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Jüdische Rundschau · 1905-02-03 · Heft 5 (3.2.1905) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 5 (3.2.1905)
Date
1905-02-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 52. * * I i i. : 1 *;; t •׳ 1 : s I I; 1! ו i I . ן 1 4 l 1' I * י I? I .!!׳ f JÜDISCHE RUNDSCHAU. —! Aus der Bewegung Berliner Zionistischer Vereinigung. Unsere Mitglieder werden gebeten, sich bei festlichen Gelegenheiten der Telegrammformulare. die vom Verbandsbüro der Hansestädte herausgcgeben sind, zu bedienen. Die Formulare werden mit 5 Pi. pro Stück bered net und mit einer Anzahl Wationalioitdmarken versehen. Die Marken sind sofort zu entwerten, um Missbrauche zu vermeiden. Unncklcbte und ungestempelte Formulare körnten nicht zur Ausgabe gelangen. Der VERLAG JÜDISCHE RUNDSCHAU. Berlin N.. Auguststr. 49 a, ist für die Berli.icr Zionistische Vereinigung V'erkaniszentraic. au die wir alle Be- Stellungen zu richten bitten. Der Vorstand. Berliner Zionistische Vereinigung. U 11 s e r e M i t g I i e - der werden dringend gebeten, die p c r s ö tt - liehe Propaganda v o n M a 11 ti z u M a 11 11 i n tt nt ־ fangrciclterer Weise als bisher zu betreiben. hUr weisen daraut hin. dass das neu herausgegebene Flugblatt No. 6 recht geeignet erscheint, weitere Kreise aui unsere Bewegung hinzu weisen. Bestellungen nimmt das Zentralbüro. Frfcdrichstr. 55, entgegen. Das Flugblatt wird zum Selbstkostenpreis von I Pi. pro Stück abgegeben. Anmeldungen von Mitgliedern bitte י wir an Dr. Klee. \V.. Neue Bayreuther- י Strasse 2. Pr. Katz N. Greifswalderstr. I oder .1. Waguc r. Prenzlauer-Allee 9, zu richten. Der Vorstand. Berliner Zionistische Vereinigung. I*er Hiitsvereiu der deutschen Juden benötigt iiir sein A 11 s w a u d c r u n g s b u r o einiger erfahrener Hilfskräfte, die sich iiir die Vormittagsstunden und zwar je für einen Tag der Woche zur Verfügung j stellen. Wir bitten daher diejenigen unserer älteren Mitglieder. , die über freie Zeit verfügen, ihre Bereitwilligkeit zur Mittrbeit an die Adresse unseres Vorsitzenden, Dr. Klee. I’erli ו W..; Neue Bayrcutherstr. 2. freundlichst gelangen zu lassen. Der Vorstand. i Berlin. Die Fortsetzung der Debatte über .Die Prinzipien J dei Pai leid sziplin fand am Donnnerstag. den 26. Januar, in! den Königssälen statt. Nach einer äusserst iruchthringenJen ’ Diskussion, an der sich die Herren Flias Auerbach. Reinhardt. D r. Israel Auerbach. T r 1 e t s c 11. Feiwcl. D r. üoldberg u. a. beteiligten, wurde ein von ungefähr 30 Mitgliedern der Berliner z,'onistiseheu Vereinigung Unterzeichneter Antrag angenommen, laut dem in einer in Kürze cinzubcrufeudett Ocftcral versa nt nt 111 u g über j systematische Tätigkeit in der Vereinigung Beschluss gefasst werden soll. Auf jeden Fall hat die ganze Diskussion ausser- : ordentlich viel zur Klärung der Ansichten beigetragen. Berlin. Die BerMner Zionistische Vereinigung plant noch für Februar eine grosse S t u d e 111 c n v e r s a ni m i u 11 g . worauf sehen heute hingewiesen sei. ln der letzten Felmiarwoche wird eine Generalversammlung abgehalten werden. Berlin. Diejenigen unserer Mitglieder, welche S a m m e I ־ buchsen für den Nationalfond wünschen, werden gebete.1. ihre Bestellung an Frau Lina Wagner. N. Pretizlauer Alice 9, zu senden. Wir rechnen aui iebhafte Beteiligung. Die Büchsen werden unentgeltlich verabfolgt und durch Boten in das Haus gebracht. Die Abholung der gesammelten Beträge wird später vierteljährlich gegen Quittung durch legitimierte Vertrauensmänner erfolgen, das erste Mal Anfang April. Der Vorstand. Berlin. Aut dem Diskussionsabend der Freien Verbindung ״Hasmonaea” wird Herr Dr. Berthold F c i w e 1 atu nächsten Sonnabend, dem -1. d. M. über das Thema: ״Versuch einer psychologischen Begründung des Zionism u s” sprechen. Fs steht zu erwarten, dass bei dem rühmliehst bekannten Redner sowohl, wie bei dem äusserst interessaiiten Thema sich ein zahlreiches Publikum cinfinden wird. Jedes Mitglied der Berliner zionistischen Vereinigung. Damen und Herren, sind herzlich willkommen. Der Vortrag findet, wie bekannt, in der Alten Schönhauserstraste 23—24, Rückgebättdc I. Stock, statt, und beginnt pünktlich um 9 Uhr. Berlin. Die ,.Jüdisch-nationale Frauenvereinigung” ist fleissig an der Arbeit und die Dlskussionsabividc zeitigen ihre Früchte. Kin neuer Versuch, den überraschenden Erfolg dieser Abende ad oculos zu demonstrieren, gelang wieder sehr gut und brachte (Dienstag, den 17. Januar) Fräulein Cilly Taub c r mit ihrem Vorträge ..Moses Mendelsolms Lehen und Wirken” reichen Beifall. Es kann nicht oft genug aui die Bedeutiing dieser Di.skmsionsabende hinge wiesen werden, imd niügiichst alle Mitglieder der ..Jüdisch-nationalen Frauenverein gung" miisste.1 daran teiinchmcn; sollen doch die herangebildeten Rcdncrinnei! 1'iir den Zionismus eine kräftige Pro* paganda unter den Frauen der Provinzstädte machen. Ausserdem wird eine ..Jugemlpropaganda" heabsicht'gt, um heranwachsende Mädchen in der. f'ioiiismus cin/.uiuhren und sie mit se neu Bestrebungen bekannt zu machen. Auch sonst bietet sicii den Frauen des Vereins ein reiches Arbeitsfeld. Das Auswanderer-Komitee. Potsdamerstrasse, dankt cs sicherlich sehr den vier Damen, welche .den bereit erklärten, je einen Vormittag in der AYoche ihre Tätigkeit in den Dienst dieses Komitees zu stellen. Möge das Beispiel recht viele Nachahnserlmien finden! A. Dresden. In eine! öffentlichen Versammlung, die von J mehr als 150 Personen besucht war, hielt Herr Rechtsanwalt Gr Orientalin aus Hannover am 16. Januar einen überaus anregenden Vortrag über das Thema: ״Eniigrationsfrage und Zionismus". Redner beleuchtete zunächst im allgemeinen die Ursachen der forcierten jüdischen Emigration, die :11 den letzten Monaten durch die russischen Massenarsziige Ziffern von ungeahnter Höhe erreicht hat. In seinen weitere:! Ausitihrungen ging er aui den Gegensatz zwischen dem politischen Zionismus lind den bisher vorherrschenden lufiltrations- und Philantropic-Bestreluvigcn ein. (Wenn wir auch bei der tnonientanen furchtbaren Notlage helfend uud lindernd mit eingreifen, so lassen wir doch dabei unser Endziel nicht ausser Übersicht über die Ereignisse der letzte! etwa anderthalb j Jahre gehen, die zum Lachen und zum Denken in gleicher . Weise zwingt. Der ehrliche Freimut des SCHLEMIEL- Jungniann hat ihm zwar viele Feinde zugezogen. -־- jeder Schlcmiel erwirbt sich eben durch sein Mundwerk allmählich eine werte Reihe von Feinden — aber die aufrichtigen Freunde ’ und Verehrer, die er sich noch in viel höherem Masse er• j worben hat. werden ihn darüber zu trösten wissen. Die herzliehe Anerkennung, die er hei liuserm Herzl gefunden hat, d ssen Andenken die Augmtimmmcr gewidmet ist. möge ihm weiter ein Beweis sein, dass die besten im Judentumc, gerade die, an die der feine Spott nicht heranreicht, die den SCHLEMIEL nicht zu fürchten haben, seine Verehrer und Freunde bleiben werden. Freilich wünschten wir, wenn man ,bei SCHLEMIEL 1 etwas wiinscl en darf, dass er weniger - ich möchte sagen ־־•; intim oder intern wäre. Auch haben ihm seine Zeichner bis- ’ weilen seine besten Witze weniger deutlich gemacht, als der; Kopf sie sich gedacht hat. der dem Zeichner den Auitrag gab. | so in Nummer 5 vom Mai 190-1, wo F'aust-Klaus.ier auf den; Knien liegt vor Klausner. Der liegende Klausner wurde nur von denen identifiziert die ihn sich sehr oit in Versanunlungen auch schief angesehen hatten. Sonst stellt vielfach die; Illustration des SCHLEMIEL auf derselben Höhe wie sein Witz j und seine Dichtung. Freilich erzählt Cnaitti Josse! auch zu oft recht alte Witze. Das hat SCHLEMIEL nicht nötig. Der SCHLEMIEL ist durch seine unverhohlene Kritik alles dessen, was faul־ in der Judcnheit ist, der beste Bundesgenosse des Zionismus. Daher ist es die Pflicht des Zionisten, durch Mitarheit und Abonnement das vortreffliche Blatt zu unterstützen und sich damit eine absolut sicher treffende Waffe zu erhalten. H. Sachse. Edmund Eisler: Juda. Episches Gedicht. I. Budap e s t 1904. Ls5 S. S ״. Das gut ausgestittete Buch wäre besser nicht gedruckt worden, denn der ausgezeichnete Wille des Verfassers hat es doch nicht vermocht, ihn in einen Dichter uni/uwandeln. Er hätte zu dem Denkmal das dieses Buch setzen soll, einen Weg suchen sollen, auf dem er mehr zu Hause war, als in der Dichtung, zu der eben mehr gehört als blosser guter Wälle und tiefe Gefühle. Einzelne bessere Stellen vermögen nicht das Ganze zu retten. Hätte der Autor nicht gerade Dichter sein wollen, sün redlicher Wille und seine Begeisterung, gehoben durch sein tiefes Gefühl, hätten gewiss etwas Schönes zu stände gebracht. Der zweite Teil, der zu erwarten geblichen ist. wird hoffentlich ■in Prosa sein. hl. Uber die Zukunft Israels. Eine kritische Betrachtung von t Fabrius Schach. Berlin: M. Poppetauer 1904. 24 S. 8°. •50 Piennig. Der Autor ist uns nicht unbekannt. Auch als Autor nicht. Frc.lieh spielte er mehr eine Rolle hei inneren PaTteiverhältnissen und keineswegs immer eine solche, die wir zu billigen vermögen. Das Hindert nicht anzuerkennen, dass die vorliegende 153P rwm jJt• ' *piuppi.A *3"\sr ימי

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