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Jüdische Rundschau · 1905-09-01 · Heft 35 (1.9.1905) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 35 (1.9.1905)
Date
1905-09-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 444 m JÜDISCHE RUNDSCHAU......JNtaU® verstanden! Per ist der beste Zion st. der am wenigst.1t nötig l»;׳t andere Z:ot1isten zu tadeln, sondern alle Zeit und Midie statt dessen auf eine frischfroldche Propaganda für den Zimtismus entwickelt n eeütitui• o!׳atitid sehe:!! (!eiste. In diesem Sinuc drucken wir das soeben erschienene Flugblatt des Strassburger Zioni.st'sclii n Vcre'ns au d e Zon'sten seines Pistrikts ab. in dem wir hoffen und wünschen dass allenthalben sich die Gesinnungsgenossen 7.u eifriger zionistischer Arbeit zusammenschlicsscn. wozu die Beschlüsse des VfI. Kongresses reich! eh Gelegenheit bieten. Pas Sehre ben des Strassbur.1.er Vereins lautet folgendcrmasscn: Zionistischer Vere'n Strasshurg. den 25. August 1005. Strasshurg. Gesinnungsgenossen! J'cr VII. Kongress hat getagt, der erste Kongress ohne unser״ unvergesslichen Führer Theodor Her 7.1. Erregt waren die Beratungen und heiss der Kampf. der sich, da entsuann um das Zionsideal das •cl.t in der Brust von Tausenden und Abertausende!! unserer Stainmesgcnnsseu n Ost und West. Es war zwar mancher gekommen, tun an dem alte! Prugram* ine der Grundteste des Zion. smus. zu rütteln und den Leitsteru 7. um Kr löschet» zu bringen der uns vom I. Kongresse ab eit! Wegweiser gewesen war durch das nächtliche üolnsdimkel. Aber die erdrückende!Mehrheit der Kongress-Delegierten gedachte der Worte, welche die Kirsten in unserer Bewegung am Grabe H e r /. I s geschworen hauen: ..W c!1::! c h I) c i n v e r g ä s s e. .1 e r 11 s a I e tu v e r ü 1> r 1׳ c m c i 11 c R e c 111 e!“ Sie schüttren aufs neue zum alttn Programme und taten da* durch der Welt kund dass ihnen das blau-weisse Banner mehr ist als c ji Stück Tuch, auf das man heute Zion und morgen Uganda setzt. Wiclit'ge und folgenreiche Beschlüsse waren das Resultat der Beratungen. An uns Z'ouistcu liegt es. rnitzuiiclfen. dass diese Resolut nnen zur Tat werden. Mit der Aufforderung, aufs Neue an die Arbeit zu schreiten, hat unser jetziger Führer P a v : d W n | j ו so 1! 1! den VH. Kongress geschlossen. Strass burgerZio nisten! Auch an Kucn ist descr Mahn- und Weckruf gerichtet. Unsere Bewegung hat hier in den letzten Monaten infolge allgemeiner und besonderer Umstände nicht gerade Fortschritte gemacht. Es gilt jetzt. Altes zu erneuern, K in g c s t f! r z t e s wieder» a u 17.11 * richten. Neues z u sc h a t f cn. Per Vorstand des Zionistischen Vereins!st unter Zuziehung einiger Gesinnungsgenossen, denen das nationale Ideal am Herzen liegt gleich nach dem VII. Kongress 7.11 einer beratenden Sitzung zusamnicitgctrctcn. um über M i 11 e I u n d W ege zur Wiederbelebung und weiteren P r o 0 a g i cr u n g unserer Ideen hier in Strass bürg zu debattieren. In der a u s s c r o r d e n 11. Generalversammlung, welche am 2. September a. c.. abends präzis 9 U h r. im Saale des Cafe Stahl mit untenstehender Tagesordnung stattfinden wird, werden wir Urne׳! positive Vorschläge vorlcgen und um Ihre Zustimmung dazu bitten. Gesinnungsgenossen! Wir richten an Huch die AufforJerung. recht zahlreich in dieser fiir die Zukunft unserer Bewegung in Strasshurg überaus wchtgtn Versammlung zu erscheinen. Tut Kure Pflicht wie wir auch gew i 111 s i n d. d f e u n s r i g e 7 u t u »1! Mit Zionsgruss! Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Bericht über den VII. Kotigress 2. Unsere weitere Tätigkeit 3. Bestätigung von Wahlen 4. Eventuata. Berlin Pas Zcntralbiirtau telt uns die Namen der auf dem Baseler Deutschen Pelegiertentag gewählten Mitglieder des Zentralkomitees folgeudermasseu mit: Dr. B o d c 11 h c.1 m e r. Gustav W o l f f. Julius S i rn 0 n. Dr. Elias. Dr. K. Adler. Pr. I’ r i c d c nt a n n. Pr. Kaufm a n n. Dr. Kalmus. R. A. Grone 11t a n n. Pr I e r c m 1 a s. Kerner die Mitglieder des Zcntralbiireaus: R. A. Dr. H a 1! t k e. Dr. K \ e e. R. A. Dr. L c s z y n s k \\ Dr. Sininnsoh n. Max W o 11 s t e i!1 e r. Die Redakton trifft keine Schuld au dieser verspäteten Mitteilung. Ks war ihr wie vielen andern beim besten Willen 111 •Basel unmöglich Ort und Zeit der Sitzung zu erfahren, in der die Wahlen stattfandeu. Wie w ir fetzt erfahren, war das der Fall, während die grosse Pah'ist iiaversammlmig •n der Burgvoigtei stattfand. tiamhurg. 111 der Mitgliederversammlung vom 2*1. August, die von über 150 Personen besucht war, teilte der Vorsitzende Dr. Kalmus zunächst mit. dass er unsere•!, neugewählten Präsidenten David Wolfsolin namens der ('rtsgruppc in einem Ikgi iissungstelegranun das Vertrauen ausgesprochen habe. Sodann berichteten de Herren Gustav (i. Cohen und Dr. Kalmus über die Beratungen des 7. Kongresses. Herr Cohen gab eine hoch nteressante Schi. Jerung der Verbandhingen:!er stellte sich auf dnt Standpunkt des politischen Zionismus und tadelte die prinzipielle Al;:c.‘.;:״ng des Uganda- Projektes durch die Kongresstuehrheit? Dr. Kalmus, der den gleeiciien Standpunkt vertrat, konstatierte, dass *■.amtliche 5 aus Hamburg erseli*edenen Delegierten in allen p:inz p'eüc:’ Kragen einheitlich gestinmit hätten. Sein Bericht erwähnte auch die hinter den Kulissen sich abspielenden Verhandlungen der I sjK.cn und dje Bildung des Verbandes pol.t sce.er Zionisten. Beide Delegierten betonten, dass zur Mutlosigkeit ken Grund vorhanden sei und dass trotz der Fartcib:׳!du׳::g im Innern die Geschlossenheit der Bewegung g׳*ge״iiher den Gegnern gewahrt bleiebn müsse. Hierauf brachte Dr. V. ctor namens des Vorstandes foiguide Resolutem ein: ..Die Zionistische Ortsgruppe Hamburg- Altona erkläit sch mit der Stellungnahme der Hamburger Delegierten auf dem Kongress einverstanden. Sie Mligt zwar de Ablehnung des Uganda-Projektes durch den Kongress, weil das;mgebotene Land sich nach dem Bericht der Expedit on nicht zur •Besiedelung fiir eine grosse ackeroautrehende Bevolkerung eignet, sic bedauert jedoch lebhaft, dass die Mehrheit des 7. Kongresses jede kolou'satorische Tätigkeit ausserhalb Pu'h'istinas und sc׳rer Nachbarländer auch als Mittel zur Krrcichuug unseres Z des prinzipiell abgelehnt hat. Die Ortsgruppe erwartet von efer l.eitung gauisatioii. dass eine kolonisatorische der zionistischen Or- Tat gkeit in Pa!:i?:':::1 erst da!>11 in Angriff genommen wird, wenn rec tieeu für dieselbe gegeben sind. Sie erklärt 11t! sich te (rarengegen mit den ttcnniscfieti und wissenschaftlichen Vorarbeiten der Pabist 11;,־Ko:m1 iss on einverstanden. Zur W ahrung dieser von lier/l vertretenen Grundsätze hält die Ortsgruppe die Gründüng besonderen Verbandes politischer Zionisten inn^rdass der hall? der Beewguug für notwendig in der H!*!!m1.״ nächste Kongress zu einer ale Teile befriedigende! fasstmg gelangen wird.“ Herr van Ukei. bisher n lim,den. protestier;׳. Beratung deser Resolution, da diese sämtliche.!! Beschlussdie r gegen Mitgliedern vor der Versammlung hätte mitgeleit werden müssen. Der Vors t/.eude wies diesen Protest als unbegründet zurück. Nach einer sachlichen Debatte, an der sich die Herren Holländer. Unna. Pr. med. David. Lcvisolm und Dr. Besser heteT;:c.i. wurde die Resolution mit allen gegen acht Stimmen angenommen. Nach der Abstimmung erklärte Rechtsanwalt Horowitz dass er gegen die Resolut on gestimmt habe, da er auf territoriaTstisehcm Staudntmkt si.'te. In der nächsten Sitzung sollen die Kongress! trichte der ähr,gen 3 Delegierten erstattet werden. DerVorstand. I. A.: Dr. Victor als Schriftführer. Emu. Als hocherfreuüches Zeichen zionistischer Solidaritat. wo auch 'tnrner unsere Gesinmuigsgenossen beisammen weilen, kann eine Versammlung am Dienstag, dem 23. August, in Bad Kms gelten. Von Ost bis West, von Amerika bis zur Krim waren unsere Gesinnungsgenossen erschienen, um nach einigen cinle'tenden Worten des amerikanischen Rabbiners Dr. L i k n a i z dem Kougrcsshcrichtc des Herrn Pr. N i e t!1 i - r ovv er Jassy zu tauschen. Auch in der durch die anregenden Worte des Herrn Dr. Nicmirovver hervorgerufenen Diskussion, her der auch ernste, wie mich die bekannt oberflächlichen Kinwürfe gegen unser Programm erhoben wurden, verstand es der Redner durch aktuelle Sclikigfertigkeit und logische Beweise, die Gegner zu widerlegen. Kinen grossen Eindruck trachte die meisterhafte und cncrgicvolle Aussprache unserer Gesimiuiigsgenossiu Frl. Sachs aus Berlin. Zjiii Schlüsse ssrmnelte Miss Mery Borowsky. London, zun: Bester, des Her.d-Oelbaumwaklcs. Mögen derartige Veranstaltungen in Badeorten etc. recht oft Nachahmung im zi״n. Parte finden. X ben c Rundschau Pückler und kein Ende Neue Pückler-Prozessc dürften bevorstehen. Darauf las: die Tatsache schliesseu. dass die Polizei jetzt gegen d Zettelvertciler vorgeht, die die Flugblätter des Grafen ve! breitet haben. So ist eine ganze Anzahl der Verbreiter eint Versanimhmgscnladuug mit Strafmandate» wegen groben Ur fugs bedacht worden, weil, wie es in den Strafmandaten heiss der Scldusspassus der Einladungen ״eine Beunruhigung de I

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