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Jüdische Rundschau · 1904-11-11 · Heft 45 (11.11.1904) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 45 (11.11.1904)
Date
1904-11-11
Page
– (sequence 12)
Language
German
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I! "***»וי** -»'#־-Vr-1#1 ^11■-^ *-f 1,--*,t f־frYrft: No. *15. JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 38(>. י mmj ■•<#*%* 5״*148* .V־1 I I | I i I II wandelbarer Trent hängen. Pr. Lippe hat in den Zeiten,!11 denen der Jüdischen Nation die «rosse Geiahr der Selbstaurlosung drohte, nicht zu predigen auigehört und seine Stimme;st endlich beachtet worden. Nicht durch leere Phrasen hat er auf uns einzuwirken versucht, seine Reden und Schriften sind inhaltsvoll und wir. die wir früher von jüdischen Sachen nicht viel gewusst, hahen durch ihn erst gelernt, unser Volk recht zu würdigen. Ebenso gross wie sein schriftstellerisches ist •nicli sein praktisches Wirkt:! ihr das Judentum. Mit Pinsker und Pr- Rüli bildet Pr. L ippe das in der Vorgeschichte des Zionismus rültmlichst bekannte Triumvirat, welches wir stets in Ehren halten müssen. Aut' der Kattowitzer zionistischen ״Konferenz" im Jahre 1x\? ist er als Vertreter der rumänischen Zionisten anwesend. Pie erste jüdische Kolonie in Palästina. Roseh-Pinah (früher (ic-Oiti). welche von Moinestijer Juden gegründet wurde, ist zum grössten Teil sein Werk, ebenso die Kolonie Sichrön-Ja'aköb (früher Summa rin). Als Anw alt dieser Kolomeu geht Pr. Lippe persönlich nach Paris, um bei der Alliance Israelitc Universelle für sie einzutreten. Pen ersten Zionistenkougress in Basti (IF97) erüntet er als Alterspräsident auf keinem der folgenden ה Kongresse fehlt er als Delegierter und wird regelmässig in die Kultur- oder sonstigen Kommissionen gewählt. Audi auf der diesjährigen Konferenz, die kurze Zeit nach dem Ableben unseres vcu-wigten Führers. Pr. Theodor Herzl. in Wien statttand, fehlt es trotz seines Alters nicht und er erofinet sie als Alterspräsident. Auf seinen Bin- und Rückreisen von den Kongressen hält er in verschied;־.יו•! Städten Vorträge zu dunsten des Zoiiisums. vrnniEgt durch se:n Beisp i indische S’.udeutcuvereüie zu reger Arbeit und wenn wir dieselben (so namentlich d e C/ernowitz.cr .Zvphira") wirkbeh wachsen, blühe!) und gede htn" seiitn. so Ist es nicht zum mindesten sein Verdienst. I׳e Jaiiieskonferenzen d.r zionistischen Föderation in Rumänien bekommen erst durch seine Anwesenheit grössere Bedcutun׳.׳. In den B'ne-hrithlogen ist er vuics der geschätztesten Mitglieder und iedermai. iiihlt sich geehrt, mit ihm in Beriihnmg zu kommen. Dass er als Armenarzt von tausenden Kranken aufgesuclit wird d:e vov ihm ausser ärztlicher, auch materielle Hilfe bekomme״, ist iast selbstverständlich. Auch wundern w r uns incht mehr, dass infolge seiner Popularität atu* verschiedenen Bahnhöfen sein Bild zum Verkauf ausgeschrieen wird. Aber nicht nur für seine eigene Nation ist Pr• Lippe zu arbeiten bereit; er tut es in demselben Masse auch iiir Nichtjuden. Sehr angenehm berührt es, selbst National-Ruiiiäuen. wenn sie sehen, mit welcher Liebe er ausser an seinem Volke und Ahnenlande auch an seiner Heimat Galizien und sein.• Vaterstadt Stanislau hängt, obwohl er ».eit mehr als •O Jahren in Rumänien wohnt. Diesem gerechten Manne zu Liehe sind die Zionisten geneigt, der Stanislatier jüdischen Gemeinde ihr unbrüdcröches Benehmen, welches sie vor einigen Jahren gegen rumänische Emigranten bewiest:! haben, zu verzedicn. dem! durch den Stanishuer Pr. I.ippc shiJ wir dafür entschädig!, schädigt. Wrie alle grossen Männer namentlich in Israel 11 tt auch Pr. Lippe manche Neider und Feinde aber von diesen Leuten, die im Vergleiche zu ihm nur Zwerge sind, wollen w ir kein Wort verlieren. Pas Jüdische Volk in seiner <!,•samtheit hat allen Grund. ihm dankbar zu sein und das Geiiihl der Dankbarkeit tragen besonders diejenigen '0 sic!• die ihn ei:;- mal gehört oder seine W erke gelesen haben. Mit <!einigtuung erfüllt uns die Tatsache, dass eine gross..* Zahl jüdischer Vereine seinen Namen führen, und besonders, dass zu seinem 70. Geburtstage von Zionisten. B’iie-britlimitvMiederi! und Ereimden eine Denkmünze geprägt wurde eine kleine Aunne־׳Ksamkeit. die sich der im Kampfe iiir die nationaljüdisch;: Idee ergraute Veteran redlich verdient hat. Diese Münze trägt וווי' der einen Seite sein Bildnis, seinen Name•! und den Anlass der Prägung. Auf der anderen Seite steht im Magen-Pawid die* hebräische Inschrift, d e auf ihn ebenso wie auf Mordeeilai trefflich angewandt ist: — Will 11' «!si •»» **•ר*״ 1 — י** ■il _ 1,1.7 . t 1«, ״Gross bei den Juden, anerkannt seitens der meisten seiner Brüder und Förderer des Wohles seittes Volkes."_ Janen <! r iin hc r g. Mitteilungen des Pressausschusses. Pie Redaktion der Zeitschrift .Ost und West“ teilt uns zwecks Berichtigung der Artikel: Ju eigener Sache“ Uuü ״Per Angriff‘ aus Ost und West" mit, dass sie nicht erst seit dem I. Mai 1903. sondern bereits seit dem 1. Jr.nuar 1901 aus Herrn L. Winz bestellt und dass dieser, ausser während seiner Abwesenheit von Deutschland, die Zeitung allein geleitet hat. i f ' Berlin. Am Donnerstag, dem Hk Novciu- I.er, abends 9 Uhr. findet in den Königssälen, , Neue Königsstrasse 26 (Eingang Wadzeckstrasse) eine ' Mitgliederversammlung statt. Referent Herr Ludwig Hehr: Die Repräse״- tantenwahlen der Jüdischen Gemeinde. 1 Berliner Zionistische Vereinigung. Berlin. In der ״Jüdisch-nationalen Frauen-Vereinigüfig spricht am Donnerstag, dem 17. November. ■ abends 9 Uhr. bei Draesel. Neue Friedrichstrasse »35.! Frau Lina Wagner-Tauber über: ״Pie Jüdin in der Fr a 11 e!11) e w e g t! n g und der Z i o n i s - mus". (laste. Herren und Damen, sind herzlich will kommen. __ Berlin. Am Montag vergangener Woche hielt der bekannte .־ iüd sehe Schriftsteller Y o r k - S t c i!1 c r in der ..Berliner Zionistischen Vereinigung" vor sehr grosser Versammlung eine!, .,.mit ausserorduit icliein Beifall autgeuoninieiieii \ ortrag ube! jung-jüdische Dichtung. woran er Vorlesungen aus seiner, eigenen PLhtimget! irrid besonders aus Morrs Roseniield anknüpfte. Einen geradezu erschütternden Eindruck riet die Vor- .!esung seiner eigenen Piehtimg ״Pie tote brau" hervor. während andere Vorträge immer neue Beifallsstürme hervor- , rieten. Per Berliner Zionistischen Vereinigung ist zu dieser Veranstaltung ( '(ick zu wünschen. Zum Schluss der Nersum,•11- 11 יmg!eilte Herr Ludwig Behr. der die Versammlung vertretmigsw e:se leitete, einiges, was er noch nicht in Einzelheilen geben konnte, mit. über die Verhandlungen über die Kandidaturen zu den Repräsentantenwahlen. Er gab aber seiner Entrüstung über den Treubrueh und Verrat der Konservativen gegen ehe Zioiüsteu ungeschminkten Ausdruck. CerKn. Am Sonnabend den li. d. Mts. Abends 9 Uhr findet in der Zionistischen Lesehalle (Friedrehstrasse 5S II) der dritte von der Hasmonaea geleitete öficiit- ' liehe P:skussio11s-Abend der Zionistische!! Vereinigung stau. , Herr eand. cliem. P ״!' a k spricht über; . Z i o n i s m u u u d . T e r r i t o r i a I i s m 11 s". Anschliessend Diskussion. Gesin-! Mungsgei'osse.i willkommen. ׳ Gross-Strehlltz, I. November. Am ii. Oktober begaben j s-ch einige Mitglieder unserer Ortsgruppe rach Tost O/S.. 1 um auch dort dein Zionismus Eingang zu verschaffen. Wir gc- I wannen denn auch 13 Mitglieder und gliederten sic der hiesigen j Ortsgruppe an. Vertrauensmann iiir Tost ist Herr Steiner. , ..Hotel zur Burg". - Unserer Einladung folgend. Las Herr i York-Steiner am 2 9. Oktober er. im Schoenwaldschen j Saale aus eigenen Deutungen vor. die reichen Beifall fanden, f Es war ein Abend w .» er uns selten geboten wird, und dem; wir :!och lange dankbare Erinnerung bewahren werden. Nach | beendigter Rezbatiou blieben wir noch gemütlich beisammen, i Einige unserer Mitglieder trugen jüdisclideutsche Lieder vor. j und Herr York-Steiner überraschte uns noch durch Peklatmtioneit aus ..Junge Harten". In Tost sowohl wie hier wurde eifrig für den Xatiomtltnnö gesammelt.! Duisburg. Am 31. Oktober sprach in der hiesigen Ziouistisehen Vereinigung Rechtsanwalt <1 r o 11 e 1!1 a 1111 - Hannover über ״Pie deutschen Juden und die Judenfrage". In seiner klaren tmd launigen Weise legte er dar, dass es auch für 1ms deutsche Juden eine Judenfrage gebe, erörterte sodann die Versuche, sie zu lösen und betonte eindringlich die Pilicli! eines jeden Juden, zu dieser Frage Stellung zu nehmen und an ihrer Lösung mitzuarbeiteu. Die Versammlung spendete den trefflichen Ausführungen begeisterten Beifall. Pie sacliiiclien Bedenken zweier Diskussionsredner wusste Herr Rechtsanwalt Oronemaun sehr wirksam zu zerstreuen. Die Vor- Sammlung bedeutete iiir 'uns einen durchschlagenden F.rfo'g. Erfreulich war die Anwesenheit zahlreicher auswärtiger Freunde. Karlsruhe. .1 ii d i s c h e r ־ A k a d e m i s c h e r Verein ״Makkabäa". Ergebnis der Ausschusswaren für das laufende Wintersemester I91M/K5: |. Vorsitzender A. Bopomoluy. stud. ehern.; 2. Vorsitzender J. Kopilowitz. stud. clectr.; 3. Vorsitzender N. Bratmaim. stud. ing. Adresse des Vereins: Rudolfstrasse I. Aus der Bevveguijg. T«f i 'T

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