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Jüdische Rundschau · 1905-07-21 · Heft 29 (21.7.1905) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 29 (21.7.1905)
Date
1905-07-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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No. 29 Seite 351 JÜDISCHE RUNDSCHAU Ich bitte Sie deshalb, hochgeehrter Herr, die Ihnen hier rnitgeteiltcn Tatsachen in der nächsten Nummer der WELT gütigst veröffentlichen zu wollen ... Es scheint nämlich, dass von mir unbekannter Seite eine sehr überflüssige, weil gcgdnstandslasc Hetze gegen mich und meine Wahl ins Werk gesetzt wird, und ich möchte, dass genau festgesteilt sei, dass mein schmerzlicher Erft- Schluss lediglich durch meinen Gesundheitszustand be,־ dingt und vor dem ersten Anzeichen jener Hetze gefasst und dem Aktionskomitee angcküitdlgt wuAlc . . . Der VII. Kongress Tagesordnung des VII. Zionistenkongresses In Basel. 1. Eröfiuhg des Kongresses. 2. Trauerrede; Dr. Max Nordau. 3. Wahl des Bureaus. 4. Rechenschaftsbericht des A.-K. Referent: Architekt O. Marmorek. 5. Bericht der P.-K. (Palästina-Kommission). Refcrcntc!!: Prof. O. Warburg und Dr. S0 sk i n. 6. Nationalfonds. Referent: Direktor J. Kremen e t z k y. 7. Organisationsstatut. Referent: Dr. O. Koke sch. 8. Propaganda und Agitation. Referent: Rechtsan walt S. Groncma n n. 9. EvciAuafia. 10. Neuwahl Ausserdem findet am Freitag, den 28. Juli, der ausserordentliche Kongress über die Ostafrika- Frage statt. Die Wahlprotokolle, Resolutionen und alle sonstigen den Kongress betrehenden Schriftstücke sind nicht mehr nach \\ ien sondern an das Sekretariat des Zionistenkongresscs, Basel, Stadtkasino zu senden. Bericht der Share-Klub-Zentrale für Deutschland 1. Allgemeines. Der Gedanke, den Vertrieb von Share-Marken in Deutschland zu zentralisieren, hat sich aus der Umständdlichkeit ergeben, mit dem Londoner Hcad Office wegen so kleiner Werte, wie sie die Sharc-Markcn darsteüen, zu verkehren. Die Porto- Spesen standen in keinem Verhältnisse zu dem Umsätze, 'den einzelne kleine Gruppen machten. Erst in diesem abgclautencn Geschäftsjahre (1. Juni 1904 bis 1. Jum!905) wurde die Zentralisierung durchgeführt, indem das vom Distriktsburcau Mannheim (Julius Simon) geleitete süddeutsche Vcrtriebszentnnn seine Konti der Berliner Zentrale übergab. Es muss bemerkt werden, dass seitdem von Seiten der süddeutschen Ortsgruppen eine Aktion für den Share- «Marken-Vertricb nur von Stuttgart (Vertr. E. Kaufmann) und Freiburg (M. Weil) zu bemerken war. Die übrigen haben, mit Ausnahme von Regensburg, das sein Konto teilweise beglichen hat und München, das seine Share-Marken retournierte, nichts von sich hören lassen. Wie gross der frühere Umsatz des Distriktsbureaus Mannheim war, kann hierorts nicht angegeben werden, wodurch sich weitere Folgerungen verbieten. Auch sonst ist darüber zu klagen, dass cs an dem Verstündnis für die Wichtigkeit unserer Bank und den Vertrieb seiner Aktion noch sehr gebricht. Hat auch Herr Wolffsohn auf dem Dclcgiertentag Hamburg 1904 bemerkt, dass die Umläge grosser Kapitalien in Werten unserer Bank kaum anzunehmen ist. weil unsere Bank kein ausschliesslich von kapitalistischen Erwcrbsintcressen und Dividendenmacherei geleitetcs Institut ist, so bleibt moralische Verpflichtung jedes Zionisten für den Vertrieb von Aktien und für die persönliche Erwerbung bestehen. Der Share-Klub ermöglicht es jedem, in kleinen Raten von 25 Pf. in den Besitz von Aktien zu kommen. Nur von einer kleinen Reihe von Ortsgruppen Ist dem Share-Klub besondere Sorgfalt gewidmet worden. Wie überall ergab cs sich, dass nicht die Institutionen, sondern ihre Vertretung und das Mass der aufgewendeten Energie den »Erfolg bestimmen. ,Am rührigsten haben gearbeitet die Ortsgruppen Königsberg (A. Sissle), Beuthen (Frl. Elly Gutmann). Hannover (B. Ncumann) und seit einiger Zeit besonders Hambürg (Dr. Kalmus und Goldschmidt). 2. Spezielles. Die Aufgabe der Share-Klub-Zentrale bestand erstens in dem Verkehr einerseits mit den Ortsgruppen, anderseits mit der Londoner Zentrale; zweitens in dem Vertriebe ganzer Aktien. Es wurden im Geschäftsjahre umgesetzt: an Share-Büchern . . . 210 Stück, an Share-Marken .... 5000 ״ Für einen grossen Teil der vollgcklcbtcn Bücher konnten Aktien besorgt werden. Leider ermatten einige Genossen selbst, wenn sie nur noch wenige Marken zu kleben haben. Ob die cingczahlten Beträge für nicht vollgeklcbte Bücher der Bank zu gute kommen, lässt sich aus der Bilanz der Bank nicht ersehen. An Ganz-Aktien (Nainens-Inliabcr) haben wir verkauft 40 Stück; für vollgeklcbte Bücher besorgt 22 Stück. 3. Bilanz. Kassenbestand am 1. Juni 1904 -. . 58,43 Mk. Einnahmen aus dem Verkauf. a) Bücher.116,50 ״ b) Marken. 1093,— ״ c) Aktien.. . . . 876.70 1 d) Spareinlage. 40,— י ״ 2184.63 Mk. a) Portospesen ...... 25,25 Mk. b) An Jewish Colonial Trust (überwiesen durch die Bank für Handel und Industrie) . . 2021,85 ״ c) Rückkauf von Aktien . . . 37,50 ״ 2084,60 Mk. Einnahmen ........ 2184,63 Mk. Ausgaben . 2084,60 ״ Kassenbestand am II. Juni 1905 100,03 Mk. Bericht f der Lübecker Zentrale für Sammlung und Verwertung von Materialien Die Sammlung von Materialien zu gunsten des jüdischen Nationalfonds wurde im Oktober 1904 durch das Zcntralbureau der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ins Leben ,gcrufen. Es beteiligten sich anfangs nur wenige Ortsgruppen, doen waren bis zum 1. Juli 1905 schon 24 lokale Sammclstellen eingerichtet. Bei der in Lübeck befindlichen Sammcl- und Verwertuugszentrale gingen im ersten Halbjahr Materialien von folgenden Ortsgruppe« ein: Berlin, Breslau, Hamburg, Glciwitz, Zabrze, Bonn, Kröbcn, Gr.-Strehlitz, Allenstoin, Schroda, Beuthen, Kempen, Varel, Ostrowa, Lübeck, ausserdem von einzelnen Sammlern aus München. Licgnftz. Schönlanke, Hcmgelav. Von den eingesandten Materialien wurden die Marken an die Philatelieabteilung der Nationalfondskonimission in Wien geschickt, wo sie zusammen mit den In den übrigen Ländern

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