Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1904)
- Date
- 1904-01-08
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18. JÜDISCHE RUNDSCHAU. No. 2. weiteren Ausschreitung eine derartige Aufwallung der öiienttkheu Meinung in Aussicht, dass der Präsident drastisch ei«!־ gieifeu müsste. Das Kabfoett befasste sich in atisserordentlieber Sitzung mit der Judenfrage, und der britischen Regierung wird mit geteilt werden, dass Amerika sieh allen etwaigen Var- Stellungen arschlicsscn wird. (Neue Frei,: Presse!. Russland duldet keine Judenhetzen, ausser *Tn eigenen Lande. Wer gstcus wird der von der russischen Zensur inspirierten ..Russ. Tclegr.-Ag.“ aus Urtnla (Persien) t.Lgraphiert: ״Die persische Bevölkerung plante eine Judenhetze, aber infolge energischen Einschreitens des russischen Vize Konsuls wurde Unglück verhütet, und die Rädelsführer wurden verhaftet." Wir glauben nicht dieser Meldung. Sie soll zeigen, dass Russland für ..Kultur" cintritt. wo - es ihm politischen ■Vorteil bringt." Aber möglich ist es auch, j dass Russland cs sich Vorbehalten will, rach der Annexion die ' persischen Juden seihst zu schlage*!. : Nulla dies sine llaea. Kein Tag ohne neue Angriffe aut die | Juden. Wie man am 2. Januar in Petersburg erfuhr, hat nach J Meldungen aus Wladiwostok Admiral Alex e j e w den j Juden den Aufenthalt in Port Arthur untersagt; sie müssen ׳ d i e S t a d t sofort verlassen. j Es ist das die Gegend, wo durch die Russen Christ - ן liehe Kultur im siegreichen Vordringen gegen die 11 e i d - nisch e 11 Chinesen begriffen ist. NichtpaläsÜniseben Kolonisationspianeu stellen wir bekannt-! lieh kühl bis ans Herr gegenüber. Das schicken w ir einer B!:it- I tcrmeldütsg voraus, für deren Richtigkeit wir keine Gewähr 1 übernehmen. Danach haben zwei indische Firmen. Ernst Casj sei und Suarez, die bisher unbebaute, aber der Bewässerung i unschwer zugängliche Ebene von Kon! ü:nho käuflich erworben, uni sie in eine Ziouisten-Kolonie umzuwandeln. 50 k0׳.״ Feddau (1 Feddau gleich 0,6 Hektar), wurden zum Preise von je 6 Piastem (gleich 1.20 Mk.) erworben. Falls das Land im Laufe von zwei Jahren in befriedigender Weise urbar gemacht wird, hat sich die Regierung verpflichtet, das ganze übrige Gebiet, etwa 100UPO Feddau zu demselben niedrigen Preise abzugeben. Es sind bereits Vorbereitungen getroffen zur Errichtung von Pumpwerken behufs vorläufiger Bewässerung von 20 009 FeJdau. Für die Bewässenmg erhebt die Regierung für jedes Feedau im ersten Jahre 2 Mk., im zweiten 1־ Mk., im dritten 5 Mk., ן irr. vierten 6 Mk.. dafür bleibt das Land diese vier Jahre Steuer- ן frei; erst darnach erfolgt die Erhebung einer geringen Steuer. Für unsere Leser bemerken w ir, dass K 0 m O m b 0, das aitagvptische Nu bi, 25 km südlich von Selsde und 2)־ km nördlich von der ägyptisch-nubb'chen Grenzstadt Assuan liegt. Der Tempel von Koin Otnbo, der noch vor kurzen! ein Raub j des Nils und zugleich des Wüstensandes zu werden schien, :st der einzige Rest der früheren Staat Nu bi. Jetzt hat man durch . Dammbauten den .Nil 11״״d durch hohe Mauern aus Nilschlamm-; Ziegeln den Wüster.־!taub für immer verhindert, das völlig freigelegte Heiligtum zu erreichen. 5י^| Sprechsaal.!^¥ , 1 Für die Mitteilungen *ה dieser Stelle Übernimmt die 2ד/l'fs r*4 ׳ w״ j Redaktion nur die prcssgcsetzlkäe V«. •01*101־ tiichkeii. ( < ׳י die Einbeziehung <1 e r Nachbarländer in das Baseler Programm verfochten, in. denen der Einwanderung nichts in! Wege steht (Cypern und!:!-ArischG dies habe ich auch in der betreffenden SM'ung atisgcfulirt. Ebenso!iahe •eh a u s d r ii c k I i c I! bet 1; :11, dass din K<,Ionisation!׳! Palästina v o r Erlangung Jt s Charters (die im Ptogratnm als e! n,M i 11 e 1 zur Hucichung dos zaristischen Zieles angegeben ist) trit Rücksicht :*ttf das Einwaudcrungsverbot, welches zu respektieren sei. sich auf die bereit s־ in!י a I ä s t i n a a n s ä s s i gen I u d .*;• beschränken müsse. Dir Verfasser.Ihres Beriah'os b־׳t also weder meine Ausfi;Im1n״en an dem betreffenden Abend. noch meine Tätigkeit ״x«1׳» je :!er* richtig verstände״. Audi dass nur die in dem Bericht genannten Herren ,.wirksam ertgegengetreten" seien, v iul die Betreffe 'öen seihst uiciit wenig Wunder!lehmen. Hocb;icl״״!׳gsvoII Divis Tr׳etsch. Golusblüten. 1:1 eil er Frovin.׳ia!!uM!ptstadt Schi es lens . tr ::g MC!: am 2't 1 's./. f> •Ige,: .!•»s GeSC י.י ■9! N.! , . 4 t Ein g ve■:!:; ׳, ׳erst gu ״!!eir: 1 tetes j! ׳ J s";!: c S ..gebildetes" Eiiepaar. w viches skb \o.! i.’ire U de!!; Ut M!;;bürge.':! nur dadurch uutersch•״ J. dass es ־_׳ ״! t C r g eH'.c: Ni Cr r beiden typi- .'«dien N. unen (C «׳ b 11 ׳ de״ L e v ' '1 tr. :g tm d s; >ezirisch iüdisjics An sscitca hatte, die in! dir: > K C I! U l er \ U u ad ganz Gern׳a;!en w aren. musste n,<ti.r:.' eil de :1 ..He; gen׳:! Ai*e un" das erste Mal im < /׳!׳.*g׳ :igvi’eii Heina . 1'eS׳ vי‘ ** u * ׳ ׳ I C S 1. ' s 1. ־ i . 1 ,ege heu. Der T. n!-d . leuchtete s׳ d 1; 2 » lierj!. c!;a! I’:־a ehr. die Gesehen .״. e waren verteilt und mau w.m :g crade C *1 * י ז 1-1c) ־... ,.St.iie N acht" zu!;■cgi;• neu. 1 . ־::1 er. ׳.er:•.■! s: Ich die Gastcel er. d ■1 ros>e״ ss eine:: uptne rs־! :1.׳ ei die .•>e:r! I'este felue. es war. :in alter nah.•'. Es s r.g sei! i essiu w . I, Ihn zu einem Besuche zu bewegen. d׳:c Hil Nehe :izinu: er an gekommen. )ernte er es nicht übers rk •TZ hi ־Ingen. Ci CIl % O It 1; Christbauailicht fest iicl: erleuchteten Sa 11 zu betr״! etc:־. da sein religiöses Gefühl cs nicht zuliess. Naei;! langen! st adium« fan den die tiastgelier ei: neu guten Ausweg und ׳ die go!Jene Brr icke war geschlagen. Man zündete 1!a ml cii d;:'el en e Inen prachtvollen sih •erneu Chsnilkkahleuchtcs mit acht Lieht er.׳: an. und so w urde a! ici’ denen Ged: ge •g! et.!:!. deren religi! des Gefühl durch den Christ! :,um allein verletzt wurde. 2 Lustige Ecke. 2 2 Eine winzige Briefkastennotiz des Schiernie! wird manchem unserer Leser ei!t intimes Lächeln abzwingen: Verzweifelnder: Da können wir Ihnen auch keinen Rat erteilen. Wenn Sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind und sonst nichts Ordentliches gelernt habe:!, werden Sie sich;!1 Berlin vergebens um einen Posten bemühen. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit der Herausgabe einer deutschen Zeitschrift iii־׳ jüdische Vunst. Pas Breslauer ״Jüdische Volksblatt•‘ sch!!esst in seiner No. 52 vom 25. Dezember 1903 eine Rezension mit folgenden Worten: .,Somit können wir dieses Buch, das in hübschem dauerbafteni Einbände für nur 2 Mk. katifkch ist, nr.serer Frauenwelt - Müttern wie Töchtern — nicht dringend genug zur An- Schaffung empfehlen. Dasselbe dürfte auch als ein G e s c 11 e n k v o 11 bleibende m Wert ei n e fi b e r a 11 hochwillkommene Wclhnachtsgabß sein. An die Redaktion der ״Jüdische:! Rundschau“. Man macht mich darauf aufmei ksam, dass in Nr. 51 der ״Jüdischen Rundschau", Seite 555, eine Notiz enthalten ist. die ich nicht widersprochen lassen sollte. Es heisst dort in einem Berichte über den Abend, mit welchem der nette Palästina-Kurs emgelcltet wurde, dass ich ״den Gedanken der Infiltration von /eher eifrig verfochteil hätte" und daher ״die Frage, ob e ne Kolonisierung und Besicdelung Palästinas in grösserem Massstabe vor der Erlangung des Charters mit dem Baseler Programm vereinbar sei“, mit einem entschiedenen ״Ja" beantwortet hätte. Diese Darstellung Ist ganz falsch. Ich bin niemals für die Infiltration eingetreieu. sondern habe ja ge ra d e im Hinblick auf das E i n vv a 11 d e r 11 n g s v e r b <» t in Palästina | Kleine Chronik. | Der ״Kreuzzeltuttg“ ist die Haltung des ״Berliner T .gblatts". das bekanntlich ebenfalls ein streng protestanti^clbes Blatt ist. in Sachen ..Kischinew■“ nicht genehm. Sie will mehr praktisches Christentum. Das ״Berl. Tgbl." schreibt u. a. hierüber: ״Ohne die Spur eines Beweises für ihre Behauptungen beizubringen, beschuldigt uns die Krcuzztg., wir bemühten uns seit Jahren.‘die ganze Welt gegen Russland mobil zu machen.