Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 29 (21.7.1905)
- Date
- 1905-07-21
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 29 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 349 Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Zentral-Bureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland •* in Berlin. 1. Juli 1904 bis 30. Juni 1905. Einnahme n. 1. Landesbeitiäge pro 1903/4 .M, 2. Für dieLandesorganisation laut Vereinbarung zurückbehaltene Sckckclquote pro 1904/5 .. 3. LandcsSeiträce pro 1904/5.״ 4. Für die Landesorganisation laut Vereinbarung zurückbchaltcne Schekelquote pro 1904/5 5. Zurückerstattetc Agitationskosten.. Al. Ausgaben. 668.60 I. Ausgaben des Zentrat-Komitees.M. 580,— Hiervon sind 120 VI. no;h abzuführen. 491,20 2. Zuschuss »u den Kosten des Hamburger Delegierten- 271-3,60 tages 1904 .. 500,65 3. Agitationskosten... 919,85 1338,— 4. Ausgaben der Gruppenverbände .......97,60 ״ 689.60 6. Bureau Unkosten: e) Gebälter.M. 710,— b) Porti.611 ״,— c) Nationalfondmarken.. 88,— d) Bureau-Einrichtung.. 250,— e) Miete, Telefon, Reinigung . . . . , 885,55 f) Drucksachen, Schreibutensilien . . 376 ״,— g) Diverse.. 191,65 2612,20 ״ 6. Eingänge aus 1903/04 auf Betriebsfond-Konto über* tragen .... *.. 1159,SO _ Ueberschuss... . 20.90 5891,— M. 5891,— Bemerkung: Das Broscbürcnkonto ist uicht berechnet. Berlin, am 14 Juti 1004. Max Wollsteincr, Schatzmeister. Mitwirkung des überaus rührigen Oruppcuverbandes der Hansestädte eih NaticnaiiciidiiugUaU und Depeschenformularc hcrausgegeben. Wir liaben ferner 1500 Nationaltcndbiichscn hcrgcstdlt, von denen 1200 attsgegeben sind. In Lübeck ist eine Sainiuclstcl!•? für Materialicn, die zu Gunsten des N'au'onalfonds verkauft werden können, eingerichtet worden. Auch den Gebrauch von Natioiialiondniarkeu suchten wir zu fördern. Die in Deutschland bestehenden Shareklubs sind in Berlin zentralisiert worden. Der Erfolg unserer Tätigkeit AU die Verdoppelung der cingcgar.gencn Gelder. Wir sehen diesen Erfolg aber nur als einen geringen an. Den Sammlungen für den Nationalfond muss eine viel grössere Aufmerksamkeit als bisher geschenkt werden. Wir versprachen uns sehr v'ijel von den Nationalfondbiiehsen. Di,e bisher schon einmal geleerten etwa 300 Büchsen haben zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Jeder Zionist müsste es sich zur Aufgabe mache.11, seine Briefe mit Nationalii/.idmarken zu versehen. Dies ist jetzt wesentlich erleichtert, da wir sämtliche Marken haben gummieren lassen. Gerade hierauf weisen wir hin, da bisher nur -ein •einziger Gruppen verband — cs ist der der Hansestädte — in nei (lenswerten Mengen Nationalfondmarkcn von uns bezogen hat. Bei allen passenden Gelegenheiten ist für den Natichalfond zu sammeln. Uterin liegt gleichzeitig eine Agitation, die auf weite Kreise einen gü nstigen Eil!druck macht. Bisher haben leider nur eine kleine Zahl von Ortsgruppen, wie die in der JUED1SCHEN RUNDSCHAU veröffemlicliten Spendenlisten erkennen lassen, ihre Pflicht voll getan. &1 Oesterreich sind i.n diesem Jahr 115000 Kr. also fast 100 000 Mk. für den Nationalfond gesammelt worden. Wir hoffen, dass die Deutsche Organisation tald ein der Zahl der Deutschen Juden entsprechendes Resultat verzeichnen kalin. Neben der Arbeit fiir den Nationalfond ging die für das Nationalgeschenk au die Kinder Theodor Herzls. Sie hat in den nickten Gruppen gute Resultate erzielt. So sind h Berlin 3400 Mk., in Cöln 3200 Mk., in Hambürg 3000 Mk., in Frankfurt a. M. 1900 Mk., in Han, a°ver 1000 Mk., in Breslau 700 Mk. cingegangen. Wie uns die Regelung des Kastenwesens gelungen!‘st, ergibt der gleichzeitig veröffentlichte Etat. Da 1 unsere Einnahmen fast sämtlich erst in der zweiten! Hälite des Geschäftsjahres eingehen, so mussten wir einen Betriebsfond haben. Er beträgt, wie der Etat zeigt. 1159,80 Mk. und setzt sich aus den Ueberschfssen der früheren Distriktbureaus Berlin und Mannheim und der vom Jahre 1903/04 einbehaltenen Schekelquote zusanuncu. An Laudcsbe.trägen sind leider erst 2703 Mk. eingegr(1gen, während wir auf 4500 Mk. gerechnet haben. Das Zentralkomitee musste daher auch in die.- sein Jahre von seinem Recht, eine Quarte der Schekel- »gelder einzubehalten, Gebrauch machen. Es sind uns übrigens noch eine größere Anzahl von Lr|1desbeiträgen 1111־ Aussicht gestellt worden, dieselben sind aber noch nicht cingegangch. Betreffs dieser Ausgaben ver- י- 1 weisen wir auf den Etat Der Etat sowohl wie die j gleichzeitig veröffentlichte Uebersicht über die Samm-! hingen der deutschen Zionisten fiir zionistische Zwecke j zeigt, welchen grossen Umfang unser Kassenwesen genommen hat. Insgesamt sind über 50000 Mk. meist in ganz kleinen Beträgen durch die Hände uhsercs Schatzmeisters gegangen, so dass dieser Posten einer der wichtigsten unserer Organisation gewordep ist. In urmerer Aufstellung fehlt ein Vermerk über die 1 Kosten der ausgegangenen Flugblätter und Brosch iireh. { Die Auslagen sind durch Einnahmen fiir verkaufte Broi schüren gedeckt worden. Unseren Broschüre( ibestand! haben wir dein Verlag JUEDISCHE RUNDSCHAU j übergeben, da dieser bereits seit einem Jahr den Ver- sand der Drucksachen übernommen hat. Die Ei isammliing der Schekclgelder hat einen nicht unbefriedigenden Verlauf genommen. Da sie noch nicht abgeschlossen ist, kann die genaue Zahl noch nicht angegeben werden. Bisher sind 650 Mk. mehr als im vorigen Jahr eihgeganger». Das Zentralbureau erledigt die wichtigeren, Insbesondere die prinzipiellen Angelegenheiten kollegia- 1 liter. Fs hat im Laufe des Jahres 25 Sitzungen abge.* > halten, Di unserer Arbeit sind wir wesentlich durch j die von uns mit Genehmigung des Zentralkomitees ein- J gesetzten Ausschüsse unterstützt worden. Insbesoneiere müssen wir die Arbeit des Literarischen Aus- scltusses, a*1 dessen Spitze Herr Assessor Dr. Friedef nt*'?**•**ר