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Jüdische Rundschau · 1905-01-27 · Heft 4 (27.1.1905) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 4 (27.1.1905)
Date
1905-01-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Seite 41. ■־YVfrifr■ fM»i1 fi itnr /rvr •i'-t f •^~1fnr*1־!nrTiirfrriitV »*ז rrr■ wt 1 r! ir 1»*■! fttvyit > N0 _JÜDISCHE RUNDSCHAU —ן Aus der Bewegung ן;—ן Itsrt'n. Am Dienstag, den 17. d. Mts. hielt Herr Pr. P. i* c i t c 1 b c r g im Distrikt ״Osten“ unter dem Vorsitz von Dr. Max .1 u n g 111 a 1111 ein Referat über ..Die Grundlagen des Zonismus." Die Versammlung war relativ gut besucht und hatte einen recht anregenden Vcr’auf. An der Diskussion, die sieh 1 über die verschiedensten fragen nmcrhalb des Zionismus er- | streckte, beteiligten sich die Herren Dr. Ooldbcrg, Dr. י Jung») an 11. De* zionistischen Partei sind eilige Mitglieder beigetreten, und auch der Nationalfond hat sein SchcrHcin erhalten. Berlin. Da der 111 No. 2 enthaltene Bericht über den Vortrag des Herrn Dr. B u d c 11 h e i m e r ־ Köln zu der missverstündlichen Auffassung Veranlassung gegeben hot, als habe der Redner durch seine Verquickung des Berichtes über die frankfurtcr Konferenz m't der Agitationsrede die am fndc der Vcr* Sammlung folgende peinliche Diskussion verschuldet, so stellen wir auf Wunsch, hiermit fest, dass das weder den Tatsache. 1 entspricht, noch in dem Bericht ausgedrückt werden sollte. Berlin. Am Mittwoch, den IS. Januar 1905, hielt die. Berliner Zionistische Vereinigung in den ״Königssülcn" eine Müglicder-Versamtnung ab, in weehcr der 2. Vorsitzende. Herr Dr. Julius K a t z ein Reierat über das Thema .,P ringipicn der Partci-Diszipli n" erstattete. Dem Referat folgte eine angeregte Diskussion, welche nach Mitternacht vertagt wurde . Diese Vertagung (auf Donnerstag, den 26. Januar) wurde besonders notwendig durch die scharfe Kritik, die von verschiedenen Seiten an dem Vorstände geübt wurde. Berlin. Die Diskussionsabende der J ii d i s c h - :1 a t i o - 11 a I c 11 F r a u e!1 v e r e i 11 i g u 1! g finden nicht mehr Sonnabends. sondern alle 14 Tage, M o n t a gs. statt. Der nächste Diskussionsabend ist Montag, den 30. d. Mts;, abends 9 Ulir, Dirksenstr. 46. Berlin Auf dem nächsten Diskussionsabend der Freien Verbindung Hasmonäa wird Herr Redakteur Julius Becker das Referat hallen über die Frage ,.Zionismus oder Judenstaat?“. Zeit: Sonnabend, den 2S. Januar, abends 9 Uhr (pünktlich) Lokal: Alte Schönhauser Strasse 2324־, Rückgebäude. Berfln. Am Sonntag, den 29. Januar, abends ־יא-• Uhr. findet im ״Künstlerhaus’’, Bellevuestr. 3, ein von den hiesigen russisch-jüdischen Studierenden veranstaltetes Konzert statt unter Mitwirkung von Frau Sophie Heimaim- Engel. Frau Isabclla Louie, Dr. Mark öimzburg. Josef Malkin und Herrn Neustadt. Nach dem Konzert 13 a 11. I; iitrittskarten sind zu I, 2. 3 und 5 Mark an den durch Plakate kenntlichen Stellen zu haben, u. a. bei Wert 11 e i m. Der Besuch dieses festes der jüdischen Studenten ist sehr zu empfehlen. Dann werden vielleicht einmal die vielen falschen Vorstellungen borichtlgt werden, die noch immer auch in jüdischen Kreisen über das Leben und Treiben der ״Verschwörer” spuken. Hannover. A111 10. Januar sprach in einer öffentlichen Versammlung Rechtsanwalt Grone mann über das Thema: ״Die Eniigrat'onsfrage und der Zionismus’’. In seinem iH’Stündigem Vortrage schilderte der Redner die Ursachen der planlosen Masscnauswandcniitg aer Ostjuden. die gänzliche Erfolglosigkeit der Bemühungen der grossen jüdischen Gescl’• schäften, auf dem Wege der Wohltätigkeit dem Massenelend abzuhelfcn, und die drohenden Einwandertnigsbcschränkiingen in England, die strengere Handhabung des Einwanderungs• Verbotes in den Vereinigten Staaten. Nur eine grossziigige Politik, wie sic das Basler Programm darstellt, wird die Juden־ not beseitigen können. Ausführlich besprach der Redner die Lebensarbeit unseres verewigten Führers Theodor Herzl. Die Versammlung, die recht gut besucht war, spendete reichlich Beifall1. In der Diskussion sprach Herr Höxter über die Kulturarbeit, die der Zionismus dadurch leistet, dass er die Indifferenten aufrüttelt und ein lebendiges Judentum schafft. Trotz mehrfacher Aufforderung meldeten sich Gegner nicht zum Wort. — Das Büro hat sich konstituiert. Vorsitzender ist Herr Rechtsanwalt ü r o 11 e 111 a 1111. Kassierer Herr Neumann, Schriftführer ü:1״ Prcsskorrespondent Men Referendar Block, die Zentralstelle für den Nationalfond hat Herr Schnelling. B. b. Hamburg. Das Zionistische V e r h a 11 d s * B 11 r י der Hansastädte veranstaltete am 17. d. A\. seine erste Propagaiidaversaminhiug in Harburg. Dr. Kal 111 ns hieit einen inhaltsreichen und formvollendeten Vortrag über das 1 ״Wesen des Zionismus״ ln der Diskussion behauptete Herr Lehrer B a c 11 c n h e i m c r. ein Jüdisches Volk gebe cs nicht mehr; in! Talmud befinde sich ein Satz, der besage, dass mit der Zerstörung Jerusalems auch das Jüdische Volk aufgehört habe, zu existieren. Die an ihn gerichtete Frage, an welcher Stelle des Talmuds sich dieser Satz beiinde, erklärte er für naiv und berief sich schliesslich, um seine Ansicht bezüglich der Existenz eines Jüdischen Volkes zu stützen, auf die Autorität des Deutschen Rahb.ncrverbandes. Zwei andere Herren machten einige sachliche Bedenken geltend. In der Diskussion wurden seitens der Herren Estcrmami. Dr. Besser und des Referenten alle Einwürfe in sachlicher, aber entschicdcncr Weise widerlegt. Weitere Veranstaltungen sinJ für Wandsbeck. Kiel und Bremerhaven in Aussicht genommen. - Am 19. d. M. hielt bei der wöchentlichen Zusammenkunft der hiesigen Ortsgruppe Herr D r. Robert L c v y einer, interessanten Vortrag über das Ghetto in London, ln der darauf fulgcrden Wochenschau , dem üblichen Referat über Ereignisse der letzten Woche, wandte sich Rechtsanwalt Dr. Victor unter dem Beifall der Vcrsamm'ung gegen die Konstruierung eines Gegensatzes zwischen^ Zionisten und Tcrritoriaüstcn. w ie sie in einigen Art kein der JÜDISCHEN RUNDSCHAU versucht worden sei. Eine lebhafte Diskussion schloss den Abend. Hamburg. Hier hielt am 17. d. M. Dr. Oroimnaiii! einen sehr interessante:! Vortrag über das Thema: E m i ־ g r a t i o n und Zionismus. Redner erörterte 111 sacb ־ lieber Weise die Geschichte der Frankfurter Konferenz und die Stellung des Zom'smus zu d'cser Frage. Cassel. Sonntag, den S. Januar sprach Herr Rechtsanwalt Gr oncmaii 11־ Hannover im Saale der Handelskammer unter grossen! Beifall über das Thema :.,Die deutschen Juden und der Zionismus.” Leider war der Abend nicht günstig gewählt, daher nur etwa 150 Personen anwesend. Diskussion. Nationalfond. Einige Neuannieldungen. Frciburg I. B. Am Sonnabend, den 14. d. Mts. feierte der ״Verein Jüdischer Studenten“ zu Freiburg sein erstes Stiftungsfest durch einen Festkonimers mit anschliessei'dcm Ball. Bei zahlreicher Beteiligung seitens der Freiburger Bürgerschaft nahm das Fest einen schönen Verlaut. Die Tendenz.•ede hielt Bbr. Köret; im Namen der Gäste sprach pr. Arzt Dr. Kauf 111 a 11 n. Die rege Anteilnahme aus allen Kreisen der jüdischen Bürgerschaft zeigte, dass der Verein trotz seines kurzen Bestehens bereits festen Fuss!'n Freiburg gefasst hat. Nürnberg. Sonntag. 15. Januar, wurde im Kaffee Kurländer eine Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth, mit dem Sitze in Nürnberg, gegründet, welcher sich sofort 20 Herren als Mitglieder anschlossen. In dieVorstandscbaft wurden folgemJe Herren gewählt: Herr Dr. G. Bloedc f. Vorstand. Herr S. B. Heine in a 11 n Schriftführer. Herr E. Obern• d o r i e r Kassierer. Für die nächste Versammlung sind weitere Anmeldungen zu erwarten. Regensburg, 17. Januar. Hierdurch die ergebene Mit* teilung, dass bei der am 14. d. M. stattgefundenen General; Versammlung folgende Herren in den Ausschuss gewählt wurden Rudolf Weiner. I.. Julius Strauss, II. Vorsitzender; Alois N ä t 7.1 e r Sehr ftführer; Leo Rosenblatt. Kassierer; Alex. S c I! n ii rmann, M. B e 11 r. Lehrer, Victor Neuburger. Ausschussmitglieder; Albert Weil, Kantor Idols 1111 ט, Kassenrevisoren. Der in der Büchse enthaltene kleine Vorrat ergab mit der an dem Abend vorgenommenen Sammlung den Betrag von M. 15 für den Nationalfond. =— Rundschau Die Gemeindestube. ln der letzten Repräsentanten-Versammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde entspann sich nach Ei* ledigung verschiedener Wahlen gelegentlich der Beratung über die Instruktion für den neu allzustellenden Schularzt eine längere Debatte über die Prinzipien, die bei der Anstellung von Schulärzten massgebend sein sollten Der Gemeinde- Vorstand hatte eine Vorlage ausgearbeitet, nach dem Muster derjenigen, die der Magistrat der Stadt Berlin erlassen hat Demgegenüber batte Professor Baginski, der Urheber der Bewegung für die Anstellung von Schulärzten, eine andere vorgelcgt. d e auf eine wesentliche Erweiterung der Befugnisse des Schulärzte י liinziell Da keine Neigung bestand, in eine sachliche Diskussion der Frage, die man im Plenum für wenig cispriesslicb hielt, einzuircten, bewegte sich die Diskussion

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