Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 42 (21.10.1904)
- Date
- 1904-10-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2651341-2651383--01727-2658598- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 347. No. 42. Gelegenheit keinen vernünftigen Gebrauch machen werden» ־ dann glaube Ich nicht, dass das Territorium für unbestimmte j Dauer anderen europäischen, asiatischen oder Negcrsicdlungen ן entfremdet würde. Keine einzige Klausel dürfte die britische 1 Regierung verhindern, zu Reichszwecken durch das Land j Eisenbahnlinien zu legen. So weit ich Ihren Plan kenne und guthcissc, wird das Land; das eine rein jüdische Siedlung J sein wird, einfach eine Provinz des Britisch-Ostafrikagcbictcs; sein, eine Provinz, die, wenn auch von einem jüdischen Vizej gouverneur (Subcomniissioncr) verwaltet unter der allge- ן meinen politischen Leitung des künftigen Gouverneurs (High j Commissioner) von Ostairika stehen wird. Sie wird ein integrer : Bestandteil des britischen Reiches bleiben, obwohl den daselbst \ angesicdclten Juden eine gewisse Autonomie eingeräumt würde, j Sie fragen mich nach meiner Meinung über die allgemeine > Frage der Zukunft des Jüdischen Volkes. Ich halte noch an j dem Palästinaideal fest, ich glaube noch immer, dass wir uns j aus politischen, strategischen und Gefiihlsgründen für einen j künftigen jüdischen Staat in Südsyrien und Palästina bereit-! halten müssen, und dieser Staat würde vielleicht die Sinaihalbinsel einschliessen und sich nach dem Osten zum Euphrat erstrecken. Die Juden müssten meiner Meinung nach ihre zivilisatorische Arbeit in Arabien, die durch den Islam unterbrochen wurde, wieder aufnehmen. Das Ostafrikaprojekt in den gezeichneten Grenzen ist als Station, als Haltepunkt auf dem Wege immerhin von Wert, da man die mehr oder; weniger als Parias behandelten Juden auf diese Weise stärken und zu einem gesunden, durchaus kraftbewussten Volke machen kann. Angenommen, dass die Kritik, die ich an dem Projekt geübt habe, berücksichtigt wird, wünsche ich ihm vollsten Erfolg. Ich kann Ihnen bezeugen, dass man Ihnen einen gesimden Teil von Afrika anbietet, der vom agrikulturellen Standpunkte aus vorzüglich ist, und dass dabei zur Zelt keine Rivalen zu berücksichtigen sind. Mit Hochachtung , H. H. J o h n s t o n.. An die zionistischen Mitglieder der Alliance Israelite Universelle. Der Artikel, den ich am 1. Juli d. J. in der .,Welt" veröffcntlicht habe, hat nicht den Erfolg gehabt, den ich inr Interesse unserer nationalen Sache erhofft hatte. Nirgends fielen meine Anregungen auf einen fruchtbaren Boden, nirgends 5. Rezitation: a) Frühling . . . Lindner | Der Prophet . Donath I Aus dem ״Almanach“. c. Die Bibel. . . Uocisti J d) Juda.Morris Rosenfeld. 6. Gesangsvortrag: a) Arie für Tenor aus ״Jüdin“.Halevy b) Rezitativ und Arie aus dem Oratorium ״Juda Makkabäus.Händel. 1 Rezitation aus Werken Herzls: a) Mauschel (Herzlnummer der ״Jüdischen Rundschau“.) b) Ein Gedicht (Ost und West Herzlnummer). c) Schlussrede zum 6. Kongress (Herzlnummer der ״Jüdischen Rundschau“). 8• Chorgesang: עד לא אבדה Entwurf 111. 1. Chor ge sang: מעוז צור oder Psalm: OeffnU die Thore . . . haben die Zionisten, die Mitglieder der Alliance Israölitc sind, Wahlen, Wahlen in een Ortsgruppen der Alliance veranlasst. Und doch drängt die Zeit. Im Mai 1905 scheidet ein Drittel der Mitglieder des Zentralausschusscs der Alliance aus; cs werden also voraussichtlich Wahlen zum Zcntralausschussc stattfinden. Verharren wir in unserer bisherigen Untätigkeit, so sind wir im voraus geschlagen. Wie im iahre 1902, werden die Helfershelfer der Assimilation die Wahlen leiten, in demselben Sinne, mit denselben Mitteln. Wollen wir uns mit Aussicht auf Erfolg an den ,Wahlen zum Zcntralausschussc beteiligen, so müssen wir uns jetzt schon vorbereiten, und zwar dadurch, dass wir Sorge tragen, dass 1. überall, wo Ortsgruppen der Alliance Isarciitc existieren, die Vorstände gewählt oder neugcwahlt werden, und dass 2. das nationale Judentum in diesen Vorständen repräsentiert werde. Wie aus meinen früheren Veröffentlichungen hervorgeht, haben die Ortsgruppen der Alliance das Recht und die Pflicht, ihre Vorstände zu wählen. Vorstandswalileu in den einzelnen Ortsgruppen sind in den Statuten vorgesehen, können also von der Allianceleltung nicht verhindert werden. In den meisten Fällen, hi denen wir Vorstandswahlen verlangen, werden die jetzigen Leiter der Ortsgruppen sich fügen, sobald wir sic mit § 17 der Statuten bekannt machen. Dort, wo trotz Belehrung, der bisherige Vorstand auf die Statuten keine Rücksicht nimmt, veranstaltet man die Wahl ohne ihn; sein Mandat hat ja keine rechtliche Grundlage. Sorgen wir jetzt nicht für Wahlen in den Ortsgruppen, so wird cs im Mai 1905 zwecklos sein, uns an der Wahl zum Zentralaussclmsse zu beteiligen, so wichtig dieselbe auch ist. Je nach der Entscheidung, die im Mai nächsten Jahres fallen wird, je nach den Direktiven, die die Wählerschaft geben wird, arbeitet der AHianceausschuss im nationalen oder im assimilatorischen Sinne. Die Wählerschaft hat die Macht, die Kräfte moralischer und materieller Natur, über die die Alliance verfügt, ihren Einfluss auf die Juden des Orients, auf die Administration der ״Ika" in den Dienst der jüdischen Nationalsache zu stellen. Und wir wollen nicht dafür Sorge tragen, dass die Wahl in unparteiischer Weise geleitet werde? Auf Jahre hinaus soll der Kurs bestimmt werden, den die Alliarfcc und mit ihr die ״Ika" einhalten werden. 2. Festrede. 3. 4. 5. 6. Gesangs-Vortrag: Aus .Elias“.Mendelsohn. Engel-Terzett. Rezitation aus Werken Herzls: a) Die Menorah (siehe Jahrgang I der Welt). ■ b) Schlusskapitel aus Altneuland (soweit es im Almanach abgedruckt Ist). Gesangs-Vortrag: a) Sei stille dem Herrn . Sion-Mendelsohn. b) Arie aus der ״Königin von Saba“ ..... Goldmark. Rezitation: a) Liedervon'der Armengau b) Mein Kind. c) Sturm. d) Passah ..־... . e) Triumphgesang der Juden . Morris Rosenfeld. Börris v. Münchhausen. Belsazar, In 1 Akt von Henny Rache*. (Erschien in ״Bühne u. Welt“, Jahrgang 1903, Personen: 2 Damen, 7 Herren). »fff♦ Lewandowsky. I