Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 7 (12.2.1904)
- Date
- 1904-02-12
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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__ JÜDISCHE RUNDSCHAU, No. 7. ־ Bremen. Kommenden Sonnabend, den 13. d. Mts., spricht 1 in Swedenborgs Hotel Herr Dr. Klee aus Berlin über ״Die I ztonisti sehe Bewegung“. Unsere?reunde in Hanno- ' ver und Oldenburg werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. יי Die Expedition der ״jüdischen Rundschau“, Berlin N. 54, Auguststr. *19 a. gibt folgende Broschüren ab: j '1. Was will der Zionismus? Herausgegeben von der; Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Berlin 1903. * 20 Pi., bei Abnahme von 100 Exempl. ä 15 Pf., bei Ab- ■ :: nähme von 300 Exempl. h 12 Pi. j 2. Neu-Jüdüa. 2. Aufi., herausgegeben von Heinrich I Loewe. 60 Pt., 10 Exempl. ä 55 Pf., 30 Exempl. und mehr A 45 Pf. 1 3. Rechtsanwalt Dr. Bodcnheiiner: Zionismus und Judentag. 20 Pf., bei Abnahme von 50 Stück!0 Pf. 4. Theodor Zlocistl: Vom Heimweg. Verse eines Juden. Broschiert 2 Mk., gebunden 3 Mk. 5. Jüdischer Almanach. 6 Mk., nebst 50 Pf. Porto. 6. Eine; Jüdische Hochschule. Preis 1 Mk. 0• /. Dr. Theodor Herzl: Altneula! nd, Roma; ר ,י; \k. i S. Dr. Leo Plr.sk er: Autoeman zipation. N'uiatifi;agc i ז;־!! Vorwort von M. Schmierer. 70 Pf. i 1 9. Jüdischer V 0 l k s k a 1 e 11 d e r. 11. Ja i.rg.my;. 9.1 Pf., i bei Abnahme von 20 Stück ä 75 Pf. 1 1 10. Dr. A. S a n d 1 e r: Anthropolog ie und Z!<; •ismus. 85 Pf.. bei Abnahme vor, 20 Stück ä 7 5 Pf. 11. Dr. J. B. S a p i r: Der Zior.ismu s. V esc:: :.::J a:c!׳i eine der zionistischen Bewegung. 2 Mk. ierner: Stenograph. P 10 0 ז k < om .־ 11 e! I. II.. 111., , V. und VI. Zionisten Kongress, ü SO Pf. Sämtliche Preise exklusive Porto. Rundschau. §ESSSKSHSSK?!S!S-;SB5?5?3־SW::3??vP3&-^S&::־SEr:a S ' i Die Assimilation um Jeden Preis predige;! die Wiener ״Judenblätter“, allen voran die ״Neue Freie Presse“. Auge-! sichts ״Hornels und K i s c h i n e w s“ wagen sie es aus! Rücksicht auf den Geldsack, dem sie dienen, von einer Assimilation der Juden in Russland zu sprechen. Sie geht so; weit von dem Tcleranzeaikt zu sprechen, das bekanntlich ebenso die freundliche Hülle für G!auhe;!svcrfo!gu:1g und Völkerunterdrilckung ist, wie gewisse Eriedensbestrcbungen; dazu dienen müssen, um die Kriegsrüstungen möglichst iinauffällig betreiben zu können. Es lohnt sich wahrhaftig die Auslasstmg des Wiener Blattes wört'ich wiederzugeben: Gespräche mit russischen Staatsmännern. Mit möglichster Enthaltung des Gedankenganges und des Wortlautes der Mitteilungen, die mir im Verkehr mit den massgebendsten Staatsmännern gemacht worden sind, lassen s’ch die Grundziiget» welche die Richtschnur für die .nnerc Politik in Russland in der Gegenwart abgeben, etwa io’gendermasscn zusammenzufassen: Die Grundlage bildet das Manifest des Kaisers Niko- I;׳us II.. welches — cs wird dies ausdrücklich betont — die Toleranz proklamiert, und ferner die lokale Selbstverwaltung, sowie die Hebung des Bauernstandes als Hauptprogrammpunkte enthält. Russland werde und wolle allen Religionsbekenntnissen kt seinem weiten Gebiete gegenüber gleich tolerant sein und verlange von den Bewohnern des Reichs nichts, als dass sie sich als Russen fühlen, als Russe«! denken, als Russen handeln. Von diesem Gesichtspunkte aus sei auch die Judeniroge anzusehen. Russland zählt fetzt 6 Mil'ioncn Juden in seiner Mitte. Die Regelung •';!rer Verhältnisse werde aümähr lieh erfolgen. Jetzt tage im Ministerium des Innern eine Kornmission. deren Aufgabe es ist, fcstzusteüen, wie innerhalb des den Juden angewiesenen Wohngebiets der Unterr.chi unter ihnen gefördert werden könne. Man lege auf cEeses Mittel, die Judenfrage zu lösen, ein grosses Gewicht und sc; überzeugt, dass dies der Weg sein werde. d!e Assimilation hrrbvinufur.ren. die darin bestehen soll. dass sie unbeschadet ihres re'ig'ösc*;: Glaubens Russen werden, :«'s solche ihre Denk- und Eühr.ve'se sich manifestieren. Mit nationalen Aspirationen wolle mau sich nicht befassen, umsomehr lege man Gewicht darauf, dass die ln sozialer Beziehung sich mehr der Russischen Denk- und Anschauungsweise nähern. Weiter werde sich dm Kommission damit befassen, die Bedingungen fcstzusteüen. unter denen den Jud«•!! der Aufentni.i: auf ccm Lrm.!•c .״es: •tte: wer1־:•!.׳ konnte. Es sei aüerdmgs mch nicht bekannt, zu welche::! Resultat d:e Kommission gehangen werde, die Absicht sei jedoch vorhand•.:!, die Eraae. ob der Aufenthalt der Juden innerhalb des ihnen /ügüwiesenen Gebiets nicht bloss auf die Städte, wie bisher, zu beschränken sei. in ernste Erwägung zu ziehen. Die Hauptsache sei und bleibe die Unterrichtsfrage und die Assimilation in dem oben argedeuteten Same. Dazu schreibt die gewiss nicht zionistische Wiener ״Zeit": Der gelegentliche Petersburger Korrespondent eines hiesigun Blattes liess sich vom Minister des Innern v. Plehwe in einem Interview folgenden Bären anbinden, v. Plehwe erklärte mit Nachdruck: In Russland herrsche vollkommene Glaubenstoleranz. Als Illustration dieser russischen ״Duldsamkeif* kann folgender von der Odessaer Tageszeitung ,.Odesskij y_stok“ mitgetc'rlter bezeichnender Fall dienen. Der Bürgermefster von Odessa Seleny hat sich im vorigen Jahre an das Unterrichtsministerium mit der Bitte gewendet, dieses möge dem Rektor der Odessaer Universität gestatten, mit Umsolcher.“ ״Schliesslich.*• sagte er weiter.. käme es wirkj lieh zu einem jüdischen Staate, so könnte doch meine j Regierung, aus irgend einem Anlasse, eines Tages sagen: | ״Ja, meine Herrschaften, Sie haben ein Vaterland — J bitte.“ — Da fiel dann mein ״Baseler** eifrig ein: ״Wo; eine solche Reaktion möglich, wenn es so wieder rückwärts geht, da ist es doch besser, Ihr habt ein Vaterland und Ihr wisst, wohin, als dass Ihr heimatlos seid.“ i——■—0» n!■■w 1 ■■ ».י» w 1—1—׳•^ Litteraturbericht . (fluc.'icr der esnschJSt'ikl«־« Liltcratur. weiene der Reduktion /u^csand: werden, linden eingehende Uc»prec!ung. ״Der jüdische Arbeiter“. Organ für die Interessen der jüdischen Arbeiter und Handels-; angestellten. Offizielles Organ des ״Verbandes der j::Ji* sehen Handclsangestcllten und Arueiter Galiziens". Offizielles 1 Organ der jüdischen Arbeiter- und Handclangesteüten-Organi- 1 sadon Wiens. —Erscheint allmonatlich am 1. in jüdischer uml { am 15. in deutscher Ausgabe. — Die No. 4 der deutschen! .Ausgabe hat unter anderem folgenden Inliat: ״Zum Parteitage! - Mädchenhandel und Kongresse, von Rosa Pommeranz. -- j Bildet! wir uns. von D. \V. — Rundschau: Bäckerstrejk in י Lemberg. — Kinderschutzgesetzgctung. — Der Kampf Je!! Friseurgehilfen. — Jüdische Emigration. —- Technische liil-; dsr.£5üestrebun״en in Russland. -- Trusts in den Vereinigten; Staaten. -;-,Glossen: Der verste^ sfinc Sa^hv*. *־־ Auw« ein? ..Wob.Itäterin". -- Jud* bleibt Jud’. — Der sozialdemokratische ,.Volkswiile“. — Seine Tätigkeit. — Organisationsbericr.te.“ — Die beiden Ausgaben dieser Zeitschrift kosten ganzjährig 2 K. —־ Deutsche Ausgabe 1.40 K.. jüdische Ausgabe 0,50 K. Preis der einzelnen Nummer: deutsch 10 Heller, jüdisch 6 Heller. -* Probenummern gratis und franko. — Redaktion und Administration in Wien, 11״ Stephanstrasse 8. •*־י ,י ריי- . 1 >. I I. .1, &• &■ i Forschungen und Reisen. i:;l *:׳*!׳ *«׳*<'ttvt.y v יו׳ t.y rrr יוvיו׳rvידrv*י־t י! w ■m V w V 0 0,0 m <t> v “4t *4 0 0 V »י» 1•^/ w *4 Vי4 4* W I: ,4 *4 V4 b 4 *M tuj *«* \ M> •>4141* J Vi k .4 W•» Vi W« W w׳׳1L •י■ ־ י,'*״•־־.- V •*« «%.«! f• \ ׳1 4 I I f 1 I « M V4 Im• •4 Ml w « 4 W Vorderasiatisch« Gesellschaft. In der letzten Sitzung der Vorderasiatischen Gesellschaft wurden eine Reihe wertvoller Urkunden und lasch!iften vorgelegt und über dieselben berichtet. Zunächst ,egte Herr Dr. Wmckler eine Bronzestatuette des ״Jupiter \on Ikiios" vor. welche aus den im Aufträge des deutschen Kaisers in Ba. albck (Serien) ausgeiuhrten Ausgrahungen herrührt. Darstellungen dieses Gottes sind äusserst selten. daher besitzt das Stück einen besonderen Wert. Ein weiterer Vortrag des Pf״i. Dr. Peiser. der am Erscheinen verhindert war. wurde anschliessend au den ersten Vortrag vorgelesen. Die betreffenden Urku nden stammen aus der Zeit der dritten babvlouischen Dynastie. Da die Eouche der Teil-el- Amarnataieln allen bekannt ist. so ist damit auch sofort die zeitliehe Abgrenzung •;egebtjt. und man kann mit ziemliche! Sicherheit entnehmen, dass die Urkunden aus der Ze.t um 1 Y, Chr• stammen, Leider ist der Ort Ihrer Herkunft nicht b<;-