifalL .Wohl, können wir mit dem Verlaufe, des ,Abends, jedoch nicht mit dessen Besuch zufrieden sein, denn dieser liess viel zu wünschen übrig. ׳ ־ 1 1־ Sprechsaal 1 1־ Für die Mitteilungen an dieser Stelle übernimmt die Redaktion nur die pressgeseuiiehe Verantwortlichkeit Gesinnungsgenossen! Es ist angeregt worden, die Waisen, die bei den Oktober- Pogroms ilire Eltern verloren haben, in zionistischen Familien zu erziehen; andererseits will man dieselben in russischen Waisenhäusern unterbringen, wie der deutsche Hilfsverein vorschlägt. Gesinnungsgenossen! ' Wir haben für die Kischinewer Waisen gesorgt und sic’ nach dem Laude unserer Väter und unserer Kinder gebracht. Die Oktober-Pogroms haben uns bis jetzt uns‘ nur zu Gaben für die Selbstwehr veranlasst. Hierfür dürfte wohl fürs erste genügend öingegangen sein. Gedenken wir nun‘ auch der' verwaisten Kinder, wie wir deren von Kischinew gedacht. Sorgen wir jetzt, dass ihrer so viel als möglich in- Palästina erzogen werden, können, dass Palästina ihnen zur Heimat werde, da ihre jetzige Heimat sie des Teuersten, das sie’ besassen, beraubt hat. . Gebt und sammelt! H u g 0 S c h a c h t e 1. •Nationalfond .er.: Sammlungen für den Nationalfund, und andere zionistische Zwecke sind lediglich .zu senden an deij. Schatzmeister des Zentralbureaus, Herrn Max Wöllstein«!•.. Berlin HW. 33, =, ——״■= ׳.ר.ד־— Holsteiner Ufer 10. — —. =־==-ד Martin Asch er,. Naugard, sendet Dank und Gruss . seinem lieben Gerhard Buetow . 3,— Mk. Samuel Goldreicb, Köln, Selbstbesteuerung für Kislew ... . .. . . . . ... . .... . . I,— a Derselbe., statt Telegramm zur silbernen Hochzeit unseres verehrten Präsidenten David Woiffsohn, Köln.... . 0,50 , Durch J. Schnelling. Hannover:, Bfica.' Vergnügen des Jüdischen Turnvereins gesammelt 1,30, in der Gruppenversam 1 lung am 13. 8. 05 1,20, anlässlich der Freiburger Konferenz 2,—, bei der Hochzeit. .Kratzer, durch Stift 1,—, J. Schnelling 2 גדר.—,zusammen 7,50 Mk. abzgl. Porto . 7,30 , Heim ich Freyban, Breslau, gratuliert Jacob O pp e n* he im er, Halberstadt (verspätet, doch nicht minder herzlich) .. . 1י— v Derselbe, gratuliert zur Hochzeit Josef Auer* bach, Hamburg-Mainz. 0,50 a Derselbe, an Stelle von Blumen Tür Frau Grete Friediaender, Breslau, bei einer Einladung . 0,50 . Derselbe, ruft seinem lieben Freunde und ExkolUgcn Karl Goldschmidt, Halberstadt, bei seiner Abreise nach Amerika ,G00d Byeu und ם*ל וברבה * zu ... ...!,־־, Derselbe, Chaiukah-Spielgewinn. 1,30 . Frieda Tauber, Berlin, aus Freude über die Ankunft ihres ersten Neffen . ...... , _. .... ... . 0,50 . M. u. Fl. G o I d s c h m i d t, Hamburg gratulieren zur .. . Hochzeit Cahn-Auerbach . . ..0,50 , Kurt Jacoby, Berlin, beim Spiel gewonnen . . . 0,40 , Die Zionistische Ortsgruppe Lübeck, anstatt Depesche zur silbernen, Hochzeit unseres Präsidenten David Wo 1 ff■ ohn und Gattin, Köln 0,50 . Moses Cal Vary, Lazarus Bart^ und Felix Rosenbl.üth, Messingwerk," gratulieren' 'Familie Wagner, .Berlin, zum Erstgeborenen . . 1,50 9 M. u. Fl. Goldschiuidt, Hamburg, aus derselben Veranlassung . . . . . . . .... 1,— 9 Dr. Blau, Berlin, aus derselben Veranlassung . . , 0,50 . Frl. Berta Grodzin, Berlin, aus derselben Veran* lassung . . . . ..,..... .. 0,50 » Dr. Max Jungmann, Berlin, aus derselben Veran*