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Jüdische Rundschau · 1904-07-01 · Heft 26 (1.7.1904) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 26 (1.7.1904)
Date
1904-07-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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No. 26. JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 275. schiede zu verwischen und die Angehörigen der verschiedenen Stände einander näher zu bringen. Der pekuniären Frage hätte sich der Frauenbund ebenfalls anzunehmen, denn gerade die Frau kann in dieser Beziehung viel wirken. Julius Upazitnny erzählt in einem Aufrufe, der in der ״Welt“ erschien, wie die Partei der Czechcn in Böhmen erstarkt wäre durch die treue Mitarbeit ihrer Frauen, die ihren letzten Heller in die Nationaliondbtichsc gaben, und fordert dasselbe auch von uns. ״Jüdinnen,“ heisst es zum Schluss, ״gebt uns den Berg von Münzen, den wir brauchen, um die Tempeltrümmer zu begraben“. — --Jüdinnen! ich frage euch — wollen wir unsere Männer, unsere Brüder vergebens nach uns rufen lasseh? Nein! Wir wollen uns einen zum engen Verbände, tatkräftig zu rührigem Schaffen bereit. Unseren Stolz wollen wir darin suchen, auch bei diesem Teile des Parteiprogramms zu zeigen, was Frauenarbeit, ernst und zielbewusst, vermag. In jedem Mause wird die Nationalfondbüchsc zu finden sein, ein liebes, gewohntes Stück Hausrat; und nicht nur der Nationalfond wird Gegenstand unserer Sorge sein, auch fiir die Bank wollen wir arbeiten, und in unseren Ortsgruppen werden Shareklubs entstehen, die in dieser Richtung wirken. Auch Gelder, die in jedem rituellen Haushalt fiessen, die angeblich für die Armen Palästinas gesammelt werden, die Challahgelder, wird sic unser!! Zwecken bringen und sie da* durch ihrer wahren Bestimmung zugänglich machen. Die Summen, die allein z. B. in Deutschland für diesen Zweck aufgebracht worden, sind ungeheuer, aber nur wenig gelangt in die Hände der wirklichen Empfänger. Da kann die Hausfrau Wandel schaffen, indem sic die Chalukahgelder in die Sammelbüchse für den Nationalfond wirft und so den Annen unserer heiligen Heimat am besten dient, indem sie ihnen die Möglichkeit verschafft, auf freiem Heimatboden sich eine erträgliche Existenz zu gründen. Für den Verkauf von Nationalfondmarken können Frauen sehr wohl tätig sein. Wünschenswert ist es ferner, und von höchster Bedeutung, wenn unsere Frauen an der so überaus wichtigen Frage der Jugenderziehung und des Jugend- Schutzes tätigen Anteil nehmen; wenden wir unseren Kindern mehr Aufmerksamkeit zu, und grosse Scharen, junger Gesinnungsgenossen werden uns erwachsen. Der national-jüdische Frauen verein in Berlin veranstaltet z. B. alljährlich kleine Landpartien für Kinder. Da werden zionistische Lieder gesungen, zionistische Gedichte den Kindern gelehrt und man erzählt ihnen in Icichtverständlicher Form von unserm Streben, und manches Saatkorn wird in die jugendlichen Herzen gesenkt, das aufgehen wird zur rechten Zeit. Auch ein; ausländischer Verein, die Rachela in Stanislau (Galizien) beschäftigt sich ebenfalls mit kleinen Kindern. Die jüdische Toyr(bce-He1!le in Wien veranstaltet regelmässige Kindernachmittage, an denen durchschnittlieh 200 Kinder teilnehmen; rechnen wir 20 Nachmittage im Jahr, so sind es *1000 Kinder, die da erfreut wurden; denken Sic doch — 4000 Kinderherzen, die froh waren, 8000 Kinderaugen, die lustig funkelten. Ich glaube, ich habe da auf eine Menge Arbeit hingewiesen, den jüdischen Frauen grosse Aufgaben gezeigt. Sollen sie erledigt werden, dann heisst es arbeiten. Nun kann man die Notwendigkeit aller vorgeschlagencn Arbeiten nicht gut bestreiten, wohl aber könnte man mir entgegnen, weshalb ich für alle diese Zwecke einen so grossen Apparat in Tätigkeit setzen wolle, das seien alles doch pflichten iür Einzelne oder höchstens Pflichten für Einzelvcreine, und die Gründüng eines Bundes vor. Vereinen erübrige sich. Auf den ersten Einwand zu antworten, erspare ich mir, gewiss könnten Einzelne schon etwas tun, gewiss zerfallen all’ die angeregten Fragen in lauter Einzelarbeit, aber erfolgreich ausiiihren und anordnen kann sie doch nur ein Verein, der über eine genügende Mitgliederanzahl verfügt und über genügende Mittel. Und was den Gedanken des Zusammenschlusses der Einzelverbändc betrifft, so liegt, abgesehen von den ungleich grösseren wirtschaftlichen Fähigkeiten der neuen Institution, doch darin eine so grosse agitatorische Kraft, dass ich schon aus diesem Grunde nicht darauf verzichten möchte. Auch lässt sich die Propaganda viel zweckmässiger von einem Zentralpunkte aus leiten, wo alle Fäden der Arbeit Bruchhausen (Badischer Schwarzwald.) Borkutu. Cabarz iii Thüringen. Chiemsee.־ Die Fraucninscl. Cuxhaven. Nordsee-Hotel. Einöd. Luft- und Wasserkur, rt bei P r i c s a c h in Ober- Steiermark. Ebbs und Erl a!n Inn. EttVjgweller (Bad. Schwa rzwaU.) Fürstenblick bei Tambach in Thüringen. Gaiscnstein. Garmisch. Gasthof zum Lamm. Gehlberger Mühle bei Oberhof in Thüringen. Graal bei Ribnitz. Hahncnklce. Pension Bergfriede. Helligenhaien. Herzberg am Harz. Innsbruck. Die Gasthüfc ״zum weissen Kreuz“, ״zum goldium Adler“ und zum ״roten Adler.“ St. Johann bei Heiden in Appenzell. Juist. Karlbad. Hotel Morgenstern. Hotei National. Hotel de Russic. ן Residenz- Hotel. Kaffee Sanssouci. Haus Grillparzer, Alte I Wiese. Haus Römischer Feldherr, Neue Wiese. Haus Oelzweig, Maricnbadcrstr. Haus Italia, Schlossberg. Haus Florenz, Schlossberg. Haus Stadt Warschau, Kaiscrstr. Haus Malta, Kaiserstr. Haus Rosenstock, Kaiscrstr. Haus Brandenburger Thor, Kreuzstr. Haus Germania, Schlossberg. Haus Prcussischc Krone, Egerstr. Haus Egeria, Egcrstr. Haus Diamant, Egerstr. Haus Engl. Krone, Egerstr. Haus Schubert, Parkstr. Kleferfetden a. Inn. Gasthof zur Gräfin von Kufstein. Kissingen. Logirhaus Renner. Kitzbühel (Tirol.) Köntgsfeld im Schwa rzwaId. Klausen. Gasthof zur Post. Kufstein. Gasthaus zur Schanz hei K. Sandwlrtb zum Spareben bei K. Lakolk auf Rom. Langhampfcn. Llgau bei Prcsden. Mctllsalp. (Berner Oberland.) Mezzclombardo. Rest. Gröbner. Montavon. Inner Bartholmnü mul Bandaus (Voralbcrg.) Mühlenthaf. (Ferienheim bei Wernigerode.) Mühlgraben bei Oberaudorf (Tirol.) Müllhcim in Baden. Hotel zum Löwen. Münchweiler, Bez. Pirmasens. Müritz. St. Nlceial bei Ebbs. Oberaudorf a. Inn. Oberbozen. Oberweiler. Kurhaus im Schwarzwald. Pyrmont. Richters Pension. Prag. Altstadt, Katholisches Kasino. Rensch bei Bozen. Rupoldmß in Obcrbaycrn. Salzbrunn i. Schl., Pachrocders Haus. Schierke (Harz.) Hotel Hoppe und Haus Tannenheim. Tr 1*mm*Qß*

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