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Jüdische Rundschau · 1904-11-04 · Heft 44 (4.11.1904) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 44 (4.11.1904)
Date
1904-11-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
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No. .44. JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 371. etc.)? Löst der Zionismus die Judenfragc Westeuropas? Löst er sie für die Im Heimatland zurüwkbicibenden Juden? Kann oder muss die zionistische Idee auf die Lebensführung des einzelnen einwirken (Sabbat und Feste. Ehe, gescllschaftlichcs Leben etc.)? Was ist ein Zionist, was hat er zu tun? Zionismus und Religion (Judentum, Christentum.) Die Juden als Rasse. Rasse, Nation, Volk, Staat. Inzucht und Mischehe. 2. Basier Programm. . Weiches sind die durch das Programm gestellten Forderungen (Vergleich des Programms mit dem konventionellen zionistischen Gedankenmaterial.) Wie verhält sich der konsequente politische Zionismus (d. h. die Ablehnung der Kolonisation vor Erlangung öffentlichrechtlicher Garantieen* zum Wortlaut des Programms? Ist die Forderung einer Ansiedelung in Palästina ein integrierender Bestandteil der zionistischen Idee? In welchem Snne wird die Heimstätte ״für das jüdische Volk“ erstrebt? II, Gegenwartsfragen. Zionismus und Deutschtum. Kulturfrage, (Deutsche und jüdische Kultur. Jugender- Ziehung. Art und Ziel einer Pflege jüdischer Kultur.) Hat der Zionismus vor der Schaffung der Heimstätte auch praktische Aufgaben? (Schulung der Massen für den Ackerhau? Wirtschaftliche Stärkung etc.?) III. Organisation. Fraktionen im Zionismus. Der Schekel. Palästina. Diesem so eminent wichtigen Gegenstände ist bisher inner־ halb der zionistischen Gruppen leider zu wenig Beachtung zu teil geworden. Die Besprechung der Palästinafrageu ist wie kaum etwas anderes geeignet, das zionistische Interesse — auch im agitatorischen Sinne — zu beleben. Auch hier bringen wir vorläufig nur einen Abriss. Geographie Palästinas (an der Hand einer guten Wandkarte, die jede Ortsgruppe besitzen sollte. Näheres über die Einrichtung derartiger Referate bitte zu criragcn.) Verkehrswege und Verkehrspolitik im vorderen Orient. Handel und Industrie Palästinas, ihre Entwickiungsmöglichkeiten. Verwaltungswesen in Palästina. Geschichte einer geglückten und einer missglückten Kolonie in Palästina, ein Lehrbeispiel. Die nichtjüdische Kolonisation in Palästina. Die jüdische Kolonisation in Palästina. Die Bewohner Palästinas (nach Rasse, Religion, Eigenschäften, Lebensgewohnheiten.) Das Arbeitsgebiet der Kolonialbank. Die Chalukah. Die klimatischen Verhältnisse Palästinas. Volkskrankheiten und Hygiene in Palästina. Der Boden Palästinas. Seine Ertragsfähigkeit einst und jetzt. Anfragen sind zu richten an: Dr. Theodor Zlocistl, Berlin, N. 37, Mctzerstrassc 3*1; Dr. Max Jungmann, Berlin, N.O. 55, Bötzowstrasse 33; Elias Auerbach, Berlin, N.W. 52, Melanch- thonstrasse 4. Vom alten israelitischen Friedhoi am Börneplatz in Frankfurt. Von Dr. phii. Julius Hülsen (Frankfurt). Die auf die Erhaltung und historische Erforschung unserer Alt-Frankfurter Kunstdenkmäler gerichteten Bestrebungen, für welche Vereine und eine Anzahl von Gelehrten, Künstlern und Altertumsfreunden eifrig Zusammenwirken, haben namentlich in den letzten Jahren manches wertvolle Denkmal aus Jahrelanger Vergessenheit hervorgezogen und zu neuer Wert- Schätzung gebracht• Erfreulicherweise sind sehr oft die Resultäte der verschiedenen Einzelforschungen durch Schrift und Wort weiteren Kreisen unterbreitet worden, wo sie eine verständnisvolle, dankbare Aufnahme und lebhaftes Interesse fanden. Immerhin ist die Zahl der Denkmäler, die sich auf diese Weise von neuem eine allgemeinere, volkstümliche Beachtung errungen haben, verhältnismässig gering; recht viel bleibt für den Forscher noch aufzuspüren in diesem natürlichen, riesigen Museum, das die Frankfurter Altstadt für sich selbst darstellt, mit seinen Gassen und Gässchen und Winkeln, in denen verborgene Schätze noch unbeachtet schlummern. Nicht bloss Einzelheiten geringeren Umfanges sind es, die das geübte Auge des Forschers und Altertumsfreundes endlich nach unermüdlicher Bemühung in unscheinbarer Umgebung ent- Wir werden weiter unsern Weg verfolgen müssen. Wir haben gesehen, welcherlei Motive in der Seele Ludwigs nach Gestaltung rangen. Es kann uns auch nicht entgangen sein, dass eben in den Jahren, wo die Makkabäer entstanden schon geraume Zeit früher vorbereitet, ein grosses Motiv vor allen sich in den Vordergrund drängte: das der Volksbefreiung durch die Kraft eines überragenden Einzelnen. Die Taten Hofers und Hermanns lebten Im Dichter ein glühendes Leben, aber schon die Konzeption einer Zweiheit solcher poetischer Gestalten bezeugt, dass es noch weniger in plastischer Individualisierung existierende Charaktere, als vielmehr erst Symbole oder Grundtypen bei Ludwig waren, die ihre absolut bezeichnende, einzige und ausschliessliche Gestaltung noch erwarteten. Diese eine suchte Ludwig mit heisser Seele. Wenn also eine neue Dichtung folgte, die eine solche Gestalt im Mittelpunkte oder doch in einem ihrer Brennpunkte umfasste, so wird sie aus diesem Punkte heraus wohl gewachsen sein. Auf Armin und Hofer folgte Judah; wir haben also anzunehmen, dass e r der erste Kern der Dichtung war, er jenes die poetische Stimmung und das Farbenspektrum ablösende plastische Vorbild, das in Ludwig’s ersten konzeptorischen Träumen jeweilen die ganze Dichtung zum voraus in sich spiegelte. Auch Ludwigs spätere Aeusserungen lassen darauf schliessen. Einmal betont er immer und immer wieder, dass ihm daran gelegen war, dem sentimentalen Schemenhaften Ideal ״der goldenen Zeit“ der deutschen Dichtung ein zeitgemässes ״realistisches“ gegenüberzustellen, in Form einer echt männlichen, naiv kräftigen, sich ohne Selbstreflexion auslebenden Gestalt, und dass er sich bewusst sei, mit seinem Judah diesen Weg beschritten zu haben1). Dann aber ist merkwürdig, dass er in seinen Aufzeichnungen so oft den Namen ״Judah“ einfach als Synonym für ״die Makkabäer“ gebraucht, fast als ob diese Person darin ihm alles wäre, wenigstens als wäre in ihr das Eigentliche und Massgebende der Dichtung ausgedrückt2). Es steht also fest: Die Inspiration kam in der Gestalt des Judah. Woher aber kam diese dem Dichter? Nur aus der Bibel. Flavius Josephus fällt nicht in* betracht. Ihn gebraucht man für historische Forschung, י) VI. p. 167. -*) V. p. 105.

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