Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1905)
- Date
- 1905-05-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 19S JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 18 gezogen. Unsere nächsten Arbeiten in Palästina sind nicht Selbstzweck. Wir wissen, dass sie der künftigen Entwicklung einu»;üdischen Gemeinwesens in Palästina die gesunden Grundlagen geben werden, und nur i!וו Hinblick aui dieses G e!11 cfnwesen wollen wir sic leisten. Das ist das Eine. Das Zweite aber ist: Dass diese Arbeiten die Politik unserer Bewegung s t ä r k c n, uns bei unseren Verhandlungen mit den Regierungen untci׳,stützen sollen. Unsere politischen Arbeiten aber sollen sich nicht nur auf eine Basis in Palästina stützen: Wir müssen immer mehr daran arbeiten, die Massen des Jüdischen Volke:» der nationalen Organisation zuzuführen, wir müssen immer mehr dazu tun, die moralischen und materiellen Kräfte unserer Bewegung zu erhöhen. Das Zcntral-Komitee hielt es darum für angebracht, noch einmal an die Punkte des Baseler Programmes zu erinnern, die die Stärkung des Volksbewusstseins, die Kräftigung unserer Institutionen und Fonds zum Inhalt haben. Mögen die Ergebnisse ernster Stunden, in denen wir alle׳» prüften, was den Zionismus bewegt, die deutsche Organisation festigen und zu neuer Arbeit anspornen, zur Ehre und zum Nutzen unserer Idee. Möge das Beispiel unserer Einmütigkeit auch aui unsere zionistischen Brüder in den anderen Ländern einigend wirken und sie mit neuer Hoffnung und Tatkrait erfüllen. DEUTSCHE ZMON IST E,N Wir fordern euch auf, unverzüglich an die Arbeit zu gehen und dafür zu sorgen, dass der 7. Kongress sich zu einer würdigen und fruchtbringenden Kundgebung gestalte. In den nachfolgenden Thesen sind die Ergebnisse unserer Beratungen ziisammengefasst: Erklärung des Zentralkomitees der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Wir erblicken im Baseler Programm die unerschütterliche Grundlage des politischen Zionismus. Demnach ist das Ziel der zionistischen Bewegung die Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte für das Jüdische Volk in Palästina. Wir lehnen daher den Territorialismus ab, der als Ziel der Bewegung an die Stelle Palästinas ein anderes Land setzen will. Da sich das Ostafrikaprojekt schon jetzt als undurchführbar erweist, ist es für uns nicht erforderlich, zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Im Uebrigen sind wir der Ansicht, dass die Ausführung von Kolonisationsprojekten ausserhalb Palästinas und seiner Nachbarländer nicht Sache der zionistischen Organisation sein soll. Als die nächsten Aufgaben der Bewegung betrachten wir: 1. Aufrechterhaltung und Ausbau der angeknüpften politischen Beziehungen. 2. Systematische Ausgestaltung unserer bereits vorhandenen Positionen in Palästina, um die realen Unterlagen und die nötige Stärkung für unsere politischen Aktionen zu schaffen. Im einzelnen erstreben wir in dieser Hinsicht: Wissenschaftliche Erforschung des Landes und seiner Verhältnisse., Förderung wirtschaftlicher Unternehmungen, Landerwerb und Stärkung der Anglo- Palestine Company. Umwandlung der städtischen Bevölkerung in ein produktives Element. Einwirkung auf die Kolonisationsunternchmungen in Palästina im nationalen Sinne, insbesondere auch im Hinblick auf die nationale Erziehung der palästinischen Jugend. Schaffung von Arbeitsgelegenheit für einwandernde Juden, soweit die Einwanderung auf legalem Wege möglich ist. 3. Ausgestaltung der Organisation und Ausbau der zionistischen Institutionen. 4. Unterstützung aller Massnahmen, welche geeignet sind, das jüdische Selbstgefühl und Volksbewusstsein zu stärken. Das Z.ntrajkomitee der Zionistischen Vereinigunglfiir Deutschland. '*•’*•'**SiBaai® l¥C^SäR,T>KS#P*•*? -_ -•׳• •~י- «דד 1jWlljWl" יויי• ■ו1י1יןייויוי «k*