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Jüdische Rundschau · 1905-08-18 · Heft 33 (18.8.1905) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 33 (18.8.1905)
Date
1905-08-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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S:1־te 415 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 33 Hcrzls a'nc Ehrengabe ׳von jährlich 4000 Kronen zu hewilligen. . * Prof. Dr. War bürg beantragt, wiederum eine Pala 8 t i n a ־ K om tu 1 ss זוס ן *auf zwei Jahre mit jährlichem Budget von 15 »Hm Pranken zu wühlen, der aber das Kooptationsrec’it ziistelieu soll, damit ihr die Möglichkeit gegeben sei. in Palästina selbst Fachleute zur unmittelbaren Mitarbeit an der Kommission heranzuzichcn. Delegierter Dr. Werner beantragt hi seinem und Dr. Heinrich Lnewes Namen, eine zionistische Kommission einzusetzeu. die sich mit der Vorbereitung von Palästinareisen zu befassen hat. Der Antrag wird angenommen. Delegierter Schachtel (Breslau) beantragt, das Aktionskomitee aufzufordern, das Material der yor drei Jahren nach Ei-Arisch entsandten U peditiou der Palästina-Kommission zu überweisen. Auch dieser Antrag wird angenommen. Auf Antrag Wolffsobns wird beschlossen. 011c weitere Debatte über den ’Bericht des Aktions-Komitees wegen vorgerückter Zeit nicht mehr stattfinden zu lassen. Darauf w ird dem A k t i 1 ״! s - K o tu i t e c das Absolutorium vom Kongress votiert. In der Debatte zum 'Thema N a t i o n a I - F o 11 d s sprechcn eine Reihe von Rednern über de verschiedensten Fragen. Unter anderem spricht Delegierter Sei. ein k in (Balta) über die Frage, ob der Nationalfonds in Palästina Land kaufen könne und s״lle. Redner entscheidet diese Frage in positivem Sinne, da der Nati<urjli<>r,ds ja oimedics in juristischer Hinsicht einer Gruppe von Personen gehöre־, und somit auch auf den Namen einzelner vertrauenswürdiger Personen vom N'ationalfonds I״and gekauft weiden könne. Weiter stellt Delegierter D! T s c 111 e n o w (Moskau) den Antrag, eine ..Wohtunigsbcsteuerung" als feste Nationaltonds-Steuer fiir alle organisierten Zionisten cinztmihren. Da die I:i1!k<:nn’e!!stv1äer in Form der Selbstbesteuerung keine grossen Erfolge hatte, so schlägt Redner die in vielen Staaten eingeftihrtc Steuer nach der Wolunmgsmictc vor. Die entsprechenden .Massnahmen seien von den Landesorganisationen getroffen werden. BelegTrier Trietsch (Berliri stellt mit längerer Begrfmdimg einer! Antrag׳, nach dem der VII. Kongress in der Einbeziehung der N a c 11 b a r i ü n d e r Palästinas in den Arbeitsbereicl! der zionistischen Organisation sowolil das wirksamste Gegengewicht siebt gegen alle territorialistischen Tendenzcii, wie auch das beste progranirnässigc Mittel zur!Erlartgmig Palästinas und zur Beeirflussunfl der Emigrationsriclitung im zionistischen Sinne. Im Anschluss,daran soll der Kongress das Aktions-Korn tee beauftragen, ein "zionistisches A u s w׳ a n dermigsamt zu schaffen, das sich der Frage der Beeinflussung der jüdischen Auswanderungs-Richtung entsprechend, mit dem erweiterten palästinischen Land-Programm zu beschäftigen hat. * - Die zur Dürehtühruiiü dieser Aufgabe nötigen1 M i t t c I soll das Ahtions-Kom'tec berechtigt sein, falls nötig, leihweise aus den Zinsen des National-Fonds — bis zur Deckung oder Rückerstattung aus regulären Parteigeidern — zu entnehmen. - Der Antrag wird, vornehmlich wegen des letzten Passus, abgeleimt. Delegierter Ros enst ein (Jassy) beantragt, eine Korntmssion zur Prüfung der Rechtsverhältnisse, nutcr denen der National-Fonds Land in Palästina kauten kann, zu wählen und b i s z u r 1: r s t a 11 u n g des Berichtes d i e se*r Ko mm i ss i o!1 kein Land in Palästina d u r ch den N a t i o 11 a I f o n d s a!t z u k a 11 f e n. — Es liegen noch eine Reihe wc'terer Anträge in gleicher Riclitung vor. die schliesslich zu einem Konipromissanträg K a h 11 - T s c 111 e - n o w - R «sc 11 s t e i n vereinigt werden, der fast einstimmig angenommen w ird. Zu dem Referat über Organisations-Fragen cmliält als Referent der Komin ssinp das Wort Dr. A. H a n t k c. Alle Nebenfragen sind zuriickgestcllt worden. Eine Anzahl! unkte müssen aber uutiirgvmüss schon jetzt unbedingt ge- *u dert werden. An der J a 11 r e s k o 11 f c r e n z sollen sich m Zukunft nach Antrag Kokesch noch beteiligen die Präsidenteil des letzten Kongresses und die Präsidenten der Landes- Organisationen. Das engere Aktions-Kon» tce soll in Zukunft aus s i cb en Mitgliedern bestehen: das grosse Aktions-Komitee soll in ucrselhcn Stärke und Formation wie bisher bestehen bleiben, tie Besoldung der Mitglieder des engeren Akhons- Komitees ist vorläufig in Anbetracht der vorhandenen Mittel noch mclit durchführbar. Nur ein Mitglied, das etwa seinen Wohnsitz aus einer Stadt in eine aridc/e wegen seiner Wahl in das Aktions-Komitee verlegen müsste, soll eine Besoldung erhalten. Das Kongress-Bureau soll aus besoldeten Sckretären m’t einem gleichfalls besoldeten Generalsekretär an der »Spitze bestehen und dem Aktions-Komitee unterstellt sein, das auch die Sekretäre ernennt. Den Sitz des Kongress-Bureaus soll ebenfalls vorläufig das grosse Aktions-Komitee bestimmen. Prinzipiell soll das Aktions-Komitee nicht nach Landesorganisationen oder anderen Rücksichten, sondern nach Ressorts sich in die Arbeit teilen. Fachleute sollen für die verschicdeuen Ressorts de Leitung übernehmen. Welche Ressorts cinzurichtcu seien, soll sich au* der Praxis erst ergeben. Überhaupt bittet der Referent, die Vorschläge, die in der Kommission stets mit grosser Mehrheit gefasst worden se:en, als vorsichtige Versuche aufzmiehmen. von denen - abwarten; müsse, wie sic sieb bewähren werden, um datvich am nächsten Kongress definitive Vorschläge zu machen. Eine grosse Anzahl von Delegierten stellt nunmehr den Antrag, in Anbetracht der Wichtigkeit der noch vorzunehmendei׳ Traktanden den Kongress nicht zu schliesseu. sondern noch um einen Tag zu v e r I ä 11 g e r n. Ber Antrag wird mit grosser Majorität angenommen. Es *ritt eine Pause von zwrci Stunden ein. Nächste Sitzung um 7,l* Uhr abends. Abend - Sitzung Die Sitzung beginnt um 8 Uhr abends. Uebcr Organisu tonst ragen spricht vorerst de SoIa - Montreal. Hierauf kommt cs zu e uer H 111 d i g u 11 g für die Schwei z. Präsidmt Dr. Max Nordau: Das Präsidium wurde aufmerksam gemacht, dass die schweizerische Eidgenossenschaft heute dir Nationalfcst feiert, und dass das Fest an den Tag erinnert, an dem im J;*!1rc 1291 die Eidgenossenschaft gegründet wurde und d.T• Froheit und die Unabnängigkeit ihren Anfang nahm. Bei der tiefen Sympathie, die wir für das schweizerische *Volk hegen, ist es nur natürlich, dass wir die Gelegenheit gerne benützen (der ganze Kongress erhebt sich), um dem sch wy e i z e r i s c h e 1• Volk unsere wärmsten Sympathien auszudrücken. Wir wünschen, dass das Schweizer Volk noch lauge d eses Nationalfcst feiern möge und fügen dem Wunsche hinzu, dass auch wir in nicht allzu langer Zeit Gelegenheit haben mögen, die Feier des Tages zu begehen, an dem unsere eigene Freiheit den Anfang nah!11. (Begeisterte Hochrufe und nniutcnlanges Händeklatschen und Tücherschwenken.) Es sprechen hierauf zu Organisations fragen die Delegierten Dr. Werner. Löwy. Frau Svenrgorodskaja und Dr. Pasnianik. w׳orauf zur Wahl von C'cpcralrcdnern geschritten wird. Nach Erledigung einiger Orgaiüsationsangeregcnheiten und Annahme mehrerer Anträge, erklärt Rabbiner Reines-Lyda, der Führer der Misrachistin dass d:e Misrachl. soweit s‘e politische Zionisten seien, sich weder von diesem Kongress, noch von der grossen ziom'stischcn Organisation ausschlicssen (Beifall). ־ Prof. Dr. W a r 1) u r g teilt mit dass für den ״B c z a I e l“. Gesellschaft zur Förderung jüdischer Hausindustrie und Kunstgewerbe in Palästina, bis jetzt im ganzen etwa 10 (hio Fr. eingegangen seien und beantragt, der Kongress solle — weniger der materiellen als der id.eclleu Förderung wegen — für zwei Jahre eine jährliche Subvention von 2000 Franken beu lügen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Delegierter Schachtel (Breslau) regt an. dass die DividcmJenkupons der Jüdischen Nationalhank zur Bestreitung der Kosten der Paiästinakomniission d'escr zur Verfügung gestellt werden, was aber auf Antrag Dr. H e v 111 a n 11 (Berlin) aligelehnt wird, weil die dauernde Abtretung der Dividenden füf andere zionistische Zwecke nach aussen hin leicht den Eindruck cnvecken könnten, dass die Bank überhaupt keine Dvidende zahle. Darauf kommen die O c n c r a I r e d n e r zur Organisationsfrage u Worte. Als erster spricht Delegierter Boruchow: sodann spricht Delegierter Brody. der den vom Organisations-Ausschuss fallen gelassenen Gedanken eines Direktoriums wieder aufgeiumitmu wissen will. — Doleinerter Julius S i mon hält es für falsch bei der viel zu hohen Zahl von 52 Aktions-Komitce-Mitgliedern zu bleiben, und Hält cs fiir vollkommen ausreichend. 30 Mitglieder zu wählen. Ferner spricht der Redner sich gegen den Antrag aus.* in Palästina selbst eine Palästina-Kommission zu w’Ülilen. Nachdem noch der letzte Redner und als Schlussreferent Dr. Ehrenpreis (Sofia) gesprochen haben, nimmt Prof. Warbürg (Berlin) noch das Wort, um gegen die Einsetzung einer zweiter! Palästina-Kommission in Palästina selbst zu m

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