Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 29 (21.7.1905)
- Date
- 1905-07-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 350 JÜDISCHE RUNDSCHAU mann stellt,1 der Materialienverwaltung des National־ foMs, die Frau Dr. Joel in Lübeck übernommen hat. urid des Gruppenvcrbandcs Hamburg, der die Nationalfonddepeschen und das Natianaliondilugblatt vorwaltet, hervorheben. In unsereb Mitteilungen, die fast wöchentlich in der JUEDISCHEN RUNDSCHAU ersehenen sind, haben wir die wichtigsten Beschlüsse veröffentlicht und allgen»״in interessierende Nachrichten öffentlich bekannt gemacht. Wir hoffen damit einen Einigeren Zusammenhang zwischen dem Zentralbureau und den einzelnen Zibnisten geschaffen zu haben. Die Mitglieder des Zentralkomitces haben zur Orientierung Auszüge aus muser(|1 Sitzungsprotokollen erhalten, ausserdem sind atfe,n Gruppen und Vertrauensmännern insgesamt 26 Rundschreiben zugegangen, die sich auf die verschiedensten Angelegenheiten des zionistischen Lebens bezogen. Die Mitglieder des Zentralkomitees haben *1, die Grup1>envcrbande 3 besondere Rundschreiben erhalten Letzteren ist auch zu Agitationszwecken ein Verzeichnis aller in ihrem Bezirk gelegenen Gemeinden mit mehr als 200 Seelen zugegangen. Das Zentralburcau hat seine Tätigkeit unter ernsten Auspücien begonnen. Seih erstes Rundschreiben musste den T(0d Theodor Herzls melden. Wir haben uns bemüht, soweit es an uns war, die üblen Folgc1:־, die der herbe Verlust seines Führers dem Zionismus zu bringen schien, beseitigen zu belieb. Wir sind überzeugt, dass die Stockung nunmehr überwunden ist. und dass das neue Arbeitsiahr die deutsche Organisation zu neuen Erfolgen führen wird. Berlin, dch 14. Juli 1905. Hantke. Leszynsky* Simonson. 1 W 011 s t e I n e r. _; ־; ־ 5 Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. 1. Der Defeglertcutag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland tritt in Basel, Zunfihaus zum Safran am 25. Juli, nachmittags 4 Uhr ^isammän. Die Ta ge.so r d n u n g ist folgendennasseil festgesetzt: 1. Ansprache und Bericht des Zentralkomitees: R.-A. Dr. Boden heim er; 2. Bericht des Zentrafbureaus: R.-A. Dr. Hantke; 3. Die Politik des Zionismus: R.-A. Qronernann; 4. Die Neuorganisation des Zionismus: Dr. Adolf Friede mann; 5. Der Zionismus und 'die nationale F~age. 2. Nachträglich sind uns noch folgende W a h I r e - su I ta te gemeldet: a) für den Kongress: Memel: Stellvertreter: Herr D. L. W o I f f s o h n. b) für den Delegiertentag: Lübeck: Herr Eduard Joel, Dr. Leo Landau. Stellvertreter: Lehrer Jacob Stichel -Hamburg, Referendar :Martin Meyer,- Lübeck. Chemnltz-Alittwelda: Dr. W a 11 c r F rä n k e 1 - Chemnitz. Cassel: Victor Oppenheim, Josef Elias. 3. FaUs einer der gewählten Kong ressdelegier tert׳ nicht imstande sein sollte, zum Kongress zu fahren, so bitten wir den Betreffendch höflichst, sofort auf das Mandat zu verzichten und uns dies mitzuteilcn, damit wfr die Stellvertreter rechtze'Jtig benachrichtigen können. 4. Diejenigen Herren, weiche bisher ausserhalb No. 29 | Deutschlands gw׳ählt worden s(od, haben wir hiervon in Kenntnis gesetzt. Herren, weiche sich als Kandidaten gemeldet haben, bisher eirje ־solche Nachricht aber nicht erhielten, sAid somit bis jetzt nicht gewählt worden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass noch in ,den lctztd.1 Tagen weitere Wahlen gemeldet werden. 5. Das Register zu den Protokollen der ersten 6 Kongresse ist nunmehr und zwar gegenüber den Veröffent- Heilungen in der JUEDISCHEN RUNDSCHAU üi wesentlich erweitertem Umfang in Buchform erschienen. Wir machen auf dasclbe. ganz besonders aufmerksam, da es ein unentbehrliches Hilfsmittel fiir die Benutznlig der Kongressprotokolle darstellt. Da!» Register ist vom Verlag JUEDISCHE RUNDSCHAU. Berlin; N. 54. Auguststr. 49a zum Preise von 75 Pfg. zu beziehen. 6. Wir haben von der Broschüre Nordau: Der Zionismus, 2. Auflage, 1000 Exemplare übernommen. Der Verlag JUEDSCHE RUNDSCHAU Berlin N. 54, Auguststrassc 49a, gibt dieselben bei Abnahme von miiidestens 30 Exemplan.11 fiir 15 Pfg. ab. 7. Ortsgruppen und Parteigenossen, die BegriHsungstelegramme an den deutschen Delegicrtentag und den 7. Kongress zu senden wünschen, bitten wir Itütliehst, hierzu Nationalionds.depeschen zu benutzen. Sammlungen vom 1. Juli 1904 bis 30. Juni 1905. I. K a t ו o n a I f o n d.. Spenden ohne Zweckbestimmung . . . . M. 7 Spenden für das goldene Buch.. 6080 Oclbäume und Herzhvald., 4</־.l Telegrammformulare." סי• ן Nationalfondmarken.13hi M 2 f.S4 ir. 85 Aktien der Jüdischen Ko'onialbank . . M, 1750 5000 Sharemarken.J2.r.O 30C0 III. Nationalgcschenk für die Kinder Her>ls . M. 17 217 1. ׳ Gesamtsumme: M, 41׳M7 Ein Brief Max IMordaus Aus einem Briefe Dr. Nordaus an Dr. Siegmund Weriier veröffentlicht die WELT folgci/de Stellen: Paris, 30. Juni 1905. Hochgeehrter Herr Kollege, Am 20. d. M. (J tt ni) schrieb ich Herrn Oskar M n rmorck, mit der Bitte, e> dem Aktionskomitee mitzuteilch, meine Gesundheit habe sich seit meiner Ruckkehr aus Karlsbad derartig verschlechtert, dass ich mein wider klarste Ueberzeugung bedingt unjj provisorisch gegebenes Versprechen, mich als eines der drei Mitglieder des leitenden Ausschusses zur Wahl stellen zu lasen, zu meinem tiefsten Bedauern zurücknehmen müsse. Ich empfahl zugleich, an meiner Stelle Herrn Joseph Co wen in die Kandidatenliste aufz1.|1cl1mcr» Zu meinem Erstaunen habe ich weder die übliche Empfangsbestätigung meines Briefes empfangen noch die Tatsache meines Rücktrittes von der •Kandidatur In der WELT angezcigt gefunden. Mit dieser Unter- Iassung kann ich mich nicht eil verstanden erklären. Ich halte cs für schädlich, dem Kongresse Uebcr* rasclnmgen in Personenfragch zu bereiten. Eine Ueber* raschung aber wäre es, wenn ihm erst in letzter Stunde, fast am Wahltage selbst, würde eröffnet w׳erden, das» die ihm bekanntgegebene Liste der Bewerber eine Ad1־* denmg erfahren habe. 1