Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 34 (25.8.1905)
- Date
- 1905-08-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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[r'/Tno 0i\ 1 U u 010 umb x Abonaementsprels (Zusendung Inbegriffen) vlirteljlhrffeb: I. durch die Expedition» ■) In Berlin —,90 Mark, b) nach ■uswlrts I,— Mark, c) für das Ausland 1,50 Mark. S. In PeiUbonoemenl 1,25 Mark. Insertlonsprels die viergespaltene Petit-Zeile oder deren Raum 25 Pfennig. & Organ ^5 der Zionistischen Vereinigung für Adresse für Geldsendungen and Bestellungen: Verlag JOdiscbe Rundschau, E. 0. m. b. HL, Berlin N.5*. *usurfrtr. 43a. OeschEfUstuadea der Ezpedltloai täglich (ausser Sabbat und Sonntag) totmittags 10—1« nachmittags 5—7 Ubx. Deutschland Adresse der Redaktion: Berlin NW. 6% HelaiicbHitaatra— 4 Alle Rechte Vorbehalten. Abdruck aus der JUEDISCHES RUNDSCHAU nur bei voller Quellenangabe gestattet, Nummer 34 Berlin, 24. Ab 5665 — 25. August 1905 X. Jahrgang Aufruf! Mit der Wahl zum Präsidenten des Engeren und des Grossen Aktionskomitees ist mir eine ausserordentlich hohe Ehre erwiesen worden, die ich wohl zu würdigen weiss. Ich fühle aber zugleich die schwere Bürde und die grosse Verantwortlichkeit, die mir damit auferlegt worden ist. Es ist nichts geringes, die Arbeit aufzunehmen und fortzuführen, die unser HerzI uns als heiliges Vermächtnis hinterlassen hat. Acht Jahre hindurch war es mir vergönnt, ihm und dem Zionismus als treuer Mitarbeiter zu dienen. In dieser Zeit hatte ich Gelegenheit, die Grösse dieses grössten und edelsten Juden unserer Zeit zu bewundern und die Wucht der Last, die er getragen, zu ermessen. Wenn ich gleichwohl *dem Rufe willig gefolgt bin, so geschah es, weil ich es für eine selbstverständliche Pflicht halte, unserer grossen Sache mit ״vollem Herzen und ganzem Können“ zu dienen und weil ich auf die. Mitwirkung und Hilfe aller guten Zionisten zähle. Als Vorsitzender des Grossen und des Engeren Aktionskomitees, mit denen gemeinsam ich nunmehr die Geschäfte unserer Bewegung zu leiten habe, möchte ich in wenigen Sätzen den Weg bezeichnen, den wir nach meiner Ansicht jetzt gehen müssen. Das Grundgesetz unserer Bewegung bleibt das Baseler Programm, wie es uns der erste Kongress gegeben hat. Unser Ziel ist einzig und allein die Schaffung einer öffentlich-rechtlichgesicherten Heimstätte für das Jüdische Volk in Palästina. Von ihm dürfen wir weder nach rechts noch nach links auch nur um Haaresbreite abweichen. Wir dürfen weder abenteuerliehe Landsucher werden noch in Palästina philanthropische Kleinkolonisation treiben. Unsere Bewegung ist eine politische. Dieser Gedanke darf nie in den Hintergrund treten. Wir müssen wie bisher die Politik des Zionismus als die wichtigste Aufgabe unserer Leitung ansehen. Wir wollen Palästina in jeder Hinsicht erforschen, damit wir die notwendigen realen Unterlagen für die Zukunft schaffen und zur rechten Zeit mit den erforderlichen Kenntnissen ausgerüstet sind. Wir wollen aber schon jetzt alle jüdischen Privat-Unternehmungen, welche der Entwicklung des Landes zweckdienlich sind, mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen.