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Jüdische Rundschau · 1905-06-23 · Heft 25 (23.6.1905) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 25 (23.6.1905)
Date
1905-06-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 290 JÜDISCHE RUNDSCHAU TM H , . ' 1! i :! M י i? ׳ ׳ . I' I •I M I $ i t I 1 I I I 1! r :־t Die Bibliothek wird in den Stand gesetzt, sich am internationalen Schriftenaustausch zu beteiligen. Das Kuratorium setzt alljährlich eine Aufsichtsbehörde ein, die aus Juden in Palästina besteht. Ausserdem hat sie für regelmässige, sachgetnässe Revisionen des Bestandes und der Verwaltung Sorge zu tragen. Das Kuratorium ist durch die Palästinakommission dem Zionistenkongress verantwortlich. Heinrich Loewe. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Wir erinnern sämtliche Ortsgruppen und Vertrauensmänner noch einmal höflichst an baldige Einsendüng der rückständigen Landesbeiträge für das am 30 Juni ablaufcnde Geschäftsjahr. Der VII. Kongress Das A.-K. gibt folgendes bekannt: Das Aktionskoinitee hat nur den kleineren Teil der Galerie für solche Gesinnungsgenossen reserviert, die aus weiter Ferne kommen, um an dem Kongresse teilzunelmien, dazu aber nicht immer gelangen konnten und sich schon vor einiger Zeit an das Kongressbureau um Eintrittskarten gewendet haben. Diesen Gesinnungsgenossen, die auch dem Nationaliond Spenden zuführen, soll bei rechtzeitiger Anmeldung Gelegenheit geboten werden, den Verhandlungen des Kongresses beizuwohnen. Im übrigen steht nach wie vor der grösste Teil der Galerie dem Publikum kostenlos zur Verfügung. Das Kongressbureau gibt bekannt, dass Galleriekarten für den VII. Kongress nur gegen Erlag von Fr. 20.— reserviert werden können. Die anderen Karten werden nur in Base! ausgegeben. Bericht über de Arbeit der Kommission, welche von der Zlonisten-Organisation ausgesandt wurde zur Erforschung des Territoriums, das der Organisation von der Britisehen Regierung offeriert wurde zum Zwecke einer Jüdischen Ansiedelung In Britisch-Ostafrika. Vorwort (Aus dem EngÜSwhen übersetzt.) An die Mitglieder des Aktions-Komi.ees der Zionisten-Bewegung. Ich habe hiermit *die Ehre, Ihnen die Berichte der Herren Major Gib b^ ns, Kaiser und W i 1 b u s c h vorzulegen. Diese Herren begaben sich im vorigen Dezember nach dem Britischen Ostafrika, um das Gebiet,י das den Zionisten zum Zwecke einer jüdischen Niederlassung von der englischen Regierung angeboten wurde, zu erforschen. Der von der englischen Regierung ursprünglich gemachte Vorschlag war, dass wir eine Kommission nach Ostafrika entsenden sollten, damit diese sich mit den dortigen Autoritäten darüber berate, welcher Teil des Protektorates, wenn überhaupt einer, den Zionisten zum Zwecke einer Niederlassung überlassen werden könnte, und um in! allgemeinen über die dortigen Zustände und Aussichten Bericht zu erstatten. Dr. Herzl zog es Jedoch vor, dass die englische Regierung ein bcstimmtes Gebiet Vorschläge, und nach Verhandlungen No. 25 mit dem obersten Verwaltungsbeamten des Landes geschall dies im Januar des vorigen Jahres. Dr. Herzl hielt es für wünschenswert, bevor weitere ' Schritte getan würden, dieses endgültige Anerbieten der j englischen Regierung dem Aktions-Komitee vorzulegen, j das sich im Anfang des vorigen Jahres versammelte.! Es wurde damals beschlossen, sofort eine Erforschungs- ז kommission zu organisieren. j Dr. Herzl wurde kurz nach der Versammlung des! Aktions-Komitees krank, und diese Krankheit und sein Tod, der -ein so unersetzlicher Verlust ist, trugen natürlieh dazu bei, die Absendung der Expedition zu ver-; zögern. Aus diesem Grunde begab sich die Kommission; erst im vorigen Dezember aus England nach Ostafrika. j Sir Harry Johnston, früher oberster Verwaltungsi beamtcr des Protektorates, nahm grosses Interesse an 1 der vorgeschlagenen Konzession und hat uns oft mit ausgezeichnetem Rat und praktischer Hilfe zur Seite ge- ' standen. Unter anderem schitig er eine kleine Abweichung vom Anerbieten der Regierung vor, die aus vielen Gründen zu empfehlen ist. Herr Kaiser und Herr Wilbusch scheinen beide, nach ihren Berichten zu urteilen, unter dem Eindruck zu stellen, dass die von Sir Harry Johnston vorgesehlagene Abweichung ein abgeändertes Anerbieten der Regierung ist; die auf ein solches abgeändertes Anerbieten bezüglichen Bemerkungen beruhen also auf einem Irrtum, und da sic zu grosser Verwirrung Anlass gegeben hätten, sind sie aus cRmi Berichten gestrichen worden. Wir brauchen nicht zu sagen, da!>s die in den Berichten ausgesprochenen Schlussfolgerungen dadurch in keiner Weise beeinflusst werden. Den getroffenen Vereinbarungen gemäss wurden die Berichte der Herren Kaiser und Wilbusch Major Gibbons unterbreitet, da er der Führer der Expedition war. Er hat seinem Bericht einen Nachtrag beigefügt. : der Notizen über die Berichte seiner Kollegen enthält. ’ Es wäre nicht am Platze, wenn ich hier eine Meinung ausspräche, die ich mir durch ein Studium dieser Berichte über dieses Gebiet für Zwecke einer { jüdischen Niederlassung etwa gebildet hätte. Die Sache geht wohl den Kongress an, dem wahrscheinlich die j Vorschläge des Aktions-Komitees über den ganzen Plan ' vorgelegt werden sollen. Ich zweifle jedoch nicht ' daran, dass die Verhältnisse, unter denen allein der Plan ' annehmbar sein könnte, genügend berücksichtigt wor-; den sind. Dr. Herzl setzte diese Verhältnisse in einem! Briefe an Sir Francis Montcfiore, datiert 14. Dezember ' 1903, auseinander. In diesem Briefe sagt er: | ״Vier Elemente sind meiner Ansicht nach notwendig, um uns das Anerbieten der englischen Regierung als innerhalb der Grenzen der praktischen Politik erscheinen zu lassen: J 1. Die Ausdehnung des Gebietes mims eine genügende sein, um Einwanderung nach einem soldien Massstabe zu ermöglichen, dass sie mit der Zeit den Druck merklich verringert, der heutzutage auf den Juden im Osten lastet. 2. Das Gebiet muss durch ein Volk wie das unscrige kolonisierbar sein. j 3. Der Konzession müssen solche autonome Rechte erteilt werden, dass der jüdische Charakter der Niederlassung erhalten bleibt. , 4. Und — was wahrscheinlich die Hauptsache ist — die Begeisterung unseres eigenen Volkes für drtt Anerbieten muss solcherart sein, dass alle die so naheliegenden Schwierigkeiten, die auch; unter den günstigsten Verhältnissen bei der Errichtung einer Niederlassung sich fühlbar machen müssen, dadurch überwunden werden können.“ •יד

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