Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1904)
- Date
- 1904-01-29
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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i ־■יי■»* No. 5, JÜDISCHE RUND SCH AU. Seite 43. , Organisation zu zahlen. Die Vertrauensmänner werden dringend ersucht, auch von den Schekel• Zahlern, die nicht Mitglieder der Ortsgruppe sind, ausser dem Schekel noch Mk. für die Landes- Organisation zu erheben. 2. Ein von Dr. Kaufmann-Freiburg vorgelegtes Statut für die einzelnen Ortsgruppen wird genehmigt. Die Ortsgruppen sollen sich auf Grund dieses Statuts vereinsmässig organisieren. (NB. Das Statut geht den Ortsgruppen baldigst in mehreren Exemplaren zu.) 3. Die von Dr. Kauimann-Freiburg angeregte Herausgäbe einer Broschüre, welche für neugeRrundete Ortsgruppen in kurzer übersichtlicher Weise das zur Innenorganisation nötige Material zusammenfasst, j wird genehmigt. 4. Flugblätter, Broschüren etc., welche von Ortsgruppen herausgegeben werden, bedürfen vor Drucklegung oder sonstiger Vervielfältigung der Oenehmigtmg des Bureaus. Gegen' einen ablehnenden I Bescheid kann Beschwerde beim Z.-K. in Köln einj gelegt werden. ן 5. Die Versammlung spricht ihre tiefe Entrüstung t über die Charkowcr Vorgänge aus, bekundet ihr un- ' erschüttcrliches Vertrauen zu dem A.-K. und dessen j Präsidenten, unserem Führer Dr. Herzl. ן Rem (Telegramm.) Dr. Her/t wurde heute vom König j Victor Einanuel In annähernd einstiindiger Audienz empfanden j (Näheres in d?r nächsten Nummer.) \ Distriktsbureau Berlin: Das Protokoll zum sechsten Zionistenkengress ist erschienen und zum Preise von SS Pf. exkl. Porte durch die Expedition zu beziehen. Auch die Protokolle der früheren Kongresse mit Aus-; nähme des vierten sind stets vorräEg. Im übrigen wird auf das Broschüreninserat verwiesen. j Distriktsbrrcau Berlin: Von den Broschüren: I. Herzl Eröffnungsrede zum 5. Kongresse. 2. Locwe Liberalismus und So.mtngsgottjsdieust wird der noch vorhandene Rest zum Preise von 2 Pf. abgegeben. Die Broschüren d'A v i gd o r und Nobel sind vergriffen. j Die L'nferrichtskurse der ״J ft d i s c h - n a t i o n a i c n F r a u e n v e r c i n i g u n g“ linden Jetzt 1u!r an jedem Mittwoch statt, und zwar von S—9 hebräisch und von 9—10 Geschichte und Litteratur. Wir machen nochmals darauf aufmerksam. dass der Untericht auch f!1 r N i c h t m i t g 1 i e d e r unentgeltlich ist. •Prenzlau. Am 17. Januar sprach L. Bart 11 über das Thema . Der Zionismus in der Gegenwart und Zukunft." Mit grossem Interesse lauschte das zahlreich cisMiieucr.e Publikem den klaren und sachlichen Ausführungen des Redners, der es verstand, ein deutliches Bild über die.praktische Tätigkeit des Zionismus zu entrollen. In der im Anschluss daran stattfindenden Diskussion, wusste Barth alle Zweifel durch seine sicheren, von glühender Begeisterung für den Zionismus durchdrun?cncn Widerlegungen, zu beseitigen. Eine gemütliche Kaffeepause, in der Herr Rabb. Dr. Bfthr noch.,Gelegenheit nahm, für den Zionismus in wärmster Weise einzutreten, hielt die Anwesenden noch lange in froher Stimmung beisammen. Eine Sammlung für den Nationaltond beschloss den genussreichen Abend. Berlin. Die Breslauer Zionistische Vereinigung hat an ihre Mitglieder, die in den letzten Versammlungen eiugetreten sind, das folgende Zirkular gerichtet: Bitte aufbewahren! Ew, Wohlgcboren! Nachdem Sie sich vor kurzem der Breslauer Zionistischen OrtsgruDpe attgeschiossen haben, gestatten wir uns. Ihnen zur Orientierung einige kurze Mitteilungen über Wesen und Qrgauisäiion unserer Bewegung tu machen. Das Programm des Zionismus (..Basler Programm5‘) iuulct: ..Der Zionismus erstrebt für des Jüdische Volk die Schaffung einer öiientilch-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina.“ Zur Erreichung dieses Zweckes nimmt der Kongress :׳!!- gende Mittel in .־xuss'cht: 1. Die zweckdienliche Forderung der Besiedelung Palästinas durch jüdische Ackerbauer, Handwerker und Gewerbetreibende. 2. Die Gliederung und Zusammenfassung der gesamten Judenschaft durch trec'gnetc örtliche und allgemeine Vera״sta!tungen nach Massgabe der Landesgesetze. 3. Die Stärkung und Förderung des jüdische:: Selbstgefühls und Volksbewusstseins. 4. Vorbereitende Schritte zur Erlangung der Regierunes- Zustimmungen, welche notig sind, um das Ziel des Zionlsmus zu erreichen. An der Spitz.e der Organisation steht das Aktions-Komitee, das in Wien seinen Sitz' hat und dessen Vorsitzender Herr Dr.Thecdcr Herzl ist. der Mann, der der alten Idee des Zionismus eine ir.odcrne Form gegeben, der mvstsche Schwärmerei zur praktischen Tat gewandelt, der unsere Organ!sr*t:on geschaffen hat. Alle zwei Jahre (friihei alljährlich) treten die Delegierten der zionistischen Ortsgruppen der ganzen Welt zu er cm Kongress zusammen. Es haben bisher sechs solcher Kongresse stattgenmden. fünf in Basel, einer in London. I Die finanziellen Instrumente des Zionismus sind: 1 I. Die Jüdische Kcloniaibank. Sie soll die zur Erreichung . unserer Ziele notwendigen Gelder aufbringen. Sie hat ihren Sitz in London. Der Preis einer Aktie betragt : 20.?0 Mark und kann in einzelnen kleinen Raten gezahlt werden. 2. Der jüdische Nationalford (begründet auf den Vorschlag * des verstorbenen Heidelberger Professors Schapira).. Der Fond soll ein unantastbares Vermögen des jüdischen Volkes sein, das zum Landankauf in Palusütina und seine:!? I f i besten Gesellschaftskreisen, abseits vom Wege sein \ Dasein lebte! Nach sekundenlangen;, peinlichem j Schweigen und einem raschen, prüfenden Blick in ihr I schönes Gesicht kam es dann langsam von seinen Lippen: ..Sie sehen mich massies überrascht, gnädiges Fräulein!!ch bitte Sie jedoch, dieses Erstaunen nicht in ungünstigem Sinne deuten zu wollen! Ich wiederhole es. Sie haben einen solch ausserordentlichen Eindruck auf mich gemacht, wie noch niemals ein Weib vor Ihnen, und . ... icli habe noch nicht aufgehört zu hoffen! Gnädiges Fräulein! Es gibt eine Brücke“ . . ״Sie meinen das Taufbecken?“ unterbrach sie ihn und ihre Stimme klang hell und scharf wie geschliffenes Metall. ״Ja,“ nickte er, ״wie die Verhältnisse nun einmal liegen, würden Sie nur gewinnen, entschieden gewinnen:*‘ ... .*Halten Sie ein!“ rief sie und hob abwehrend die Hände. ״Ich bitte, nur noch die Antwort zu hören, die Ihnen die Jüdin, die Frau aus dem viel verhöhnten Volke, dem man die Feigheit als Erbübel angedichtet, ohne Zaudern gibt! Diese Brücke, die Sie anzudeuten so frei waren Und welche für einen anständigen!Menschen überhaupt nicht existiert, besteht ausdauter morschen Brettern, die jeden unfehlbar in den tiefsten moralischen Abgrund schleudern, der sie betritt!. Ais gebildeter Mensch, als Ehrenmann durften Sie mir einen derartigen Vorschlag nicht unterbreiten. Ein charaktervoller Mann kann eine Fahnenflüchtige nur missachten!” .... Sie verbeugte sich leicht und trat zurück, während er noch unbeweglieh auf demselben Fleck stand, als nur noch weisse. leichte Wölkchen den Weg andeuteten, den der Zug genommen. #KS י j, 1 1 ו x x X A X A K A A A A A X A A A A A A A A A A A A A A A A A A rr•: * pq 0 Forschungen und Reisen. 2MF% V■■* hk די וייזל®4 £>'? V ־.'?T V? ־»'«'? V V V T TT T? V V T T VT T V T V V V TT T T V Unter den In den letzten Jahren so reichlich gemachten Funden, auf dem Gebiete der hebräischen Litteratur, über die hier rc?ehnäss> berichtet wurde, befindet sich auch ein sehr interessantes Stück, auf dessen Bedeutung jetzt zum ersten Male der Münchener Professor Joh. Göttsberger in der ״Bibi. Zeitsclir.“ aufmerksam macht, nämlich ein Bruchstück der Provcrbieniibersetzung von dem berühmten Philosophen und Dichter Sandia Gaon. Das Fragment, das vor kurzem mit andern Papyrushandschriftea in die. Müacheaer Hof- und f I ״* i ־״*"***■«f״■ V«״',' »'#»«י»" ־’X?*: