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Jüdische Rundschau · 1905-03-31 · Heft 13 (31.3.1905) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 13 (31.3.1905)
Date
1905-03-31
Page
– (sequence 13)
Language
German
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*t JÜDISCHE RUNDSCHAU \ Seite 145 Diese Ausgabe, deren Preis auf 30 Mark angesetzt wurde, wird nur auf Grund von Vorbestellungen angefertigt und wird später tm Buchhandel nicht erscheinen. Wir haben nun von mehreren Seiten die Anregung erhalten, aul diese Ausgabe, die nur in einer kleinen Auflage hcrgestellt wird, auch eine Subskription für die Vereine, lnstitutionen, Lesehallen, Bibliotheken usw. zu eröiinen, nachdem bereits eine beträchtliche Anzahl von Exemplaren durch Einzel- Personen bestellt wurde. Da das Werk Ende April ersehenen soll, bitten wir, Be- Stellungen baldmöglichst aufzugeben und richten dieses Ersuchen auch an Einzelpersonen, die für sich m>ch Exemplare reserviert haben wollen. Eiir die überseeischen Länder wird eine Anzahl von Exemplaren zurückgelegt werden. Eiir Russland hat Herr B. A. U o 1 d b c r g , \V i I ji a . die Freundlkrhkcit, Bestellungen entgcgenzunchmcn. Indem wir all denen, die dieses Andenken an den verewigten Zionistenfiihrer in einer wahrhaft schönen und vornehmen Ausstattung bewahren wollen, die Subskription auvelegcntlich empfehlen, erbitten wir r.׳)cl1mals möglichst sofortige Bestellung. J ti d i s c :: er V c r 1 a g. Bcrliii-Cliarlotteiibnrg Hcrderstr. 3—4. —I Aus der Beweguijg ן— An die Orlsgruppen-Vorstände Zur Verindcltin^ von Unregelmässigkeiten bei der Zustellung uns. Blattes, bitten wir um geil. Ausgleich der rückständigen Abonucmcntsbeträge־ und pränuinerando Zalilung per II. Quartal 1905. % Zur Beachtung Das Zentral - Bureau der Zionistischen Vereinigung für Deutschland befindet sich vom 1. April d. J. ab W. 66., Alauerstr. 2 UI. Telefon: Amt I. 5181 (durch Pietmann & Scbüssler.) Berliner Zionistische Vereinigung. Donnerstag, den 13. April, wird in einer Mitgliederversammlung Herr Dr. A r thur Hantkc über ״Die jüdische Ko 1011 ia 1 battk“ referieren. Es werden ferner im Laufe des April einige der üi Cöthen gehaltenen Vorträge für die Mitglieder der Berlincr Zionistischen Vereinigung wiederholt werden. Näheres demnächst. Der Vorstand. Berlin. Am Donnerstag, dem 23. März, sprach im grossen Saale der Berliner Ressource Prof. Dr. K u r r c i n (Tcplitz) über .,Hcrzl's Pläne“. Der Redner gab in warmherziger und agitatorisch äusserst wirksamer Weise ein Bild von Theodor Herz l’s Entwicklungsgang vom ..Judenstaat“ durch die Kon- «resse hindurch bis zu ..Altnculand“ und zu seinem leider allzu frühen Tode. Leider schloss sich keine eigentliche Debatte an den interessanten Vortrag. Einige neue Mitglieder wurden für die Ortsgtuppc gewonnen. Berln. Am 23. März veranstaltete die •Berliner Zionistische Vereinigung“ in den Sälen der Brauerei Königstadt ein Purim-Kinderfest, dessen Leitung und Ausgestaltung die ,.Jiidisch-nationale Erauenvereinigung“ übernommen hatte. Nicht weniger als 500 Kinder waren zur, Feier erschienen. Nach einer kurzen Bcgriissungsansprachc. in welcher Fräulein R. Krucz die Kleinenherzlich willkommen hiess, w׳utde den Kindern an der prächtig gedeckten Taiel Kaffee und Kuchen verabreicht, sodann wurde ״ein schmetternd Lied" angestimmt. Herr Halber! hielt eine Festrede. Dem hübschen Theaterstück, durch Fräulein Cb. Sachs sorgfältig e'nstudiert, sowie den Liedern des Herrn Lcppiettcr wurde die ungeteilte Aufmerksamkeit der kleinen Zuhörerschaft zuteil. Den Glanzpunkt des Nachmittags bildete aber unstreitig der entzückende Reigen, den acht kleine Mädchen in blauen, mit Silberfäden durchzogenen Kleidern, welsse Schleier in den Händen, tanzten und den Fräulein M. Amolski einstudiert hatte. Eine Riescnpolonaise. bei welcher kleine Geschenke verteilt wurden, 'beschloss den hübschen Nachmittag, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. A. Berlin. Am Sonntag, dem 26. März, nachmittags drei Uhr »and in der Turnhalle des Dorotheenstädtischen Realgyוזזnasiums ein Schauturnen des Jüdischen Turnvereins ״B a r ־ K o c h b a" statt. Die Darbietungen der verschiedenen Abteilungen waren durchwegs recht •anerkennenswert; besonders hervorgehoben zu w׳crden verdient die Musterriege« die ihren Namen vollauf verdient. Die Ansprache hielt der Vorsitzende Dr. Julius M o s e s- Berlin; aus den Reihen der Turner selbst hielt Elias Auerbach eine zündende nationaljüdische Rede. — Abends fand ein Purim- Kommers statt, dem ein Tanz folgte. Glelwitz. Unser Purim fest war ein grosser Erfolg unserer Sache. Trotzdem es nur ein Vergnügen war, diente cs zur Erfüllung des Baseler Programms durch Stärkung des jüdischen Volksgefiihls und Selbstbewusstseins. Wir sind schon heute einer der einflussreichsten Faktoren der hiesigen Gemeinde. J. L. Dresden. Die hiesige Zionistische Ortsgruppe veranstaltete am Montag, dem 20. März, eine Pur:v1ieier. Die Festrede hatte Herr Dr. phil. Gotthold Weil aus Berlin freundliehst übernommen. Der übrige Teil des reichhaltigen Programms umfasste musikalische und deklamatorische Vorträge unter anerkennungswerter Mitwirkung von Frau Eger, Frl. Schaniro und Herrn Swerulin und Feingold. — Der Abend war von etwa 300 Personen, grösstenteils leider nur Gäste, besucht, von denen mehrere als Mitglieder gewonnen wurden. — Die Verlosung brachte einen ansehnlichen Ueberschuss für unsere schlecht bestellte Vereinskasse ein. Es wurde dem Festredner ein Oclbaum gespendet und ausserdem 9-30 Mark dem Nationalfond überwiesen. Hannover. Am 22. März fand in der Vereinigung Dorsche Schlom Zion eine Purimfeier, verbunden mit einer Theateraufftihrnng König Ahasver (von Goldfaden) statt. Begrüssung durch den Vorsitzenden J. Schnelling. Ansprache; R.-A. Grone 111 a 11 n. Aiainz. Unser Ortsgruppe veranstaltete am Purimabend die herkömmliche Feier, die gut besucht war und unter der Leitung unseres Vorsitzenden. Herrn St Lazarus einen anregenden und fröhlichen Verlauf nahm. Herr Dr. Friedema an־ Wiesbaden hielt die Festrede, die mit grossem Beiiall aufgenommen wurde. Dann folgten humoristische Vorträge, Chorlieder, musikalische und deklamatorische Darbietungen, welche die Festteihiehrncr bis lange nach Mitternacht zusammen hielten. Die Sammlung für den Nationalfond ergab einen ansehnlichen Betrag. H. ö. «■ Rundschau ■*« Jüdisches Kinderfest in Mannheim Heut muss dieser Bericht dcii Rahmen sprengen, der sonst den Vereinsmitteilungen zugeteilt ist. Man kann nicht in zusammengedrängten, kurzen Worten von unserer Feier erzählen. Sic war zu schön, um sich so trocken berichten zu lassen. In der RUNDSCHAU hatte man gleich den Gedanken ireudig begriisst, als wir in Mannheim beschlossen hatten, ein jüdisches Kinderfest an Ihirim zu veranstalten. Unter uns aber waren die Skeptiker. Die kamen mit ail den Bedenken von gestern. Und prophezeiten ein mächtiges Fiasko. Ein derartig Feiern, in breitestem Rahmen, in voller Oefientlichkeit und in Mannheim! ־- Im Komitee aber war inan guten Muts. Und mietete einen der grössten und schönsten Säle. Und dann war der noch iiberiüllt! Ueber 6<H) Kinder, gegen 500 Erwachsene, also weit über 1111)1 j Personen, kamen. Nicht viel mehr als!00*י jüdische Familien wohnen überhaupt hier. Und dabei begann die Feier nachmittags 1־ Uhr. Die Erwachsenen sasseu auf den Emporen: cer Hauptsaal war fiir die Kinder reserviert. Einem Komitee von 30 jungen Damen waren sie zugeteilt; die sammelten die Kinder um sich in einem besonderen Saal und reihten sie in ihre Altersgruppen ein. Das Komitee, in ciuhcUUoUer Kleidung als Zimmermädchen, war mit voller Hingebung bei der Sache. Es herrschte eine wunderbare Ordnung; wenn man bedenkt, dass seihst drei- und vierjährige Kinder gekommen waren. Fast alle waren maskiert und allen gab mau Fähnchen Ü1 hlau-we:sser Farbe und dem ״Magen David" darauf. So zogen sic dann, von Musik begleitet und von den Koniitcedameii geführt, in den Saal. Das war vielleicht der schönste Anblick. 600 Kinder, mit leuchtenden Augen in verschiedenster, oft sehr reizender Maskerade mit wehenden Zkmsfahncn. ו f > % t

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