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Jüdische Rundschau · 1905-07-21 · Heft 29 (21.7.1905) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 29 (21.7.1905)
Date
1905-07-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 352 No. 29 n j י•-"• י־ו - 1 1 i. I 5 ,! f i? i; I 1 ,J * י י! 1 JÜDISCHE RUNDSCHAU gesammelten verkauft werden. Welche Summe aus dem Verkaufe von Zigarrenkisten. Rabattmarken und Zeitungspapier, der den lokalen Sammelstellen selbst obliegt, gewonnen wurde, lässt sich noch nicht feststellen, ebensowenig ist letzt schon genau anzugeben, wie gross der aus dem Verkaufe von Stollwerek- und Licbigbildcrn und Zigarrenbändern erzielte Gewinn ist. Vorläufig wurden cingcnoommcn: für Star.lot .... 72,43 Mk. (Abz. d. Auslagen) ״ Zigatrenabschnittc 34,75 ״ (Abz. d. Auslagen) I _ Sa. 107,1S Mk. Diese Summe erscheint vielleicht klein, doch ist zu bcrücksichtigcn, I. dass nur etwa J/a aller Ortsgruppen gesammelt hat; 2. dass die meisten der lokalen Sammelstellen erst 1- 2 Monate, keine über 6 Monate besteht; 3. dass die Zentrale nicht in der Lage war, für die Sammelidee genügend Reklame zu machen. Es ist 7.u hoffen, dass der bisherige, wenn auch kleine Erfolg, die noch aussenstchcnden Ortsgruppen anregt, sch der geringen Mühe des Sammelns zu unterziehen, und dass die Matcrialicnsammlung. die sich für andere, nicht jüdische Institutionen schon seit Jahren so gut bewährt hat, sich bald zu einer ergiebigen Einnahmequelle für uiisern Nationalfonds entwickeln möge. Margarethe Joel. Auf nach Basel! Einige Winke zur Reise. Für die Reise nach Basel werden denjenigen Gesitmungsgenossen, denen die Route noch unbekannt ist, vielleicht einige Angaben erwünscht sein. Route: Für Reisende aus Norddeutschland empfiehlt es sich, den Weg über Frankfurt a. M. und durch Baden zu nehmen, der sich durch Schnelligkeit. Billigkeit und Schönheit der Landschaft auszeichnct . Der Weg Frankfurt a. M.—Strassburg (durch das Eisass) bietet zwar den Vorteil durchgehender Wagen Berlin-Basel. Hamburg-Basel usw..• auch in der III. Klasse, ist aber weniger schön und etwas teurer (letzterer Nachteil füllt bei Benützung direkter Rückfahrkarten oder zusammengestelltcr Rundreisehefte fort!). Die Route über München ist von Norddeutschland aus erheblich länger und teurer. Fahrprc'sc: Die Preise für direkte Fahrkarten Berlin- Base! (fast genau die gleichen Preise gelten für Hamburg-ßascl) betragen: Einfache Fahrt: I. Kl. 9.70׳ M. — II. Kl. 57,70 M. — III. Kl. 40.60 M. Rückfahrkarte: I. Kl. 111,30 M. — II. Kl. 83,50 :M. — III. Kl. 57.80 M. Es empfiehlt sich jedoch, falls man nicht ein zusammengestelltes Rundreiseheft mit verschiedenen Routen für Hin- und Rückreise nimmt, nur eine Rückfahrkarte nach Heidelberg zu nehmen (Berlin-Heidelberg und zurück III. Kf. 38.40 M.) und von Heidelberg nach Basel und zurück die Badischen K ilom c te r lief t c zu benützen. Diese werde)! ausgegehen über 1000 km (1. Kl. 60 Alk., II. Kl. 40 Mk.. III. Kl. 25 Mk.) und über 500 km (nur IU. Kl. 12,50 M.). sind auf Namen lautend nid benutzbar für die Mitglieder eines und desselben Hausstandes, sonst nicht übertragbar. Die Strecke Basel-Heidelberg beträgt 251 km, sodass also für eine Person ein Kilometerheit zu 500 km. bei einer geringen Nachzahlung auf der Rückreise, gerade ausreiclit. Verbindungen: Die Verbindungen nach Basel sind zahlreich und gut. Für Reisende I. und ii. Klasse stellen von Berlin aus die beste Verbindung dar die Schnellzüge ab Bahnhoi Friedrichstrasse abends 9 Uhr 35 Min. (über Güsten- Nordhausen); ah Anhalter Bahnhof abends 9 Uhr 10 Min. (über Halle-Bebra). morgens 8 Uhr (über Halle-Bebra), mittags 1 Uhr 50 Min. (über Hallc-Nordhauscn). Die bestell Züge, die auch UI. Klasse führen, sind die Schnellzüge ab Potsdamer Bahnhof abends 7 Uhr 30 Min. (über Magdeburg-Nordhausen), sowie ab Anhaltcr Bahnhof nachmittags 3 Uhr 15 Min. (über Halle-:־ Bebca). Wer durch Baden (über H c i d c I - b e r g) reist,' hat in der Regel in Frankfurt a. M. u in z u ־ steigen, da die direkten Wagen I. und II. Klasse meist, die IH. Klasse stets über Strassburg geführt werden. Von den meisten Stationen Norddeutsciilands dürfte cs sich einpfchlcn, Ben Anschluss an die vorstehend aufgeführten Ziigc zu suchen, die für die Strecke Berlin-Basel eine Fahrzeit von 15—18 Stunden haben, und sämtlich auf den Untcrwegsstationen eine Reihe von Anschlüssen licrstcllen. Basel: Uebcr die Stadt Basel selbst werden unsere dort wohnenden Gesinnungsgenossen, die ja ein O r g a n i s ations-Komitec gebildet haben, den anwesenden Fremden sicher gern die beste Auskunft geben. Hier sei daher nur ciwälmt. dass Basel zwei Bahnhöfe hat. und zwar erfolgt d!c A n k u n i t bei der Reise über Strassburg auf dem Schweizerischen Bahnhoi. bei der Reise durch Baden (über Heidelberg usw.) auf dem Badischen B a h n h o i. Eine Verbindungsbahn stellt die Anschlüsse zwischeu den auf den bc'dcn Bahnhöfen aiikoininenden bezw. abgehenden Zügen her. Unseren Gesinnungsgenossen, die ja in Basel bleiben, ist jedoch zu raten, auf dem Bahnlinie auszu steig cn. auf dem sie angekommen sind (zu beachten, dass dann das G c p ä c k der Zollabfertigung wegen auch nach demselben Bahnhof zu dirigieren ist!) und die elektrische Bahn nach dem B a r i fi s s c r p 1 a t z zu benützen, an dem das Stadt kasino, unser Kongrcssgebäude. liegt, wo jedem weitere Auskunft von unseren Baseler Ercunden gegeben wird. Sonstiges: Da wohl viele unserer Gesinnungsgenossen einen Teil ihres Sommerurlaubes auf die Teilnahme am Kongress verwenden und den Rest daun in der Schweiz verbringen wollen, so sei denen, die nach der Mühe und Arbeit ililt wohlverdiente Ruhe haben möchten, geraten, sich ein stilles Dörfchen, weitab vom Fremdenverkehr, zu wirklicher Erholung auizusuchcn. Mit Hilfe eines guten Bädeker oder Meyer neuesten Datums (der Schaden, den veraltete Reist- Bücher und Kursbücher schon angestiftet haben, ist unberechenbar!) findet man solche Orte auch in dem so viel abgegrasten Berner Oberland, im Rlionctal und seinen Quertälern. am Vierwaldstätter See oder sonstwo immer in• genügender Auswahl. Sehr angenehmen Aufenthalt bieten im August z. B. auch die namentlich von Deutschen merkwürdig wenig besuchten kleinen Orte am südlichen (französischen) Ufer des Genier Sees, sowie die winzigen Dörfchen z wische n den grossen Fremdenstationen Lausanne und Montreux am nördlichen (schweizerischen) Ufer des Genfer Sees. — Wer dagegen noch Zerstreuung sucht, wer etwas sehen will, der wird nach Büdekers oder Meyers (siehe oben!) Anleitung die grossen Fremdeustrassen der schönen Schweiz durchreisen, wobei er nicht vergessen mag. dass die schweizerischen Eisenbahn- und Dampfschiffgcscllschuften O c 11 c r a I a 11 o 1111 cmciits zur beliebigen Benützung ihrer Linien in der III. Klasse für 35 Frcs. (15 Tage) bezw. 55 Eres, (ein Monat), in der II. Klasse für 50 Frcs. (15 Tage) bezw. 75 Frcs. (ein Monat) ausgeben, für die eine uuaufgezogeue Photographie des Bestvllers verlangt wird! (Audi auf die in Heidelberg und an verschiedenen schweizerischen Stationen Basel, Luz.ec״, Bern usw. aufliegenden festen Rundrcisckartcn für klciitere Rundfahrten sei hingewieseii; vollständiges V erzeichnis für 20 Cts. am Schweizerischen Bahnhof in Basel kauflieh!) — der wird die Alpeuriesen im Berner Oberland bewundern, wird die südliche Pracht des Genfer Sees und die französische Grazie seiner Anwohner kennen lernen, wird d;e Axcustrasse am Vierwaldstätter See entlang wandern, dem St.

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