Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 26 (30.6.1905)
- Date
- 1905-06-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 26 Seite 307 JÜDISCHE RUNDSCHAU 7. Duisburg: D. Wolffsohn-Cöln. 8. MaDoheim: Dr. Julius Moses. 9. Emden: Gustav Schwabe-Varel. *>) für den deutschen Delegiertentag: 1. Königsberg: Dr. Hoppe, Dr. Pelz, R.-A. Dr. J&cobi. 2־. München: Dr. Sichel, Josef Schachnow, Felix Theilhaber. 3. Breslau: Zahnarzt Schachtel, Dr. Elias Auerbach, Dr. Sandler, Redakteur Julius Becker, Redakteur Gottschalk. 4. Metz: Dr. Dannenberg. 5. Leipzig: Dr E. Chamitzer, Dr. Mirkin, Julius Wiener. , 6. Regensburg: Julius Strauss, Alois Natzler. 7. Stettin: Hermann Jacob. 8. Hamburg: Dr. Kalmus, R.-A, Dr. Victor, Julias Holländer, Moritz Goldschmidt. 9. Mannheim: Julius Simon, LudwigGötzl, Otto Simon. 10. D. Wolffsohn-Cöln, Salomon Levy. Bekanntmachung. Während des Kongresses wird das Zentralorgan der zionistischen Partei, DIE WELT, täglich erscheinen. DIE WELT giebt hierfür Sond Orabonnements im Betrage von 2,50 Kronen aus. Es ist uns gelungen, für unsere Abonnenten eine Erm ässigung von l Krone zu erwirken. Jeder Abonnent der JÜDISCHEN RUNDSCHAU erhalt daher gegen Einsendung von 1,50 Kronen — 1,30 M. — an die Administration, üfsn IX, Türkenstressa 9, DIE WELT während des Kongresses frei ins Hans geschickt. Wir bitten unsere Leser, von dieser günstigen Offerte Gebrauch zu machen und den Abonnemenfcspreis von 1,30 M. gefl. einsonden zu wollen. Zur Ergänza n|g der täglichen Berichte der WELT wird die Zionistische Vereinigung für Deutschland in Verbindung mit uns während des Kongresses eine tägliche Korrespondenz herausgeben. Die Korrewerden wir gelegentlich besonders handeln. Heute aber geben wir einen Beitrag aus der Neuen Welt, wo ebenfalls im Jahre 1825 der Versuch einer praktischen Lösung der Judenfrage durch Herstellung eines eigenen jüdischen Gemeinwesens gemacht wurde. Dabei lassen wir die nicht in staatsnationalem Sinne gedachten Colonisationsversuche ausseracht, wie wenn ein angesehener Londoner Jude ebenfalls im Herbst des Jahres 1825 Ansiedler .rccrutierte, um in Florida eine jüdische Colonie zu stiften. (״Spener-Zeitung“ Nr. 260, 7. November 1825.) Dagegen wollen wir zerstreute Zeitungsnachrichten reproducieren, welche uns über den traumhaften Versuch berichten, bei Buffalo im Staate New-York ein neues Judenreich zu gründen. Denn wenn auch aus dem Gründungsversuche nicht mehr als ein grosses Flasco hervorging, so ist doch der Gedanke an und für sich interessant genug, und dann hat er seinerzeit ein so grosses Aufsehen erregt, dass damals beispielsweise die arg bedrückten Juden des Kirchenstaates daran denken konnten, die Besserung ihrer Lage von dem zu gründenden ״Ararat“ in irgend einer Weise zu erwarten. ״Bei den Anregungen,“ so schreibt die ״Spener-Zeitung“ in Nummer 282 von! 2. December spondenz wird den Vertrauensmännern der Zionistf3chen Vereinigung für Deutschland zugesandt werden. Verlag Jüdische Rundschau, E. G. m. b. H. N. 54, Auguststrasse 49 a. The Jewish Colonial Trust (Jüdische Kolonialbank) Limited Es wird hierdurch bekannt gemacht, dass eine ausserordentliche Generalversammlung des Jewish Colonial Trust (Jüdische Kolonialbank) Limited, im Stadtkasino, Basel (Schweiz), am Dienstag, dem 1. August 1905, um 12 Uhr mittags, stattRndet, bei welcher die nachstehenden Resolutionen vorgeschlagen werden. Sollten die Resolutionen von der notwendigen Majorität angenommen werden, so werden dieselben als Spezialresotutionen behufs Bestätigung einer zweiten ausserordentlichen Generalversammlung, welche späterhin einberufen werden wird, vorgelegt werden. Resolutionen dass die Bestimmungen des Memorandums der Gesellschaft bezüglich der Zwecke der Gesellschaft in folgender Weise abgeändert werden, nämlich: a) In § 1 der Klausel III des Memorandums sollen die Wgrt ״im vorgeschriebenen Gebiete" (welcher Ausdruck in diesem Memorandum Palästina, Syrien, irgend Jeden anderen Teil der asiatischen Türkei, die Habinsel Sinai und die Insel Cyprus bedeuten soll) oder in irgend einem Teile desselben anstatt den Worten ״in Palästina, Syrien und in irgend einem anderen Teile der Welt“ gesetzt werden. b) Anstatt § 2 der besagten Klausel III soll der folgende Paragraph gesetzt werden, nämlich: 2״. zu fördern, entwickeln, zu betreiben und zu führen Auswanderung von irgend einem anderen Lande oder von irgend anderen Ländern lach dem vorgeschriebenen Gebiete oder irgend einem Telle desselben in irgend solcher Weise, als der Aufsichtsrät für das füdisebe Volk In irgend einem Lande oder Orte vorteilhaft erachten mag.״*) *) Wir bemerken, dass dies der Wcrtlaut der Originalüber- Setzung ist, den abzuändern wir uns lucht für befugt erachten. Red. <L J. R. 1825, ״welche gegen dieselben stattfinden, ist es natürlieh, dass hier die projectierte Gründung eines neuen Judenreiches in Amerika durch Herrn Noah die offentliehe Neugier auf sich zieht.“ Der Gründer dieses einzigartigen Staates, der niemals wirklich ins Leben trat, war ein Herr Mordechal Manuel Noah, der im Jahre 1825 Grand-Island, eine Insel in der Nähe der Niagarafälle vom Staate New- York zu diesem Zwecke kaufte. Er nannte den Staat Ararat, weil er selber Noah hiess und hierin eine Anspielung־ auf Genesis Cap. 8, V. 4 suchte. Er selbst nannte sich Judge oder Schofet des Volkes Israel und bezcichnete sein Beginnen als den Anfang des Gottesreiches auf Erden. Heute will ich aber keine Zuusammenfassung und Darstellung des eigenartigen Unternehmens geben, sondern nur die zerstreuten Mitteilungen der Berliner Zeitungen zum Abdrucke bringen, welche sich hierauf beziehen. Den späteren Artikel des ״Daheim“*) lasse ich unberücksichtigt, da er mir, nach den gleichzeitigen Berichten zu schliessen, nicht wahrheitsgemäss zu sein scheint und ausserdem wenig Thatsächliches bietet Um *) Vgl auch ״Die Welt" No. 42 vom Jahre 1900.