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Jüdische Rundschau · 1904-07-22 · Heft 29 (22.7.1904) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 29 (22.7.1904)
Date
1904-07-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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I .J• 0 ».*"m*״',, .- I No. 29. ״ JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 315. Lade sprach dann Herr Lehrer K a t z das ״El male rachainim", dem Psalm 16 nach Lewandowsky folgte. Mit ״Alcnu” und dem Sprechen des Kaddisch-Gebctcs ׳ schloss die erhebende Feier. . . . . Posen. Die Herzl-Feier, welche die Zionistische Ortsgruppe hier gestern Abend veranstaltet hatte, war von etwa 350 Männern und Frauen besucht. Auf dem Podium des Stern’schcn Saales war ein grosses Bild des Toten aufgestellt, reich von Grün umgeben und mit Trauerflor und den jüdischen Nationalfarben dekoriert. Die Feier wurde mit stimmungsvollem Harmoniumspiel eingcleitct. Alsdann trug Frl. Gertrud Krause eine sclbstvcrfasste Trauernde vor. ln warmen Tönen entrollte darauf Rabbiner D r. Königsbcrger-P!eschen ein Bild der reichen Per* sönlichkcit und des beispielgebenden Wirkens von Herzl. der seinem Volk ein unvergängliches Vermächtnis!unterlassen habe. H e r 7.1 s Ideal eines unabhängigen Judenstaates müsse von allen Juden mit ganzer Kraft der Verwirklichung zuge* führt werden. Nachdem noch Kantor.Ziegelrot 11 ein liturgisches Trauergebet vorgetragen, schloss die würdige Feier mit dem Vortrag der jüdischen Nationalhymne durch das Harmonium. .... Aus der Bewegung. Die zahlreichen Berichte über Trauerfeiern können wir erst in der nächsten Nummer bringen. Wir bemerken, dass der Redaktionsschluss für Nummer 30 bereits atn Montag, den! 25. Juli, früh S Uhr erfolgt. Auf Wunsch zahlreicher Freunde werden wir In einigen Wochen eine Sonderausgabe der ״Rund* schau" veranstalten, die ausschliesslich «lern Andenken unseres grossen Führers gewidmet sein soll. Die Redaktion. Zionistische Vereinigung lür Deutschland. ־An dle vcrehrlichen Ortsgruppen und Vertrauensmänner. Unter dem Eindruck der Trauernachricht vom Hinscheiden Dr. Theodor Herzl’s haben wir Sie bereits am 4. Juli aufgefordert, Sammlungen zu einer Theodor-Herzl-Stiltung zu veranstalten. Wie Sie aus vorstehendem Aufrui ersehen, hat da Aktionskomitee nunmehr den Zweck der Stiftung geregelt. Wir ersuchen Sie daher, die Sammlungen im Sinne dieses Aufrufs und unserer Rundschreiben vom 4. und 9. Juli d. J. fortzufuliren. Die cingegangcnen Gelder sind baldmöglichst an un- ־ seren Schatzmeister Herrn Max Wollstelner In Ber- ' lln NW. 23, Holsteiner Ufer 10, abzuiiihren. \ Mit Zionsgruss Das Zentralbüro. Hcrzl-Gedenkbuch. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland wird ein Herzl-Gcdenkbuch heraus* geben, das die' wichtigsten Reden und Aufsätze Theodor Hcrzls enthalten soll. Das Buch wird in vornehmer Ausstattung, mit einem Bilde Hcrlzs geschmückt, erscheinen. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange. Distriktsbüro Hannover. Seit dem 1. Juli hat Herr Rechtsanwalt Sammy Gronemann die Leitung des Distriktsbüros Hannover wieder übernommen. An die ״Berliner Zionistische. Vereinigung", x H. des Herrn Dr. A. Klee. Ihre gefällige Einladung vom 5. d. Mts. ist wahrscheinlich durch ein Versehen der Post erst am 10. d. Mts. in unsere Hände gelangt, so dass wir zu unserem Bedauern nicht mehr in der Lage warcii, der T r a u e r f c i e r f ü r Dr. Theodor Herzl bcizuwolinen. Zu dem schweren Verluste, den Sie durch den Tod dieses hervorragenden Mannes erlitten haben, sprechen wir Ihnen unser herzlichstes Beileid aus. Berlin, den 10. Juli 1904. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde. . gcz. M. Simon. Der Verlag Jüdische Rundschau, E. G. ni.. b.. H״ Berlin, N. 54 A u g u s t s t r. 49 a, gibt die Nummern der ״W c 11 “ vom 8. und 15. Juli zum Preise von je 40 Pf. ab. '. Die Nummern der./, Jüdischen Rundschau" vom 815 ״. und 21. Juli können zum Preise von je 20 Pf. ebenfalls noch ab* gegeben werden. : ' Herzl «־ Bilder. Auf die Anregung, die von Herrn Heinrich Auerbach in der ״Jüdischen Rundschau" gegeben wurde, hat j der Verlag ״Jüdische Rundschauu" eine grössere Anzahl von Reproduktionen der bekannten Aufnahme Hcrzls von dcrRheinbrückcirt Basel erworben. Dieselben werden zum Ausnah nt spreisc von 1,50 Mark von dem; Verlag ״Jüdische Rundscha u" zu Berlin.! Auguststr. 49 a, abgegeben. . ־ | Dr. ßodcnhclmer teilt uns mit, dass er von seinem Un* Wohlsein, einer bösartigen ,Dysscntcrie wieder völlig bergestellt ist. j K. Freiburg i. B., Ende Juni 1904.״) Die Zionistische \ Veranstaltung in Badenwciler am 19. Juni, welche von 1 der Freiburger Ortsgruppe ausging, nahm einen recht anregen־; den Verlauf. Es beteiligten sich Gesinnungsgenossen und Ge* nossinnen aus F r c i b u r g, M ü 11 h c i in . B a s e 1. B r e t * s a c 11 und O f f c 11 b 11 r g. In der Frühe fand ein Anflug auf den Blauen statt, um 1 Uhr vereinigten sich die Teilnehmer im Elsässer Hof zu einem gemeinschaftlichen Mahle, das durch Trinksprjiche und gesangliche Vorträge belebt wurde. Nach Tisch Spaziergänge im herrlichen Kurpark und später sprach die Jugend dem Tanze zu. Für den Natinnalfond fielen 35 Mk. Am gleichen Tage fanden vormittags /.wischen II und I Uhr seitens der Vorstände und Vertrauensmänner unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Kaufmann ־ Freiburg eine Besprechung über Fragen der zionistischen Arbeit statt, die nachmittags fortgesetzt wurde. Es wurde folgende Re* solution gefasst: in Anbetracht, dass es schwierig erscheint, durch eine ge* nügende Anzahl von Vorträgen die Mitglieder der Ortsgruppen namentlich an kleineren Orten mit dem Ideengehalt des Zionis* mus vertraut zu machen und über den Fortgang unserer Be* wegung au! dem Laufenden zu halten, in Anbetracht ferner, dass ein obligatorisches Abonnement auf eine Zionistische Zeit* schritt nicht durchfiihrhai ist, erachten wir cs für dringend geboten, dass jedem Mitglied der zionistischen Vereinigung eine kurze periodische Druckschrift unentgeltlich zur Verfügung ge* stellt wird welche dem erstrebten Zwecke dienen soll. Wir erachten cs für zweckmässig, dass eine solche Schrift monatlieh erscheint und von der ״Jüdischen Rundschau" herausge* geben wird. Sie könnte Abdrücke aus der ״Rundschau" enthalteil und sollte ausserdem mit einem oder zwei ansprechenden populären Artikeln versehen sein. Unter der Voraussetzung, dass die Ortsgruppen die Zustellung dieser Monatsschrift an ihre Mitglieder selbst übernehmen, halten wir die Kosten für verhältnismässig gering. Die .,Jüdische Rundschau" als solche wird nach unserer Ueberzeugung keinerlei Einbusse erleiden. Dieser Resolution wurde« von sämtlichen Anwesenden lebhaft zugestimmt. Sie soll dem Zcntral-Komitee unterbreitet werden. 1111 Namen der anwesenden Basler Zionisten erklärte Herr Moritz Levy, dass eventuell auch die Schweizerische Zionistische Vereinigung eine solche Schrift für ihre Mitglieder beziehen würde. Ferner wird angeregt, zu Tischa b'Abh eine Sammlung zu Gunsten des Nationalionds im badischen Oberlandc vorzunchmen. Ein diesbezüglicher A uf r u f soll nach dem Muster der Zionistijchen Vereinigung Basel ergehen. Von dem als Gast anwcsenden Herrn Towbin-Königsberg wird der Vorschlag gemacht, jede Ortsgruppe solle eine Anzahl Zirkulare über den Nationalionds vorrätig halten, um sic bei geeigneten Gelegenheiten (Hochzeiten, Traucrfällcn etc.) in der Gemeinde zu verwenden. Wir unterbreiten diesen Vorschlag ebenfalls dem Zcntral-Komitee zur Verwertung für die gesamte deutsche Organisation. Die Anwesenden sprechen den Wunsch aus, dass die Legalisation des Nati״»nlfonds bald erfolgen möge. Ferner wird der Wunsch ausgesprochen, dass von Landaukäufen in Palästina seitens der zionistischen Organisation in der iüdisclieu Presse soweit tunlich Mitteilung gemacht wird. י Der Vorsitzende regt die Frage des seitens des Oberrates der badischen Israeliten beabsichtigten Gebctbuclircform an. Bei der vorgerückte Zeit konnte diese Frage aber nicht geniigend erörtert werden. ' | Breslau. Auch in unserer Stadt ist die Anregung, die jüdischen Frauen mehr zur Arbeit für die Partei licranzuzichn, ircudig begriisst worden. -- Einer Einladung des Vorstandes der zionistischen Ortsgruppe folgend, versammelten sich die Damen unserer Ortsgruppe in der letzten Woche, um über die Notwendigkeit. Zwecke und Ziele einer zionistischen Frauen- Vereinigung sich zu beraten. Fräulein Marta Baer-Hamburg schilderte die Notwendigkeit der intensiven Mitarbeit der Jüdischen Frauen und führte in längerem Referat aus, welche Pflichten einem solchen Vereine erwüchsen. Es entspann sich *) Aus begreiflichen Gründe» unliebsam verspätet. i * 1 t 4

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