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Jüdische Rundschau · 1905-08-25 · Heft 34 (25.8.1905) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 34 (25.8.1905)
Date
1905-08-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Svite 422 JÜDISCH!: RÜN I) SCH AU N'< K 34 ־ Wir wollet) auch die anderen Punkte des Baseler Programms, die Zusammenfassung aller Juden und die Hebung des Volksbewusstseins nicht vernachlässigen. Vor allem wollen wir unsere Organisation so stärken und ausbauen, dass sie kräftig und festgefügt genug ist, um zu dauern, bis sie in ein Slaalswesen einmünden kam. Wir müssen ־daher für unsere Arbeit in erster Reihe Fachleute heranziehen und uns solche heranzubilden ן versuchen, damit die Organisation jederzeit ununterbrochen in Ordnung arbeiten kann die Landesorganisationen müssen gestärkt und gestützt werden, die Verhältnisse aller Vereine und Gruppen so geordnet werden, dass die Agitation eine einheitliche und zielbewusste wird. Wir müssen streng darauf bedacht sein, dass die Gesetze, die wir uns selbst gegeben haben, befolgt und alle Vorschriften über Vereine, Landesorganisationen und die Kongresswählen au? das Genaueste beobachtet werden. ׳ . Wir müssen auf die weitere Entwicklung unserer Piaanzinstitute bedacht sein und unermüdiieh für di: Vermehrung des Xationalfonds arbeite1׳, wir müssen aber auch die Finanzen der Bewegung selbst auf eine sichere und.gesunde Basis stellen. Z i o n i s t e!1! Brüder! ln unserer Bewegung haben sich verschiedene Anschaiiungen, verschiedene Parteien gebildet. Darin sehe ich durchaus keinen ^Schaden. Nur eine Partei kann durch Spaltungen Schaden leiden. Der Zionismus ist aber niclit eine Partei in der judci1h.it, der Zionismus ist eine Volksbewegung, ist das Volk selbst ln ihm können daher alle Richtungen und .Meinungen Raum linden, wenn sic nur a.u f den! Boden des B a s e 1 e r P r o g r a ורז m‘s st e h e n. Zionisten! Ein jeder von uns muss jetzt seine Kraft doppelt anspannen, mit doppelten) Eifer für unsere heilige Sache arbeiten, damit wir den unersetzlichen Verlust überwinden können,‘ der uns im l linscheiden unseres Herz! getroffen hat. Dann dürfen wir hoffen mit unseren eigenen Augen zu selten die Rückkehr nach Zion. K ö ln, in der Trosteswoche 5665. 1905. David ■Wolffsohn An unsere Leser Es bedarf unsererseits kann der Versicherung, dass wir das vorstellend skizzierte Programm mtsercr neue נ Leitung, das aut de.1 v, iciuiReii Beschlüsse 1 des VII. Kongresses basiert ist, als das unsere anerkennen und vertreten werden. Wissen unsere Leser doch zur Oem'!Re, dass wir seit langer Zeit standhaft. gegen Angriffe und Schmäiiimge!! vir! Ii; I,s und von rechts, in unentwegter Tm:e zu unserin verstorbenen!־'Uhrer, uic Kichtr.ng i:!; ■cRehaltet! haben, die durch die IlesJ! hisse des \ II. KenRresses nunmehr!;cell einmal!esik'el-cvt! ist!!!סי di.־ der Zionismus seit seiner Entsteluui^ doch immer innegchnUen hat. Auch eine ZeitimR -- wenn sie nicht zu einer papiemen Wctterfalme werde;! soll (der zu einem haltt-sott K lat seit- und Tratsckbkm - tmiss ein Programm, ein Programm. iiahen, das für sie von unbedingter Gd*c!rg ist. Das heisst aber keineswegs, dass eu\e geg!erisdie Meinung keine,! Kaum finden darf. Im Gegenteil. Sogar einer;mtizi )!listisclien Meinung, wenn sic mir i 1 eine anständige und Indische Form sieh kleidet, würde unser Blatt in angemessener Weise vt־׳ts zur Vertilgung stehen.. und um wieviel mehr natürlich einer p..sitiv-jiidiscl1en oder zionistische!!, die nur von der unseren Iiic und da abwciclit. Wir müssten ja wenig Vertrauen zu der Stärke und Festigkeil unseres Programms Iiabcu, wem: wir jeden Restierische; Windhauch fürchten w ürden. Ganz im Gegenteil sind wir der Meinung. der unser mmmehrige! Präsident auch in seiner Schlussrede am Kongress Ausdruck Rah: ״K a m p f ist Leb e n!“ Utrd sofern dieser Kampf auf der Grundlage des gleichen WoMe is ebenso wenig :ms grundsätzlichen Unterschieden wie at!s persönlichen Strebungen, sondern nur aus deu verschiede!.en Meinungen über Mittel und Wege seinen Ursprung nimmt, wird er aitci! . des sind wir gewiss! - stets zum .Sette.׳! des Gewollten ausschlagen, unseres giessen Zweckes der 1:rriclttu::r einer ״öffeittlichrechtlich gesicherten Heimstätte für das Jüdische Volk in Palästina“. Zu den! uns von Theodor Merz! überkommenen Lrhe gehurt vor allem die Einigkeit null die darin begründete Stärke 11 u. s e r e r O r g a!1 i sa t i o 11, die־ \ \\ r uns s i c lt t h a r i u der P c r s o u unseres 1־ ii li r e r s r e r e b e u i s t. Was uns unser ver- Steibcucr Führer in dieser Kiditur.g war. bedarf keines Wortes: das wissen wir, das weiss das Jüdische Volk, das weiss die Welt. Unser neuer Führer soll uns das erst werden! Dazu bedarf er der treuen Mitwirkung aller GesiummRSRencsseii, und es ist unsere Pflicht,

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