Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1904)
- Date
- 1904-01-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 24 JÜJ) I §£HJ RJJ N D SC H A U No. ,3. .schtn davon, dass sic uiniusiülrbar ist. da der Präs deat des Kongresses und des A.-K. nicht *berechtigt ist. solche Del;- Kation zu empfangen. 2, Im Falle de Bevollmächtigten im Laute von acht Tagen' unsere Bitten nicht in einer günstigen Weise erledigen und ihre illegale Tätigkeit hartnäckig fortsetzen sollten, werden wir mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln den schärfsten Kampf auf nehmen und werden vor allem an alle Vereine und Kreise einen Aufruf versenden, in welchem wir auf den ungcheueren Schaden hlnweisen wollen, der dem Zionismus im allgemeinen durch diese willkürliche Tätigkeit der Bevollmächtigteu zugerügt wird. Wir werden vorschlagen, alle von Z: >- nisten gesammelten Gelder direkt nach Wien znr ausschliessliehen Verfügung des A.*K. zu senden, das illeegal gegründete L.-Knicht anzuerkennen und den Präsidenten des A.-Kzu bitten, tnit keinen von wo immer kommenden Delegationen in Verbindung zu treten, die von den Bevollmächtigten entsendet .werden, und den Inhalt dieses Aufrufes zugleich mit dosen Veröffentlichung dem A.-K. in W ien bekannt zu geben. Die Versammlung erachtet es als notwendig zu benierken. dass unter den Beteiligten sowohl Jaals Neinsager waren und überhaupt Zionisten von verschiedene!’ Richtungen, die• Anhänger der sofortigen realen Tätigkeit in Palästina nicht ausgeschlossen. Die Antwort ist an Herrn I. \V. Jasi- 11 »■ w s k y. Warschau. Medow,ata!5. zu adressieren. © "ä S Aus der Bewegung. 1 €5 ׳ SS9 SS St *׳> S 3 * •ISSS 8 f * Si 'S ז •* % * * ז v; •4 ־»־ ■r ♦ •* *!* * & Die Ortsgruppen werden unter Hinweis auf unsere Publtkation fm Dezember noch einmal ersucht, mit dem Einsammein der Schekel un• »־•rzügltch zu beginnet» und die Beträge am 20. Jaruar und I. Februar an die Ctstriktsburea'is ahztitühren Dr. Bodenhelmer, Köln. Dr. Mose«, M a u n 11e i m. I>r. Klee, Ber 1 in. Berlii». Am il. d. Mts. fand in dct. ..Küingssälc:!” (Neu.• Kdiiiestr. 2h) eine zion'stische DistriktsNersummlaa^ statt, in der Herr Dr. Ma \ J 1111g ina יי » über ״De Lösung der Judenfragt־־ sprach. Den Vorsitz nil.rte Herr Dr. K 1 e. der die Anwesende;! hegrässte und die Bedctit'.ing d«*r IV.*rik!sv ••־- sniitmbincco aus! in1׳־»dcr>u/tc. Sie solYn das j!1 i:s.1־:• puh!'- kum über das Wesen des 7.'orismus tinfklärer. üa: 1 st es sich selbst ein Urteil über die Bewegung bilde;!!.u:1ue urd gec.•׳ verleumderische Darstellungen •wlüissigor Zeitungsschreiber imiminisitrt werden. Bei dieser Gelegenheit weist Redner mit scharfen und treffenden Worten die Bosheiten zurück, die der getaufte Jude Conrad Albert! alias Sittenf e I d in der .,Morgenpost” gegen N’oraatt und den Zionismus geschleudert bat. In dem nun folgenden Referat hat, Herr Dr. J u n g m a 11 n atisgcführt: Die Juuuifrage. sei an dem Tage entstanden, an dem das jüdische Reich sein Bude gefunden habe. Die arischen Völker hätten sich mit der .ludeutrage viel früher beschäftigt als die Juden selbst und sie durch Unterdrücktmg und womöglich durch völlige Ausrottung der Judenheit zu lösen versucht. Auch die Versuche, die später besonders von westeuropäischen Juden für die Lösung der Präge gemacht wurden, hätten die Existenz unserer Nafoti gefähruet und zu einer unerträglichen Verfluchung und Versumpfung des Judentums geführt. Fbie natürliche und kräftige Reaktion gegen alle antijüdischen Bestrebungen sei d־׳r Zionismus. Reiner geht näher auf die national-jüdische Bewegung ein. Ute keine Wohltätigkeitsaktion. sondern eine neue W eitnrschauuitg bedeutet: er weist nach, dass der Zionismus allein imstande sei ׳die Ju-jeiifrage zu losen und!ordert die Anwesenden auf. sic!! <i»;r Uuw egung a!t/n$c!mcssen. In der lebhaften Diskussion, die siel! an den Vortrag anschloss, brachte• ein Herr Rosen zweig sachliche Finwändc gegen den Zi<׳;;istous \־*־י. die jedoch v״u den Herren Dr. G o I d b e r g - .\ e tt e 1׳ a 11 r . f G.? o 1! u c r I!!1 g und Dr. Klee glanzend widerlegt "!!!־den. Die Zionistische Ve;ei11igu׳'g hat in 'dieser Versammlung 10 neue Mitglieder gewonnen,?elbstvcrstät'dlieh werde aucti der Nationaliond nicht vergessen. X. .Memel. Im verflossenen Uesehäft-mbr fände׳!׳!! der 'nie- | sige.! Zionistischen Vereinigung •י Vortragsabende statt, au | denen die Herren L. R o s e r.!י e .׳ g. D. W o 1! f s <»!11! (Köln! 1 und Dr. Theodor Zioeisti sprachen. I*cr Vere'ti zahl: jetzt | 5f» Mitglieder. Vorsitzende sind Recb.tsanwalt Jaei'bsobn und l Kaufmann D. L. Wolffsoh:!. An?ehekelgcldcrn s:!!J im verg j genen Jahre 157 Mk. eingegargeu. für den Natiomdämds wurden Jü.55 Mk. gesammelt. Den Ortsgruppen Bentbeii 0• S. und ülelwltz ist es ge-; inugen. Herrn Rabbiner l)r. K n r r e i 11 - Tepbtz. den altbewäbrp;n Vorkämpfer des Zionismus, zur Abhaltung von Vorträgen zu gewinnen. Trotz der weiten P.iitiermmg wird Herr Rabl». Dr. Kurrein eigens zu dem erwähnten Zwecke P.nde d. Mts. nach Oberschlesien kommen und über das Thema sprechen: ..Jude sein, heisst Zionist sein“. Bei der besonderen Aktualität dieses Themas darf den Vorträgen mit besonderem Interesse e n t ״ e .׳ c 1 ו g c s e h e n w ״ ־* r d e u. Hamburg. 7. I. lb M. Die Bambnrg-AUouuer Zionistische Ortsgruppe h'clt an! 7. er., abends ö Ihr, in! Tb.eitersaal des j Konzertgartens zu Hamburg ei!’-• Versammlung ab. in der i Assessor Dr. b'ricJemann über den Zionismus sprach, in i 1ז•ständiger Rede entv •ekelte Dr. Friedemann das zionistische; Programm,?eine Ausführung gew•*״.:! erhöhtes Interesse 5 durch die Mitteihng v;׳ug*er seiner ,!er.vjolichat F'lchiisse in Pioniere aus/uwählrn u«־J vorzuberei’en. •Je׳: erste!! S»״iu legen zu dem grossen Erz'cbungswerbg d׳ r Zukunft. Sie soll durch fortlaufende Berichte iil—r das wirtsebnitliehe und .soziale Leben Paiästinas u:־d so ••er Nacnlvrlän J;r ihren Leserkreis unterrichten und 1־׳m1en;i;c!1 den i:i.lisclieu Kaufmann durch regelmässige Markt!"eriehte aus den Hrumhanddszentren zu Unternehmungen anrege!׳, die später dem Kolouisationswerkc nützlich sein können. In einen: ausführlichen Artikel behandelt Prot. 0. Warbürg Palästina als Kobidsntinnsgeb;.! und km!׳!•!: darin zum Resultat, dass die Losung für die miebsic Zukunft, bmdwirtj schattliehe 1׳od technische Versueiisstatione!: in Palästina zu j schaffen für die Hntwkkclung unserer?:edeluug mehr wert! sei als grosse K<!״t'iec!׳. c:1׳e Idee, für die der Re Jak t eil r der I neuen Zeitschrift.? <י s k i n. schon vor neun Jahren mul erst wieder vor und ׳beim letzten Kongress eintrat. Die Reis eeind rücke über die Rosincnsfu.lt Fs-?«lt von A. Aaronsohu und Dr.?.? o s k i!1 bilden das Seitenstiick zu diesem Artikel. In einer weitere•! Rubrik ״Palästina und Dachbargeb.'cte“ werden nach Müglichkoit zuverlässige Nachrichten über die Cholera!r. Pa- I lästiua, über Palästinische Bahnen, die Hi-ircliasbahn (D:»!t!1skus Mekka), Syrische Bahn••!’., die Bagd.'.dhulu! und Vuutol:- sehe Bahnen ge?ebcn. Von grossem Interesse sind die Nach- ( richler. aus den Jüdischen K״louieen. besonders aus Palästina, Joel! sind a:1ch die Mitteilungen aus Brasilien dankenswert. Von ähnlichem Interesse wie diese letzteren sind die Nachriehtat über ״Neue Bildungsstätten im Orent”. auch soweit sie i’ieiitjuJiscIi sind, im Litteraturbericht bespricht Soskin Heinrici! Ib'lderscheids Disscrtati«•!! i'׳:'er die Niedersclilagsverhältnisse Palästinas sehr eingehend. Zum Schluss endlich ist ein Marktbercht gegeben. Nur eine R!!b׳ik. die ireibcl! in! Progiannn gar :!;chi vorgesehen!st. bedarf des Ausbaues.’ es :st ...\rci1üo|og;>1cbt.> au.s P:׳läst;,!1.׳“. Iber kann garniciit genug getun "erden. Denn gerade bei dem Mangel :׳!ucr archäologisciieu Forschung in Palästina seitcs der Juden, sollte man um so mehr dieser Rubrik, die jetzt als nebensächliches Beiwerk erscheint, mehr iiebevolle?orgfal; zu" endet:. Man wird dadurch auch lotercssenten für die Zeitschrift gewinnen, die der w irtsduiftlichcn Forschung wenig Verständnis entgoge uh ringen. Ihn aber unser Lofei! gusammeuz.ujässe!׳, so messen wir zr.geben, dass, abgesehen von ..■!!■ztlnen?chonheitstclileri!. die u:r l;ef!:crkt haben, eine vorziighehe Dw-istnng vor uns liegt. Wenn die Kommission zur Itrforsehuiig Palästinas tortiährt. uns solche Arbeiten vorzulegen, wie dieses erste Heft, so wird sie nur um so •Ichhattew das Bedauern in uns horvorruten, dass die früheren Kongresse nicht auch die Palastinakommissi״:!*-•:: aus den Fachleuten gewühlt haben. Das erste Heit vm; A 11-