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Jüdische Rundschau · 1904-05-20 · Heft 20 (20.5.1904) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 20 (20.5.1904)
Date
1904-05-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 214, 1 JÜDISCHE RUNDSCHAU. No. 20. Aus der Bewegung. | 'ww&wwwV vvwvvvv^^TwwilV X WRS? wt WT? <r<r<XFX w Der Defegferfentag findetim Konventgarten in Hambu rg, Fuhlen t wie te 29-33, statt Sonntag, den 22. Mai, abends 7 Uhr: Bcgriissung der Delegierten und Gäste in genanntem Etablissement. Montag, den 23. Mai, abends: K 0 m m e r s. Dienstag!, den 24. Mai, abends: Grosse öffentliche Volksversammlung. Herr Dr. Klee wird Ober das Thema: ״Der Wille zum J11 d c n t u m" sprechen. Mittwoch, den 25. Mai, vormittags: Hafen rundfahrt mit Ausflug nach Blankenese und Besichtigung der Auswandererinnen. Die Delegierten und Teilnehmer am Delegiertentage werden gebeten, sich behufs Wohnungsnachweis au Herrn Hatistnaklcr Samuel Cohen, Hamburg. Dornbusch 12, zu wenden, und möglichst ihre Ankunft in Hamburg am D a m nitor-Bah n 11 o f aiizugeben. Die Delegierten und Gäste werden durch Gesinnungsgenossen, die blauwc i ss e Schleifen tragen, am Damm tor־ b a 11 n h o f e m p f a 11 g c n werde n. Für die Herren Delegierten und Mitgliedcr des Hamburger Delegiertetages wird eine Sonderausgabe der ״Jüdischen R u n d s ch a u" crschcincn und am Delegiertentage zur Verteilung kommen. Die Delegiertenkarten werden in Hamburg ausgcgeben werden. Bisher sind folgende Wahlen gemeldet: Frankfurt a. M.: Goitcin, Dr. J. Mayer. Fritz Sondhcimer (Stellvertreter: Ingenieur Feingold). Köln: Goldreich. Berger, Frau Wolffsohn (Vcrtreter: Leiser, Rabbinowicz). 3. Essen: Heinrich Auerbach, Dr. Epstein. 4. Gross-Strchlitz: Hermann Struck. 5. Memel: J. Wagner, J. Kwiat. 6. M a i n z: Dr. Karl Lewy, Ingenieur, Max Pohl, Louis Lesern. 7. Mannheim: Professor Dr. Warburg. 1. 2. deutlich und klar auch daraus hervor, dass er ausdrücklich bemerkt, man hätte ihn auch ..Colonlan" nennen können. Die vorliegende Broschüre nimmt sich die Mühe, Ratheoau zu widerlegen, und wcjm wir erst heute sie besprechen und Klauben, dass diese Rezension nicht zu spät kommt, so möge das zugleich eine Rechtfertigung für den. Autor sein, dessen Antwort auf Rathenaus ״Höre Israel" auch spät, aber kc'nesweg$ zu spät kommt. Nun müssen wir zwar von vornherein eingestehen, dass wir nicht jedes Wort unterschreiben, was De Jongc ii glänzendem St;l und in. wie uns scheint, ehrlicher Begeisterung sagt, aber wir müssen den Stil und die packende Redeweise auerkennen, wenn wir auch die Mystik, die überall zum Durchbruch kommt, keineswegs für eine jüdische Eigenart erachten. Wir glauben mindestens so jüdisch in uiiserm plchej:s;hcn Wcsen zu sein, wie De Jdige in seiner ..jüdisch-aristokratischen" Art ,und haben nichts von der Mystik an uns, die ihn auszciclinet. Uebcrhaupt ist Mystik einzelnen Personen und Zeiten bei allen Völkern eigen. Der Mosaismus selbst ist der Mystik voll kommen fremd und die spätere Mystik hat aus dem Judentum heraus geiiihrt. Dabei soll nicht geleugnet werden, dass D« Jongc eiten jüdischen Charakter darstellt und sogar sein Stil ist vielfach an das Hebräische gemahnend, und wmin er von der geölten Zunge spricht, so erinnert das unwillkürlich an den Hebräer, der vor den Salonjuden warnt, ..die ihre Zunge glatt machen”. Dagegen können wir dem Verfasser nicht folgen, w׳cnn er Gottes Absicht ganz genau kennt oder zu kentien vermeint. Wir stehen darin aut talmudischem Stand- 8. Strassburg i. Eis.: Apotheker Mamlok, Bertha Majerowitsch, Rabb. Dr. Dreyfuss. 9. Mühlhausen i. Eis.: Eduard Joel, Aftergut. 10. H a g e n a u: Refd. M. Meyer. 11. Biesheim: Refd. Leo Landau. 12. Gebw eiler: Ludwig Mathiason. 13. Ingweiler: Refd. David. 14. Metz: M. Goldschmidt. 15. Mutzig: Rechtsanwalt Jacobsohn.. 16. Zaber 11: Adoif Goldschmidt. 17. Schlettstadt: JuUus Kalmus. 18. Berlin: Dr. Heinrich Loewc, Dr. Katz, Dr. Jungmann, Asch, Hepner, Hirsch. 19. K a 11 o w i t z: Dr. Benno Lcwy. 2n. Leipzig: Rabbiner Dr. Nobel, Prezccp. 21. Stettin: Tannenwald, Dr. Citron. 22. S c 11 ö n 1 a n k c: Dr. Besser. 23. Königsberg i. Pr.: Rechtsanwalt Dr. Jacobi, M. Wolffsolm, Dr. Robert Hantkc. 24. Tilsit: Egon Rosenberg. j 25. Beut 11 cn: Koplowitz, Lcsser, Lewandowski (Vertreter: Eisenberg, Dr. Vissel, Dr. Rassel). 26. Breslau: Zahnarzt Schachtel, Otto Cohn, Julius Becker, E. Auerbach. 27. Hamburg: Cohen, Levinson, Estermann, Dr. Allen. 28. F i 1 e h 11 e: L. Starck. 29. Posen: Dr. Jeremias, Dr. Victor (Vertreter: Rechtsanwalt Dr. Kollenscher, Schcrek.) 30. G I e i w i t z: Rechtsanwalt Steinitz,. Rechtsanwalt Wunderlich. 31. Lübeck: Dr. Kalmus, Dr. Joel, insgesamt 62 Delegierte. Ausserdem w erden zehn Mitglieder des Zentralkomitees, die als solche Sitz und Stimme auf dem Delegicrtentage haben, erscheinen, nämlich: Rechtsanwalt Dr. Bodenheimer, D. Wolffsohn, Wein, Dr. Kaufmann, Dr. Klee, Rechtsanwalt Dr. Hantkc, Dr. Franck, Dr. Adler, Dr. Zlocisti, Assessor Gronemann. Während des De legierte ntages befindet sich die Redaktion der ״JüdischenRundschau" in Hamburg, Konventgarten, Fuh 1 ent wie te 29-33. Alle für die nächste Nummer der Rundschau bestimmten Mitteilungen sind dorthin zu richten. Punkt und glauben, dass Gott uns die Erde zu unserer Verw;«lttmg übergeben bat und dass wir!!:-•nsch’ichc Dinge nach Recht und Gcrcclitigkeit zu versehen haben und an ein Eingreifen überintiirEcher Macht in den natürlichen Verlauf der Dinge nicht glauben. *..Denn die Himmel sind die Himmel des Höchs'en. die Erde aber gab er dqi Menschenkindern." Doch handelt es sich hier um Anschauungen und Gefühle, die jeder m't seinem eigenen Gewissen atismachcn soll und muss. Nur ist cs selbstverständlich, dass wie Do Jongc seine eva״g<־,v-hcn Vorbehalte gelten lässt, wir unsere jüdischen Vorbehalte im gleichen Masse ausdrücklich betonen müssen. Wir haben aber die Pflicht, anzuerkennen. dass De Jonges Schrift, abgesehen von ihrer Mystik, eine recht beachtenswerte Leistung ist. auch wenn wir nicht daran glauben, dass er und wir cs erleben werden, dass der Messias in dc*.t nächsten 20 Jahren seinen Einzug halten wird. Und wer ist dieser Mcssias - - De Jongc? ... H. Sachse. D.‘e Juüenlrage und Ihre Lösungsversuche. Zur Aufklärung der StudeiTtenschait. herausgeg.cbcn vom V e r c i n jüdischer Hochsc h ii I e r ..Bar-Kochba“ in Prag. Verlag des Verein. 14 S. 8°. Preis 20 Heller. Der Verein Bar-Kochba •11 Prag ist unter den Studentenvereinen beinahe, was der Berliner Bar-Kochba in der Turnbewegung ist. Die Rührigkeit und die Schaffenskraft, scheinen mit dem Namen innig verbunden zu sein. Hat der Prager Hochschülerverem im vorigen Jahre durch die Herausgabe sclier ..Neuen Wege“ gezeigt, dass er auf literarischem Gebete recht Erfreuliches zu leisten vermochte, so hat seine jetzige Leistung EHRT?

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